Piagnolia

von Matthias von Arnim 
3,8 Sterne bei10 Bewertungen
Piagnolia
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Positiv (7):
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Ein wunderbarer Roman über die Fußball-WM 1934 und die damit verbundenen Betrügereien. Auch für Nicht-Fußballer empfehlenswert.

Kritisch (1):
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Warum konnte nicht das ganze Buch sein wie das Ende?

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Inhaltsangabe zu "Piagnolia"

Italien 1934: Die zweite Fußballweltmeisterschaft steht bevor, sie wird in Mussolinis Italien ausgetragen, und der 'Duce' setzt buchstäblich alles daran, dass es keinen anderen Sieger als eben Italien geben wird. Handfeste Indizien deuten auf Schiedsrichterbestechung und weitere Manipulationen hin. Diesen historischen Hintergrund nimmt der Roman auf und verknüpft ihn mit der fiktiven Geschichte um den US-Sportreporter Nick Soriano, den aus dem Libyen-Krieg in sein Heimatdorf Piagnolia heimgekehrten Guido Ventura und deren Gegenspieler Oberst Briccone, der als Handlanger Mussolinis die Geschicke der WM lenken soll. Bestechungsgelder werden in Cafés übergeben, Dopingmittel den Trinkflaschen der Spieler zugesetzt, Schiedsrichter werden um die Ecke gebracht. Die souverän gegeneinander montierten unterschiedlichen Handlungsebenen und -orte erzeugen Tempo und Spannung. Der Roman folgt dem zeitlichen Ablauf des Turniers und endet beim Endspiel am 10. Juni 1934 in einem furiosen Finale.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783730700969
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Die Werkstatt
Erscheinungsdatum:24.02.2014

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    moorlichts avatar
    moorlichtvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Warum konnte nicht das ganze Buch sein wie das Ende?
    Gewinnen ist nicht immer Glückssache

    Italien, 1934.
    Die Fußballweltmeisterschaft steht an und Mussolini hat es sich in den Kopf gesetzt, dass sein Land den Titel holen wird. Koste es, was es wolle. Und damit bezieht sich der Duce nicht nur auf Geld.

    Es fließen Bestechungsgelder in alle Herren Länder und auch landesintern in alle Richtungen. Funktionäre, Schiedsrichter, Fußballer - alles, was empfänglich ist wird bestochen. Und wer nicht mitspielen will, wird anderweitig 'auf Kurs gebracht' oder als letzte Instanz eben aus dem Weg geräumt.

    Den Gegenpol dazu bildet das kleine Dorf Piagnola mit seinen durchaus liebenswerten und teilweisen etwas verschrobenen Einwohnern. Nicht von ungefähr fühlt man sich mehr als einmal an die s/w-Variante von Don Camillo erinnert.

    Neben dem heimgekehrten Guido Ventura spielen noch einige andere Dorfbewohner eine tragende Rolle.
    Vorrangig im Gedächtnis bleiben für mich der Bürgermeister Agostino, der von der Entwicklung, die sein geliebtes Italien da nimmt alles andere als begeistert ist und für das gesamte Dorf schon seit Jahren keine Steuern mehr zahlt!
    Als nächstes seine Hochwürden, der Dorfpfarrer Corello, der alle Hände voll zu tun hat, seine Schäfchen von irgendwelchen Dummheiten abzuhalten und nicht von ungefähr sich direkt mit 'dem Herrn' unterhält.
    Dazu kommt dann noch der etwas gedankenlos wirkende Bauer Filotti, der vor allem wegen seiner im weiteren Verlauf sehr passenden Ähnlichkeit mit einer anderen tragenden Figur der Geschichte und seiner Neigung zu unüberlegten Handlungen im Gedächtnis verblieben ist.

    Vom Sprachstil ist es eine ruhige unaufgeregte Sache. Sehr passend für die ländliche Gegend Italiens. Es werden keine große Worte gemacht. Meistens sind die auch nicht notwendig. Zu großen Teilen geht es um die anstehenden Fußballspiele und die Versuche der beiden Parteien, sich gegenseitig auszuspielen. Hohe Spannungsmomente kommen hier seltener auf.

    Damit wird die Geschichte nicht zwingend weniger verfolgenswert. Allerdings kann man sich beim Lesen recht gut vorstellen, in welche Richtung sich die ganze Sache weiter entwickeln wird. Vor allem auch deswegen, weil durch die historische Thematik der letztendliche Ausgang schon feststeht.

    Ich schwanke lange zwischen zwei und drei Sternen. Ein klarer Pluspunkt findet sich in der historischen Authentizität um die 2. Fußball-WM mit originalen Aufstellungen aus dieser Zeit. Damit werden die (politischen) Hintergründe auch einmal für Leser interessanter, die sich sonst nicht für den Fußball-Hype interessieren.

     Die Protagonisten sind detailliert und dabei auch sympathisch ausgearbeitet. Der Haken dabei ist, daß der Handlungsablauf stellenweise zu stereotyp gezeichnet erscheinen. Es lässt sich in diesen Momenten recht genau vorhersagen, was als nächstes geschehen wird.

    Zwei Sterne deswegen, weil die erhoffte Spannung über den größten Teil der Handlung im Hintergrund der Fußballspiele abläuft. Richtig spannend wird es erst zum Ende hin. Ein Ende, mit dem die handelnde Person mit einem Schlag lebendiger und greifbarer geworden ist als über den ganz vorigen Geschichtsverlauf.
    Schön wäre es gewesen, wäre diese Spannungshöhe über den ganzen Verlauf gehalten worden.

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    Sabrinaslesetraeumes avatar
    Sabrinaslesetraeumevor 4 Jahren
    Fussballkrimi mit Charme und Witz

    Italien, 1934, kurz vor der Weltmeisterschaft. Mussolini setzt alles daran, dass Italien Weltmeister wird. Bestechungen, Austausch von Schiedsrichtern und andere unlautere Mittel werden eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Als plötzlich 100.00 Lire in seiner Kasse fehlen, überschlagen sich die Ereignisse. Können seine Betrügerein dennoch aufgehen und welche Rolle spielen die Einwohner Piagnolias in dieser Angelegenheit?

    Das Buch hat mir als Unterhaltung für zwischendurch ganz gut gefallen. Das Cover verrät einem zumindest gleich, dass es um Italien und um Geld gehen muss. Zusammen mit dem Klappentext erhält man dann den richtigen Eindruck zum Gesamtwerk. Der Titel verrät außerdem noch, dass die Stadt Piagnolia eine tragende Rolle bekommt.
    In diesem Buch gibt es keinen wirklichen Hauptprotagonisten. Es gibt zwar die Figur Guido, die ein wenig als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte fungiert, allerdings wird dieser relativ schnell zu einer sehr passiven Figur in der Geschichte und die Einwohner Piagnolias, allen voran Pater Corello und Sportreporter Nick lösen Guido in den Hauptrollen ab. Es sind sympathische Figuren mit viel Witz und Charme, was auch der ernsten Thematik der Geschichte sehr zu Gute kommt, da sie auf eine sehr humorvolle Art behandelt wird ohne dabei zu trocken oder langweilig zu wirken. Ein gelungener Fussballkrimi, welcher die vielen Rätsel der WM 1934 geschickt aufgreift und zu einer lustigen Fiktion umgestaltet. Das Buch ist sicherlich literarisch kein Meisterwerk, dennoch ist es sehr schön gestaltet und man hat Freude am Lesen, auch wenn der Autor stilistisch sicher noch ein wenig an sich arbeiten darf. Die Idee und die Umsetzung der Geschichte ist gut gemacht und es werden weniger Klischees bedient als ich am Anfang vermutet hätte. Auch lässt es sich flüssig und gut lesen und bietet einem so auf jeden Fall eine Menge Kurzweil für zwischendurch. Wer fussballbegeistert und ein Krimifan ist, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall einmal überlegen. Von mir gibts dafür

    3,5 von 5 Punkten.

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    Buchfan276s avatar
    Buchfan276vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Roman über die Fußball-WM 1934 und die damit verbundenen Betrügereien. Auch für Nicht-Fußballer empfehlenswert.
    Piagnolia

    Wir schreiben das Jahr 1934. Italien - die Fußballweltmeisterschaft steht bevor. Natürlich hat Moussolini alles daran gesetzt, dieses Großereignis in sein Land zu holen und nun gilt es, sich auch den Titel zu sichern.
    Die Leidtragenden sind die Bürger. Hohe Preise für Eintrittskarten, Extrasteuern etc. sollen die hohen Kosten für Gebäude und natürlich auch für die "Organisation" des Titelgewinns decken.
    Nur hat der Diktator nicht damit gerechnet, dass ein kleines Dorf in der Toskana alles daran setzen würde, seine Pläne zu durchkreuzen...

    Schon nach den ersten Seiten merkt man, dieses Buch sprüht nur so vor italienischem Lebensgefühl. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft - einfach herrlich.
    Die Protagonisten des Buches, die allesamt mit Piagnolia, so heißt das kleine Dorf in der Nähe von Florenz, in Verbindung stehen, wurden vom Autor humorvoll und mit vielen Details gestaltet. Besonders lustig empfand ich den Dorfpfarrer, der immer wieder mit kuriosen und teils skurrilen Ideen auftrumpft.
    Des Weiteren wird die Handlung vom Autor prima in die tatsächlichen historischen Ereignisse des Jahres 1934 eingebettet. Mit der "Skandal-WM" werden bis heute Korruption, Bestechungen, Manipulationen und Wetten verbunden. Diese Begebenheiten verschmelzen regelrecht mit der fiktiven Handlung zu einem großen Ganzen, das sich sehen lassen kann.
    Um das Buch ansprechend zu gestalten nutzt der Autor vor allem schwarzen Humor und verwendet auch das eine oder andere Klischee. Das würde ich allerdings nicht negativ werten, denn für mich wiegt der positive Gesamteindruck einfach schwerer.

    Somit mein Fazit: Ein wunderbarer Roman, der sich spritzig lesen lässt, und der nicht nur eingefleischte Fans, sondern auch Nicht-Fußballer begeistern wird.

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    esposa1969vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante Einblicke in die WM 1934, Realität und fiktive Handlung vereint.
    Ein rasanter Fussballkrimi

    Hallo liebe Leser,

    gerade durfte ich wieder an einer interessanten Leserunde teilnehmen:

    == Piagnolia ==

    Autor: Matthias von Arnim


    == Buchrückentext: ==

    Frühjahr 1934: Mussolinis Italien steht vor der Fußball- Weltmeisterschaft, und der „Duce“ setzt alles daran, dass es keinen anderen Sieger als eben Italien geben wird. Bestechungsgelder werden in Cafés übergeben, Dopingmittel in die Trinkflaschen der Spieler gekippt, Schiedsrichter werden ausgetauscht, bestochen oder gleich um die Ecke gebracht. Oberst Briccone soll als Handlanger Mussolinis die Geschicke der WM lenken. Seine Gegenspieler sind der Ex-Soldat Guido Ventura aus Piagnolia, einem Dorf nahe Florenz, und der Sportreporter Nick Soriano aus New York. Gemeinsam mit Piagnolias kommunistischem Bürgermeister, dem Dorfpfarrer, einem unglücklich verliebten Bauern und einer gewitzten jungen Frau versuchen die beiden, die Pläne der Faschisten zu durchkreuzen. Der rasante Fußballkrimi nimmt die vielen Ungereimtheiten der Fußballweltmeisterschaft 1934 als historischen Hintergrund auf und verknüpft sie - immer mit einem schelmischen Augenzwinkern - mit dem fiktiven Geschehen rund um die liebenswerten Bewohner Piagnolias.


    == Der Buchtitel/ Das Cover: ==

    Ich hatte vor dem Lesebeginn überlegt, was Piagnolia überhaupt bedeutet, bis ich mich schlau gemacht habe und erfahren habe, dass Piagnolia der Name eines fiktiven Dorfes in Italien ist.

    Das Cover zeigt die "La Gazetta dello Sport" auf dem Titelbild und so weiß man - auch ohne den Buchrückentext zu kennen - dass Sport hier in dieser Lektüre eine tragende Rolle spielen wird - und Bestechungsgelder, die man ebenfalls auf dem Cover erkennen kann.


    == Leseeindrücke: ==

    Zu Beginn des Romans  habe ich direkt ein italienisches Gefühl.  Wir lernen die Protagonisten kennen: Den Sportreporter Nick Seriano, Bürgermeister Agostino, Ex-Soldat Guido Ventura ... Ich habe gleich mal nach hinten geschaut, ob ich eine Namensliste finde, die oft in Romanen mit vielen, schwer merkbaren Namen zu finden ist. Das hätte ich ganz angenehm empfunden, wenn man - gerade als frischer Leser - überlegt, "Wer war das nochmals?", dann kann man da nachschlagen. Die Szeneria handelt von Piagnolia, einem kleinen Dorf nahe Florenz.

    Was mir auch so gut gefällt ist, dass die Kapitel die Tage rückwärts zählen bis zum Tag des WM- Endspiels...

    78 Tage bis zum Endspiel, 77 Tage bis zum Endspiel, 76 Tage bis zum Endspiel usw. Man merkt gleich: Da wird wahrlich zum Tag des Endspiels hingefiebert. Und wir wissen ja laut Buchrückentext, dass hier Bestechungen, Schmiergelder und Verschiebungen zur WM 1934 im vollen Gange sind. Manipulationsvorwürfe,  Bestechungsgelder und Sportwetten. Das gesamte Dorf ist im Fussball- und bald auch im Wettfieber. Diese fiktive Handlung gepaart mit den historischen Ereignissen der Fussball WM anno 1934 in Italien ergeben zusammen einen sehr unterhaltsamen und oftmals auch amüsanten Unterhaltungsroman.

    Die Kapitel verteilen sich auf 285 Seiten waren angenehm kurz und kurzweilig, haben mich somit bestens unterhalten. Daher vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen!


    Vielen Dank!

    by esposa1969


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    Gulanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sympathischer, amüsanter Roman über ein Dorf, das Mussolinis WM-Manipulationen durchkreuzt.
    Ein toskanisches Dorf und die Fußball-WM 1934

    Italien im Frühjahr 1934: Oberst Briccone ist von Mussolini als Sonderbeauftragter eingesetzt worden, um die anstehende Fußballweltmeisterschaft zu einem fußballerischen und finanziellen Erfolg für das faschistische Regime werden zu lassen. Das beinhaltet vor allem Spielmanipulation und Wettbetrug. Guido Ventura entkommt mit Bestechungsgeldern in sein Heimatdorf Piagnolia. Dort trifft er auf den amerikanischen Sportreporter Nick Soriano. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern beginnen sie, Briccones Pläne zu durchkreuzen.

    Matthias von Arnim hat sich für seinen Debütroman als Hintergrund die äußerst umstrittene Fußball-WM 1934 ausgesucht. Zahlreiche Ungereimtheiten, Regelverstöße, vermutliche und bestätigte Manipulationen kennzeichnen diese „Skandal-WM“. Der Autor weist im Nachwort ausdrücklich auf die historisch korrekte Darstellung der Gegebenheiten hin. Erstaunlich, dass diese Weltmeisterschaft nicht nachträglich annulliert wurde. Wobei angesichts der heutigen Machenschaften der Fifa dies doch nicht so erstaunlich ist.

    Rund um diese historischen Abläufe hat der Autor eine Art Schelmenroman gestrickt mit Piagnolia als kleinem toskanischem Dorf, dass den Plänen des faschistischem Regimes Widerstand leistet. Der Autor schreibt in einem schönen, flüssigem Stil und wechselt auch regelmäßig die Perspektive zwischen den Figuren. Nebenbei fallen dem Leser auch zahlreiche Reminiszenzen an „Don Camillo und Peppone“ auf: Die Atmosphäre im kleinen italienischen Dorf, der Dorfpfarrer als heimlicher Anführer, der kommunistische Bürgermeister und die anderen sympathischen Dorfbewohner.

    Hauptfiguren sind der Ex-Soldat Guido Ventura, der nach siebzehn Jahren erzwungenem Militärdienst die Flucht in sein Heimatdorf gelungen ist. Er war Handlanger des Oberst Briccone und in alle Pläne eingeweiht. Nick Soriano ist eher zufällig nach Piagnolia gekommen. Er berichtet als Sportreporter von der WM und merkt schnell, dass es zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten während des Turnier und auch schon während der Qualifikation kommt.

    Ihre Gegenspieler sind Oberst Vittorio Briccone und Parteisekretär Achille Starace. Briccone ist ein verschlagener, intelligenter Drahtzieher, der für Mussolini schwarze Kassen verwaltet und auch in seine eigene wirtschaftet. Starace ist der Typ eitler, arroganter Parteibonze. Beide organisieren ein perfides Netzwerk, um eine „erfolgreiche“ WM sicherzustellen. Da werden Mannschaften gedopt, Schiedsrichter und Spieler bestochen, die Auslosung manipuliert, Zwietracht unter den gegnerischen Mannschaften gesät und sogar ein Schiedsrichter ermordet.

    Zugegeben, es werden auch ein paar Klischees bedient. Aber das fällt in diesem amüsanten Schelmenstück gar nicht so negativ auf. Ich habe mich vielmehr wirklich gut unterhalten gefühlt, habe mit den sympathischen Protagonisten mitgefiebert und nebenbei Erstaunliches rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 1934 erfahren.

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    Arunvor 4 Jahren
    Italienische Verhältnisse

    Piagnolia - Matthias von Arnim

    Zum Inhalt:
    Wir schreiben das Jahr 1934, die Fußballweltmeisterschaft in Italien wirft ihre Schatten voraus.
    Der Ort Piagnolia und seine Einwohner, in der Nähe von Florenz, stehen im Mittelpunkt der Geschichte.
    Der Bürgermeister, Kommunist, ehemaliger Weggefährte des „Duce“ seit 16 Jahren im Amt macht sich eigene Regeln bei den Steuern und der Stromversorgung.
    Der Pfarrer, immer um das Wohl seiner Schäfchen besorgt, hat oft gute Ideen.
    Gelungen fand ich die Namensgebung seines Hundes – Benito!
    Guido Ventura der nach 17 Jahren mit neuen Plänen in seinen Heimatort zurück kommt.
    Des weiteren Nick Soriano, ein Sportreporter aus New York der durch seinen Onkel Kontakte zur Mafia in Amerika hat, der im Ort einquartiert ist und über die WM berichten soll.

    Italien soll mit allen Mitteln zum Fußballweltmeister gemacht werden.
    Abwerbungen von Spielern und Bestechungsversuche sind an der Tagesordnung.
    Um die hohen Kosten der Ausrichtung der WM zu bestreiten erhebt der Staat sogar eine Extrasteuer. Auch die Eintrittspreise sind auf einen sehr hohen Niveau.
    Um noch mehr Geld zu erzielen sollen Wetten mit hohen Summen auf manipulierte Spielausgänge gesetzt werden.

    Hier werden wir in die hohe Kunst der Spielmanipulation eingeführt. Olivio Mela hat hier die Rolle des „Mädchen für alles“ inne. Er reist zu den verschieden Spielorten und Spielen um die Ergebnisse in die richtige Richtung zu lenken, zu seinen Hilfsmitteln gehören Geld, Gerüchte und Dopingmittel. Sogar der Schiedsrichter der das Finale leiten soll wird ausgetauscht.

    Da bei den Spielen nicht alles so läuft wie geplant wird ein Sündenbock gesucht – Olivio Mela muss herhalten und wird inhaftiert. Nachdem ihm die Flucht gelungen ist wird er vom Saulus zum Paulus!
    Auch Guido Ventura wird von der Obrigkeit festgesetzt, könnte aber durch ein Lösegeld wieder auf freien Fuß kommen. Die Dorfgemeinschaft versucht dieses Geld durch Wettgewinne aufzubringen.

    Die Schiedsrichter werden in einem Kloster auf ihre Spiele vorbereitet

    Zwei Fliegen mit einer Klappe, um Mela aus der Schusslinie zu halten wird er kurzerhand nach New York geschickt um dort auch gleich die Wetteinsätze abzugeben.

    Da mit den Wetten nicht so alles wie geplant läuft soll nur noch auf das Endspiel gewettet werden.
    Die Ereignisse überschlagen sich und viele Handlungsabläufe werden zusammengeführt.

    Meine Meinung:
    Eine überaus vergnügliche Story aus dem faschistischen Italien zur Zeit der zweiten Fußballweltmeisterschaft im Jahre 1934.

    Tolle Figuren, vor allem der Dorfpfarrer hat mir gut gefallen. Seine guten Einfälle und sein trockener Humor sorgen für einige Lacher!

    Auch die Hintergründe der Handlung sind zum Teil verbürgt und gut recherchiert.

    Für meinen Geschmack sind einige sportliche Szenen vielleicht etwas überzogen, doch dies stört den Lesefluss in keinster Weise.

    Das Buch hat mich gut unterhalten und kann es guten Gewissens weiterempfehlen.



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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein flott zu lesendes Buch, das einfach Spaß macht. Sicher auch einem Nicht-Fußballfan ;-)
    Wetten?

    „Seht auf diesen Mann“, sagte er und klopfte ihm auf die Schulterklappen. „Das ist ein echter, arischer Römer. Ein Mann, auf den ich mich verlassen kann! Ein Vorbild für euch alle! Vittorio, wenn wir diese Weltmeisterschaft gewinnen und dem Rest der Welt damit ein weiteres Mal Italiens Größe und Macht beweisen, werde ich ein Schiff nach dir benennen“, rief Benito Mussolini.     (S. 119)

     

    Wir befinden uns im Jahre 1934 n. Chr. Ganz Italien tanzt nach Roms Pfeife… Ganz Italien? Nein! Ein von unbeugsamen Dörflern bevölkertes Nest in der Nähe von Florenz hört nicht auf, Benito Mussolini Widerstand zu leisten…

     

    Im Jahr 1934 fand die Fußball-Weltmeisterschaft in Italien statt. Um das gesamte Turnier und den Sieg Italiens ranken sich Gerüchte, die von Bestechungsmaßnahmen sprechen. Es gibt Manipulationsvorwürfe, Schiedsrichter sollen alles andere als neutral gepfiffen haben und man hat festgestellt, dass unter anderem die italienische Nationalmannschaft Spieler aufstellte, die als Nicht-Italiener eigentlich nicht hätten im Team sein dürfen. Man kann wohl unbesorgt behaupten, dass Mussolini ein Sieg Italiens im eigenen Land enorm wichtig war.

     

    Wie genau sind wohl die Bestechungen abgelaufen? Wer hat sich um alles gekümmert, sämtliche Fäden gezogen? Hier im Buch hat Mussolini eine „Spezialabteilung“ beauftragt, sich zum einen um die Finanzierung der WM zu kümmern und zum anderen dafür zu sorgen, dass Italien das Turnier gewinnt. Wie ist egal, alles ist erlaubt.

     

    Tatsächlich sieht es auch so aus, als ob die „Spezialabteilung“ alles im Griff hat. Die Spiele verlaufen planmäßig und wenn man das Ergebnis schon vorher weiß, kann man auch prima darauf wetten und damit die schwarzen Kassen füllen. Vermutlich hatten weder Oberst Vittorio Briccone, Sonderbeauftragter für die Finanzierung der WM, noch Achille Starace, Sekretär der faschistischen Partei Italiens damit gerechnet, dass ein paar Dorfbewohner ihnen ernsthafte Schwierigkeiten machen könnten. Aber die Menschen in Piagnolia, einem fiktiven Dorf in der Toskana, möchten sich weder erpressen noch finanziell ausbeuten lassen. Und sie haben zwei Stärken: Zum einen ihr Zusammengehörigkeitsgefühl und zum anderen einen gewissen Guido Ventura, der in Piagnolia aufwuchs, aber in der letzten Zeit ein Mitarbeiter der „Spezialabteilung“ war. War – wohlbemerkt.

     

    Dieses Buch hat einfach nur Spaß gemacht! Die fiktive Handlung passt sich perfekt in den historischen Rahmen ein. Das Nachwort klärt den Leser darüber auf, dass „alle im Roman beschriebenen Fußballspiele, ihre Verläufe und die Ergebnisse den Tatsachen entsprechen, ebenso wie die im Roman beschriebenen historischen Begebenheiten, die zum Teil erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Fußballweltmeisterschaft hatten.“ Einige dieser Begebenheiten lesen sich so schräg, dass man trotzdem nachgoogelt (zumindest ging mir das so) und die Bestätigung liest.

     

    Ich behaupte jetzt auch mal, dass man nichts von Fußball verstehen muss, um an den hier vorkommenden Spielen seine Freude zu haben. So sehr geht es überhaupt nicht ins Detail. Viel wichtiger sind die Charaktere dieses Buches – und davon gibt es einige erwähnenswerte!

     

    Da sind zunächst mal die Bösen, Mussolini, Briccone und Starace. Die sind einfach nur fies und leider auch sehr mächtig. Und auf der anderen Seite haben wir ein wunderbares Team, dem unter anderem der kommunistische Bürgermeister von Piagnolia, der Dorfpfarrer, ein junges Mädchen und ein leicht trotteliger Bauer angehören. Unterstützt wird das Dorfteam noch von einem Sportreporter aus New York und dem oben schon erwähnten Guido Ventura. Vor allem der Pfarrer hatte schnell mein Herz erobert. So wie er sich benimmt, wird er sicher nie Bischof. Obwohl… Wenn er es drauf anlegen würde, vielleicht doch ;-) Denn eins ist klar: Dieses Team ist ein würdiger Gegner!

     

    Die Kapitelaufteilung richtet sich nach „Tagen bis zum Endspiel“, man merkt also sehr genau, wie der große Tag näher rückt. Als ich das Kapitel mit besagtem Finale vorhin las, merkte ich zu meinem großen Vergnügen, dass ich total gespannt den Spielverlauf verfolgte, obwohl ich doch genau wusste, wie das Spiel endete. Toll geschrieben, kann ich da nur sagen!

     

    Die Bezeichnung „Krimi“ finde ich allerdings ein bisschen irreführend. Gut, es gibt auch einen Toten, aber der dient eher dem Zweck, einige sehr schwarzhumorige Passagen (die ich absolut herrlich fand!) zu unterstützen. Vorne auf dem Buch steht „Roman“ und dabei sollten wir bleiben.

     

    Fazit: Ein flott zu lesendes Buch, das einfach Spaß macht. Sicher auch einem Nicht-Fußballfan ;-)

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    Brivor 4 Jahren
    Elf Freunde ... oder mehr ... müsst ihr sein

    Großereignisse werfen ihre Schatten voraus – es ist wieder soweit, das Leder rollt und das Runde will ins Eckige. Wie das Ganze ausgehen wird, weiß im besten Falle keiner – oder vielleicht doch?

    Wie wir wissen ist die Geschichte des Fußballs in Europa und der Welt voll von Ereignissen, die durch vielfältige Manipulationen den Ausgang nicht nur einzelner Spiele entschieden haben.

    Auch in Italien 1934. Der Duce, Benito Mussolini selbst, hat alles daran gesetzt, die Fußballweltmeisterschaft ins Land zu holen. Aber das alleine genügt ihm nicht, Italien soll der Welt voran stehen. Auch im Fußball. Überall soll die Überlegenheit des italienischen System aufscheinen – Rom will siegen und nach Möglichkeit durch die vorausgeplanten Endstände der Spiele die Kosten, die für Stadien und Bestechungsgelder ausgegeben werden mussten, wieder wett machen. Die italienische Bevölkerung selbst steht dem ganzen Treiben nicht so leidenschaftlich gegenüber. Die Eintrittskarten für die Spiele sind teuer, die Steuern werden erhöht, um die Kosten wieder auszugleichen und die Squadra Azzurra ist zudem nicht unbedingt der absolute Favorit für den Meistertitel

    Irgendwie kommt einem das doch sehr aktuell und vertraut vor.

    Brasilien, der Ausrichter der Fußballweltmeisterschaft 2014, zahlt einen hohen Preis dafür, Gastgeberland dieses Turniers zu sein und möchte sicherlich gerne selbst den Titel holen. Die brasilianischen Fußballer fiebern den ersten Spielen ebenso entgegen, wie die anderen Mannschaften. Anders als ihre Mitbürger, die nur sehen, was diese WM die Gemeinschaft kostet: Anstelle von dringend benötigten Krankenhäusern und Bildungsstätten werden für immense Kosten Stadien an Orten errichtet, an denen normalerweise kaum Fußball gespielt wird. Indigene Einwohner werden zwangsumgesiedelt, Demonstranten, die um einen Boykott der WM bitten mit Gefängnis bedroht. All das sind Geschehnisse, die der durchschnittliche Fußballfan nicht wahrnehmen möchte. Will er doch an die Reinheit des Spiels und dessen Ausgangs glauben. Welche Schiebereien im Hintergrund geschehen … davor möchte er am liebsten die Augen verschließen und sich von den Alltagsnöten ablenken lassen. Ein Fußballfest genießen.

    Außerdem hält man sich in Italien – um ganz besonders in Piagnolia – gerne unabhängig von Obrigkeiten. Was geht einen die Partei, was geht einen Rom an, wenn man im Dorf doch einfach mit Gemeinschaftssinn gut über die Runden kommt. Man hilft sich gegenseitig und bleibt lieber unbemerkt, so unbemerkt, dass die Steuern, die eigentlich abgeführt werden müssten das eben nicht werden. Das hilft den Großgrundbesitzern, damit der Gemeinde und letztendlich dem Gemeinwohl aller Bürger Piagnolias. Agostino, der allseits beliebte Bürgermeister, versteht es geschickt, diese Tatsache weder in Rom noch sonst wo ruchbar zu machen.

    Aber niemand hat damit gerechnet, dass ein lange verloren geglaubter Sohn Piagnolias den Weg in sein Heimatdorf zurückfindet – mit dabei hat er einen Koffer voller Geld. Geld, dass ihm nicht gehört.

    Gleichzeitig erfährt der Unterhändler der faschistischen Partei, der damit betraut ist, die Übergabe eines mit Geld gefüllten Koffers an Funktionäre des griechischen Fußballverbandes zu überreichen ein wahres Fiasko. Der Koffer ist leer, bzw. mit Zeitungen befüllt, vom Geld fehlt jede Spur ...

    (Wett)Betrug gab es schon häufiger in der langen Geschichte des Fußballs und wenn man ehrlich ist, kann man nicht so tun, als ob das etwas Neues wäre. Dass aber ein Staat, eine Partei, der Duce himself 1934 die in Italien stattfindende WM so massiv beeinflusst hat, dass Italien aus dieser nur als Farce zu bezeichnenden Weltmeisterschaft als Sieger hervorging – wer weiß das heute noch?

    Die Aktualität allerdings ist durchaus gegeben.

    Vielleicht war es genau diese Aktualität, die Matthias von Arnim dazu veranlasst hat, sich mit dem Thema aus historischer Sicht zu beschäftigen – gibt das doch Raum für eine interessante Perspektive. Geschaffen hat er dabei einen äußerst unterhaltsamen und gleichzeitig informativen Roman, der als Nebenwirkungen eigene Recherche zum Thema und einen veränderten Blick auf derlei Veranstaltungen hat. Geschickt verwebt von Armin den historischen Hintergrund, die Tatsachen, mit fiktiven Ereignissen um das ebenso fiktive Piagnolia, das mit seinen liebenswerten Bewohnern einen Hauch von „Don Camillo und Peppone“ versprüht.

    Nichts wirkt gestelzt oder hölzern, alles ist authentisch. Die Werte des Gemeinsinns, des Zusammenhaltes, der Freundschaft – hier findet man sie tatsächlich umgesetzt. Elf Freunde müsst ihr sein – aber hier außerhalb der Platzes. Das Fußballspiel steht als verbindendes Element zwar im Mittelpunkt der Geschichte, doch muss man als Leser weder ein Kenner dieser Mannschaftssportart sein, noch sie mögen, um sich mit diesem Roman bestens unterhalten zu fühlen.

    Im Umgang mit den Obrigkeiten zeigen die Einwohner Piagnolias eine wunderbare Cleverness – nichts wirkt plump sondern alles sympathisch klug, was zur Rettung des verlorenen Sohnes und neuer Verbündeter im Kampf für die Erhaltung der Autonomie getan wird. Land und Leute, sowie die Atmosphäre der damaligen sind fein erfühlt und so gut umgesetzt, dass man bei Lektüre fast vergessen mag, dass nicht die WM 1934 in Italien, sondern die WM 2014 in Brasilien ansteht.

    Piagnolia mag zur Zeit noch ein Geheimtipp sein, hat aber perspektivisch das Zeug dazu, auch hartgesottene Fans vom Fernseher weg in den Lesesessel zu lotsen.

    Wenn ihr das Leder ein bißchen mit treten wollt - zögert nicht, ab mit euch zum Buchhändler eures Vertrauens.

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    WortGestalts avatar
    WortGestaltvor 4 Jahren
    Italien, Fußball und Zeitgeschichte

    „Piagnolia“ ist der Name eines kleinen italienischen Dorfes unweit der Stadt Florenz. Hier geht es noch ganz beschaulich zu, man kennt sich eben. Wir schreiben das Jahr 1934. Ein liebevolles Figurenensemble, fast ein bisschen wie in Schlumpfhausen, bewohnt dieses lauschige Nest:

    Der Bürgermeister Agostino ist ein alter Kommunist, der im faschistischen Italien versucht, seinem Dorf noch eine gewisse Unschuld zu bewahren. Der Pfarrer Corello ist stets bemüht, den Pfad Gottes für seine Schäfchen so großzügig wie möglich auszulegen und väterlich-freundschaftliche Ratschläge zu erteilen. Der Bauer Filotti ist ein naiver wie liebenswerter und schwer verliebter Mann, der um die Gunst einer florentinischen Sängerin wirbt und dabei in Geldschwierigkeiten gerät. Der junge Guido Ventura, der nach Jahren wieder in sein Heimatdorf zurückkehrt, findet nicht das vor, was er zu suchen glaubte. Und der Sportjournalist Nick Soriano reist aus New York an, um über die anstehenden Fußballweltmeisterschaft zu berichten, ohne zu ahnen, welches Spiel in Italien tatsächlich gespielt wird.

    Vor einer zeitgeschichtlichen Kulisse erzählt der Autor Matthias von Arnim in seinem Debüt „Piagnolia“ eine fiktive Geschichte rund um die realen, rätselhaften Ereignisse der zweiten Fußballweltmeisterschaft im Sommer 1934 in Italien. Dies macht er vor allem sprachlich sehr gekonnt, sein Stil ist redegewandt und transportiert die Atmosphäre der ländlichen Idylle Italiens. An einigen Stellen wird dann und wann die Handlung durch kleine Wiederholungen ausgebremst, hier hatte ich oft das Gefühl, eben erlebte Ereignisse erneut erklärt zu bekommen, was im Gesamtbild das reine Erzählen noch nicht richtig rund erschienen ließ.

    Die Figurenzeichnung ist sehr herzlich, alle wichtigen Positionen für eine dynamisches Zusammenspiel sind besetzt. Es gibt einen schlauen, einen ehrlichen, einen väterlichen, einen traurigen, einen bösen, einen noch viel böseren, einen trotteligen und einen kecken Charakter. Dadurch entstehen zwar Protagonisten, die man als Leser sofort annehmen kann, die aber auch stark in ihren vorgegebenen Rollen verharren und mich so wenig überraschen konnten. Sympathisch, aber vorhersehbar.

    Den auf dem Klappentext angekündigten Fußball-Krimi konnte ich für mich leider nicht ausfindig machen. Das Buch hat eine tolle Geschichte und ganz viel Fußball zu bieten, allerdings keinen Kriminalplot im eigentlichen Sinne. Es gibt Mord und Erpressung, finstere Machenschaften und Betrügereien, aber der Spannungsbogen bleibt über die Handlung gestreckt insgesamt doch flach, Nervenkitzel findet man dann höchstens bei den Beschreibungen der Fußballspiele, gerade das Finale des Buches dürfte für jeden Fußballfan einem Krimi gleichkommen.

    Fazit: Eine Geschichte über die Manipulation und Instrumentalisierung der noch ganz jungen Fußballweltmeisterschaft, bei dessen Lektüre sich ein gewisses Maß an Begeisterung für Fußball als hilfreich erweisen könnte. Da ich bin persönlich mit verschwindend geringer Affinität zum Ballsport ausgestattet bin und mich selbst in EM- und WM-Jahren nicht im geringsten für das Geschehen rund um das Runde und das Eckige interessiere, blieb mir dieser Teil des Buches verschlossen. Wer sich von König Fußball allerdings begeistern und gern vom WM-Fieber packen lässt, dem sei dieses Buch empfohlen, das zusätzlich zum sportlichen Leseerlebnis auch viele interessante politische Aspekte einbringt und Zeitgeschichte mal aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet.

    Bewertung: 3 Sterne


    Rezension auch bei:

    http://wortgestalt-buchblog.blogspot.com

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    matternes avatar
    matternevor 4 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar


    Bereits zum dritten Mal wollen wir in diesem Jahr gemeinsam deutschsprachige Debütautoren und ihre Bücher entdecken. Fast 200 Leser haben sich 2013 beteiligt und die Bücher von über 170 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2014 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestsellerautoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestsellerautoren von morgen.

    Aktuelle oder demnächst startende Aktionen:

    • Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann (14.10.2014)
    • Leserunde zu "Das mit dir und mir" von Sabine Bartsch (20.11.2014)

    --

    Ablauf der Debütautoren Aktion:

    Es geht darum im Jahr 2014 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig ab 24. Dezember 2013 bis Ende 2014 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt.

    Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen.

    Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2015 zu lesen und zu rezensieren.
    Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken!

    'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2014 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2014 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint!

    Wie kann man mitmachen?


    Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert.

    Weitere Informationen
    • Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich!
    • Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim!
    • Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen.
    • Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es auch zählen müsste, so schreibt mir eine Nachricht und ich überprüfe das dann. Bitte listet erst auf meine Zusage hin ein solches Buch auf.
    Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude!

    Für Autoren:

    Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen. Bitte schickt mir dazu eure Nachricht mit Vorschlägen und ich versuche dann, etwas mit dem jeweiligen Autor zu organisieren.


    PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-)

    Teilnehmer:
    19angelika63
    (15/15)
    Alchemilla (0/15)
    anastasiahe (5/15)
    anell
    (0/15)
    Annilane
    (0/15)
    Anniu (0/15)
    Antek (23/15)
    anushka
    (15/15)
    Arizona
    (4/15)
    babsl_textblueten (1/15)
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    Brilli
    (17/15)
    Buchrättin
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    Bücherwurm
    (0/15)
    Caress (0/15)
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    (9/15)
    Chiawen (1/15)
    Christlum (0/15)
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    conny (3/15)
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    DaniB83 (7/15)
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    (0/15)
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    (7/15)
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    Rockmaniac (0/15)
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    (18/15)
    schlumeline (15/15)

    SchwarzeRose
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    Simona1277
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    SmilingKatinka
    (0/15)
    Solifera
    (0/15)
    solveig (1/15)
    sommerlese (22/15)
    Sonnenwind (5/15)
    Spatzi79 (2/15)
    Starlet
    (1/15)
    steffchen3010 (0/15)
    steppenwoelfin
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    Stjama
    (0/15)
    Strickliesel22 (0/15)
    sursulapitschi
    (13/15)
    TanjaJasmin (0/15)
    Themistokeles
    (0/15)
    thora01 (22/15)
    Tiana_Loreen (15/15)
    tineeey
    (0/15)
    Tinkers
    (15/15)
    vielleser18 (9/15)
    villawiebke (0/15)
    Waldschrat
    (0/15)
    Wildpony
    (1/15)
    ZauberFeder
    (1/15)
    Zsadista
    (16/15)
    Zweifachmama (0/15)
    Zwerghuhn (15/15)

    Es zählen ausschließlich die Bücher, die später an diesem Beitrag angehängt sein werden
    :
    Zum Thema
    MatthiasVonArnims avatar

    Liebe Leserinnen (und auch liebe Leser - eine von mir sehr geschätzte kleine Minderheit),

    zu einer Lesung meines Debüt-Romans "Piagnolia" (www.piagnolia.de) möchte ich Euch hiermit herzlich einladen! Es ist die Geschichte der Bewohner eines kleinen toskanischen Dorfes in der Nähe von Florenz, die unversehens in die kriminellen Verstrickungen rund um die Fußballweltmeisterschaft 1934 in Italien hineingezogen werden.

    Keine Angst: In meinem Buch geht es nicht nur um Fußball. Es geht vor allem um eine pfiffige italienische Dorfgemeinschaft. Und die wird durch Zufall in einen Riesenskandal hineingezogen. Also Wettbetrug in großem Stil. Da werden Spiele verschoben, es wird gemordet und gedopt. Und das alles nur, damit Mussolini, der damals Italien regiert hat, am Ende sagen kann: Weltmeister, das bin nur ich.

    Ich hätte als historischen Hintergrund natürlich auch ein polnisches Tischtennisturnier in den 50ern oder einen Baumstamm-Weitwurfwettbewerb in Schottland wählen können. Oder eine finnische WM im Eisstockschießen. Aber da habe ich nichts vergleichbar Spannendes in der Historie gefunden, das sich so wundervoll geeignet hätte wie eben diese Fußballweltmeisterschaft 1934.

    Etwas mehr zur Story:

    Guido Ventura kehrt im Frühjahr 1934 in sein toskanisches Heimatdorf Piagnolia zurück. Er möchte nach seinem unfreiwilligen Militärdienst in Libyen seine Braut wiedersehen und mit ihr ein neues Leben beginnen. Das Geld, das er dafür braucht, hat er aus Benito Mussolinis schwarzer Kasse gestohlen. Es ist ein besonders heikler Diebstahl, denn es handelt sich um Bestechungsgelder.

    Guidos Coup gefährdet damit Oberst Vittorio Briccones Pläne, der im Auftrag Mussolinis mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen soll, dass Italiens "Squadra Azzura" im eigenen Land Fußball-Weltmeister wird. Briccone zieht dabei alle Register. Er besticht Schiedsrichter und Fußball-Funktionäre. Selbst vor Mord und Erpressung macht er nicht Halt.

    Als Oberst Briccone den Diebstahl der Bestechungsgelder bemerkt, beginnt ein spannendes Katz- und Maus- Spiel, in das sich die bauernschlauen Einwohner des kleinen toskanischen Dorfs Piagnolia heftig einmischen. Ein störrischer Bürgermeister, ein verliebter Bauer, ein junges Mädchen, ein gewitzter Pfarrer und ein Reporter aus New York machen Guidos Widersacher Briccone das Leben verdammt schwer - und sorgen dafür, dass das WM-Endspiel gar nicht so verläuft, wie der Oberst sich das ausgedacht hat.

    Aus einem Spiel, in dem 22 Männer einem Ball hinterher rennen, wird in meinem - immer mit einem Augenzwinkern erzählten - historischen Roman ein spannender, mörderischer Wettlauf gegen die Zeit. Wenn Ihr gemeinsam mit den Protagonisten Piagnolias ihre Abenteuer erleben und mit ihnen leiden und lachen möchtet, dann macht bei unserer Leserunde mit! Zusammen mit dem Verlag Die Wertstatt verlosen wir 10 Exemplare von „Piagnolia".

    Um bei der Leserunde mitzumachen und eventuell eines der Bücher zu gewinnen, könnt Ihr Euch noch bis spätestens 31. Juli 2014 bewerben - gern mit einem kleinen Kommentar, warum Ihr mein Buch lesen möchtet. Anschließend werde ich die Gewinner auslosen und mein Verlag die Bücher verschicken. Die Leserunde startet dann am 13. August.

    Ich freue mich darauf, mit Euch zu lesen und bin gespannt auf Euer Feedback.

    Zur Leserunde
    WortGestalts avatar
    Ein Debüt-Krimi rund um die Fußball-WM 1934: Piagnolia von Matthias von Arnim

    Frühjahr 1934: Mussolinis Italien steht vor der Fußball- Weltmeisterschaft, und der „Duce“ setzt alles daran, dass es keinen anderen Sieger als eben Italien geben wird. Bestechungsgelder werden in Cafés übergeben, Dopingmittel in die Trinkflaschen der Spieler gekippt, Schiedsrichter werden ausgetauscht, bestochen oder gleich um die Ecke gebracht.

    Oberst Briccone soll als Handlanger Mussolinis die Geschicke der WM lenken. Seine Gegenspieler sind der Ex-Soldat Guido Ventura aus Piagnolia, einem Dorf nahe Florenz, und der Sportreporter Nick Soriano aus New York. Gemeinsam mit Piagnolias kommunistischem Bürgermeister, dem Dorfpfarrer, einem unglücklich verliebten Bauern und einer gewitzten jungen Frau versuchen die beiden, die Pläne der Faschisten zu durchkreuzen.

    Der rasante Fußballkrimi nimmt die vielen Ungereimtheiten der Fußballweltmeisterschaft 1934 als historischen Hintergrund auf und verknüpft sie - immer mit einem schelmischen Augenzwinkern - mit dem fiktiven Geschehen rund um die liebenswerten Bewohner Piagnolias.

    (Quelle: Verlag Die Werkstatt)


    Liebe Krimifreunde, Fußballfans und neugierige Leseratten,

    mit freundlicher Unterstützung von Autor Matthias von Arnim und dem Verlag Die Werkstatt könnt ihr Euch hier bis einschließlich 18.05.2014 um 1 Exemplar des Krimis "Piagnolia" bewerben.

    Was ihr dafür tun müsst?

    Beantwortet mir einfach die Frage, warum ihr diesen Krimi gerne lesen würdet! Reizt euch das Fußball-Thema, der historische Hintergrund oder der Schauplatz Italien? Wir sind auf eure Antworten gespannt und drücken allen Teilnehmern die Daumen!!

    Zur Buchverlosung

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