Matthias: Seefelder Opium. Eine Kulturgeschichte.

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Inhaltsangabe zu „Opium. Eine Kulturgeschichte.“ von Matthias: Seefelder

Athenäum, Frankfurt 1987, Pappband mit illustriertem Schutzumschlag,

Klasse Buch. Sehr interessant umd investigativ

— LeveretPale
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  • Eine lesenswerte Kulturgeschichte

    Opium. Eine Kulturgeschichte.
    LeveretPale

    LeveretPale

    12. December 2016 um 14:06

    Der Schlafmohn (papaver somniferum) begleitet den Menschen seit nun mindestens 8 000 Jahren und hat wie kaum eine andere Pflanze die Menschheitsgeschichte geformt und mitbestimmt, sei es als hochwirksames Medikamt, sakrales Werkzeug antiker Priester oder tödliches Gift, an dem ganze Völker zugrunde gingen. Matthias Seefelder erzählt in diesem Buch mit Leichtigkeit die Jahrtausende lange Geschichte, wie sich der Schlafmohn und seine Produkte über den Erdball ausbreiteten und dabei einzelne Persönlichkeiten, von Marc Aurel, Galen, Paracelsus, bis hin zu De Quincey und Hans Fallada, beeinflussten, aber auch das Geschick ganzer Völker bestimmten. Von Alexanders durch Opium gedopte Armeen bis hin zu den Opiumepidemien im antiken Rom und den Opiumkriegen im neuzeitlichen China wird nichts augelassen. Es gibt bei dem Buch eigentlich nur zwei Schwächen: Erstens erzählt Seefelder kaum chronologisch. Zwar beginnt das Buch in der Steinzeit und endet in der Moderne, aber dazwischen gibt es sehr viele chaotische Sprünge, was allerdings aufgrund der vielen parallelen "Handlungsstränge" wohl kaum zu vermeiden war. Zweitens ist das Buch mittlerweile recht alt. In den letzten Kapiteln, die die "Gegenwart" behandeln, geht es noch um die Sowjetunion und die DDR und Laos wird noch als Großproduzent aufgeführt. Mittlerweile gibt es die ersten beiden nicht mehr, während die Opiumproduktion von Laos vollständig nach Afghanistan abgewandert ist und in Laos nun GrünTeeFelder und Methamphetaminlabore aus dem Boden sprießen. Auch wurden deshalb logischerweise einige neue Erkenntnisse und Kratom (http://amzn.to/2gvOYDL) sowie die Opioidepidemie in den USA nicht erwähnt. Naja, das ist aber auch kein richtiger Kritikpunkt. Wer sich für die Geschichte des Opiums und seines Einflusses auf Kultur, Kunst, Gesellschaft und Politik von 7000 v. Chrs bis 1989 n. Chr. interessiert, wird hier mehr als fündig.

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