Matthieu Ricard Glück

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Inhaltsangabe zu „Glück“ von Matthieu Ricard

'Glück ist kein Zufall, sondern jeder kann es erlernen', meint Matthieu Ricard. Es entsteht, wissenschaftlich messbar, aus einem inneren Gleichgewicht von Körper und Geist. Es ist das Resultat eines Reifungsprozesses, der ganz allein von jedem Menschen selbst abhängt. Dazu gehört auch, sich von der Macht negativer Emotionen wie Hass, Neid, Verlangen und Ich-Bezogenheit zu befreien und sich stattdessen von Mitgefühl, Demut und Güte leiten zu lassen, um im Einklang mit sich und der Welt zu leben. Dieser innere Zustand, der nicht von äußeren Umständen abhängig ist, ist der Schlüssel zu lebenslangem, tief empfundenem Glück. Kleine Übungen und Meditationsanleitungen am Ende eines jeden Kapitels weisen einen klaren Weg zu einem glücklicheren Leben.

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  • Rezension zu "Glück" von Matthieu Ricard

    Glück

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2009 um 16:30

    Auf einfühlsame und verständliche Weise erklärt Matthieu Ricard in diesem Buch Wesen und Ursprung tief empfundenen, anhaltenden Glücks und macht bewusst, dass glücklich zu sein nichts damit zu tun hat, materiellen Dingen, beruflichem Erfolg und flüchtigen Vergnügungen hinterherzujagen oder sich durch extremes Verhalten, z.B. Extremsportarten, in kurzfristige Euphoriezustände zu versetzen. Wahres Glück hat auch nichts mit der Lebenssituation, mit persönlichem Schicksal oder äußeren Umständen zu tun. Glücklich zu sein kommt nicht von außen. Glück entsteht im eigenen Inneren, es ist eine Geisteshaltung. Matthieu Ricard ist ein zutiefst weiser Mensch, wie aus jedem einzelnen seiner wohlformulierten Sätze hervorgeht, und er ist willens, seine Mitmenschen an seiner Weisheit teilhaben zu lassen. Kurze, leicht verständliche Anleitungen für Meditationsübungen ergänzen den Text. Ein Buch, das süchtig macht und das man am liebsten sofort wieder von vorn anfangen möchte, wenn man auf der letzten Seite angekommen ist.

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  • Rezension zu "Glück" von Matthieu Ricard

    Glück

    HeikeG

    14. August 2008 um 17:01

    Emotionaler Gleichgewichtszustand vs. Ego-Illusion. "Jeder Mensch will glücklich werden; um das Ziel aber zu erreichen, müsste er zunächst wissen, was das Glück eigentlich sei.", meinte bereits der französisch-schweizerischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge und Komponist Jean-Jacques Rousseau. Der buddhistische Mönch und offizielle Französischübersetzer des Dalai Lamas - Matthieu Ricard - versucht sich an dieser "Begriffserklärung" in seinem Buch Glück und geht noch viel weiter. Was ist Glück? Für eben besagten Rousseau besteht Glück "aus einem hübschen Bankkonto, einer guten Köchin und einer tadellosen Verdauung." Für andere wiederum ist es, eine Familie zu gründen, Kinder zu bekommen oder einfach nur einen Sonnenuntergang am Meer zu beobachten, vielleicht Spazierengehen unterm Sternenhimmel. Eine psychologische Definition von Glück bietet auch Sigmund Freud, indem er von einer Befriedigung des Luststrebens spricht, die jedoch aufgrund der restriktiven kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen zum Zweck kollektiver Selbsterhaltung nie erreicht werden kann. Jeder Mensch hat seine eigene Definition von Glück, denn jeder empfindet Glück anders und bewertet es divergent. Unzählige Ratgeber über und vom Glück sind auf dem Markt. Nun hat sich dazu ein buddhistischer Mönch zu Wort gemeldet: Matthieu Ricard. Bereits im Jahr 2000 errang er mit seinem Buch "Der Mönch und der Philosoph" große Aufmerksamkeit. Matthieu Ricard hat vor über fünfunddreißig Jahren seine vielversprechende Karriere als Molekularbiologe (er forschte am renommierten Institut Pasteur unter dem Medizinnobelpreisträger Francois Jakob) aufgegeben, um fortan als buddhistischer Mönch zu leben und sich "entschlossen in Richtung derjenigen Dinge zu bewegen, die wirklich wichtig sind": Freiheit und Sinngebung - "Freiheit von geistiger Verwirrung und den Problemen, die aus einer selbstbezogenen Haltung resultieren, und um Sinngebung durch Einsicht und Herzensgüte." Aufgewachsen im Pariser Intellektuellenmilieu (seine Mutter war eine bekannte Malerin, sein Vater ein nicht minder bekannter Philosoph) herrschte an faszinierenden Begegnungen kein Mangel. "Doch etwas Wesentliches fehlte einfach." Er begab sich an den Fuß des Himalaya, nach Darjeeling, "um bei einem großen tibetischen Meister zu lernen" und letztendlich im Kloster Shechen in Nepal zu wirken. Trotzdem stellen wir uns die Frage: Weshalb ein weiteres Buch über Glück? Gar ein Versuch der Missionierung? Denn Ricard ist Buddhist. Müssen wir noch so ein Buch lesen? Wir müssen nicht, aber wir können und vielleicht sollten wir es sogar. Denn zweifelsohne hat sich Matthieu Ricard sehr tiefgründig mit der Materie beschäftigt. Eines kann vorweg genommen werden. Wir haben es hier auf keinen Fall mit einem Buch zu tun, was nur aus leeren Worthülsen besteht. Die vielen unterschiedlichen Definitionen von Glück waren für Ricard Anlass, einen Versuch zu unternehmen, zu klären, worin wirkliches Glück - einhergehend natürlich auch das Leid - besteht und wodurch beides zustande kommt. Dabei fährt der Autor nicht eingleisig. Er verknüpft seine tiefe Vertrautheit der Weisheitsüberlieferungen des Buddhismus mit der Welt der Wissenschaft und der Philosophie. Und das mit nahezu spielerischer Leichtigkeit. "Beide Strömungen gehen hier eine nahtlose Verbindung ein, und die daraus entstehenden Erkenntnisse sind nicht nur inspirierend, sondern zugleich von großem praktischem Wert." bemerkt Daniel Goleman, der berühmte US-amerikanische Psychologe und Wissenschaftsjournalist im Vorwort zu dieses Buches. Ricard versucht nicht eine allumfassende Definition des Wortes Glück zu finden, sondern er elaboriert, dass wahres Glück nicht auf ein paar angenehme oder intensive Empfindungen reduziert werden kann. Denn die von den meisten Menschen spontan genannten Glücksperzeptionen beziehen sich ausschließlich auf Erlebnisse, die frei von inneren Konflikten waren. Oder sie gingen als Reflexion von äußeren Umständen, als "unmittelbares Resultat bestimmter sinnlicher, ästhetischer oder intellektueller Reize" hervor. Und dort muss - so Ricard - angesetzt werden. Denn wahres Glück ist ein innerer Zustand und hat nichts mit der (unterschiedlichen) Wahrnehmung der Wirklichkeit zu tun und ist auf keinen Fall die bloße Jagd nach angenehmen Gefühlen oder gar "die Befriedigung des unerschöpflichen Verlangens nach äußeren Dingen." Das Glück außerhalb von uns zu suchen gleicht dem Warten auf Sonnenschein in einer nach Norden gelegenen Höhle. Tibetisches Sprichwort Gerade die Menschen der westlichen Welt - zusätzlich verstärkt durch die unablässige Reizüberflutung durch die Medien - sind zu stark auf die Außenwelt fixiert. "Wir schwelgen in der Vergangenheit oder spekulieren endlos über die Zukunft" und vergessen dabei den gegenwärtigen Moment zu genießen. Andere wiederum - und dazu zählt Ricard auch Schopenhauer und Freud - betrachten Glück nur als eine "Unterbrechung von Schmerz und Entbehrung", als "ein Moment trügerischer Ruhe inmitten eines Sturmes." Dem widerspricht der Autor vehement. Vorrangiges Ziel sollte es sein, "Unglücksursachen zu erkennen und zu beseitigen". Dabei genügt intellektuelles Verstehen allein nicht. "Wir werden nicht dadurch gesund, dass wir das Rezept des Hausarztes lediglich neben unser Bett legen oder es auswendig lernen." Ricard empfiehlt als äußerst wirkungsvolles "Instrument" eine seit Jahrhunderten erprobte, praktischen Methode des Buddhismus: die Meditation - ein "Sich-vertraut-Machen mit einer neuen Lebensweise, einer neuen Art,da zu sein." Dabei ist dieses Buch auf keinen Fall als Meditationsratgeber anzusehen. Nur kleine Übungen zur behutsamen Einführung sind jeweils am Ende einiger Kapitel eingeschoben.Für einen tiefgreifenderen Einstieg sollte man sich auf jeden Fall in professionelle Hände begeben. Aus der Fülle an Angeboten aller möglichen Meditationszentren das optimale herauszufiltern, sei dabei sicher nicht leicht. Daher überlegt Ricard, diesem Buch eventuell ein weiteres - eine kleine Meditationsschule - folgen zu lassen. Wir dürfen gespannt sein. Matthieu Ricard greift jedoch noch weitaus tiefer. Einen großen Teil seines Buches widmet er den Emotionen und deren zum Teil verstörenden, ja zerstörerischen Wirkungen, dem Leid und dessen Ursachen oder aber dem "Schleier" des Egos - der Ichbezogenheit. Zu sehr sind wir auf die eigene Perspektive fixiert. Der Glaube an ein gefestigtes Selbst ist eines der hervorstechendsten Merkmale unserer Zivilisation, erkennt Ricard. So wird aber nur ein künstliches Selbstvertrauen aufgebaut, welches nur auf vordergründigen Attributen wie Macht, Erfolg, Schönheit, die Meinung der anderen etc. beruht. Aber gerade dieses Gefühl eigener Wichtigkeit ergibt eine vortreffliche Zielscheibe für Attacken jeder Art, sei es nun Eifersucht, Angst, Gier oder Ablehnung. "Um glücklich zu werden, müssen wir lernen uns zu ändern." Luca und Francesco Cavalli-Sforza Ricard versucht, den Zusammenhängen auf den Grund zu gehen, von denen maßgeblich abhängt, ob wir glücklich sind oder leiden. Er vermittelt inspirierende Einblicke in die Funktionsweise des Geistes und des Gehirns. Dabei bedient er sich vieler führender Kognitionswissenschaftler wie Paul Ekman oder Richard Davidson und zieht Verbindungen zur Psychologie und deren jüngstem aber durchaus erfolgversprechendem Gebiet der Positiven Psychologie. Ricard berichtet von neuesten Forschungsergebnissen und den daraus gewonnen Erkenntnissen. Die Auffassung von Glück, die Matthieu Ricard in diesem Buch in großer Klarheit vor dem Leser ausbreitet, dürfte die Alltagsvorstellungen von Freude bei manchem nach dieser Lektüre ins Wanken bringen. Ob für den Einzelnen in allem ein Gewinn liegen könnte, das weiß man vielleicht nach 384 flüssig und unterhaltsam zu lesenden, aber keineswegs oberflächlichen Seiten, spätestens jedoch, wenn man sich mit diesem Mann, der von den angelsächsischen Medien zum glücklichsten Menschen der Welt erkoren wurde, auseinandergesetzt hat. Eine Patentlösung für wahres Glück bietet Ricard jedoch nicht an, da die Schulung des Geistes viel Mühe und Zeit kostet. Er persönlich stellt fest: "Das Leben zu vereinfachen, um ihm seine Quintessenz abzugewinnen - das war für mich mit Sicherheit die lohnendste aller Unternehmungen. Und vereinfachen bedeutet nicht, aufgeben zu müssen, was tatsächlich gut für uns ist, sondern herauszufinden, was wirklich wichtig ist und uns dauerhaft Erfüllung, Freude und Gelassenheit bringt." Fazit: Obwohl das Buch die Botschaft der weltlichen, wissenschaftlich verstandenen Variante des Buddhismus beinhaltet, ist Glück von Matthieu Ricard kein Buch für das 'Buddhismus'-Regal im Buchhandel, "sondern für das Herz und den Verstand eines jeden Menschen, der sich ein bisschen mehr Lebensfreude wünscht und zugleich möchte, dass in seinem Leben Weisheit und Mitgefühl den Ton angeben."

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