Mattias Boström

 4.3 Sterne bei 22 Bewertungen

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Mattias BoströmVon Mr. Holmes zu Sherlock
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Von Mr. Holmes zu Sherlock
Von Mr. Holmes zu Sherlock
 (21)
Erschienen am 14.12.2015
Mattias BoströmFrån Holmes till Sherlock
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Från Holmes till Sherlock
Från Holmes till Sherlock
 (1)
Erschienen am 14.08.2013

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bookbliedling_s avatar

Rezension zu "Von Mr. Holmes zu Sherlock" von Mattias Boström

Ein Muss für jeden Sherlock Fan, sehr detailliert und interessant geschrieben
bookbliedling_vor 2 Jahren

Meinung:

 Durch mein Studium habe ich in den letzten eineinhalb Jahren viele verschiedene Monographien zu vielen unterschiedlichen Themen gelesen, auch zu Inhalten, die ich spannend und interessant finde. Doch keine konnte mich dabei so begeistern und mitnehmen wie diese hier. Was wahrscheinlich daran liegt, dass das Buch in den Augen meiner Dozenten nur dann als Fachliteratur anerkannt werden würde, wenn sie beide Augen zudrücken würden. Meines erachten hat die Arbeit die  Mattias Boström hier geleistet hat durch aus das Prädikat lehrreich und fachlich fundiert verdient. 

Doch beginnen wir am Anfang. Schon bevor ich begonnen habe das Buch zu zu lesen war ich begeistert. Der Grund dafür ist ganz schlicht, es ist ein Buch über Sherlock Holmes, ein Schattehschnitt von Benedict Cumberbatch ist auf dem Cover- ergo ich liebe es. Als großer Sherlock Fan, aber auch als Liebhaberin der original Werke von Conan Doyle und den Filmen mit Robert Downey Jr. und Jude Law war mir direkt klar, dass dieses Buch eine Pflichtlektüre ist. 

Das Buch beignnt womit es endet. Zwei Männern, die gemeinsam im Zug sitzen. Sie sind auf dem Weg von Wales nach London. Die beiden Männer sind Mark Gattiss und Steven Moffat und diese beiden verbindet nicht nur die Arbeit an Doctor Who, sondern auch die Liebe zu dem wohl größten Detektiv aller Zeiten. Sherlock Holmes. Gemeinsam entwickeln sie ein Konzept. Ein Konzept zu einer Adaption der Geschichte über eben diesen Detektiv, wie es sie bis dahin nicht gegeben hat. Dies war die Geburtsstunde der Serie die viele seit Jahren lieben ( und die vielen das Herz gebrochen hat- Ich persönlich befinde mich immer noch in einem Zustand der totalen Verwirrung und warte immer noch auf den großen Knall der alles klarer macht) Als Fan ist mir die Begegnung dieser beiden Männer nicht fremd, aber Borström schafft es einem das Gefühl zu geben man wäre live dabei gewesen und man merkt, wie überzeugt er selbst als ein Experte von dieser Idee ist. 

Schnell wechselt der Handlungsort und mitten im Viktorianischen England lernen wir dank Borström den jungen Mann kennen, der Sherlock Holmes erschaffen hat. Sehr detailliert aber dennoch spannend wird einem näher gebracht, was ein Mensch dieser Conan Doyle eigentlich ist, womit er sein Geld verdient, was er im Leben erreichen möchte und vieles mehr. Man erfährt zudem woher er seine Inspiration bekam und wer als indirekte Vorlage zu Holmes gedient hat. Es wird aufgezeigt welch großen Erfolg der Autor schon damals mit den Geschichten hatte, aber auch das er sich nicht immer über diesen freuen konnte. 

Doch nicht nur über Conan Doyle erfährt man einiges, sondern auch über all die anderen Menschen, die für den Erfolg der Bücher verantwortlich waren. So lernt man nach und nach Verleger, Übersetzer, Künstler und Schauspieler kennen, die Holmes zu der Figur gemacht haben die uns allen heute mehr als bekannt ist. Es wird deutlich, dass es mehr bracht als eine gute Idee um ein Werk zu schaffen, das über so lange Zeit so großen Erfolg hat.
Und das nicht nur zu Lebzeiten des Autors sondern auch noch Jahre danach. Im Mittelteil werden all die Rezeptionen die es in Theater, Film und Literatur gegeben hat beschrieben. Was ich hier besonders interessant fand waren die Informationen über Urheberrechte und ähnlichem.
Zum Schluss befindet sich Borström mit seinen Ausführungen in der Gegenwart. Nachdem es in den Jahren vor der neu Interpretation der BBC eher ruhig um Sherlock Holmes war, gibt es nun geradezu eine Mediale Welle. Neue Filme, Serien und Bücher sprießen förmlich aus dem Boden. Eine ganze Subkultur entsteht, zu der Auch der Autor gehört und das merkt man. Denn der Mann weiß was er tut und worüber er schreibt.
Trotz all der Lobduselei habe ich auch ein zwei große Kritik-Punkte. Zum einen impliziert der Titel, dass man in diesem Buch auch viel über Sherlock Holmes selber erfährt und wie aus dem englischen Gentleman im victorianischen Stil der hoch funktionale Soziopath geworden ist, den alle so lieben. Doch darüber erfährt man fast nichts, er ist eben nicht der Mittelpunkt, sondern die Leute die ihm zu dem gemacht haben der er heute ist. 
Der andere Kritikpunkt ist die Gewichtung der einzelnen Abschnitte. So nimmt die Entstehungsgeschichte und die Lebzeit Conan Doyles einen sehr großen Teil ein, der sich beinahe bis zur Mitte des Buches erstreckt. Die Zeit danach und gerade die gegenwärtige kommt dabei schon fast zu kurz. Der Aspekt des Medienstars wird nur sehr oberflächlich beleuchtet. Es wäre interessant gewesen noch mehr über die Entstehung der neuen Serie und den Filmen zu erfahren.
Obwohl das Buch auf den ersten Blick sehr dick erscheint, war ich erstaunlich schnell damit durch. Das liegt besonders am schönen und spannenden Schreibstil des Autors.
Alles in allem ist dieses Buch eine eindeutige Empfehlung für jeden der sich auch nur ein bisschen für Sherlock Holmes interessiert. Man erfährt einfach so viel, von dem man noch nichts wusste, auch wenn man sich seit Jahren mit der Thematik auseinander gesetzt hat.  Es ist sehr offensichtlich, dass der Autor wie ich selbst ein Fan ist. Und darum spricht er auch die Sprache der Fans und dafür mag ich ihn alleine schon. 




weitere Rezensionen gibt es auch auf meinem Blog: bookbliedling.blogspot.de

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Von Mr. Holmes zu Sherlock" von Mattias Boström

Ein Muss für alle Holmes-Fans
Igelmanu66vor 2 Jahren

»Bis dahin war sein großes Ziel im Leben eine erfolgreiche Karriere als Mediziner gewesen. Doch mit dem geregelten Alltag und der größeren Verantwortung sowie seiner neuen Konzentrationsfähigkeit begann seine literarische Ambition wieder zu wachsen, und bald verdrängte sie alles andere.
Im Grunde seines Herzens wollte Arthur Conan Doyle einfach nur Schriftsteller sein.
Und nun überlegte er, eine Detektivgeschichte zu schreiben.«

 

Jeder weiß, was aus dieser Überlegung entstanden ist. Nicht auszudenken, wenn Arthur Conan Doyle einfach „nur“ Mediziner geblieben wäre!

 

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Sherlock Holmes, von seinem allerersten Auftreten 1887 bis zur heutigen Zeit. In diesen 130 Jahren hat der Meisterdetektiv es geschafft, ein beständiges Phänomen zu sein, das sich gleichzeitig treu bleibt und sich doch immer wieder neu erfindet und dabei Menschen auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht. Das gelingt vermutlich nur jemandem, der „nie lebte und niemals sterben wird.“

 

Ein erheblicher Teil des Buchs befasst sich natürlich mit den Jahrzehnten, die Sherlock Holmes gemeinsam mit seinem Schöpfer Arthur Conan Doyle verbrachte. Dies beinhaltet eine Art Teil-Biographie Conan Doyles, die ausführlich alles behandelt, was in irgendeiner Form mit Holmes zu tun hatte, das übrige Werk nur am Rand erwähnt. Schließlich „lebte“ der Detektiv auch nach Conan Doyles Tod weiter, wurde nicht nur nie vergessen, sondern immer wieder neu umgesetzt, bearbeitet und weiterentwickelt.

Chronologisch verfolgt der Leser hier die ersten literarischen Werke, den ersten Auftritt Holmes auf einer Bühne, im Stummfilm, im Tonfilm, im Fernsehen, in der Werbung, in Ausstellungen und modernen Medien.

Wie war Conan Doyles Verhältnis zu seiner Figur? Nicht immer ungetrübt, so viel kann ich schon verraten. Wieviel oder wie wenig hat er zu der Mythenbildung rund um Holmes Figur beigetragen und welche Menschen waren daran durch die Zeiten hindurch ferner beteiligt? Erben, Verleger, Illustratoren, Schauspieler – die Liste ist lang. Für manche stand der Meisterdetektiv wirklich im Zentrum ihres Denkens und Handelns, für andere war er sichtlich nur ein Mittel, um damit Geld zu machen. Doch worin auch immer die Motivation bestand, das Resultat war ein andauernder Siegeszug um die ganze Welt.

 

Der Autor gilt als einer der führenden Sherlock-Holmes-Experten weltweit und ist Mitglied der „Baker Street Irregulars“. Als echter Sherlockianer versorgt er den Leser hier mit reichlich Fakten und Infos, verpackt aber all dies so, dass es zu einem fesselnd geschriebenen Ganzen wird.

 

Fazit: Ein faszinierender Überblick und ein Muss für alle Holmes-Fans.

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Tatzes avatar

Rezension zu "Von Mr. Holmes zu Sherlock" von Mattias Boström

Von Mr. Holmes zu Sherlock
Tatzevor 2 Jahren

Meine Meinung:

Zugegeben, ich wollte dieses Buch lesen, weil die Umrisse des Benedict Cumberbatch-Sherlock auf dem Cover zu sehen sind. Manchmal greift man aus den komischsten Gründen zu einem Buch, und manchmal geht das schief. Diesmal wurde ich dafür aber mit einer sehr aufschlussreichen und vor allem unheimlich informativen Lektüre belohnt.

Ich schätze, um dieses (doch recht dicke) Buch zu lesen und am Ball bleiben zu können, muss man sich schon sehr für alles interessieren, was sich um Sherlock Holmes rankt. Es geht nämlich darum, wie die Geschichten um den Meisterdetektiv entstanden sind und was in den darauffolgenden Jahren (bis heute) mit ihnen passiert ist. Und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich sehr viel gelernt habe. Für mich war es sehr spannend zu lesen, was Arthur Conan Doyle immer wieder inspiriert hat und wie seine Haltung zu seiner eigenen Figur Sherlock Holmes war. Und erschreckend, welch große Rolle Geld immer wieder bei der Entstehung der Geschichten gespielt hat (aber ich schätze, so läuft so etwas einfach). Nur in den Abschnitten, in denen es darum geht, was Conan Doyles Söhne mit seinem Erbe gemacht haben, hat sich das Buch für mich gezogen (und ich habe mich über die Erben geärgert), ansonsten war ich immer neugierig darauf, noch mehr zu erfahren und wollte weiterlesen.

Ich hatte das Gefühl, dass das Buch unglaublich gut recherchiert war, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Und so kriegt man wahrscheinlich einen wirklich guten und auf jeden Fall sehr sehr umfassenden Einblick in alles, was von Anfang an um Sherlock Holmes herum passiert ist. Und mit umfassend meine ich wirklich sehr sehr umfassend:D Man erfährt etwas über die ersten Illustratoren der Geschichte und die Redakteure und sogar über die Autoren, die mit Arthur Conan Doyle Kricket gespielt haben. Dass man das dann trotzdem noch spannend findet, liegt daran, dass der Schreibstil eher nicht der eines Sachbuches ist, sondern wirklich eine zusammenhängende Geschichte erzählt, eben mit sehr vielen Charakteren.

Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Thematik interessieren. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man immer wieder merkt, wie sehr der Autor selbst an dem Thema hängt.

Fazit:

Ich fand es sehr aufschlussreich, mit diesem Buch in die Welt von Sherlock Holmes einzutauchen. Es ist toll recherchiert, man lernt dabei eine Menge, und jeder Holmes-Fan wird damit seine Freude haben.

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