Mattias Boström Von Mr. Holmes zu Sherlock

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Inhaltsangabe zu „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ von Mattias Boström

Auch mehr als 125 Jahre nach seinem ersten Fall erfindet sich Sherlock Holmes immer wieder neu: Benedict Cumberbatch interpretiert den genialen Meisterdetektiv moderner und persönlicher denn je, Regisseur Guy Ritchie inszeniert ihn als humorvoll-amüsanten Gentleman und Herr-der-Ringe-Star Ian McKellen wagt sich an eine Version des pensionierten Holmes. Aber woher rührt der weltweite Mega-Erfolg des unkonventionellen Privatermittlers? Was fesselt Generationen von Lesern, Hörern und Zuschauern an den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle? Und wer ist das reale Vorbild für die vielleicht größte literarische Figur aller Zeiten? Der schwedische Sherlock-Holmes-Experte Mattias Boström begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Erfolgsgeheimnis des Mannes aufzudecken.

Empfehlenswert, wenn man die Entwicklung der Begeisterung um Sherlock Holmes verstehen will!

— Ascari0
Ascari0

Ein faszinierender Überblick und ein Muss für alle Holmes-Fans.

— Igelmanu66
Igelmanu66

Für jeden Holmesianer elementar! Für alle anderen extrem unterhaltsam.

— Hamlets_Erbin
Hamlets_Erbin

Außergewöhnliche Hommage an den größten Meisterdetektiv aller Zeiten von einem wahren Enthusiasten. Begeisterung in jeder Zeile.

— Florentinejo
Florentinejo

Sehr spannend und interessant erzählt!

— Bjjordison
Bjjordison

The one and only - Mr. Sherlock Holmes! Und natürlich Sir Arthur Conan Doyle... ;)

— Eternity
Eternity

Ein umfangreiches Werk über den berühmtesten Meisterdetektiv - leider mit einigen Schwachstellen.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Das beste Sachbuch zum Thema - unterhaltsam, informativ und vollständig.

— derMichi
derMichi

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  • Ein Muss für jeden Sherlock Fan, sehr detailliert und interessant geschrieben

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    bookbliedling_

    bookbliedling_

    29. March 2017 um 00:07

    Meinung:  Durch mein Studium habe ich in den letzten eineinhalb Jahren viele verschiedene Monographien zu vielen unterschiedlichen Themen gelesen, auch zu Inhalten, die ich spannend und interessant finde. Doch keine konnte mich dabei so begeistern und mitnehmen wie diese hier. Was wahrscheinlich daran liegt, dass das Buch in den Augen meiner Dozenten nur dann als Fachliteratur anerkannt werden würde, wenn sie beide Augen zudrücken würden. Meines erachten hat die Arbeit die Mattias Boström hier geleistet hat durch aus das Prädikat lehrreich und fachlich fundiert verdient. Doch beginnen wir am Anfang. Schon bevor ich begonnen habe das Buch zu zu lesen war ich begeistert. Der Grund dafür ist ganz schlicht, es ist ein Buch über Sherlock Holmes, ein Schattehschnitt von Benedict Cumberbatch ist auf dem Cover- ergo ich liebe es. Als großer Sherlock Fan, aber auch als Liebhaberin der original Werke von Conan Doyle und den Filmen mit Robert Downey Jr. und Jude Law war mir direkt klar, dass dieses Buch eine Pflichtlektüre ist. Das Buch beignnt womit es endet. Zwei Männern, die gemeinsam im Zug sitzen. Sie sind auf dem Weg von Wales nach London. Die beiden Männer sind Mark Gattiss und Steven Moffat und diese beiden verbindet nicht nur die Arbeit an Doctor Who, sondern auch die Liebe zu dem wohl größten Detektiv aller Zeiten. Sherlock Holmes. Gemeinsam entwickeln sie ein Konzept. Ein Konzept zu einer Adaption der Geschichte über eben diesen Detektiv, wie es sie bis dahin nicht gegeben hat. Dies war die Geburtsstunde der Serie die viele seit Jahren lieben ( und die vielen das Herz gebrochen hat- Ich persönlich befinde mich immer noch in einem Zustand der totalen Verwirrung und warte immer noch auf den großen Knall der alles klarer macht) Als Fan ist mir die Begegnung dieser beiden Männer nicht fremd, aber Borström schafft es einem das Gefühl zu geben man wäre live dabei gewesen und man merkt, wie überzeugt er selbst als ein Experte von dieser Idee ist. Schnell wechselt der Handlungsort und mitten im Viktorianischen England lernen wir dank Borström den jungen Mann kennen, der Sherlock Holmes erschaffen hat. Sehr detailliert aber dennoch spannend wird einem näher gebracht, was ein Mensch dieser Conan Doyle eigentlich ist, womit er sein Geld verdient, was er im Leben erreichen möchte und vieles mehr. Man erfährt zudem woher er seine Inspiration bekam und wer als indirekte Vorlage zu Holmes gedient hat. Es wird aufgezeigt welch großen Erfolg der Autor schon damals mit den Geschichten hatte, aber auch das er sich nicht immer über diesen freuen konnte. Doch nicht nur über Conan Doyle erfährt man einiges, sondern auch über all die anderen Menschen, die für den Erfolg der Bücher verantwortlich waren. So lernt man nach und nach Verleger, Übersetzer, Künstler und Schauspieler kennen, die Holmes zu der Figur gemacht haben die uns allen heute mehr als bekannt ist. Es wird deutlich, dass es mehr bracht als eine gute Idee um ein Werk zu schaffen, das über so lange Zeit so großen Erfolg hat.Und das nicht nur zu Lebzeiten des Autors sondern auch noch Jahre danach. Im Mittelteil werden all die Rezeptionen die es in Theater, Film und Literatur gegeben hat beschrieben. Was ich hier besonders interessant fand waren die Informationen über Urheberrechte und ähnlichem.Zum Schluss befindet sich Borström mit seinen Ausführungen in der Gegenwart. Nachdem es in den Jahren vor der neu Interpretation der BBC eher ruhig um Sherlock Holmes war, gibt es nun geradezu eine Mediale Welle. Neue Filme, Serien und Bücher sprießen förmlich aus dem Boden. Eine ganze Subkultur entsteht, zu der Auch der Autor gehört und das merkt man. Denn der Mann weiß was er tut und worüber er schreibt.Trotz all der Lobduselei habe ich auch ein zwei große Kritik-Punkte. Zum einen impliziert der Titel, dass man in diesem Buch auch viel über Sherlock Holmes selber erfährt und wie aus dem englischen Gentleman im victorianischen Stil der hoch funktionale Soziopath geworden ist, den alle so lieben. Doch darüber erfährt man fast nichts, er ist eben nicht der Mittelpunkt, sondern die Leute die ihm zu dem gemacht haben der er heute ist. Der andere Kritikpunkt ist die Gewichtung der einzelnen Abschnitte. So nimmt die Entstehungsgeschichte und die Lebzeit Conan Doyles einen sehr großen Teil ein, der sich beinahe bis zur Mitte des Buches erstreckt. Die Zeit danach und gerade die gegenwärtige kommt dabei schon fast zu kurz. Der Aspekt des Medienstars wird nur sehr oberflächlich beleuchtet. Es wäre interessant gewesen noch mehr über die Entstehung der neuen Serie und den Filmen zu erfahren.Obwohl das Buch auf den ersten Blick sehr dick erscheint, war ich erstaunlich schnell damit durch. Das liegt besonders am schönen und spannenden Schreibstil des Autors.Alles in allem ist dieses Buch eine eindeutige Empfehlung für jeden der sich auch nur ein bisschen für Sherlock Holmes interessiert. Man erfährt einfach so viel, von dem man noch nichts wusste, auch wenn man sich seit Jahren mit der Thematik auseinander gesetzt hat.  Es ist sehr offensichtlich, dass der Autor wie ich selbst ein Fan ist. Und darum spricht er auch die Sprache der Fans und dafür mag ich ihn alleine schon. weitere Rezensionen gibt es auch auf meinem Blog: bookbliedling.blogspot.de

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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  • LovelyBooks Challenge Sachbücher und Ratgeber

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       LovelyBooks Challenge 2017 Sachbücher und Ratgeber Liebe Leserinnen und Leser, LovelyBooks lädt im neuen Jahr zu einer neuen, spannenden Challenge ein: „Sachbücher und Ratgeber“. Liest du gerne Sachbücher und Ratgeber? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich. Jetzt gibt es die Möglichkeit, sich auf Lovelybooks darüber auszutauschen! 12    Bücher (6 Sachbücher und 6 Ratgeber) möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen und rezensieren. Es gelten alle Bücher in deutscher oder englischer Sprache, die als Sachbücher oder Ratgeber bezeichnet werden können. Ausschlaggebend sind hier die Angaben der Verlage. Auch andere Formate wie E-books, Hörbücher sind willkommen. Die Regeln: Melde dich mit einem Beitrag hier im Thread an. Hier kannst du aus den aufgeführten Bereichen deine Leseliste festlegen. Diese kannst du jederzeit verändern. Die vordefinierten Bereiche sind lediglich als Gedankenstütze da. Wenn ein Bereich, aus dem du gerne lesen willst, nicht aufgeführt ist, wird er eingepflegt. Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Mitmachen, sich austauschen und Spaß dabei haben sind primären Ziele unserer Challenge. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks und verlinke diese in deinem einzigen Sammeleitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag wird unter deinem User-Namen zu der Teilnehmerliste verlinkt und gilt als dein Teilnahmeschein, eine wichtige Grundlage zur Ermittlung der Gewinner. Die Preise, die du gewinnen kannst. Ein Buchpaket von Lovelybooks wird unter allen Teilnehmern, die die Challenge geschafft haben, verlost. Ein weiteres Buchpaket wird an den fleißigsten Leser/ die fleißigste Leserin vergeben, der/die mengenmäßig am meisten an Sachbüchern und Ratgebern in 2017 gelesen hat. Ein tolles Buch, Neuerscheinung 2017, wartet auf den Teilnehmer/die Teilnehmerin, der/die die Challenge geschafft hat und dabei die schönste, i.e. aussagekräftigste Rezension in gutem Stil und nötiger Portion Begeisterung geschrieben hat. Entdeckerpreis (unter Neuerscheinungen 2017) gibt es ebenfalls. Im Anhang findest du die Liste der Neuerscheinungen 2017. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient lediglich der Inspiration. Die Bereiche bei Sachbüchern und Ratgebern dienen ebenfalls der Inspiration und können ergänzt werden, wenn Bücher aus noch nicht aufgeführten Bereichen rezensiert werden. Anzahl der Bücher in den Buchpaketen kann erst zum Schluss ermittelt werden. Die oben genannte Zahl der zu verlosenden Bücher ist lediglich ein Richtwert und wird 5 Bücher übersteigen! Nimmst du die Herausforderung an? Ich freue mich auf Eure Anmeldungen!  Teilnehmerliste: aliinaa1309Ambermoon ban-aislingeach Bellis-Perennis Bücherwurm CelinaS Cornelia_Ruoff c_awards_ya_sin ech fasersprosse Filzblume Ginevra gst Igelmanu66 kellerbandewordpresscom Kleine8310 Kopf-Kino leucoryx Mabuerele Mattder peedee PhilippWehrli Schluesselblume Seschat Sikal StefanieFreigericht Talathiel Tallianna wandablue Wedma widder1987

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    • 1830
    • 01. January 2018 um 23:59
  • Ein Muss für alle Holmes-Fans

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    08. January 2017 um 19:04

    »Bis dahin war sein großes Ziel im Leben eine erfolgreiche Karriere als Mediziner gewesen. Doch mit dem geregelten Alltag und der größeren Verantwortung sowie seiner neuen Konzentrationsfähigkeit begann seine literarische Ambition wieder zu wachsen, und bald verdrängte sie alles andere. Im Grunde seines Herzens wollte Arthur Conan Doyle einfach nur Schriftsteller sein. Und nun überlegte er, eine Detektivgeschichte zu schreiben.« Jeder weiß, was aus dieser Überlegung entstanden ist. Nicht auszudenken, wenn Arthur Conan Doyle einfach „nur“ Mediziner geblieben wäre! Dieses Buch erzählt die Geschichte von Sherlock Holmes, von seinem allerersten Auftreten 1887 bis zur heutigen Zeit. In diesen 130 Jahren hat der Meisterdetektiv es geschafft, ein beständiges Phänomen zu sein, das sich gleichzeitig treu bleibt und sich doch immer wieder neu erfindet und dabei Menschen auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht. Das gelingt vermutlich nur jemandem, der „nie lebte und niemals sterben wird.“ Ein erheblicher Teil des Buchs befasst sich natürlich mit den Jahrzehnten, die Sherlock Holmes gemeinsam mit seinem Schöpfer Arthur Conan Doyle verbrachte. Dies beinhaltet eine Art Teil-Biographie Conan Doyles, die ausführlich alles behandelt, was in irgendeiner Form mit Holmes zu tun hatte, das übrige Werk nur am Rand erwähnt. Schließlich „lebte“ der Detektiv auch nach Conan Doyles Tod weiter, wurde nicht nur nie vergessen, sondern immer wieder neu umgesetzt, bearbeitet und weiterentwickelt. Chronologisch verfolgt der Leser hier die ersten literarischen Werke, den ersten Auftritt Holmes auf einer Bühne, im Stummfilm, im Tonfilm, im Fernsehen, in der Werbung, in Ausstellungen und modernen Medien. Wie war Conan Doyles Verhältnis zu seiner Figur? Nicht immer ungetrübt, so viel kann ich schon verraten. Wieviel oder wie wenig hat er zu der Mythenbildung rund um Holmes Figur beigetragen und welche Menschen waren daran durch die Zeiten hindurch ferner beteiligt? Erben, Verleger, Illustratoren, Schauspieler – die Liste ist lang. Für manche stand der Meisterdetektiv wirklich im Zentrum ihres Denkens und Handelns, für andere war er sichtlich nur ein Mittel, um damit Geld zu machen. Doch worin auch immer die Motivation bestand, das Resultat war ein andauernder Siegeszug um die ganze Welt. Der Autor gilt als einer der führenden Sherlock-Holmes-Experten weltweit und ist Mitglied der „Baker Street Irregulars“. Als echter Sherlockianer versorgt er den Leser hier mit reichlich Fakten und Infos, verpackt aber all dies so, dass es zu einem fesselnd geschriebenen Ganzen wird. Fazit: Ein faszinierender Überblick und ein Muss für alle Holmes-Fans.

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    • 11
  • Von Mr. Holmes zu Sherlock

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Tatze

    Tatze

    01. January 2017 um 13:39

    Meine Meinung: Zugegeben, ich wollte dieses Buch lesen, weil die Umrisse des Benedict Cumberbatch-Sherlock auf dem Cover zu sehen sind. Manchmal greift man aus den komischsten Gründen zu einem Buch, und manchmal geht das schief. Diesmal wurde ich dafür aber mit einer sehr aufschlussreichen und vor allem unheimlich informativen Lektüre belohnt. Ich schätze, um dieses (doch recht dicke) Buch zu lesen und am Ball bleiben zu können, muss man sich schon sehr für alles interessieren, was sich um Sherlock Holmes rankt. Es geht nämlich darum, wie die Geschichten um den Meisterdetektiv entstanden sind und was in den darauffolgenden Jahren (bis heute) mit ihnen passiert ist. Und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich sehr viel gelernt habe. Für mich war es sehr spannend zu lesen, was Arthur Conan Doyle immer wieder inspiriert hat und wie seine Haltung zu seiner eigenen Figur Sherlock Holmes war. Und erschreckend, welch große Rolle Geld immer wieder bei der Entstehung der Geschichten gespielt hat (aber ich schätze, so läuft so etwas einfach). Nur in den Abschnitten, in denen es darum geht, was Conan Doyles Söhne mit seinem Erbe gemacht haben, hat sich das Buch für mich gezogen (und ich habe mich über die Erben geärgert), ansonsten war ich immer neugierig darauf, noch mehr zu erfahren und wollte weiterlesen. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch unglaublich gut recherchiert war, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Und so kriegt man wahrscheinlich einen wirklich guten und auf jeden Fall sehr sehr umfassenden Einblick in alles, was von Anfang an um Sherlock Holmes herum passiert ist. Und mit umfassend meine ich wirklich sehr sehr umfassend:D Man erfährt etwas über die ersten Illustratoren der Geschichte und die Redakteure und sogar über die Autoren, die mit Arthur Conan Doyle Kricket gespielt haben. Dass man das dann trotzdem noch spannend findet, liegt daran, dass der Schreibstil eher nicht der eines Sachbuches ist, sondern wirklich eine zusammenhängende Geschichte erzählt, eben mit sehr vielen Charakteren. Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Thematik interessieren. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man immer wieder merkt, wie sehr der Autor selbst an dem Thema hängt. Fazit: Ich fand es sehr aufschlussreich, mit diesem Buch in die Welt von Sherlock Holmes einzutauchen. Es ist toll recherchiert, man lernt dabei eine Menge, und jeder Holmes-Fan wird damit seine Freude haben.

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  • Kenntnisreich, leidenschaftlich und in einer Wohlfühlsprache geschrieben

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Hamlets_Erbin

    Hamlets_Erbin

    16. August 2016 um 14:13

    "Holmes und Watson waren im Laufe der Jahre zeitlos geworden, und mit ihren starken, charakteristischen Zügen konnten sie problemlos in jedes Zeitalter versetzt werden." (S.336) In einem Plauderton erzählt der Autor, wie die Figur Sherlock Holmes entstand. Er berichtet von Conan Doyle und seinen Lebensumständen, von seiner ersten Idee zu der Figur und von seiner zeitlebens ambivalenten Einstellung zu ihr. Anekdotenreich und spannend präsentiert er uns Literaturagenten, Verleger, Buchhändler, Illustratoren, Schauspieler und Holmes-Enthusiasten, die alle Anteil am Erfolg von Holmes hatten. Auch die jahrzehntelangen Streitereien der Conan Doyle Erben um die ihrer Meinung nach richtige Darstellung der Figur in Buch, Funk und Fernsehen spart er nicht aus. Abschließend lässt er den Leser noch an der Bedeutung die Holmes für ihn persönlich hatte, teilhaben. Das ganze ist so ungeheuer lebendig geschrieben, dass man meint, sich selbst in der jeweils porträtierten Zeit zu befinden. Aus jedem Satz strömen die Passion und die Begeisterung des Autors für das literarische Phänomen Holmes. Fazit: Wäre Geschichtsunterricht so wie dieses Buch, würde niemand die Schule je verlassen wollen! "Dies war keine Flucht vor der Wirklichkeit, sondern eine in die Wirklichkeit hinein." (S.498)

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  • Wirklich gut

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Florentinejo

    Florentinejo

    07. August 2016 um 12:35

    Äußerlichkeiten Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut. Man sieht das alte Bild von Mr. Holmes, mit Deerstalker und Pfeife und aber auch den modernen Sherlock, dargestellt durch Benedict Cumberbatchs markantes Profil. Es spricht sowohl junge als auch ältere Holmes-Enthusiasten an. Der Untertitel „Meisterdetektiv, Mythos, Medienstar“ weist auf den Inhalt des Buchs hin und weckt Interesse. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Der Buchrücken ist nicht sonderlich stark und knickt deshalb ziemlich schnell, vor allem da das Buch mit mehr als 500 Seiten sehr dick ist. Das weiße Cover ist außerdem anfällig für Flecken. Aber das ist eher nebensächlich. Gut gefallen mir die Bilder von wichtigen Persönlichkeiten rund um Sherlock und seine Verkörperung. Diese kann man aber erst nach der Lektüre wirklich zuordnen, da viele einigermaßen unbekannt sind (jedenfalls bei Normalbürgern). Erklärungen und Verständlichkeit Das Buch ist sehr gut geschrieben. Vor allem die Abschnitte rund um Sir Arthur Conan Doyle und die aktuellen Filme und Serien haben mir gut gefallen. Mattias Boström versteht es, dem Leser kleine Fakten näherzubringen. So zum Beispiel, dass eigentlich der falsche Illustrator für die ersten Ausgaben zeichnete, da auf dem Auftragsumschlag nur Mr. Paget stand, aber beide Paget-Brüder Illustrator waren. Conan Doyle wird als Mensch beleuchtet, nicht nur als Autor von Sherlock Holmes. Besonders hebt Boström auch hervor, dass Holmes nur ein „Zeitvertreib“ war, Conan Doyle auch andere Werke schrieb, die ihm viel besser gefielen. Etwas zäh wird es nur im Mittelteil, da hier zu viele Personen auftauchen und vor allem die Copyright- und Filmrechtstreits schwierig zu verstehen sind. Gesamteindruck „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ ist ein wunderbares Buch von einem Sherlockianer für Interessierte in der ganzen Welt. Bald erscheint übrigens auch die englische Übersetzung. Das Buch liest sich sehr gut und ist eine außergewöhnliche Hommage an den großen Detektiv. Besonders für Einsteiger in die Holmes-Welt gut geeignet, bietet aber auch bewanderten Sherlockianern sicherlich viel Neues und Interessantes rund um die Entstehungsgeschichte der Bücher, ihre Vermarktung, immer wieder aufkommende Wellen der Holmes-Begeisterung und die heutige Organisation von über den ganzen Planet verteilten Enthusiasten. An Boströms Schreibstil merkt man seine Begeisterung und  das Wissen, das er über den Detektiv hat. Insgesamt ein sehr gelungenes Werk, das ich jedem, der den großen Meisterdetektiv näher kennenlernen möchte, sehr empfehlen und ans Herz legen kann.

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  • Bühne frei für Sherlocks Wegbegleiter

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    yesterday

    yesterday

    09. July 2016 um 12:42

    Ich selbst bin – obwohl ich einzelne Holmes-Geschichten schon vor einigen Jahren gelesen habe - erst durch die BBC-Serie Sherlock so richtig auf Holmes und Watson aufmerksam geworden und dies hat mich dann wiederum zu diesem Buch geführt. Dass es gleich zu Beginn kurz um die Entstehung der Serie geht, kam mir daher sehr entgegen. Aber ebenso faszinierend ist es dann, Arthur Conan Doyle durch sein bewegtes Leben zu folgen und „mitzuerleben“, wie es ihm selbst mit den Geschichten erging. Man lernt den Menschen hinter Holmes kennen und merkt, dass es wohl von Zeit zu Zeit ein eher schwieriger Charakter sein konnte. Nicht alle seine Aussagen und Entscheidungen sind für mich (oder für uns heutzutage) nachvollziehbar, aber das mag eben auch an den vielen Jahren, die seit damals vergangen sind, liegen. Ich hatte mich vorher abgesehen von der Serie noch mit sehr wenigen Fakten oder Schriften zum Thema Conan Doyle und Holmes beschäftigt, daher gab es hier für mich sehr viel Neues zu lesen. So patent Arthur meist in seinem Leben wirkte, so sehr hat mich erschreckt, was seine Familie, allen voran die Söhne so gemacht haben. Gut für Arthur, dass er das nicht miterleben musste. Aber Boström hat sich nicht nur mit der Holmes-Inspiration, der Familie und dem Autor selbst auseinandergesetzt, er vergisst nicht auf diverse Illustratoren, Anwälte, Agenten, Kollegen, Schauspieler, Sprecher, Manuskriptschreiber, Nachahmer, Club-Gründer und viele viele andere. Über weite Strecken kann man der Handlung, wenn man das so nennen kann, gut folgen, auch wenn sie, weil doch streng chronologisch immer wieder zwischen den Personen, den Kontinenten hin- und herspringt. Nur ab und zu gibt es Stellen, ein paar aufeinanderfolgende Kapitel, wo auf einen Schlag sehr viele (teils neue) Namen genannt werden. Da fällt es schwer, sich wieder gut zu orientieren. Oft kommen Personen nicht häufig, dafür aber mal nach längerer Zeit wieder vor – auch hier muss man erst nachdenken, wer das nun war und in welcher Funktion er denn schon aufgetreten ist. Alles in allem ist dieses Buch ein Werk, das wohl noch den eingefleischtesten Holmes-Fans etwas bieten kann, aber auch jenen, die grundsätzlich Gefallen an der Figur finden und weniger etwas über Holmes selbst wissen wollen (wie der so tickt, sieht und liest man ja öfter), sondern über seine Begleiter – die, die wirklich leben und gelebt haben. Ich kann die Kritik anderer Leser an diesem Buch nur zum Teil nachvollziehen. Ja, der Titel samt Untertitel passt nicht komplett zu Buch und wurde vom Verlag so gewählt, um viele Exemplare zu verkaufen. Aber sobald man das Vorwort des Autors liest, weiß man, was man zu erwarten hat. Dieser stellt seine Intention, ein Buch über die an Sherlock Holmes beteiligten Menschen, zu schreiben, gut dar und genau das hat er auch umgesetzt. Ihm selbst ist da kein Vorwurf zu machen, im Gegenteil: Hochachtung vor dieser umfassenden Recherche.

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  • Was richtig Tolles! Nicht nur für Sherlock Fans!

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Bjjordison

    Bjjordison

    04. May 2016 um 12:21

    Seit ich die Serie SHERLOCK gesehen habe, bin ich ein Fan von Sherlock Holmes. Ich habe davor die Bücher nicht gelesen und kannte mich da noch nicht so aus.Als ich jetzt zufällig dieses Buch sah, dachte ich, das musst du lesen und ich muss sagen, ich bin begeistert.Hier wird die Geschichte von Sir Arthur Conan Doyle beschrieben, wie er begonnen hat, die Bücher zu seinem Detektiv zu schreiben und wie sich daraus der Mega Erfolg entwickelt hat.Ich bin normalerweise kein Fan von Biographien oder Büchern, die ähnlich aufgebaut sind, weil ich die meistens wirklich fad finde. Das war aber hier nicht der Fall. Der Autor hat diese Lebensgeschichte so toll und interessant verpackt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Es sind zwar sehr, sehr viele Informationen und Jahreszahlen vorgekommen, aber die wurden gut verpackt und so war es für mich nicht fad zu lesen. Das Leben von Conan Doyle war sehr interessant, weil ich finde es wirklich toll, wie dieser Mann zu seiner Zeit versucht hat, Schreiben und seine anderen Tätigkeiten unter einen Hut zu bringen. Er musste ja zu Beginn noch als Arzt arbeiten, weil er Geld verdienen musste. Fand ich sehr faszinierend, weil das war damals sicher nicht leicht.Die Beschreibung des Lebens der Kinder, hier im Vordergrund, die Söhne Denis und Adrian, fand ich auch sehr spannend, allerdings waren mir die beiden nicht sympathisch. Deren Handlungsweise fand ich teilweise wirklich brutal. Meines Erachtens ist es denen nur um die Kohle gegangen.Der Autor hat auch sehr viel geschrieben, wo die Bücher veröffentlicht wurden und wo sie mehr erfolgreich waren und wo nicht. Was sehr interessant und ich habe wieder was dazugelernt.Es waren auch einige Lustige Sachen, zB. fand ich Lustig, dass die Leute Sherlock Briefe geschrieben haben und ihn dem Autor bevorzugt haben.Der Schreibstil fand ich toll und man merkt, dass hier ein richtiger Fan am Werk war.

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  • Nicht ganz von Mr. Holmes zu Sherlock

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    Mattias Boströms Werk ist ja nicht das erste Sachbuch über Sherlock Holmes, das ich mir zu Gemüte geführt habe, wohl aber ohne Zweifel das am besten recherchierte und ausführlichste. Und mit etwa 600 Seiten auf jeden Fall auch das mächtigste. Um all die Fakten in sich aufzunehmen, die Boström in Von Mr. Holmes zu Sherlock aufarbeitet, muss man definitiv wach beim Lesen sein, der einzigartige Schreibstil erleichtert das Ganze aber ungemein. Das Besondere an Boströms Buch ist nämlich, dass es im Roman-Stil verfasst ist und somit eher an Prosa als an ein Sachbuch erinnert. Es liest sich wesentlich spannender und flüssiger als die meisten anderen Werke dieses Genres und ist erzählerisch wirklich herausragend, auch wenn der Stil für ein Sachbuch natürlich recht untypisch ist, da der Erzähler wertet, teilweise Innensicht in die Figuren hat und man so natürlich nie weiß, welche Fakten nun belegt sind und welche nicht - wie in einem Roman eben. Aufgrund der zahlreichen Belege im Anhang kann man allerdings davon ausgehen, dass Boström tatsächlich penibel genau recherchiert und einfach eine besonders populäre Form der Aufarbeitung genutzt hat. Insofern: Chapeau! Allerdings birgt Boströms Erzählstil auch so seine Tücken. Immer wieder arbeitet er beispielsweise mit Zeitsprüngen und Rückblicken, was die eigentlich chronologische Skizze der Entwicklung des Sherlock Holmes etwas durcheinander bringt und auch den Lesefluss stört. Prosa-Stil: Ja, aber übertreiben sollte man es nicht. Für ein wissenschaftlich fundiertes Sachbuch sind Zeitsprünge u.ä. einfach absolut unpassend. Auch dass Boström immer wieder zwischen den verschiedenen Personen - von Arthur Conan Doyle selbst über seine Söhne bis hin zu Schauspielern, Illustratoren, Regisseuren, Autoren und Sherlockianern - hin und her springt und angesichts der schieren Masse an Persönlichkeiten, trägt das zusätzlich dazu bei, dass man als Leser zunehmend den Faden verliert und sich nicht wirklich darauf konzentrieren kann, in welchem Verhältnis die jeweilige Person zu Sherlock Holmes steht. Denn Boströms Buch beschäftigt sich - anders als der Titel vermuten lässt- nicht hauptsächlich mit der literarischen Figur des Sherlock Holmes, sondern mit den Menschen, die ihn geprägt, ihm Leben eingehaucht und ihn weiterentwickelt haben. Das ist ein interessanter Blickwinkel, denn so erfährt man zum Beispiel, wie Holmes zu Deerstalker und Pfeife kam oder wie sich der Satz "Elementary, my dear Watson" derart verbreiten konnte, obwohl Conan Doyle ihn nie geschrieben hat. Boström zeigt sozusagen auf, welcher Schauspieler, Illustrator, Autor oder Regisseur in welcher Weise Einfluss auf die literarische Figur Sherlock Holmes genommen hat. So kann man als Leser die Entwicklung des Phänomens sehr schön nachvollziehen. Auch auf technische Neuerungen (z.B. Radio, Film, Automobil)nimmt Boström Bezug und so wird tatsächlich deutlich, wie aus Mr. Holmes im Laufe der Zeit Sherlock wurde. Interessante Fakten liefert der Autor außerdem zur Beziehung zwischen Arthur Conan Doyle und seiner Figur, die deutlich macht, dass Sherlock Holmes für ihn vor allem eine Geldquelle denn eine Leidenschaft war, sowie zu Begegnungen mit Zeitgenossen wie Oscar Wilde und Christopher Morley, zu Parodien, Pastiches, Kopien und letztlich zum Urheberrecht. Letzteres weitet Boström allerdings ziemlich aus und so liest man seitenweise von Rechtsstreitigkeiten, Copyright und dergleichen, was irgendwann einfach ermüdend und wenig bereichernd ist. Ich habe diese Stellen dann überflogen oder gar ausgelassen, weil ich einfach nicht mehr wissen wollte, bei wem das Copyright für Doyles Werke dann und dann war. Meiner Meinung nach verzettelt sich Boström in diesem Punkt und Sherlock Holmes gerät in den Hintergrund. Der gesamte Mittelteil zog sich ewig in die Länge, vor allem auch deswegen, da nach Arthur Conan Doyles Tod bis in die 1960er Jahre hinein insgesamt wenige Neu-Interpretationen, Pastiches etc. hinzukamen. Und das sind ja eigentlich die wirklich interessanten Dinge in Boströms Buch. Insgesamt waren der Teil bis zu Conan Doyles Tod und der ab der britischen Granada-Serie die interessantesten Passagen, die auch eingefleischten Holmes-Liebhabern wie mir noch die ein oder andere neue Erkenntnis vermitteln konnten. Boström lässt einen eintauchen in die Welt der Sherlock Holmes Gesellschaften, Ausstellungen, Ehrungen und Veranstaltungen zugunsten des Detektivs und führt einem so einmal mehr vor Augen, was für ein Phänomen Sherlock Holmes doch ist, indem er wesentlich berühmter als sein Schaffer ist und vor allem von den sogenannten Sherlockianern als reale Person gefeiert wird. Man spürt Boströms eigene Leidenschaft ganz deutlich und merkt, wie sehr er Arthur Conan Doyle und auch William Gillette verehrt. Er widmet sein ganzes Leben dem Privatdetektiv und das finde ich höchst erstaunlich. Ich selbst bin ja nun Jahrgang 1991 und damit nach den größten Holmes-Interpretationen (William Gillettes Theaterstück, "The Hound of the Baskervilles" von 1939 und der Granada-Serie aus den 80er Jahren) geboren. Es waren Guy Ritchies Filme mit Robert Downey Jr. und Jude Law sowie die Mangaserie "Detektiv Conan", die mich zum begeisterten Sherlock Holmes Fan machten und deswegen waren die letzten 50 Seiten von Boströms Buch für mich am interessantesten. Hier wurde ich aber leider enttäuscht. Auf "Detektiv Conan" geht Boström gar nicht ein (obwohl die Parallelen der Serie zu Conan Doyles Geschichten wirklich erstaunlich sind, wann beschäftigt sich mal endlich jemand näher damit?) und Guy Ritchies Filme, die us-amerikanische Erfolgsserie "Elementary" sowie literarische Pastiches von Anthony Horowitz und Lyndsay Faye erwähnt er nur am Rande. Lediglich der BBC-Serie "Sherlock" gibt Boström, zurecht, mehr Raum. Doch auch hier wäre eine detailliertere Betrachtung wünschenswert gewesen. Am spannendsten sind doch eigentlich die Figuren, die nicht direkt Sherlock Holmes abbilden, aber auf ihn Bezug nehmen wie eben zum Beispiel Detektiv Conan oder auch Dr. House. Im Großen und Ganzen waren mir Boströms Überlegungen alle schlicht zu theoretisch. Er hätte Zusammenhänge zwischen all den Interpretationen und Darstellungen herstellen und meiner Meinung nach wenigstens einen Ticken literaturwissenschaftlicher an die Sache herangehen können. Hält man sich den Titel des Buches vor Augen - nämlich Von Mr. Holmes zu Sherlock: Meisterdetektiv - Mythos - Medienstar -, so enttäuscht Boströms Buch und ist auf gar keinen Fall vollständig (das hatte ich in einer anderen Rezension gelesen). Weniger Copyright, mehr Holmes - das wäre dasErfolgsrezept gewesen. Dennoch finde ich es sehr schön, wie Boström darstellt, dass der heutige Sherlock eben nicht alleine Conan Doyles Fantasie entsprungen ist, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Neu-Interprationen und Adaptionen.Sherlock ist sozusagen ein "Gemeinschaftswerk". Mein Fazit: Mattias Boströms Buch Von Mr. Holmes zu Sherlock ist ein hervorragend recherchiertes und herausragend erzähltes Sachbuch, das sich so flüssig liest wie ein Roman und selbst für eingefleischte Sherlock Holmes Fans noch die ein oder andere Überraschung bereithält. Als Standardwerk würde ich den Band allerdings nicht bezeichnen, denn Boström konzentriert sich für meinen Geschmack zu sehr auf theoretische Aspekte und die verschiedenen Copyright-Situationen nach Conan Doyles Tod und vernachlässigt dabei leider die literarische Figur. Vor allem die Betrachtung neuerer Interpretationen, Pastiches und Verfilmungen ist viel zu oberflächlich und liefert wenig Neues. Meiner Meinung nach hätte Boström sich mehr von der literaturwissenschaftlichen Seite aus dem Thema nähern und einenZusammenhang zwischen all den verschiedenen Sherlock Holmes' herstellen sollen. Vor allem der quälend langatmige Mittelteil hat mir beim Lesen ziemlich zugesetzt. Angesichts des Titel hatte ich einfach mehr erwartet.

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    • 4
  • The one and onyl - Mr. Sherlock Holmes!

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Eternity

    Eternity

    27. April 2016 um 20:07

    Ich liebe, liebe, liebe Sherlock Holmes! Oder besser gesagt: Ich liebe Conan Doyles Geschichten über den Meisterdetektiven! Holmes' Charakterzüge, sein scharfer Verstand, seine blitzgescheiten Gedanken, seine Arroganz, seine Deduktionen machen die Geschichten einfach einzigartig.Boströms Biografie zielt größtenteils auf Conan Doyle ab. So sollte es auch sein, schließlich ist er der Schöpfer Holmes' und der Meisterdetektiv nur eine literarische Figur. Doch Jahrzehnte, wenn nicht mittlerweile Jahrhunderte lang setzen Leser und Fans diese beiden Charaktere gleich. Zeitweise war es so schlimm, dass Conan Doyle seiner eigenen Schöpfung nicht gerade freundlich gegenüber stand.Man reist durch die Zeit, freut sich, ärgert sich, schüttelt den Kopf, ist traurig und erschüttert, aber auch glücklich und gespannt.Ich fand das Buch höchst interessant! Boströms Schreibstil ist sehr angenehm, überaus unterhaltsam zu lesen (was bei Biografien, in meinen Augen, selten der Fall ist) und besonders die Anekdoten und Entwicklungen waren spannend zu lesen! 

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  • Erschlagen von Details

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Pongokater

    Pongokater

    24. April 2016 um 18:28

    Bei der Nachzeichnung des Lebens des Autors Conan Doyle ist die Biographie des Schweden noch spannend zu lesen. Aber in der zweiten Hälfte, als es um Ränke und Intrigen von Familie und Fans rund um die Vermarktung von Sherlock Holmes geht, belastet Boström den Leser doch mit Unmengen unwichtiger Details.

  • Literarische Lebensgeschichte des berühmtesten Detektivs

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Iudas

    Iudas

    28. January 2016 um 18:41

    Es gibt mehrere Meisterschnüffler, die durch die literarische Landschaft ermitteln: C. Auguste Dupin, Hercule Poirot und Jane Marple sind nur einige der bekanntesten Namen, doch einer war seit seiner Erfindung der Meisterdetektiv schlechthin, dem selbst heute nur schwer das Wasser gereicht werden kann: Sherlock Holmes. Ende des neunzehnten Jahrhunderts von dem praktizierenden Arzt Arthur Conan Doyle erfunden, verbreiteten sich die Romane und Erzählungen von dem Ermittler rasch von Großbritannien aus in alle Herren Länder und Sherlock Holmes wurde das Vorbild für zahlreiche literarische Detektive, die ihm folgten. Man fand Holmes nicht mehr nur in Doyles Geschichten, auch auf der Bühne, im Hörfunk, auf der Leinwand, in zahllosen Pastiches und Parodien. Das Bild Holmes wurde von Schauspielern geprägt und auch heute noch debattiert man darüber, wer wohl die beste Verkörperung darstellte. Doch wie hat sich das Phänomen Sherlock Holmes entwickelt und wie konnte es gelingen, daß eine literarische Figur ein solches mediales Eigenleben entwickeln konnte? Dieser und anderen Fragen widmet sich der Schwede Matthias Boström in seiner Abhandlung » Von Mr. Holmes zu Sherlock. Meisterdetektiv – Mythos – Medienstar«, die in Deutschland im Januar 2016 im btb erschien. Er wirft einen Blick auf die verschiedenen Holmes-Adaptionen und auf die Lebensläufe derer, die mit Doyle und seinem literarischen Kind verbunden waren. Broström, geboren 1971 in Schweden, ist seit seiner Kindheit Holmesianer und sammelte alles, was er in Verbindung mit dem Detektiv in die Hände bekommen konnte. Als Mitglied der Baker Street Irregulars ist er auch in einer der angesehensten und bekanntesten Kreise und hat damit auch Zugang zu zahlreichen Materialien. Und aus diesem schier unerschöpflichen Material hat er ein – man ist geneigt, Standardwerk zu sagen – geschaffen, daß man jedem Freund und Liebhaber des Detektivs ans Herz legen kann. Mit einer Detailverliebtheit, die fesselnd ist, wird eine romantisierte Geschichte erzählt, in die man eintaucht und den Personen nah sein kann. Es ist keine nüchterne, distanzierte Abhandlung, die man zur puren Wissensgewinnung liest – und das ist bei dem über sechshundert Seiten starken Buch dem Lesegenuß sehr zuträglich – sondern lebensnah und fast ein wenig privat anmutend, wenn man (sicherlich beschönigten oder fiktiven) Gesprächen lauscht oder sich in die Filmkulisse der diversen Holmes-Verfilmungen liest. Diese Erzählform allerdings macht es auch schwer, Wahrheit und Fiktion klar voneinander zu trennen und auf einen Blick zu erkennen, wo man sich auf verbriefte Fakten und Aussagen stütze. Zwar findet sich im Anhang ein Literaturverzeichnis, das zwar wahnsinnig umfangreich, in Anbetracht fehlender Fußnoten aber einfach nur unübersichtlich und unhandlich ist. Man kann der Erzählung dank dem chronologischen roten Faden, der immer ein paar Schlaufen zieht, ohne Schwierigkeiten folgen. Boström beginnt, nach einem einleitenden Wort zur derzeit wohl bekanntesten Adaption Sherlock, mit einem umfangreichen biographischen Blick auf den Autoren Arthur Conan Doyle, auf sein Schaffen, seinen Widerwillen zum eigenen literarischen Kind, dessen mediales Potential er trotzdem zu erkennen und auszubauen wußte. Und so beginnt die Geschichte des Medienstars Sherlock Holmes, der sich von Großbritannien aus in die ganze Welt verbreitete und dessen Nimbus bis heute durch sämtliche Medien zieht. Man wird mit sämtlichen bedeutenden Persönlichkeiten vertraut gemacht: seien es die Nachkommen Conan Doyles, deren ganzes Streben darauf ausgerichtet schien, soviel wie möglich Profit aus dem Erbe ihres Vaters zu schlagen oder der Schauspielerin Edith Meiser, deren Verdienst es war, daß sie mit ihren Hörspielen Sherlock Holmes radiotauglich machte bis hin zu verschiedenen Verlegern und Regisseuren, die allesamt mehr oder minder dazu beitrugen, daß Holmes zum Medienstar wurde, als der er heute bekannt ist. Dabei ergeht sich Boström aber zunehmend in seiner eigenen Lebensgeschichte und seiner Liebe zu Sherlock Holmes und verliert den sachlichen Fokus auf die Thematik aus den Augen. Mehr und mehr wird deutlich, wie gern der schwedische Autor sich selbst in der Literaturgeschichte um den Detektiv sehen möchte. Diese Selbstdarstellung geht bedauerlicherweise zu Lasten der Erzählung, der ab dem bekannten Sherlock Holmes-Darsteller Jeremy Brett eine merkliche Abflachung konstatieren muß. Und trotzallem ist es ihm gelungen, das Phänomen Sherlock Holmes weitesgehend zu analysieren und zu entmystifizieren. Man erkennt, daß fernab von enthusiastischen Fans auch die kommerzielle Seite existiert, die versucht, aus einem Erfolg den noch größtmöglichen Profit herauszuholen und dabei die idealistische Seite immer mehr aus den Augen verliert. Es ist die Erzählung der Entwicklung einer literarischen Figur geworden, von der auch heute wie damals immer noch Menschen glauben, daß sie wirklich existiert; eine Figur, die das Leben einiger Schauspieler bis in den letzten Winkel bestimmte; und die in jeder Zeit ihren Platz finden darf. Und so ist das Buch von Mattias Boström für jeden Holmes-Fan ein empfehlenswertes Werk. Man erfährt zahlreiche Fakten und spannende Nebensächlichkeiten und wird dabei noch rundum unterhalten. Hätte der Autor nur den Wunsch, derart in Erscheinung treten zu müssen, gezügelt, seinen Fokus nicht verloren und zum Ende hin immer oberflächlicher geworden, so wäre es ein rundum überzeugendes und lesenswertes Buch geworden, das man jedem geneigten Leser ans Herz legen kann.

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  • Von Mr. Holmes zu Sherlock

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    Amerdale

    Amerdale

    20. January 2016 um 21:48

    Trotz des Titels handelt das Buch weniger von Sherlock Holmes, sondern mehr von den Menschen hinter der literarischen Figuren. Es folgt der Entwicklung chronologisch, angefangen bei der Erschaffung durch Conan Doyle über das 20. Jahrhundert bis hin zu der bekannten Interpretation von Moffat und Gatiss. Dabei lässt sich der Inhalt auch grob in drei größere Bereich aufteilen: zu Lebzeiten Conan Doyles, die Zeit danach, während seine Söhne das Erbe (und damit die Rechte an den Sherlock-Holmes-Geschichten) verwalteten und schließlich die Zeit als die Rechte von Gesellschaften verwaltet werden. Und der für mich interessanteste Teil war ganz eindeutig der, der von den Lebzeiten Arthur Conan Doyles handelt. Ich wusste vor der Lektüre nur sehr wenig über den Autor selbst und es findet sich hier eine derartige Fülle von Informationen, dass es einfach ein reiner Genuss ist. Ich wusste zum Beispiel bisher nicht, dass es für Sherlock Holmes eine reale Person als Vorbild gab. Und überhaupt hatte Conan Doyle ein faszinierendes Leben. Den nächsten Abschnitt fand ich dagegen vergleichsweise langweilig und zäh zu lesen. Was wohl vor allem daran lag, dass zum einen das Leben der beiden Söhne ziemlich langweilig und unspannend war und das hervorstechende Merkmal war, dass sie ständig pleite waren, weil sie einfach mit Geld nicht umgehen konnten, und überfordert. Nun ja. Und zum anderen gab es nun mal natürlich keine neuen Geschichten mehr, so dass es vor allem um Aufführungen und Filme und so weiter ging. Und um Streitigkeiten wer welche Rechte hat und wer was darf. Die Entwicklungen waren am Anfang noch interessant, aber irgendwann wiederholten sich im Grunde die Ereignisse  nur noch mit anderen Beteiligten. Das Beste an dem Abschnitt waren für mich noch die Kapitel, die sich mit den entstandenen Sherlock-Holmes-Gesellschaften und ihrer Tätigkeiten und Bedeutungen beschäftigten. Fun Fact: Mindestens zwei US-Präsidenten waren Mitglied in einer solchen Gesellschaft. Der dritte Teil, in dem es vor allem um neuere Sherlock Holmes Interpretationen geht, kam mir etwas kurz abgehandelt vor. Die BBC-Serie bekommt noch vergleichsweise viel Platz, aber Serien wie Elementary oder auch House, bei welcher die Hauptperson doch stark auf Sherlock basiert, werden gerade mal in einem Nebensatz erwähnt. Da hätte ich ich mir doch ein paar Informationen mehr gewünscht. Ebenso zu Guy Ritchies Kinofilmen beispielsweise. In den andern Teilen des Buches werden da Filme, Radiosendungen und so weiter auch ausführlicher besprochen. Stattdessen erzählt der Autor in diesem Kapitel mehr über sich und wie er dazu kam sich mit Sherlock Holmes zu befassen. Was für mich jetzt nur sehr bedingt von Interesse war. Klar, es erklärt etwas warum er sich dazu berufen fühlt dieses Buch zu schreiben und zeigt auch welche Wirkung die Figur Sherlock Holmes heute noch haben kann, aber das waren mir einfach zu viele Informationen über Herrn Boström ohne größeren Bezug zum eigentlichen Thema. Andere Schwerpunkte hätte ich in dem Abschnitt viel besser gefunden. Mattias Boström hat mit diesem Buch aber alles in allem eine großartige Arbeit geleistet. Nicht nur, dass es unheimlich informativ ist und auch durch seine ausführlichen Fußnoten und Verzeichnisse (insgesamt 50 Seiten) auch unzählige Anhaltspunkte gibt um einzelne Bereiche weiter zu vertiefen. Nein, auch stilistisch ist es toll geschrieben und spannender als mancher Krimi. Natürlich sollte bei dem Leser ein gewisses Interesse an der Figur des Sherlock Holmes, seiner Entstehungsgeschichte und den verschiedenen medialen Interpretationen dieser Figur vorhanden sein, sonst wird er mit dem Buch wohl nicht viel anfangen können. Aber wer diese Voraussetzungen erfüllt, hat hier zwischen den Buchdeckeln eine Schatzkiste voll mit Informationen zum Entdecken und Genießen. Wirklich eine tolle Art literarische Figuren und ihre Geschichte zu betrachten. Schade, dass es solche Werke nicht auch für andere bekannte Figuren gibt; eines über Dracula oder Frankensteins Monster würden mich auch sehr interessieren.

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  • DAS Standardwerk!

    Von Mr. Holmes zu Sherlock
    derMichi

    derMichi

    09. January 2016 um 17:52

    Wenn es ein Comeback des Jahrhunderts gibt, dann muss es sich dabei um Sherlock Holmes handeln. Nicht, dass der britische Meisterdetektiv jemals in Vergessenheit geraten wäre. Aber die zahlreichen neuen Kinofilme, TV-Serien und auch Romane haben Sir Arthur Conan Doyles prominenten Ermittler wieder so populär gemacht, wie er es höchstens zu Lebzeiten seines Erfinders war. Damals waren sowohl Zeitschriften, Bücher als auch Theaterstücke über Sherlock Holmes der absolute Renner und noch dazu regelmäßig ausverkauft. Höchste Zeit, das ultimative Buch über den Detektiv und seine vielfältigen Interpretationen zu schreiben. Getan hat das der Schwede Mattias Boström. Als Mitglied der "Baker Street Irregulars", dem prestigeträchtigsten "Fanclub" zu diesem Thema, kennt er sich bestens aus und konnte exklusive Informationen sammeln. Entsprechend weit spannt er den Bogen und erzählt auf gut sechshundert Seiten nicht nur die Geschichte von Holmes, sondern auch die seines Schöpfers. Beginnend bei Conan Doyles Studium bei dem Mediziner Joseph Bell, der aufgrund seiner genauen Beobachtungen ein wichtiges Vorbild für die Methoden des Herrn aus der Baker Street wurde. Der literarische Werdegang des Autors wird ausführlich behandelt, ebenso die vielfältige Rezeption seiner Werke. Auch wenn Doyle nie daran geglaubt hatte, so wurde Holmes doch zu seiner bekanntesten Erfindung und überlebte ihn bis auf den heutigen Tag. An jeder Stelle wird deutlich, dass hier ein Fan schreibt, der versucht hat, wirklich alle relevanten Informationen zusammentragen. Weder die ersten dreihundert Seiten, die sich hauptsächlich mit Conan Doyles Biografie befassen, noch die zweite Hälfte sind auch nur ansatzweise langweilig. Boström illustriert das Geschehen anhand szenischer Beschreibung, die sich ähnlich flüssig lesen und gleichzeitig unaufdringlich informativ sind wie in Nelson Johnsons Boardwalk Empire. Pastiches, Verfilmungen und Fandom werden ausführlich behandelt, inklusive der aktuellen Serien Sherlock und Elementary. Gerade über diese beiden Adaptionen erfährt man hier sogar noch mehr, als deren MakingOfs bislang verraten haben. Wünsche bleiben kaum offen. Obwohl der Fließtext ohne nennenswerte Unterbrechungen gesetzt ist, wurde immerhin die Innenseite der Klappenbroschur mit etlichen Bildern gefüllt. So findet man seltene Porträts aus der Zeit von Conan Doyle, aber auch neuere mit dem Cast von Sherlock, sowie Jeremy Brett und Edward Hardwicke, die vermutlich das zweitpopulärste Holmes-Watson-Duo im Fernsehen darstellen. Ein ausführlicher Anhang enthält auf knapp fünfzig Seiten sämtliche Quellen, eine Auflistung der Sherlock-Holmes-Romane und Kurzgeschichten, sowie ein Register mit den wichtigsten Namen und Begriffen. Somit gehört jegliche Beschwerde eigentlich ins Reich der Luxusprobleme. Ja, eine gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag und Lesebändchen wäre natürlich schön. Oder eine Fortsetzung mit noch detaillierteren Informationen über die aktuellen Entwicklungen in der Welt von Sherlock Holmes. Lesen würde ich sie jedenfalls sofort. Originaltitel: Från Holmes till Sherlock (Von Holmes zu Sherlock) Seitenzahl: 607 Format: 13,6 x 20,8 cm, Klappenbroschur Verlag: btb

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