Matz

 3,5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Geronimo, Tango. Band 1 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Matz

Der Szeanrist Alexis "Matz" Nolent wurde in der Normandie geboren, verbrachte seine Kindheit in Martinique und seine Jugend in Paris. Während er noch Jura studierte veröffentlichte er 1990 sein erstes Album in der Éditions Futuropolis. Inzwischen hat er unter dem Namen Matz unzählige Comics für verschiedene namhafte Verlage geschrieben und wurde zweimal für den Eisner-Award nominiert. Seine Serie "Du plomb dans la tête" , in ZUsammenarbeit mit Colin Wilson, wurde mit Sylvester Satllone verfilmt. Daneben hat er unter seinem richtigen Namen eine zweite Karriere als Szenarist für Videogames bei Ubisoft gemacht.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Tango. Band 6 (ISBN: 9783962195472)

Tango. Band 6

Erscheint am 14.12.2022 als Gebundenes Buch bei Splitter-Verlag.

Alle Bücher von Matz

Cover des Buches Tomboy (ISBN: 9783958394148)

Tomboy

 (3)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783962190231)

Geronimo

 (2)
Erschienen am 25.10.2017
Cover des Buches Adios Muchachos (ISBN: 9783941239951)

Adios Muchachos

 (1)
Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches Querschläger (ISBN: 9783958390560)

Querschläger

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Erschienen am 01.06.2015
Cover des Buches Tango. Band 1 (ISBN: 9783962191542)

Tango. Band 1

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Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches Blei im Schädel #1 (ISBN: 9783938698389)

Blei im Schädel #1

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Erschienen am 20.12.2008
Cover des Buches Blei im Schädel #2 (ISBN: 9783938698396)

Blei im Schädel #2

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Erschienen am 15.04.2010
Cover des Buches Blei im Schädel #3 (ISBN: 9783938698440)

Blei im Schädel #3

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Erschienen am 15.02.2011

Neue Rezensionen zu Matz

Cover des Buches Geronimo (ISBN: 9783962190231)Flaventuss avatar

Rezension zu "Geronimo" von Matz

Grafik top, Story flop
Flaventusvor 5 Jahren

Die Geschichte der Ureinwohner Nordamerika ist bekanntlich geprägt von Krieg, Leid und schlussendlich von der totalen Unterdrückung bis in die heutigen Tage. Geronimo gehört vielleicht zu den letzten Ureinwohnern, die sich der Übermacht widersetzen – auf jeden Fall zu den berühmtesten.

 

Stimmige Illustrationen

Grund genug, ihm einen Comic zu widmen. Die Zeichnungen sind in den typischen Wild-West-Sepia-Farben gehalten, was vielleicht klischeehaft, aber sehr passend ist. Immerhin kennen die Leser des Comics den „Wilden Westen“ nicht anders. So überzeugend die Farbgebung auch ist, so hat mich die Illustration nicht durchgängig überzeugen können.

Viele gezeigten Elemente waren zu grob und in Details zu sehr Comic. Allerdings war die Wahl der kantigen und zerfurchten Gesichter sehr gut. So kam ein „Indianer-Feeling“ auf, obgleich auch dieses klischeebehaftet ist. Allerdings wird die Gewalt sehr explizit dargestellt, was dann nach meinem Empfinden unangemessen erscheint. Nicht, dass ich Gewalt verabscheue, sondern es passte irgendwie nicht. Zeichnerisch konnte man zudem sehen, dass die rote Farbe einfach am Ende des Zeichengangs über das Bild gespritzt wurde. Hier wäre mehr drin gewesen.

 

Unstimmige Story

Womit ich allerdings weniger zurechtgekommen bin, ist die Story. Nach Beendigung des Comics habe ich mit die Wiki-Artikel zu Geronimo durchgelesen und hatte da prompt den Eindruck, als hätte der Autor versucht, diesen Artikel in seinen Grundzügen wiederzugeben. Hier hätte es der Geschichte gutgetan, wenn ein bisschen mehr Recherche betrieben worden wäre.

Die Geschichte bleibt so einfach nur flach und uninspirierend. Die Charaktere sind blass und wurden überhaupt nicht ausgearbeitet. Es wurde teilweise noch nicht mal für einen gescheiten Übergang zwischen zwei wesentlichen Ereignissen geschaffen, so dass die eigentliche Motivation für das Handeln beider Seiten im Dunkeln bleibt.

 

Fazit

Ich könnte es in einfachen Worten auf den Punkt bringen: Grafik top, Story flop. Grafisch passt das Gezeigte, auch wenn vielleicht an mancher Stelle es mit der roten Farbe etwas übertrieben wurde. Aber die Erzählung ist einfach auf der Strecke geblieben. Sie ist ähnlich lieblos dahergklatscht, wie die rote Farbe, die so manches Bild „verziert“.

Indianer-Comics gibt es sicherlich nicht so viele auf dem Markt und es ist irgendwo schade, dass ich für dieses Exemplar keine Empfehlung aussprechen kann. Genrefreunde dürfen allerdings einen Blick riskieren.


Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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Cover des Buches Tomboy (ISBN: 9783958394148)liberiariums avatar

Rezension zu "Tomboy" von Walter Hill

TOMBOY
liberiariumvor 5 Jahren

PLOT
Franck Kitchen hat in seinem Leben zugegebenermaßen nicht immer alles richtig gemacht. Er hat es faustdick hinter den Ohren und scheint auch nichts dagegen zu haben, anderen gegen Geld eine Kugel in den Kopf zu jagen. Als Profikiller ist das sein Alltag. Jedoch läuft bei einem seiner Jobs etwas nicht ganz so glatt wie erhofft und Franck wacht plötzlich in einem Frauenkörper auf. Innerlich hat sich bei ihm allerdings nichts geändert und so ist schnell klar, dass Franck auf Rache aus ist. Wer hat ihm seinen Körper genommen? Und ist es überhaupt möglich, dass er wieder der Alte wird? Er begibt sich auf einen Rachefeldzug und sogleich auf eine Reise, nach seiner wahren Identität.



MEINUNG
Ich habe von Tomboy das erste Mal im Programm des Splitter Verlags erfahren und war vor allem sehr interessiert daran, wie die Thematik des Körpertauschs umgesetzt wurde. Welche Dinge ändern sich für Franck, wenn er zur Frau wird? Und wie geht er damit um? Diese Fragen erhoffte ich mir durch den Comic zu beantworten. 

Der Comic fängt schon ziemlich schräg an: Franck wacht als Frau auf und erzählt in einer Rückblende von seinem Überfall, der dafür sorgte, dass er zur Frau wurde. Es handelt sich bei dem Titel nämlich nicht um einen Fantasy-Comic oder ähnliches, Franck wird tatsächlich operiert. Durch die Rückblende erhält man einen Einblick in das alltägliche Leben des Profikillers und lernt, wie er so tickt. Recht schnell wird man sich dessen bewusst, dass Franck nicht unbedingt ein angenehmer Zeitgenosse ist, doch fiel es mir grundsätzlich schwer, in dem Comic eine sympathische Figur zu finden. Aber das macht eben auch das Business aus. 

Es handelt sich bei dem Titel um eine Art Krimi: es gibt einen Fall, der aufgeklärt werden soll. Franck will wissen, wer ihn zur Frau gemacht hat und versucht, das Geheimnis zu lüften. Der Leser folgt der Perspektive von Franck, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Das sorgt aber im Übrigen auch nicht dafür, dass man großartig mit ihm mitfühlen kann. Alles ist sehr gangsterhaft belastet: die Wortwahl, die Szenerie und das Milieu, in dem sich Franck bewegt. Es wird mit Geld gespielt, als handele es sich dabei nur um Papier und Leute werden erschossen, als seien sie nur Pappaufsteller. 
Aber auch das Genre des Psychothrillers ist in Tomboy durchaus zu finden, denn mal ehrlich, wer wandelt als Racheaktion schon jemandes Geschlecht einfach um? Dass man in die düstere Psyche einiger Figuren eintaucht, scheint vonnöten, um überhaupt nachvollziehen zu können, was da eigentlich los ist.
Darüber hinaus ist der Comic durch die Dynamik und die zahlreichen Schießereien auch ziemlich actionlastig und dahingehend spannend. Ich fieberte die ganze Zeit mit, weil ich einfach wissen wollte, was sich hinter alldem verbirgt. 

Der Zeichenstil ist zwar möglichst realistisch angesetzt - Die Figuren wirken aber manchmal auch ziemlich grotesk und an einigen Stellen ganz schön gruselig. Durch die gedeckte Farbgebung ist die Atmosphäre sehr düster und man kann sich gut in die Bildszenen hineinversetzen. Es wirkt ein wenig so, als würde man Franck tatsächlich Schritt für Schritt seiner Geschichte folgen.
Insbesondere die Körperinszenierungen sind mir positiv aufgefallen. Der Comic scheut sich nicht davor, Nacktheit zu zeigen, doch wird dem Leser ebendiese nie aufdringlich aufs Auge gedrückt, dass man fast schon genervt ist. Stattdessen wechseln sich die Körperbilder mit epischen Panels von detailreichen Szenerien ab: Gebäude, Räume, Straßen. Auch diese Illustrationen erwecken den Eindruck, man sei stets mittendrin. 

Interessant war für mich vor allem Francks Rolle als Frau, denn ihn zur Strafe von einem Mann in eine Frau zu verwandeln, schien mir recht grotesk. Ein Frauenkörper als Bestrafung… ernsthaft? Aber man bekam beim Lesen nicht das Gefühl, als ginge es per se darum, dass es sich um eine ebensolche handelt. Franck muss vielmehr mit einer neuen Identität klarkommen und sich bewusst werden, welche Hürden eine Frau im Profikiller-Business möglicherweise bewältigen muss. Als Mann fielen ihm einige Dinge leichter, die sich jetzt als schwieriger herausstellen. Vielmehr zeigt der Comic, dass Franck noch mehr badass ist und es keine Geschlechterrollen braucht, damit er sich beweisen kann. Gerade seine Umwandlung bringt einige spannende Wendungen, sodass ich am Ende des Comics wirklich erstaunt war. 



FAZIT
Tomboy ist etwas für jeden Leser, der gerne eine spannende und düstere Psychothriller-Geschichte liest. Man sollte sich aber darüber hinaus nicht davor scheuen, häufig nackte Haut zu betrachten und kann sich dennoch gleichzeitig an großartigen Illustrationen sattsehen. Ich wurde von dem Comic richtig gepackt und konnte auch nicht aufhören, bis ich ihn ausgelesen hatte, auch wenn ich mich ab und an etwas an der harten Wortwahl oder den grotesken Figuren störte – aber das gehört einfach dazu, um die Szenerien realistisch wirken zu lassen. Spannend finde ich auch, dass bereits eine Verfilmung in den Startlöchern steht! Tomboy von Matz, Walter Hill und Jef erhält von mir vier von fünf möglichen Sterne für ein skurriles Krimi-Abenteuer. 

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