Matz Geronimo

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Inhaltsangabe zu „Geronimo“ von Matz

Er ist eine der herausragenden Gestalten in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, und das ist umso bemerkenswerter, als er einer ihrer erbittertsten Widersacher war: Gokhlayeh, Kriegshäuptling und Medizinmann der Chiricahua-Apachen, besser bekannt unter dem Namen Geronimo. Über Jahrzehnte verbreitete er Angst und Schrecken unter Siedlern wie Soldaten in Arizona und im Norden Mexikos, indem er immer wieder aus dem Hinterhalt zuschlug, sich aber stets trotz großer zahlenmäßiger Unterlegenheit einer Festsetzung entzog. Letztlich ein verzweifelter Kampf, denn die Apachen sahen sich im 19. Jahrhundert zunehmend von zwei Seiten unter Druck gesetzt: Mexikaner wie Nordamerikaner drangen immer weiter in ihre angestammten Territorien vor und scheuten dabei weder vor Betrug und Verrat noch Mord und Totschlag zurück. Dieser tragische Spät-Western schildert schonungslos Geronimos unerbittlichen Widerstand, und so aussichtslos er auch sein mochte, diese Jahre des Kampfes und des Ruhms machten aus ihm schon zu Lebzeiten eine Legende. Die nachträgliche Anerkennung der Sieger für einen ihrer größten Gegner.

Grafisch passt das Gezeigte, aber die Erzählung ist einfach auf der Strecke geblieben.

— Flaventus

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  • Grafik top, Story flop

    Geronimo

    Flaventus

    09. March 2018 um 00:14

    Die Geschichte der Ureinwohner Nordamerika ist bekanntlich geprägt von Krieg, Leid und schlussendlich von der totalen Unterdrückung bis in die heutigen Tage. Geronimo gehört vielleicht zu den letzten Ureinwohnern, die sich der Übermacht widersetzen – auf jeden Fall zu den berühmtesten.   Stimmige Illustrationen Grund genug, ihm einen Comic zu widmen. Die Zeichnungen sind in den typischen Wild-West-Sepia-Farben gehalten, was vielleicht klischeehaft, aber sehr passend ist. Immerhin kennen die Leser des Comics den „Wilden Westen“ nicht anders. So überzeugend die Farbgebung auch ist, so hat mich die Illustration nicht durchgängig überzeugen können. Viele gezeigten Elemente waren zu grob und in Details zu sehr Comic. Allerdings war die Wahl der kantigen und zerfurchten Gesichter sehr gut. So kam ein „Indianer-Feeling“ auf, obgleich auch dieses klischeebehaftet ist. Allerdings wird die Gewalt sehr explizit dargestellt, was dann nach meinem Empfinden unangemessen erscheint. Nicht, dass ich Gewalt verabscheue, sondern es passte irgendwie nicht. Zeichnerisch konnte man zudem sehen, dass die rote Farbe einfach am Ende des Zeichengangs über das Bild gespritzt wurde. Hier wäre mehr drin gewesen.   Unstimmige Story Womit ich allerdings weniger zurechtgekommen bin, ist die Story. Nach Beendigung des Comics habe ich mit die Wiki-Artikel zu Geronimo durchgelesen und hatte da prompt den Eindruck, als hätte der Autor versucht, diesen Artikel in seinen Grundzügen wiederzugeben. Hier hätte es der Geschichte gutgetan, wenn ein bisschen mehr Recherche betrieben worden wäre. Die Geschichte bleibt so einfach nur flach und uninspirierend. Die Charaktere sind blass und wurden überhaupt nicht ausgearbeitet. Es wurde teilweise noch nicht mal für einen gescheiten Übergang zwischen zwei wesentlichen Ereignissen geschaffen, so dass die eigentliche Motivation für das Handeln beider Seiten im Dunkeln bleibt.   Fazit Ich könnte es in einfachen Worten auf den Punkt bringen: Grafik top, Story flop. Grafisch passt das Gezeigte, auch wenn vielleicht an mancher Stelle es mit der roten Farbe etwas übertrieben wurde. Aber die Erzählung ist einfach auf der Strecke geblieben. Sie ist ähnlich lieblos dahergklatscht, wie die rote Farbe, die so manches Bild „verziert“. Indianer-Comics gibt es sicherlich nicht so viele auf dem Markt und es ist irgendwo schade, dass ich für dieses Exemplar keine Empfehlung aussprechen kann. Genrefreunde dürfen allerdings einen Blick riskieren. Diese und andere Rezensionen finden sich auf meinem Bücherblog.

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