Maucher Stefanie

 4,6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Fida.

Lebenslauf von Maucher Stefanie

Hart, spannend und oftmals viel zu realitätsnah kriechen Stefanie Mauchers Geschichten unter die Haut ihrer Leser. Die 1976 in Stuttgart geborene Autorin liebt es, einen Blick in die tiefsten und dunkelsten menschlichen Abgründe zu werfen und schonungslos davon zu berichten, was sie dort findet. Die zweifache Mutter lebt heute im Osten Deutschlands, wo sie als Lektorin und Übersetzerin tätig ist, wenn sie gerade nicht an ihren eigenen Büchern schreibt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Maucher Stefanie

Cover des Buches Fida (ISBN: 9783959578677)

Fida

 (5)
Erschienen am 15.06.2018

Neue Rezensionen zu Maucher Stefanie

Cover des Buches Fida (ISBN: 9783959578677)Books-have-a-souls avatar

Rezension zu "Fida" von Maucher Stefanie

Absolut fesselnd!
Books-have-a-soulvor 3 Jahren

Ich habe ja schon einiges aus diesem Verlag gelesen und wurde bisher nie enttäuscht. Auch der Klappentext zu diesem Buch klang richtig gut und ich war gespannt, was mich erwarten würde.

Was mir von Anfang an super gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Geschichte in zwei Ebenen erzählt wird, zu unterschiedlichen Zeiten. Einmal zur Zeit der Entführung und aus Sicht von Laura und dann ein Jahr später aus Sicht ihrer Mutter, Tatjana. Zum einen konnte man einen guten Einblick in die jeweilige Gefühlswelt bekommen und zum anderen war die Spannung dadurch fast greifbar, weil man ja wusste, dass das Ganze ab einem bestimmen Zeitpunkt zusammenlaufen muss.

In diesem Buch gibt es einige brutalere Szenen, die mich sehr berührt und entsetzt haben, insgesamt betrachtet hält es sich aber in Grenzen. Die Autorin hat es auch nie zu geschmacklos dargestellt, sondern durchaus sehr beängstigend und realitätsnah. Dabei kam auch gut zur Geltung, wie sich eine Entführung auf sämtliche Personen auswirken kann, nicht nur auf das eigentliche Opfer, sondern das gesamte Umfeld, die Familie, bis hinzu Personen, die eigentlich fast nur zufällig mit der Tat in Verbindung gebracht werden.

Obwohl man jetzt denken könnte, man weiß, wie das alles enden wird, kann ich sagen, nein, so einfach ist es nicht. Ein paar Wendungen haben mich tatsächlich kalt erwischt und überrascht.

Fazit
Fida ist ein Thriller, der zwar sicherlich nichts für schwache Nerven ist, vor allem nicht für Menschen, die damit ein Problem haben, wenn Gewalt an Kindern verübt wird. Aber insgesamt halten sich die detaillierten brutalen Szenen in Grenzen, zumindest im Vergleich zu anderen Büchern aus diesem Verlag. Ich habe hier alles bekommen, was ich mir erhofft hatte. Spannung von Anfang bis Ende, eine gut durchdachte und beängstigende Story, die sämtliche Emotionen hervorruft beim Lesen: von Hass über Ekel bis hin zu Fassungslosigkeit und Trauer. Es ist keine Aneinanderreihung von Geschmacklosigkeiten, sondern in der Tat eine Geschichte mit Tiefe, die einen mitfühlen und mitleiden lässt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Cover des Buches Fida (ISBN: 9783959578677)Alraunas avatar

Rezension zu "Fida" von Maucher Stefanie

Spannend und erschreckend realistisch
Alraunavor 4 Jahren

Eine Geschichte, die unter die Haut geht und mit derem Ende ich so nicht gerechnet hätte. Fida wird in zwei verschiedenen Zeitzonen erzählt und aus der Sicht von Opfer, Täter und Angehörige. Gerade dieses Zusammenspiel erhöht die Spannung der Geschichte ungemein. Man fühlt mit dem Opfer und mit der Mutter und ist entsetzt über die Sichtweise des Täters.

Ich habe besonders mit Tatjana gelitten. Als Mutter wäre das der Horror, wenn das eigene Kind verschwindet. Ich konnte mich so gut in sie hineinversetzen. Ich hätte zu gerne an Lauras Kette gerüttelt, um sie zu befreien und dem Täter hätte ich liebend gerne einen Schraubenzieher zwischen die Augen gerammt. Ihr seht, dieses Buch hat eine Vielzahl an Gefühlen in mir geweckt.

Die Geschichte ist faszinierend und erschreckend zugleich. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, ich konnte es einfach nicht zur Seite legen, weil ich wissen musste, wie es endet. Der Schreibstil ist super. Spannung vom ersten bis zum letzten Satz. Keine langen, verschachteteln Sätze, aber auch keine kurzen, abgehackten Sätze. Ich bin nur so über die Seiten geflogen. Ein bisschen mehr hätte ich gerne aus der Sicht von Laura gelesen. Ihre Mutter Tatjana nahm einen relativ großen Anteil in der Geschichte ein. Laura als Opfer blieb zeitweise etwas blass. Aber die Mutter und Tom wurden super beschrieben, sowohl ihr Äußeres als auch der Charakter. Ihre Handlungweisen waren passend und gaben dem Ganzen einen verdammt realistischen Touch. Was ich noch erwähnen möchte ist, dass ich es absolut passend zur Geschichte und auch toll fand, dass hier keine furchbaren Vergewaltigungsszenen in den Vordergrund gerückt wurden und der Blickwinkel eher auf die Psyche der Personen lag als auf der körperlichen Gewalt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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