An alle Eltern da draußen: Holt euren Kindern lieber einen Hund, wenn sie sich einen wünschen. Das kommt bei den Nachbarn bestimmt besser an, als wenn sie sich später ein junges Mädchen halten.🤭 Aber Wolfgang wollte in „Fida“ von Stefanie Maucher nicht hören – und schon hat er den Salat.😅
Den Klappentext findet ihr auf dem zweiten Bild. Also einfach einmal weiterswipen.😁
Unsere Meinung:
Dieser Thriller ist anders! Er beginnt ganz sachte, doch dann geht es Schlag auf Schlag. Die Spannung baut sich langsam auf und schlägt schließlich wie ein Vorschlaghammer ein! Das liegt zum einen an der düsteren und beklemmenden Atmosphäre, zum anderen aber auch an der genialen Schreibweise. Stefanie Maucher schreibt so authentisch und emotional, dass man regelrecht mit den Figuren mitleidet.
Ich zitiere jetzt einmal Beccy: „Es fühlt sich an, als ob die Autorin damit Erfahrung hat.“
Und das sagt eigentlich schon alles.
Was der Geschichte ebenfalls guttut, sind die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Genauso wie die wechselnden Perspektiven des Täters und der Angehörigen. Dadurch erhält man einen intensiven Einblick in beide Seiten der Geschichte.
Ein kleiner Kritikpunkt ist nur, dass es teils vorhersehbar ist. Es hat manchmal einfach der Wow-Effekt gefehlt.🤔
Mal ganz ehrlich: Mehr müssen wir eigentlich gar nicht sagen, um diesem Buch eine klare Leseempfehlung auszusprechen.😁
Maucher Stefanie
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Maucher Stefanie
Fida
Neue Rezensionen zu Maucher Stefanie
Ich habe ja schon einiges aus diesem Verlag gelesen und wurde bisher nie enttäuscht. Auch der Klappentext zu diesem Buch klang richtig gut und ich war gespannt, was mich erwarten würde.
Was mir von Anfang an super gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Geschichte in zwei Ebenen erzählt wird, zu unterschiedlichen Zeiten. Einmal zur Zeit der Entführung und aus Sicht von Laura und dann ein Jahr später aus Sicht ihrer Mutter, Tatjana. Zum einen konnte man einen guten Einblick in die jeweilige Gefühlswelt bekommen und zum anderen war die Spannung dadurch fast greifbar, weil man ja wusste, dass das Ganze ab einem bestimmen Zeitpunkt zusammenlaufen muss.
In diesem Buch gibt es einige brutalere Szenen, die mich sehr berührt und entsetzt haben, insgesamt betrachtet hält es sich aber in Grenzen. Die Autorin hat es auch nie zu geschmacklos dargestellt, sondern durchaus sehr beängstigend und realitätsnah. Dabei kam auch gut zur Geltung, wie sich eine Entführung auf sämtliche Personen auswirken kann, nicht nur auf das eigentliche Opfer, sondern das gesamte Umfeld, die Familie, bis hinzu Personen, die eigentlich fast nur zufällig mit der Tat in Verbindung gebracht werden.
Obwohl man jetzt denken könnte, man weiß, wie das alles enden wird, kann ich sagen, nein, so einfach ist es nicht. Ein paar Wendungen haben mich tatsächlich kalt erwischt und überrascht.
Fazit
Fida ist ein Thriller, der zwar sicherlich nichts für schwache Nerven ist, vor allem nicht für Menschen, die damit ein Problem haben, wenn Gewalt an Kindern verübt wird. Aber insgesamt halten sich die detaillierten brutalen Szenen in Grenzen, zumindest im Vergleich zu anderen Büchern aus diesem Verlag. Ich habe hier alles bekommen, was ich mir erhofft hatte. Spannung von Anfang bis Ende, eine gut durchdachte und beängstigende Story, die sämtliche Emotionen hervorruft beim Lesen: von Hass über Ekel bis hin zu Fassungslosigkeit und Trauer. Es ist keine Aneinanderreihung von Geschmacklosigkeiten, sondern in der Tat eine Geschichte mit Tiefe, die einen mitfühlen und mitleiden lässt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
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