Maurice Agulhon Nouvelle histoire de la France contemporaine, Tome 8 : 1848 ou l'apprentissage de la République, 1848-1852

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Inhaltsangabe zu „Nouvelle histoire de la France contemporaine, Tome 8 : 1848 ou l'apprentissage de la République, 1848-1852“ von Maurice Agulhon

Nouvelle histoire de la France contemporaine. Tome 8, 1848 ou l'apprentissage de la République 1848-1852

Viele Einzelheiten, die Haltung von vielen Personen und Gesellschaftsgruppen - und trotzdem behalten Autor und Leser den Überblick!

— sKnaerzle
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  • Das allgemeine Wahlrecht als Lehrlingszeit von Republik und Demokratie

    Nouvelle histoire de la France contemporaine, Tome 8 : 1848 ou l'apprentissage de la République, 1848-1852

    sKnaerzle

    17. February 2014 um 23:23

    Der Hintergrund der Revolution von 1848 ist in Frankreich ein ganz anderer als der in Deutschland. Dort hatte das Volk schon zweimal einen König gestürzt und soziale Schichten hatten sich mitsamt ihrer politischen Interessen ausdifferenziert. Und wenn es auch noch keine Parteien gab, so gab es doch im Umkreis der wichtigen Zeitungen so etwas wie politische Organisationen. Außerdem hat die Revolution mit Karl Marx ihren exemplarischen Historiker gefunden ("Die Klassenkämpfe in Frankreich" und "Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte") Agulhon geht es vor allem darum zu zeigen, wie das allgemeine Wahlrecht zu einer Politisierung führte, wie traditionelle Feste, Zirkel und Lieder eine politische Bedeutung bekamen, wie sich aus Kneipenrunden, Leserunden und Freimaurerlogen allmählich politische Organisationen bildeten und wie das ganze Volk die Regierung als seine Sache versteht, wenn das ganze Volk an die Urnen gerufen wird. Hier haben die Franzosen gelernt, was Republik und Demokratie bedeuten. Natürlich gibt es auch Niederlagen und Rückschläge. Auch Agulhon muss schildern, wie der Arbeiteraufstand im Juni 1848 blutig niedergeschlagen wird, aber er relativiert die Bedeutung dieses Ereignisses, weil er zeigt, dass es für die Provinz und damit für die große Mehrheit der Franzosen keine Bedeutung hatte. Dort wo Marx polemisierte, versucht Agulhon die Ereignisse und die Personen von allen Seiten zu betrachten. Lamartine, Ledru-Rollin und Michelet nimmt er vor dem Spott des deutschen Journalisten in Schutz, der als engagierter Beobachter natürlich nicht bereit dazu war, ruhig abzuwägen. Wichtigere Gewährsmänner Agulhons sind Flaubert und Hugo. Wie tief oder wie oberflächlich das demokratische Bewusstsein in den Franzosen eingewurzelt war, zeigte sich nach dem Staatsstreich Louis Napoleons. In Paris gab es nur wenige Barrikaden, in der Provinz erhob sich vor allem die Bevölkerung in den kleinen Dörfern und der Diktator wurde mit dem Widerstand rasch fertig. Und trotzdem ist keine Erfahrung verloren.

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