Maurice Maeterlinck

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Lebenslauf von Maurice Maeterlinck

Nobelpreis für Literatur 1911

Neue Bücher

Das Leben der Bienen
Neu erschienen am 17.09.2018 als Taschenbuch bei Unionsverlag.

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Maurice MaeterlinckDas Leben der Bienen
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Das Leben der Bienen
Das Leben der Bienen
 (1)
Erschienen am 21.02.2013
Maurice MaeterlinckTermiten, Ameisen. Aus der Sammlung Nobelpreis für Literatur 1911
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Termiten, Ameisen. Aus der Sammlung Nobelpreis für Literatur 1911
Maurice MaeterlinckPelleas und Melisande
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Pelleas und Melisande
Pelleas und Melisande
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Erschienen am 01.03.1991
Maurice MaeterlinckDie frühen Stücke
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Die frühen Stücke
Die frühen Stücke
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Erschienen am 01.01.2015
Maurice MaeterlinckDas Leben der Bienen
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Das Leben der Bienen
Das Leben der Bienen
 (0)
Erschienen am 17.09.2018
Maurice MaeterlinckDie Intelligenz der Blumen
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Die Intelligenz der Blumen
Die Intelligenz der Blumen
 (0)
Erschienen am 01.03.2018
Maurice MaeterlinckDas Leben der Termiten.
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Das Leben der Termiten.
Das Leben der Termiten.
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Erschienen am 01.01.1927
Maurice MaeterlinckDie frühen Stücke
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Die frühen Stücke
Die frühen Stücke
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Erschienen am 01.01.1983

Neue Rezensionen zu Maurice Maeterlinck

Neu
A

Habe vor einiger Zeit vier Bände aus der Sammlung „Nobelpreis für Literatur“ des Coron-Verlags Zürich erstanden. Für jedes Jahr ab 1901 indem der Preis verliehen wurde gibt es einen Band für den jeweiligen Preisträger.
Die Bände sind folgendermaßen aufgebaut:
Kleine Geschichte der Zuerkennung des Nobelpreises an den Preisträger.
Die Verleihungsrede
Leben und Werk
Das Werk dem das Buch zugrunde liegt.
Bibliographie des Autors

Meine Bücher sind:
1905 Henryk Sienkiewicz – Quo Vadis
1911 Maurice Maeterlinck – Termiten – Ameisen
1949 Wiliam Faulkner – Wilde Palmen – Der Strom
1957 Albert Camus - Die Pest

Vor etwa zwei Jahren habe ich das Buch des Autors welcher den schönen Namen
Maurice Polydore Marie Bernard Maeterlinck trägt gelesen.
Dieser Autor erhielt den Nobelpreis für Literatur im Jahre 1911
Der Band trägt den Titel Termiten – Ameisen. Er beinhaltet zwei Bücher
„Das Leben der Termiten“ und „Das Leben der Ameisen“

Hatte keine Ahnung was mich da erwartet, nach den ersten Seiten hatte ich den Verdacht ein Fachbuch für Entomologie in Händen zu halten. Im laufe der Termitenabhandlung wird gegen Ende auch in einigen Sätzen Bezug auf die Menschheit genommen. Bei den Ameisen gibt es häufiger Querverweise auf unsere Rasse. In beiden Büchern wird auch fortwährend das Verhalten der Bienen angeführt wahrscheinlich auf sein früheres Werk „Das Leben der Bienen“ hindeutend.
Betrachte das ganze Mal als Horizonterweiterung im Bereich Biologie/Insektenkunde.

Bin nur etwas verwundert über die Auswahl dieser Werke welche erst lange nach der Verleihung des Nobelpreises erschienen sind. Termiten 1926 und Ameisen 1930
 
Meiner Meinung nach hätte hier ein Werk hingehört welches vor 1911 geschrieben wurde.

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HeikeGs avatar

Rezension zu "Das Leben der Bienen" von Maurice Maeterlinck

Das Unerklärliche und Unverstandene ist es, das unsere Blicke auf sich lenkt
HeikeGvor 6 Jahren

"Die Bienen schenken dem Menschen Honig und duftendes Wachs, aber was vielleicht mehr wert ist, als Honig und Wachs: Sie lenken seinen Sinn auf den heiteren Junitag, sie öffnen ihm das Herz für den Zauber der schönen Jahreszeit, und alles, woran sie Anteil haben, verknüpft sich in der Vorstellung mit blauem Himmel, Blumensegen und Sommerlust. Sie sind die eigentliche Seele des Sommers, die Uhr der Stunden des Überflusses, der schnelle Flügel der aufsteigenden Düfte, der Geist und Sinn des strömenden Lichts, das Lied der sich dehnenden, ruhenden Luft, und ihr Flug ist das sichtbare Wahrzeichen, die deutliche musikalische Note der tausend kleinen Freuden, die von der Wärme erzeugt sind und im Licht leben."
Von Urbeginn an hat dieses kleine seltsame Gesellschaftstier mit seinen komplizierten Gesetzen und seinen im Dunkeln entstehenden Wunderwerken die Wissbegier der Menschen gefesselt. Schon Aristoteles, Plinius oder Virgil haben sich mit ihm beschäftigt. So auch der belgische Autor und Literaturnobelpreisträger (1911) Maurice Maeterlinck. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war er Bienenzüchter und experimenteller Botaniker. Das vorliegende Buch, dessen Originalausgabe 1901 erschien, ist beredtes, immer noch gültiges Zeugnis davon. Doch stellt es keineswegs ein Buch über Bienenzucht dar, sondern es ist eine wundervolle Hommage an diese kleinen, intelligenten Sommergesellen.

"Ich will nur ganz einfach von den Bienen reden, wie man von einem vertrauten und geliebten Gegenstand redet, wenn man Nichtkenner darüber belehren will." Und das macht Maurice Maeterlinck auf wunderbare Art und Weise. Er erzählt die Geschichte des Bienenstaates im Kreislauf eines Jahres, beginnend mit dem Erwachen im Frühling und dem Wiederbeginn der Arbeit bis hin in den Herbst, Ende September. Der Leser sieht die Hauptstadien des Bienenlebens in ihrer natürlichen Reihenfolge einander ablösen: das Schwärmen und was ihm vorangeht, die Gründung der neuen Staaten, Kämpfe und Hochzeitsflug der jungen Königinnen, die Drohnenschlacht und die Wiederkehr des Winterschlafs. In jeder Episode erklärt Maeterlinck Gesetze, Eigentümlichkeiten, Gewohnheiten und Ereignisse, die sie verursachen oder begleiten. Wozu schaffen sich die Bienen so viel Qual und Mühe, und woher kommt eine solche Entschiedenheit? Was versteht man unter dem "Geist des Bienenstocks" und wo hat er seinen Sitz? sind Fragen, mit denen er sich intensiv und tiefgreifend auseinandersetzt. Auch wenn letztendlich nicht alle Geheimnisse des Honigstaates entschlüsselt sind, so werden nach der Lektüre einige Rätsel um die Königin, die Mutter des ganzen Volkes, ihre vielen Tausend Arbeitsbienen, die "drei- oder vierhundert törichten, ungeschickten, bei aller Geschäftigkeit nur hinderlichen, anspruchsvollen, schamlos müßigen, lärmenden, gefräßigen, groben, unsauberen, unersättlichen und ungeschlachtenen Drohnen" sowie ihre architektonische, ökonomische und politische Vollkommenheit gelöst sein.

Zwar wusste der Belgier noch nichts über die Sprache der Bienen und anderes mehr, "aber seine poetische Erzählweise macht das durch die Kraft der Sprache und die scharfe Beobachtungsgabe wett", wie Gerhard Roth in einem abschließenden Essay treffend formuliert. In sieben Kapiteln beweist Maurice Maeterlinck, dass er nicht nur Dichter und Dramatiker war, sondern auch Denker und Essayist. Neben großartigen Beobachtungen der Bienen, setzt er sich in seinem Text immer wieder mit den Grundfragen menschlicher Existenz auseinander, mit Leben und Tod, Seele und Mysterium. Lebendig und ungeheurer informativ, immer wieder durchzogen von eingeflochtenen, kritischen Gedanken, die zuweilen gar als psychologische Lebensphilosophie bezeichnet werden können, gestaltet sich Maeterlincks Text als große literarische Bereicherung und fordert geradezu einen tiefgreifenden Blick in das eigene Innere.

Fazit: "Sie lehren uns die zarteste Stimme der Natur verstehen, und wer sie einmal kennen und lieben gelernt hat, für den ist ein Sommer ohne Bienensummen so unglücklich und unvollkommen wie ohne Blumen und ohne Vögel. (...) Je länger man sie züchtet, desto mehr wird man sich unserer tiefen Unkenntnis über ihr wirkliches Dasein bewusst, aber diese Art des Nichtwissens ist immerhin besser als die bewusstlose und selbstzufriedene Unwissenheit." Maurice Maeterlinck öffnet dem Leser die Augen voll Bewunderung für dieses "kleine seltsame Gesellschaftstier mit seinen komplizierten Gesetzen und seinen im Dunkeln entstehenden Wunderwerken". Denn: "Nichts ist heilsamer, als sie zu öffnen."

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Maurice Maeterlinck wurde am 29. August 1862 in Gent (Belgien) geboren.

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