Totgehoppelt

von Mauritz von Neuhaus 
4,1 Sterne bei22 Bewertungen
Totgehoppelt
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Positiv (18):
orfe1975s avatar

Spannend, humorig und am Ende mit einer Botschaft versehen - Ein gelungenes Krimidebüt im Paderborner Land

Kritisch (2):

Mir war es viel zu wirr...die Stränge laufen viel zu spät zusammen. Zudem fand ich die Ermittler einfach nur furchtbar unsympatisch !!

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Inhaltsangabe zu "Totgehoppelt"

Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürgermeister Bürens spurlos. Kurze Zeit später taucht er wieder auf. Tot. Als dann auch noch seine Sekretärin erschossen aufgefunden wird, macht sich das ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein auf die Suche nach dem Täter. Doch durch Theresias digitale Inkompetenz und Casanova Alexanders Tändeleien gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839218495
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:03.02.2016

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    orfe1975s avatar
    orfe1975vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, humorig und am Ende mit einer Botschaft versehen - Ein gelungenes Krimidebüt im Paderborner Land
    Spannend und wendig wie eine Hasenjagd

    Cover:
    Passend zum Titel präsentieren sich die Kaninchen als Coverbild und stimmen perfekt auf den Krimi ein.

    Inhalt:
    Der Bürgermeister verschwindet bei der Jubiläumsfeier des Kaninchenkastenumstellvereins einer westfälischen Kleinstadt. Einige Zeit später wird er tot aufgefunden. Da er allseits beliebt war, gibt sein Tod viele Rätsel auf. Noch verzwickter wird der Fall, als dessen Sekretärin erschossen aufgefunden wird. Das sehr ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein beginnt zu ermitteln quer durchs Paderborner Land.

    Mein Eindruck:
    Der Kaninchenkastenumstellverein (originelle Idee) rückt relativ schnell in den Hintergrund des Geschehens. Der Titel passt dennoch sehr gut, denn die Ermittlungen nehmen stets eine neue Wendung wie bei der Jagd eines Haken schlagenden Kaninchens. Die Handlung wird abwechselnd in der Gegenwart aus Ermittlersicht und in Rückblicken des Täters geschrieben. Bei diesem wird recht schnell deutlich, dass es sich um eine Frau handelt, die eine schwere Kindheit hatte, unter der sie nachhaltig leidet. Ungeklärt und rätselhaft bleibt bis kurz vor Schluss die Frage, wer es war und wie diese Erlebnisse der Vergangenheit mit den Morden in der Gegenwart in Verbindung stehen. Ihre Gefühle sind so hautnah und authentisch geschrieben, dass man auch mit der Täterin mitfühlt und Verständnis aufbringt. Dies hat für mich die Verfolgung der Ermittlungen noch nervenaufreibender gemacht.

    An das Ermittlerduo Rose und Kantstein musste ich mich erst gewöhnen. Ich fand die Tatsache, dass eine Polizistin derart mit Technik auf Kriegsfuß steht, leicht unrealistisch und ein Freund von Macho-Polizisten bin ich auch nicht grade. Auch dass sich beide konsequent siezen, ist bei Krimis innerhalb der Ermittlerteams eher selten der Fall. Trotzdem entfaltet nach einer Weile grade die Gegenüberstellung der beiden so unterschiedlichen Charaktere ihren gewissen Charme und bietet Anlass für schlagfertige Dialoge. Schließlich schaffen es die beiden, zumindest beruflich am Ende als Team zusammenzufinden und mir ans Leserherz zu wachsen.
    Das Ende fand ich sehr überraschend und die Auflösung brachte mich zum Nachdenken. Das Ende macht deutlich, dass Schwarz-Weiß-Denken nicht angesagt ist, sondern es moralisch viele Grauzonen in unserer Gesellschaft gibt. Dass man nebenher noch die Landschaft rund um Paderborn kennenlernt, ist für mich als Außenstehender der Region ein angenehmer Nebeneffekt gewesen. Ich würde mich über einen zweiten Rose-Kantstein-Fall sehr freuen!

    Fazit:
    Spannend, humorig und am Ende mit einer Botschaft versehen - Ein gelungenes Krimidebüt im Paderborner Land

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mir war es viel zu wirr...die Stränge laufen viel zu spät zusammen. Zudem fand ich die Ermittler einfach nur furchtbar unsympatisch !!
    Gefiel mir gar nicht....sehr schade !!

    Art: Krimi
    Seiten: 377
    Sonstiges: Debüt/Teil 1


    Er zitterte vor Kälte und fragte sich abermals, warum er entführt worden war- Warum ausgerechnet er ? Was hatte er falsch gemacht, wem hatte er im Laufe seiner Politikerkarriere auf die Füße getreten ? Wer wollte sich an ihm rächen ? Aber sosehr er sich auch das Hirn zermarterte, ihm wollte kein Erklärung einfallen.
    //S.49//

    Klappentext:

    Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürgermeister Bürens spurlos. Kurze Zeit später taucht er wieder auf. Tot. Als dann auch noch seine Sekretärin erschossen aufgefunden wird, macht sich das ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein auf die Suche nach dem Täter. Doch durch Theresias digitale Inkompetenz und Casanova Alexanders Tändeleien gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht.


    Meine Meinung:

    Tja..da habe ich von meiner Seite aus wieder daneben gegriffen...
    Irgendwie habe ich was ganz anderes erwartet, als ich bekam und auch wenn mich das Ende etwas befriedigen konnte, mochte ich diesen Krimi gar nicht !!

    Die Story zieht sich leider teils so in die Länge, dass ich echt gähnen musste. Mich nervte aber am allermeisten, dass das Privatleben der Ermittler so breit getreten wurde....sorry, aber wenn es nicht mit dem Fall zusammenhängt nervt es nicht nur extrem. sondern stoppt meinen Lesefluss extremst !!
    Vor allem was Theresia anging konnte ich nur fassungslos den Kopf schütteln. Okay..die Frau ist um die 50 Jahre alt und hat mit Technik in ihrer Freizeit nicht so viel zu tun, wesegen sie zu einem Computerkurs geht...soweit so gut, aber was ich nicht ganz so nachvollziehen kann....sie ist Kriminalhauptkomissarin, arbeitet vermutlich schon seit Jahrzehnten bei der Polizei und ich denke, dass die da keine Hinterwäldlerstation haben...und nun das, was ich nicht kapiere...die Frau weiß nicht einmal, wie man einen PC anschaltet !!!!!
    Meinte der Autor das wirklich ernst ?! Ich bin immer noch geschockt, weil das einfach zu blöde wirkt !!
    Solche Situationen gab es am laufenden Band und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das sollte....genauso ihr Kollge, der als Jungspund dargestellt wurde..immer nur am Flirten, eine riesgengroße Klappe...der geilste Hecht weit und breit...wie ätzend !!
    Ich fand dieses Ermittlerduo einfach nur daneben...egal, wie sie sich jetzt wegen dem Fall verhielten oder nicht...

    Ich verstehe auch nicht so ganz....warum denn von "Röschen" ihr Frühstücksverhalten oder so beschrieben werden musste...
    Muss echt nicht sein...

    Der Fall kam meiner Meinung nach nicht wirklich vorran und die üblichen Verdächtigen wirkten überholt...
    Was überhuapt das Ganze denn nun mitdem Titel "Totgehoppelt" zu tun hat, verstehe ich noch weniger...denn er hat null, komma nada damit zu tun...ich finde ihn sehr schlecht gewählt !!!
    Das Ende kommt viel zu plötzlich und ist zwar echt gut....aber leider läuft das alles viel zu spät zusammen..
    Generell wirkte alles nicht aufeinander abgestimmt, denn manchmal wurden Sachn in die Länge gezogen, die gar ncihts mit dem Fall zu tun hatten oder dem Autor fiel ein, dass ja noch mal was passieren musste und zack..ein neuer Toter,,,

    Nur die Nebenstory konnte mich überzeugen...

    Bewertung:

    Nichts erwartet und noch weniger bekommen...Dieser Krimi war auf ganzer Linie für mich ein Flop und ich kann die ganzen positiven Rekationen nicht nachvollziehen...aber jeder hat da eben seinen eigenen Geschmack,,,
    Von mir gibt es:

    2 von 5 Sterne

    Kommentare: 1
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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit einem ganz besonderen Ermittlerteam und Humor. Sehr zu empfehlen!
    Wieso musste der Bürgermeister sterben?

    Totgehoppelt  -  Mauritz von Neuhaus

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürgermeister Bürens spurlos. Kurze Zeit später taucht er wieder auf. Tot. Als dann auch noch seine Sekretärin erschossen aufgefunden wird, macht sich das ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein auf die Suche nach dem Täter. Doch durch Theresias digitale Inkompetenz und Casanova Alexanders Tändeleien gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht.

    Mein Leseeindruck:

    Ein wirklich spannender Krimi, der mit jedem Abschnitt mehr Fahrt aufnimmt.

    Der Bürgermeister von Büren besucht die Feier des Kaninchenkastenumstellvereins und verschwindet nach Übelkeit von der Feier plötzlich spurlos. Als dann seine Leiche von dem Turm einer alten Burg stürzt, welche neu eröffnet werden sollte, ist es nun nicht nur ein Vermisstenfall, sondern ein Mordfall für das Team Kantstein und Rose.

    Die beiden Ermittler sind zusammen ein wirklich gutes Team, auch wenn die Kollegin Rose ein wenig antiquiert wirkt und Kantstein gern flirtet und nach seiner großen Liebe sucht.

    Schwer wird ihnen das Leben durch ihren vorgesetzten Staatsanwalt gemacht und bald findet sich im Rathaus auch schon die nächste Leiche. Die Sekretärin des Bürgermeisters wurde erschossen aufgefunden.

    Wie hängen die Morde zusammen und was hat es mit dem kleinen Mädchen von Anfang des Buches zu tun, die von ihren Pflegeeltern missbraucht wurde? Das müsst ihr am besten selbst lesen!

    Fazit:

    Wieder ein sehr genialer Gmeiner-Krimi, den ich hier lesen durfte und der mich sehr gefesselt hat. Den Autor Mauritz von Neuhaus habe ich bisher noch nicht gekannt, aber er konnte mich mit dem Buch wirklich überzeugen.

    Über einen neuen Fall des Teams würde ich mich sehr freuen, denn das Buch ist nicht nur spannend, sondern teils auch humorvoll geschrieben, was das Ganze noch abrundet.

    5 Sterne für einen überzeugenden und fesselnden Krimi!

     

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    Corsicanas avatar
    Corsicanavor 3 Jahren
    Regionalkrimi aus Ostwestfalen

    Regionalkrimis boomen - und ich persönlich lese sie auch gerne. Ich habe schon diverse Eifelkirimis, Sylt-Krimis und natürlich die Kult-Krimis über Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu gelesen. Man erfährt viel über die Region und über die Eigenarten der Einwohner - und wenn dann noch interessante Ermittler dazukommen - dann ist für mich der Fall selbst oft eher nebensächlich.

    Dieses Debüt eines Regionalkrimis aus der Ostwestfälischen Provinz bietet dies alles - allerdings bisher eher (noch?) in Ansätzen. 

    Das Ermittlerduo hat schon Ecken und Kanten - bisher erfährt man aber eigentlich zu wenig, um richtig warm mit ihnen zu werden und sich richtig für sie zu interessieren - so ging es mir jedenfalls. Bisher ist vieles sehr stereotyp - wie leider viele der Protagonisten. Ein paar mehr unerwartete Facetten wären schön gewesen.

    Über die Region und deren Ortschaften und Sehenswürdigkeiten erfährt man einiges, und es gab auch sehr skurile Dinge, wie einen "Kaninchenkastenumstellverein" (den es wirklich geben soll) - das war sehr amüsant, diese Beschreibung des Vereinslebens und der Einbindung der Lokalpolitik in diese lokalen Gegebenheiten.

    Der Fall an sich? Nun. Schon spannend beschrieben. Aber leider wurde im Klappentext (wer schreibt eigentlich diese Klappentexte???) ziemlich viel verraten. Man ist schon in der Mitte des Buches, bis all das passiert, was schon im Klappentext verraten wird.

    Berührend und die Spannung fördernd ist ein zweiter Handlungsstrang, der von einem adoptierten Kind und dessen traurigem Leben erzählt.  Die Handlungsstränge werden zum Schluss gekonnt verbunden, das lässt Potential erkennen.
    Einer Krimireihe steht daher nichts im Wege.

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    janakas avatar
    janakavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: superspannender Krimi, ein interessantes Ermittlerduo und eine gute Story
    Totgehoppelt: superspannend mit einem interessanten Ermittlerduo

    Auf der 30jährigen Jubiläumsfeier des Kaninchenkastenumstellvereins in Weine verschwindet der Bürgermeister Maximilian Krämer von Büren. Einige Tage später wird er tot aufgefunden. Die ungleichen Kommissare Alexander Kantstein und Theresia Rose aus Paderborn ermitteln in diesem Fall. Kantstein ist ein junger Heißsporn, der gerne mit den weiblichen Zeugen flirtet, während Röschen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen ist. Doch gemeinsam sind sie ein gutes Team.
    Im zweiten Handlungsstrang erzählt uns eine Ich-Erzählerin ihre Lebens- und Leidensgeschichte.

    Mit "Totgehoppelt" hat das Autorenteam Hilla Jürgensmeier, Hendrik Peeters und Gregor Christiansmeyer unter dem Pseudonym Mauritz von Neuhaus ein wunderbares Krimi-Debüt geschrieben. Durch den spannenden und fesselnden Schreibstil fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht. In dem einen Erzählstrang wird die Ermittlungsarbeit detailliert erzählt und die Spannung langsam aufgebaut. In dem zweiten Erzählstrang wird die Lebensgeschichte eines Heimkinds erzählt, welches mich sehr berührt aber auch ziemlich geschockt hat.

    Die Charaktere sind liebevoll und authentisch beschrieben worden. Die beiden Kommissare Theresia Rose und Alexander Kantstein finde ich echt köstlich und ich liebe die kleinen Rangeleien zwischen den beiden. Hier ist ein sehr sympathisches Ermittler-Duo ins Leben gerufen worden. Alexander versucht in den verschiedensten Situationen seiner Kollegin zu helfen, was diese aber als Bevormundung sieht. Die beiden müssen sich erst zusammenraufen. Theresia versucht ihrerseits sich den Respekt von Alexander zu verdienen, indem sie abends einen Computerkurs macht. Sie wachsen zu einem guten Team zusammen.

    Die Landschaftsbeschreibungen rund um Paderborn finde ich gut gelungen, somit habe ich ein gutes Bild von dieser mir unbekannten Gegend.

    Zum Schluss werden beide Handlungsstränge mit einem fulminanten und schlüssigen Finale zusammengeführt.

    Fazit:
    Dieser Regionalkrimi verspricht spannende Unterhaltung und viel Lokalkolorit, den jeder Krimi-Fan lesen sollte. Er hat seine 5 Sterne verdient.

    Kommentare: 1
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    Lesezeichen16s avatar
    Lesezeichen16vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Durchaus gelungenes und spannendes Krimidebüt- der aber noch ausbaufähig ist.
    Totgehoppelt - gelungenes Krimidebüt

    Klapptext:

    Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürgermeister Bürens spurlos. Kurze Zeit später taucht er wieder auf. Tot. Als dann auch noch seine Sekretärin erschossen aufgefunden wird, macht sich das ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein auf die Suche nach dem Täter. Doch durch Theresias digitale Inkompetenz und Casanova Alexanders Tändeleien gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht.

    Totgehoppelt ist der Debütkrimi von Moritz von Neuhaus. Allerdings ist Moritz von Neuhaus ein Pseudonym hinter dem sich drei Autoren (Hilla Jürgensmeier, Hendrik Peeters und Gregor Christiansmeyer) verbergen. Ich war angenehm überrascht, denn zu keinem Zeitpunkt fiel auf, dass drei Leute an diesem Krimi geschrieben haben. Ein perfekte Trio, das genial zusammenspielte.

    Der Schreibstil ist flüssig und einfach, so dass man sehr schnell in diese Geschichte reinfinden kann. Der Erzählstil basiert auf zwei Ebenen. Zum einen gibt es dieses Mädchen, die ihre Geschichte erzählt und zum anderen Ermittlungsarbeit von Kantstein und Rose. Beide Handlungsstränge sind perfekt aufeinander abgestimmt und miteinander verstrickt worden. Irgendwie gefiel mir aus der Sicht von dem Mädchen an besten, aber das ist Ansichtssache. Die Geschichte wird durch einen kontinuierlich aufbauenden Spannungsbogen durchzogen, so dass dieser Krimi zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar langweilig wird. Eher im Gegenteil. Allerdings weiß man recht früh, wo der Hase hin hoppelt bzw. wer der Täter ist.

    Die Paderborner-Kulisse wird sehr gut beschrieben und hier findet man die Liebe zum Detail. Da ich die Wewelsburg und etwas von Paderborn kenne, konnte ich mich sehr gut in die Umgebung reinversetzen. Die Charaktere sind ebenfalls detailliert beschrieben worden. Was ich ein wenig vermisst habe, waren private Details über Kantstein und Rose und ein bisschen was menschliches. Diese wenigen Informationen, die hier preisgegeben worden sind, wurden sehr sparsam gestreut und somit bekommt man nicht den Zugang zu den beiden, den ich mir gewünscht hätte. Nur ermitteln reicht leider nicht. Da geht noch was und ich würde mich freuen, wenn in dieser Richtung was passiert. Sonst fand ich dieses Ermittlerduo sehr sympathisch, humorvoll und eigenwillig.

    Ein Pluspunkt gibt es auch noch, denn ab und an blitze der Paderborner Dialekt auf und das gefällt mir bei Regionalkrimis am besten.

     

    Ein durchaus gelungenes Krimidebüt, das mir sehr gut gefiel. Ich hoffe, auf  ein Wiedersehen mit Kantstein und Rose. Ich vergebe 4 von 5 Sternen, denn da ist noch einiges an Potenzial vorhanden.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Unterhaltsamer Regionalkrimi mit Drama- und Thrillerelementen

    Während einer Festivität eines örtlichen Vereins verschwindet der Bürgermeister von Büren. Die Ermittler Rose und Kantstein der Paderborner Polizei übernehmen den Fall... Soweit ist es noch ein klassischer Regionalkrimi, bei dem man neben der Krimihandlung die Gegend, die Bewohner und ihre Eigenheiten kennenlernt. Auch die Beziehung der beiden Ermittler zueinander und zu dem schwierigen Polizeichef wird dabei miterzählt. Daneben gibt es auch deutliche Thrillerelemente im Zusammenhang mit dem Schicksal des Bürgermeisters, welches nichts für schwache Nerven ist, da es sehr detailliert Misshandlungen und Folter beschreibt. Ungewöhnlich für einen Regionalkrimi ist auch der zweite Erzählstrang, in dem eine Ich-Erzählerin den Lesern von ihrer tragischen, von Gewalt und Misshandlung geprägten Lebensgeschichte erzählt. Recht früh erkennt man, was das bezwecken soll. 

    Diese Mischung aus Regionalkrimi, Drama und Thriller hat man nicht so häufig und daher fand ich sie sehr interessant und überwiegend gut gelungen.

    Lediglich ein kleines Manko für mich, wofür ich einen Stern abziehe: Mit den Figuren an sich bin ich nicht so richtig warm geworden, vor allem nicht mit der Darstellung des Ermittlerteams und ihrer Beziehung. Vor allem die Ermittlerin Rose ist für mich eine ungewollt tragische Figur, da sie als altmodisch, etwas verstaubt und zickig dargestellt wird, dabei hat sie es als Frau innerhalb der Polizei wirklich nicht leicht, was später in der Geschichte deutlich wird. Da hätte ich mir von Seiten des Erzählers etwas mehr (und früher) Unterstützung für die Figur gewünscht, da sie mir ansonsten wirklich als Einzige doch sehr sympathisch und authentisch erschien. Auch hätte ich gerne mehr über sie erfahren. Die übrigen Figuren waren da schon eher einfach gestrickt innerhalb des ersten Erzählstrangs und teilweise auch etwas stereotyp und vorhersehbar in ihren Handlungen..

    Der zweite Erzählstrang war durch die Ich-Erzähler-Situation von vorneherein schon direkter und näher am Leser und hat mich daher mehr gepackt und mitgenommen als der erste. Hier habe ich richtig mitgefiebert und mitgelitten bis zu dem schrecklichen Ende, was für geübte Krimileser leider etwas vorhersehbar war.

    Insgesamt fand ich den Krimi unterhaltsam und gut zu lesen. Für einen kurzweiligen Lesegenuss und für Zwischendurch finde ich ihn gelungen und kann ihn daher für Krimifans wärmstens weiterempfehlen.

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    marpijes avatar
    marpijevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Krimi mit weniger Spannung aber mit tollen Ermittlungsduo
    Empfehlenswert !

    Gutes regionales Krimi mit weniger Spannung und mehr Erzählung.

    Im Büren wird der Bürgermeister Maximilian Krämer entführt und ermordet, weniger Tage später wird auch seine Sekräterin erschossen.

    In diesem Fall ermitteln Alexander Kantstein und Theresia Rose. Herr Kantstein ist jung, selbstbewusst , aber hat weniger Glück beim Frauen , Frau Rose ist über 50, sehr streng und altmodisch, sie hat auch Probleme mit ihrem Chef.

    Die andere Geschichte erzählt eine Frau - über ihre traurige Kindheit im Heim, ihre Adoption, Kindermissbrauch, das Leben als Prostituierte . Für Leser ist das kein Geheimnis das diese Frau die Mörderin ist.

    Bei den Ermittlungsduo Kantstein-Rose hätte mir ein bisschen mehr Humor gewünscht und mehr Lebendigkeit - die zwei arbeiten nur, der Leser erfährt nichts über den beiden außer zwei Details : Frau Rose nimmt am Computerkurs teil und Herr Kantstein hat romantische Verabredung mit junge Journalistin. Für mich zu wenig , ich mag wenn die Protagonisten "leben" im Buch.

    Wenig Aktion, viel Gefühle, traurige Erlebnissen , vorhersehbare Ende- kann ich nur weiter empfehlen für alle Regionalkrimi Fans.

     

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor 3 Jahren
    Unterhaltsamer Debütkrimi mit Lokalkolorit

    Klappentext: "Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürgermeister Bürens spurlos. Kurze Zeit später taucht er wieder auf. Tot. Als dann auch noch seine Sekretärin erschossen aufgefunden wird, macht sich das ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein auf die Suche nach dem Täter. Doch durch Theresias digitale Inkompetenz und Casanova Alexanders Tändeleien gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht."

    Der erste Fall für das ungleiche Ermittlerpaar Theresia Rose und Alexander Kantstein aus Paderborn führt sie ins benachbarte Büren. Der Fall der verschwundenen Bürgermeisters erweist sich als harte Nuss, denn Hinweise gibt es nicht wirklich. Nur ein verlorenes Taschentuch lässt Spekulationen zu, dass der Bürgermeister nicht freiwillig verschwunden ist. Als seine Leiche bei der Wewelsburg gefunden wird ist klar, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt, nur die Spurenlage ist immer noch mau. So gestalten sich die Ermittlungen schwierig, die beiden Kommissare scheinen mit der Situation überfordert. Dazu kommt noch der Druck von Seiten der Presse und von "oben", und die Konkurrenz mit einer anderen Abteilung. Die potentiellen Verdächtigen erweisen sich als Fehlschläge. Parallel zur Handlung gibt es noch die Geschichte eines Heimkindes, die ich sowohl spannend als auch berührend fand.

    Die Figuren sind ganz schön beschrieben, Alexander Kantstein hat mir gut gefallen, er versucht seiner älteren Kollegin Theresia zu helfen wo er nur kann. Mit Theresia bin ich nicht warm geworden, sie wirkt so viel älter als sie ist, ist oft schlecht gelaunt, distanziert und schroff.

    Der Krimi ist beschaulich und bietet eher wenig Spannung, da ich schon viel zu früh einen Verdacht um den Täter hatte, blieb das Überraschungsmoment für mich aus, es ging nur noch um das wie und warum.

    Fazit: Unterhaltsamer Debütkrimi mit Lokalkolorit.

    Kommentare: 3
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    nellsches avatar
    nellschevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolles Krimidebüt mit einer Portion Humor!
    Totgehoppelt

    Bei der Jubiläumsfeier des Kaninchenkastenumstellvereins in Weine verschwindet der Bürgermeister spurlos, bevor er seine Ansprache halten kann. Niemand hat ihn mehr gesehen. Kurze Zeit später wird er dann tot aufgefunden. Er wurde gefangen gehalten und gequält. Es sieht nach einer persönlich motivierten Tat aus. Doch wem hat der Bürgermeister auf die Füße getreten, dass er deswegen umgebracht wurde? Diese Frage stellen sich die beiden Ermittler Theresia Rose und Alexander Kantstein. Die Ermittlungen sind nicht einfach, denn sie haben auch mit ihrem Vorgesetzten kein leichtes Spiel. Und dann gibt es einen weiteren Mord. Die Sekretärin des Bürgermeisters wird erschossen aufgefunden...

    Der Start in die Geschichte war prima und die Seiten flogen nur so dahin. Der Schreibstil ist bestens verständlich und ließ mich sofort eintauchen in das Geschehen. Neben der aktuellen Geschichte um den Bürgermeister und seine Sekretärin gibt es einen parallelen Erzählstrang. Man erfährt von einem kleinen Mädchen, das in einem Heim aufwächst und später in einer Pflegefamilie ein schlimmes Schicksal erlebt. Die aktuellen Ermittlungen und Schlussfolgerungen daraus sind gut beschrieben und nachvollziehbar und führen am Ende zur Lösung des Falles. Es bleiben keine Fragen offen. Die Erzählung von dem Mädchen fügen sich währenddessen immer weiter in das aktuelle Geschehen ein und verbinden sich zum Ende.

    Die beiden Ermittler werden sehr sympathisch dargestellt. Alex ist ein wahrer Casanova, aber nicht so, dass er unsympathisch wird. Ganz im Gegenteil, er ist ein sehr netter Typ. Und Theresia hat mit der modernen Technik und dem PC so ihre Schwierigkeiten. Die kann sie zwar größtenteils umgehen, doch es stört sie selbst auch ein wenig. Ich finde, dass die beiden eine ganz besondere, sehr kollegiale Verbindung miteinander haben. Die Dialoge zwischen ihnen ließen mich des öfteren Schmunzeln. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten um dieses Ermittlerduo!

    Bei “Totgehoppelt” handelt es sich um einen interessanten und spannenden Krimi, der sich zu lesen lohnt! Ich vergebe fünf Sterne für dieses tolle Debüt.

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    Mauritz_von_Neuhauss avatar
    Liebe Krimifans,
    zum Erscheinen meines Debüts am 03. Februar möchte ich meine erste lovelybooks-Leserunde starten und bin sehr gespannt auf Eure Rückmeldungen. Ich verlose 20 Freiexemplare - bitte gebt bei der Bewerbung an, ob Ihr einen E-Book-Gutschein oder ein Printexemplar bevorzugt. Außerdem interessiert mich, ob Ihr das Paderborner Land kennt.
    "Totgehoppelt" ist ein humoristisch angelegter Krimi mit ernsten Hintergründen, der vor allem in einer westfälischen Kleinstadt und Paderborn spielt.
    Wer mehr erfahren möchte, kann schonmal den Klappentext lesen oder auf meiner Website www.mauritzvonneuhaus.de vorbeischauen - dort gibt es auch eine exklusive Leseprobe, die möglicherweise die Bewerbungsentscheidung erleichtern kann.
    Ich freue mich auf Euch!
    Mauritz
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