Maurizio Maggiani Himmelsmechanik

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Inhaltsangabe zu „Himmelsmechanik“ von Maurizio Maggiani

In den Tälern voller Kastanienwälder leben die Menschen der norditalienischen Garfagnana in einer eingeschworenen Gemeinschaft. Seit Generationen in Armut, aber reich an freiheitlichen Traditionen, an Anmut, Zorn und Liebe. Der namenlose Erzähler ist einer von hier. Er wird spät noch Vater, und seine Erinnerungen sind das Vermächtnis dieser Traditionen, die er seiner ungeborenen Tochter mitgibt: Geschichten von seiner Mutter, der Duse, einer Akkordeon spielenden Dorflehrerin; von der als Witwe geborenen Santarellina, der besten Freundin der Duse; vom Omo Nudo, Überlebender des KZ Sachsenhausen, der nackt und zu Fuß in sein Dorf zurückgekehrt ist, oder von Malvina, promovierte Astrophysikerin, die nun das feindselige Haus ihres Großvaters bewohnt. Und auch die Geschichte von Nita, der jungen Frau des Erzählers, die als Fremde kam und im Revier eine neue Familie gefunden hat – in diesem abgelegenen Winkel der Welt, in dem doch die ganze Welt anwesend ist.

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  • ein Roman der leiseren Töne

    Himmelsmechanik
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 10:39

    Der im gesamten Roman unbekannt bleibende Erzähler zeugte mit seiner Frau Nita in der Nacht, in der Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, ein Kind. Nita geht fest davon aus, dass das Kind, sie rechnet fest mit einer Tochter, an Maria Himmelfahrt, am 15. August 2009, zur Welt kommt. In dieser Zeitspanne berichtet der Erzähler über die Menschen und ihre Geschichte(n) in seinem Umfeld, die eng zusammen gehören und eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Dabei sind historische Ereignisse lediglich Eckpunkte der Handlung. Marizio Maggiani führt den Leser nach Norditalien, in ein Tal, in dem die Uhren noch anders ticken, in dem die Menschen noch Zeit haben und für einander da sind. Er erzählt mit viel Liebe zum Detail vom bescheidenen Leben der einfachen Leute. Mir wuchsen die Dorfbewohner mit ihren Eigenheiten schnell ans Herz. Immer wieder schweifte der Erzähler mit seinen Gedanken ab in die Vergangenheit. Er schwelgt in Erinnerungen und bringt dem Leser damit die Lebensart in der abgelegenen Garfagnana nahe. Er erzählt von den Ereignissen die die Einwohner prägten, die sie zu dem machten was sie sind. Wie mit Hilfe der Himmelsmechanik in der Astronomie die Bewegung von Himmelskörpern beschrieben wird, so beschreibt Maurizio Maggiani die Bewegungen und Beziehungen der Bewohner der norditalienischen Garfagnana für den außerhalb dieses Kosmos stehenden Leser. Schnell hatte ich das Gefühl, der Unbekannte erzählt mir persönlich die Geschichten, die ihm von Land und Leuten wichtig sind. Dieses Buch ist mehr als nur ein schön geschriebener Roman, es ist eine wundervolle Liebeserklärung an eine Region und deren Menschen mit einer sehr ansprechenden wunderbaren Sprachmelodie. Es enthält ein Glossar und ist von der Gestaltung her sehr ansprechend. Ich empfehle diesen Roman jedem, der eher die leisen Töne bevorzugt, dem der Sinn nach Tiefe in den Gedanken steht und der Menschen mit all ihren Eigenarten und Schrullen in einer abgeschiedenen Region begegnen möchte. Mit diesem Roman wurde mein Augenmerk auf einen Autor gelenkt, von dem ich mir noch viele ähnlich bezaubernde Bücher erhoffe.

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