Maurizio de Giovanni Das Krokodil

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 27 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 11 Rezensionen
(12)
(9)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Krokodil“ von Maurizio de Giovanni

Ein junger Mensch wird tot aufgefunden, kaltgemacht durch einen Schuss aus nächster Nähe. Den Täter nennt die Presse nur "das Krokodil", weil er am Tatort ein Taschentuch mit Tränenflüssigkeit hinterlässt. Inspektor Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt. Jetzt sitzt er in einem tristen Polizeibüro und dreht Däumchen - bis ihn die schöne Staatsanwältin Laura Piras mit dem außergewöhnlichen Fall betraut. Und so treffen der Inspektor und der Killer in einem morbiden Neapel aufeinander: Ein neues Kapitel im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse hat begonnen.

Dieses Buch hat alles was ich brauche um das Lesen zu geniessen. Solider Krimi, der "Special Effects" nicht nötig hat!

— Weltenwandler
Weltenwandler

Traurig, melancholisch, erschütternd. Starker Krimi aus Neapel.

— Gulan
Gulan

Toller Kriminalroman

— Buderballa
Buderballa

Eine spannende und fesselnde Handlung mit einem nach Neapel strafversetzten Kommissar.

— sigids
sigids

Stöbern in Krimi & Thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Leider ziemlich enttäuschend.

reading_madness

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Very, very british feeling! Gelungener Krimi!

skyprincess

In tiefen Schluchten

Leider für mich weit weg vom Krimi, dafür viel spannendes und interessante für die Hugenotten

isabellepf

Der Nebelmann

subtiler, spannender Thriller!

Mira20

Nachts am Brenner

spannend, fesselnd mit einer Reise in die Vergangenheit

Gartenkobold

Finster ist die Nacht

Sympathische Ermittlerin und ein gemütlicher Krimi

mareikealbracht

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Weinender Mörder

    Das Krokodil
    serendipity3012

    serendipity3012

    21. March 2017 um 19:10

    Weinender Mörder „Das Krokodil“, so nennt die neapolitanische Presse einen Serienkiller, der offenbar weint, wenn er seine Opfer tötet: Am Tatort hinterlässt er tränendurchnässte Taschentücher. So ist die Polizei früh im Besitz der DNA des Täters, mit der sich ohne Überstimmungen in der Datenbank aber wenig anfangen lässt.Commissario Lojacono wurde von Sizilien nach Neapel strafversetzt, seine Frau will nichts mehr mit ihm zu tun haben, seine Tochter hat er seit Monaten nicht gesehen. In seinem neuen Wirkungskreis hat man ihm schnell klargemacht, dass er eigentlich gar nichts tun soll, sich vor allem nicht in laufende Ermittlungen einmischen und so sitzt er seine Zeit im Büro ab oder plaudert mit seinem Kollegen Giuffrè, mit dem er ein zwar nicht enges, aber doch gutes Verhältnis pflegt. Nun dürfte es klar sein, dass Lojacono seinen Schreibtisch und damit seinen langweiligen und eigentlich nicht existenten Arbeitsalltag verlassen und in die Ermittlung einsteigen wird. Es zeigt sich, dass er Dinge bemerkt, die andere übersehen und dass er abseits der Fährten, die sie verfolgen, das Motiv erahnt. Und die Morde, die „das Krokodil“ begeht, sind besonders grausam, denn er tötet Jugendliche, die – so ist man sich sicher – doch nichts so Schlimmes getan haben können, dass die Taten rechtfertigen würde. Und der Mörder scheint, von seinen Tränen einmal abgesehen, eiskalt zu sein: Offenbar beobachtet er seine Opfer genau und setzt dann präzise und mit Geduld seine Pläne in die Tat um.Maurizio de Giovannis „Das Krokodil“ ist ein Krimi, der stets das richtige Maß an Spannung aufkommen lässt, sodass man einerseits gar nicht anders kann, als immer weiter zu lesen. Anderseits werden viele der Cliffhanger recht schnell aufgelöst und es gibt neue, so dass man zwar immer noch im Dunkeln tappt, sich das Puzzle aber dennoch nach und nach zusammensetzt. Und auch der Mörder selbst kommt zu Wort. Schon früh lernt der Leser ihn kennen, bekommt Andeutung um Andeutung, liest seine Briefe, ohne zu wissen, an wen sie gerichtet sind. Und obwohl seine Morde an Neapels Jugendlichen grausam sind, sind zumindest seine Gefühle, wenn auch nicht seine Taten, nachvollziehbar.„Das Krokodil“ ist der Beginn einer Serie um Commissario Lojacono, der in Neapel ermittelt, und es ist ein vielversprechender Beginn. Ein paar Figuren werden wir sicherlich in den nachfolgenden Fällen wieder sehen wie die junge und sehr attraktive Staatsanwältin Laura Piras sowie die Wirtin Letizia, in deren Trattoria Lojacono oft essen geht und die den Kommissar in ihr Herz geschlossen hat. Auch ist der Schauplatz Neapel ein interessantes Pflaster für eine Krimireihe. Als Leser weiß man, die Polizei hat es nicht leicht, die Mafia ist allgegenwärtig, viele Menschen sind arm, die Kriminalität ist allgemein hoch.Gewalt und Grausamkeit nur um des Schockes willen sind nichts für mich und Serienkiller langweilen mich, wenn sie einfach nur morden, weil sie verrückt sind. In einem Krimi geht es für mich um das Motiv, um die Beziehungen zwischen dem Opfer und den Verdächtigen und die Frage, wer ein so großes Problem mit ihm hatte, um es umzubringen. Obwohl der Fall ein wenig anders liegt – schließlich ist auch das Krokodil ein Serienmörder – ist de Giovannis Krimi ganz nach meinem Geschmack. Die Dosierung der Spannung ist gelungen, das Ambiente und der Schauplatz überzeugen und vor allem die Protagonisten um den Kommissar sind zum größten Teil gut gezeichnete Charaktere. Ein Krimi will und soll keine hochtrabende Belletristik sein, sondern in eine spannende, unterhaltsame und einigermaßen glaubwürdige Geschichte entführen. Es dürfen sich Abgründe auftun. All dies trifft auf „Das Krokodil“ zu.

    Mehr
  • Absolut solider Krimi, gehört ins Regal jedes Krimiliebhabers

    Das Krokodil
    Weltenwandler

    Weltenwandler

    08. March 2017 um 13:05

    Wenn ihr jetzt denkt, es würde nur einen Mord geben in dem Buch, dann täuscht ihr euch. Der Killer macht weiter und Lojacono gerät unter Zeitdruck, um dem Killer die Möglichkeit zur nächsten Tat zu nehmen. Dieser Krimi zeichnet sich durch absolute Konzentration auf das Wesentliche aus. Der Leser wird nah an den Fall gebracht und auch an die Sicht von Ermittlern, Opfer und Täter. Das Private Leben der Ermittler wird hier zwar auch angeschnitten, überlagert aber nicht das Hauptgeschehen. Das ist mir persönlich halt immer wichtig.Maurizio de Giovanni schreibt sehr klar und einfach. Mir gefällt sehr gut, dass er seinen Protagonisten keine »Superkräfte« gibt und auch ohne »special Effects« auskommt, im Gegensatz zu vielen anderen Autoren, die das selten gut hinbekommen. Neapel’s Atmosphäre und die dort lebenden Menschen werden so beschrieben, das der Leser es sich sehr gut vorstellen kann, man kann es sogar fühlen. Die Zeichnung der Protagonisten ist ausführlich genug, um der Handlung zu genügen, aber auch nicht zu lang, der Krimi läuft nicht Gefahr langatmig zu werden. Der Verlauf des Falles ist absolut nachvollziehbar und wirkt nicht krampfartig konstruiert. Sehr interessant ist auch, wie die Worte des Täters dargestellt werden, wenn er mit seinem »Liebes« kommuniziert (hier will ich aber nicht zuviel verraten).Die Motive aller Protagonisten sind absolut menschlich, man kann es verstehen, auch wenn die daraus folgenden Taten natürlich nicht immer richtig sind.Auch wenn der Autor ohne viel Blut auskommt, ist es im Gesamten doch grausam und schockierend, was der Killer da in Neapel anstellt, Maurizio de Giovanni weiss wie er Leser an den Gefühlen packt und schockiert zurücklässt nach diesem, auch düsteren mit Melancholie behafteten, Krimi.Diesen Krimi empfehle ich natürlich als erstes allen Krimi-Fans, da er ein Paradestück für dieses Genre darstellt, meiner Meinung nach. Mich hat er so überzeugt, das ich diese Woche noch in der Buchhandlung meines Vertrauens, den zweiten Fall dieser noch recht jungen Reihe kaufen werde.Die Bewertung dieses Krimi’s fällt mir nicht schwer, nach so viel Lesespaß:5 satte SterneWünsche euch das ihr dieses Buch auch lesen werdet.Liebe GrüßeEuer Weltenwandler

    Mehr
  • Spannung und Stil auf italienisch

    Das Krokodil
    antjemue

    antjemue

    23. October 2016 um 13:18

    In den letzten Jahren habe ich kaum noch italienische Krimis gelesen, sondern mich eher Schwedenkrimis oder auch deutschen Thrillern zugewandt. Doch dem Angebot aus dem Amazon Vine Programm, „Das Krokodil“ von Maurizio de Giovanni, testzulesen, konnte ich einfach nicht widerstehen. Die Kurzbeschreibung klang interessant und da das Buch auch mit dem wichtigsten Preis für italienische Kriminalromane ausgezeichnet wurde, wollte ich wissen was dran ist.In Neapel werden junge Menschen ermordet. Mit nur einem Schuss aus nächster Entfernung regelrecht hingerichtet. An jedem Tatort befindet sich ein Taschentuch mit Tränenflüssigkeit, was die Presse veranlasst, dem unbekannten Mörder den Spitznamen „Krokodil“ zu verpassen. Die Polizei geht natürlich erst einmal davon aus, dass da die Mafia ihre Finger im Spiel hat. Lediglich der neue, aus Sizilien strafversetzte Inspektor Lojacono hat da seine Zweifel und wird dabei von der ehrgeizigen Staatsanwältin Piras unterstützt…Der Schreibstil des Autors, der seine Geschichte in verschiedenen Handlungssträngen und Zeitebenen erzählt, ist durchgängig flüssig und sehr angenehm zu lesen. Er schafft es, seine Charaktere lebensecht wirken zu lassen und erzeugt gleichzeitig eine atmosphärische Spannung, die über die gesamte Zeit gehalten wird. Dabei vernachlässigt er in keinster Weise das Übermitteln der charmanten italienischen Lebensart. Ein durchweg gelungener Kriminalroman und Auftakt einer Reihe um den charismatischen Ermittler. In Originalsprache sind bereits zwei Nachfolgeromane erschienen. Ich hoffe, die Übersetzung ins deutsche dauert nicht so lange.17. Oktober 2014

    Mehr
  • Lojaconos erster Fall

    Das Krokodil
    Buderballa

    Buderballa

    19. October 2016 um 10:03

    " Das Krokodil " ist ein italienischer Kriminalroman, der mich gut unterhalten hat. Gut gezeichnete Charaktere, Humor und Spannung und ein Ende, das ich so nicht erwartet hatte.Inspektor Lojacono, ein Kommissario, der, weil er angeblich der Mafia Informationen zugespielt hat, von Sizilien nach Neapel strafversetzt wurde, verbringt seinen Arbeitstag mit Computerspielen in einer kleinen Polizeistation. Seine Ehe ist geschieden und seine Frau verweigert ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Für ihn gibt es keinen Grund seiner Lethargie zu entkommen, bis er eines Tages, während des Nachtdienstes zu einem Tatort gerufen wird. Ein junger Mann ist mit einem Kopfschuss niedergestreckt worden. Lojacono, der eigentlich bei keinen Ermittlungen mehr dabei sein darf ,findet ein vermeintlich entscheidendes Indiz am Tatort. Taschentücher mit der Tränenflüssigkeit des Mörders. Doch die DNA führt nicht zu keinem Erfolg. Die leitende Staatsanwältin nimmt Lojacono trotzdem ins Team, da sie die Intelligenz und die Spürnase in Lojacono spürt. Mit Hochdruck arbeiten sie daran, das Motiv des Täters zu erkennen, der mittlerweile noch zwei andere Jugendliche ermordet hat.Mir hat dieser Kriminalroman sehr gut gefallen. Das Motiv des Mörders war für mich überzeugend , die Protagonisten gut getroffen, vor allem Lojacono. Auch der Humor , der neben der sehr spannenden Handlung die Geschichte aufgelockert hat, fand ich sehr angenehm. Da dieses Buch der Anfang einer neuen Kriminalreihe ist, bin ich gespannt, welche der zwei Damen , die um Lojacono buhlen , das Rennen macht.

    Mehr
  • Spannung pur

    Das Krokodil
    sigids

    sigids

    19. June 2015 um 16:10

    Schon auf den ersten Seiten verspricht das Buch spannend zu werden. Der von Sizilien nach Neapel strafversetzte Kommissar Lojacono wird von der  Staatsanwältin Laura Piras aus seinem langweiligen Polizeibüro mit einem Fall beauftragt. Ein junger Mensch wird tot aufgefunden, neben ihm ein rätselhaftes mit Tränen durchnässtes Taschentuch. Es folgen drei weitere Morde an jungen Menschen. Kommissar Lojacono gibt nicht auf und entwickelt eine eigene Theorie zur Lösung des Falles.

    Mehr
  • eBook Kommentar zu Das Krokodil von Maurizio de Giovanni

    Das Krokodil
    dr.g.nawrath

    dr.g.nawrath

    06. June 2015 um 10:07 via eBook 'Das Krokodil'

    Selten ein so spannendes u.mich ergreifendes Buch gelesen.

  • Wie jagt ein Krokodil?

    Das Krokodil
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    08. June 2014 um 15:00

    In Neapel werden Jugendliche getötet, nur ein Schuss aus nächster Nähe, eine kleinkalibrige Waffe und ein unsichtbarer Schütze. Er hinterläßt nur die Patronenhülse und Taschentücher, Papiertaschentücher mit Tränenflüssigkeit... Inspektor Lojacono - strafversetzt und zur Untätigkeit verdammt, glaubt nicht an die allgemeine These des Camorra-Mordes. Die ermittelnde Staatsanwältin hört zufällig seine Meinung und holt ihn ins Boot und damit aus der Untätigkeit - eine spannende Zusammenarbeit beginnt. Schon der ersten Satz: "Der Tod kommt um acht Uhr vierzehn auf Gleis drei an, mit sieben Minuten Verspätung." hat mich sofort gepackt und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter geht. Das Buch besticht durch seine Sprache und seine Bilder. Es ist unaufgeregt, wie ein Schicksal - unausweichlich und unabänderlich. Und auch wenn man relativ früh ahnt, wie alles zusammenhängt, ich musste unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, ob ich richtig liege und ob der Täter (das Krokodil) seine "Mission" erfüllen kann. Denn hier verlassen wir den klassischen Krimi und das Buch fragt nach Schuld und Unschuld, nach Ursache und Wirkung und danach, ob man nicht in den entscheidenden Momenten des Lebens innehalten sollte und über sein Tun und die Konsequenzen nachdenken sollte. Ich habe das Buch, zugegeben mit 333 Seiten nicht eben lang, in wenigen Stunden durchgelesen und es hat mich mit den o.g. Fragen etwas ratlos zurückgelassen. Aber ich will unbedingt mehr von Inspektor Lojacono wissen und empfehlen dieses Buch allen, die sich offen auf einen etwas anderen Krimi einlassen wollen. Einen Stern Abzug gab es für kleinere Längen in der Mitte des Buches. Es ist der erste Band einer geplanten Reihe, bin auf die Nachfolger wirklich gespannt.

    Mehr
  • Kommissar Lojaconos erster Fall

    Das Krokodil
    robbylesegern

    robbylesegern

    07. June 2014 um 10:27

    " Das Krokodil " ist ein italienischer Kriminalroman, der mich gut unterhalten hat. Gut gezeichnete Charaktere, Humor und Spannung und ein Ende, das ich so nicht erwartet hatte. Inspektor Lojacono, ein Kommissario, der, weil er angeblich der Mafia Informationen zugespielt hat, von Sizilien nach Neapel strafversetzt wurde, verbringt seinen Arbeitstag mit Computerspielen in einer kleinen Polizeistation. Seine Ehe ist geschieden und seine Frau verweigert ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Für ihn gibt es keinen Grund seiner Lethargie zu entkommen, bis er eines Tages, während des Nachtdienstes zu einem Tatort gerufen wird. Ein junger Mann ist mit einem Kopfschuss niedergestreckt worden. Lojacono, der eigentlich bei keinen Ermittlungen mehr dabei sein darf ,findet ein vermeintlich entscheidendes Indiz am Tatort. Taschentücher mit der Tränenflüssigkeit des Mörders. Doch die DNA führt nicht zu keinem Erfolg. Die leitende Staatsanwältin nimmt Lojacono trotzdem ins Team, da sie die Intelligenz und die Spürnase in Lojacono spürt. Mit Hochdruck arbeiten sie daran, das Motiv des Täters zu erkennen, der mittlerweile noch zwei andere Jugendliche ermordet hat. Mir hat dieser Kriminalroman sehr gut gefallen. Das Motiv des Mörders war für mich überzeugend , die Protagonisten gut getroffen, vor allem Lojacono. Auch der Humor , der neben der sehr spannenden Handlung die Geschichte aufgelockert hat, fand ich sehr angenehm. Da dieses Buch der Anfang einer neuen Kriminalreihe ist, bin ich gespannt, welche der zwei Damen , die um Lojacono buhlen , das Rennen macht.

    Mehr
  • 'Der Tod ist in der Stadt angekommen.'

    Das Krokodil
    sabatayn76

    sabatayn76

    06. May 2014 um 22:47

    Inhalt: In Neapel wird ein 16-jähriger Junge erschossen. Die Polizei geht davon aus, dass die Camorra ihre Finger im Spiel hat, aber der nach Neapel strafversetzte Ispettore Lojacono ist sich sicher, dass es einen anderen Hintergrund geben muss. Weitere Morde folgen, am Tatort werden stets mit Tränenflüssigkeit getränkte Taschentücher gefunden, die sehr sicher vom Mörder stammen, sonst fehlt jede Spur und jedes Motiv. Lojacono macht sich auf die Suche nach einem gemeinsamen Nenner. Mein Eindruck: Ich kenne Neapel nicht von eigenen Reisen, aber die Handlungsorte im Buch wurden so lebendig geschildert, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Mir hat der Roman, der mich anfangs mit den vielen Namen und den verschiedenen Perspektiven etwas verwirrt hat, sehr gut gefallen, und ich finde, dass die gesamte Geschichte einen sehr runden und sehr überzeugenden Eindruck macht. Von Anfang an war die Geschichte sehr spannend, und durch die verschiedenen Perspektiven war ich von der ersten Seite an gefesselt und sehr neugierig darauf, wie der Autor die Fäden zusammenführt. Der Verlauf und das Ende der Geschichte ist Maurizio de Giovanni meiner Meinung nach sehr gut gelungen, die Protagonisten wurden überzeugend charakterisiert. Dabei liest sich der Roman flott, ist aber auch sprachlich nicht ohne Anspruch. Mein Resümee: Ein runder und spannender Kriminalroman, den ich sehr empfehlen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Maurizio de Giovanni.

    Mehr
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

    Mehr
    • 2148
    kubine

    kubine

    01. April 2014 um 19:24
  • Eine Überraschung aus Italien

    Das Krokodil
    rumble-bee

    rumble-bee

    29. March 2014 um 20:11

    Ich muss wirklich sagen, dass mich Italien als Literaturland in letzter Zeit immer wieder überrascht. Man kennt hierzulande viel zu wenig, und wenn dann mal etwas herüberschwappt, droht es im Wust der Neuerscheinungen unterzugehen. Diesen Autor kannte ich bislang nicht, wünsche mir aber, in Zukunft noch sehr viel mehr von ihm zu lesen! In gewisser Weise ist es ein klassischer Krimi, und man kann auf den ersten Blick gar nicht so einfach zu fassen bekommen, was das Besondere daran war. Ich würde es mal vorsichtig so zusammenfassen: Das Buch besticht durch einen ausgeklügelten Spannungsbogen, durch glaubwürdige Charaktere, teils sehr denkwürdige Dialoge, eine gehörige Portion Selbstironie der Polizei und Italien gegenüber, und - ganz einfach großes schriftstellerisches Talent. So einfach ist das...! Wie schon öfter in italienischen Krimis, ist mir hier der teilweise grob flapsige Umgangston unter Angehörigen der Polizei aufgefallen. Das war aber durchaus sehr angenehm! Da gibt es z. B. den etwas tumben Giuffrè, mit dem sich unser Kommissar Lojacono das Büro teilt. Dieser erdreistet sich sogar, seinem Chef Vorhaltungen in Bezug auf den Umgang mit Zeugen zu machen! Und ihn auf Fehler in der Grammatik hinzuweisen! Das alles aber von seiten des Autors mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern. Ich habe mich wirklich oft köstlich amüsiert! Und dann auch noch die selbstironischen Vergleiche mit Montalbano... der seinen etwas dämlichen Untergebenen, Catarello, ja auch immer zusammenstaucht... Den Spannungsbogen habe ich wirklich als einzigartig empfunden. Denn er wartet mit einer besonderen Überraschung auf. Bis zu zwei Dritteln des Buches hat man - bzw. habe ich - als Leser eine völlig falsche logische Verknüpfung zwischen gewissen Szenen angenommen. Und ab der "Auflösung" dieses kleinen logischen Knäuels ging es nur noch rasant weiter. Es stellte sich heraus, dass... dann doch alles mit der Vergangenheit zu tun hatte... Der Showdown kann es mit den ausgebufftesten Thrillern aufnehmen. Mir hat es vor Gruseln die Sprache verschlagen, denn alles geht sehr haarscharf aus... Was übrigens auch ein sehr guter Punkt war! Der Fall wird am Ende zwar gelöst, aber verhindert oder behoben ist damit gar nichts. Eher im Gegenteil. Auf eine gewisse Art hat der Verbrecher gewonnen - was man hier unmöglich beschreiben kann. Also alles für die Katz? Ja und Nein. Denn immerhin durfte Kommissar Lojacono durch diesen Fall sein Image und seinen Ruf korrigieren. Und es zeigen sich auch ganz zarte Anzeichen für eine optimistischere Zukunft. Zum Glück wurde das nicht platt ausgewalzt, nur angedeutet. Ich bin wirklich durch und durch begeistert! Auch und gerade von der Sprache, die immer mal wieder mit Passagen aufwartete, die man sich am liebsten abschreiben würde. Hätte ich in einem Krimi nie im Leben erwartet. Von mir gibt es für dieses gelungene Buch einen deutlichen "Daumen hoch!" und eine klare Lese-Empfehlung.

    Mehr
  • Genial oder? Das Krokodil, das Tränen vergießt, während es seine Kinder frisst.

    Das Krokodil
    ginnykatze

    ginnykatze

    26. March 2014 um 20:53

    Genial oder? Das Krokodil, das Tränen vergießt, während es seine Kinder frisst. Zum Inhalt: Inspektor Lojacono, der von Sizilien nach Neapel strafversetzt wurde, fristet in seiner neuen Dienststelle ein einsames und langweiliges Dasein. Sein Kollege, Giuffré ist der Einzige, der ihn mal von seinem PC und den ewigen Kartenspielen losreißen kann. Als dann in einer freiwilligen Nachschicht ein toter Junge aufgefunden wird, ändert sich für Ispettore Lojacono plötzlich alles. Er ist als erster am Tatort und entdeckt, dass der Mörder nicht nur die Kugel zurückließ, nein er hat auch Taschentücher gut platziert da gelassen. Aber was bedeutet das? Warum tut der Mörder sowas, führt es doch recht schnell auf seine Spur. Dann kommt sein Vorgesetzter und ist wütend, weil doch Lojacono hier nun wirklich nichts zu suchen hat. Auch die Staatsanwältin Laura Piras trifft ein und lässt sich von Lojacono Bericht erstatten. Er weist auf die Dinge hin, die er vorgefunden hat und wird dann von seinem Vorgesetzten fortgeschickt. Dann werden weitere Jugendliche erschossen. Die Polizei tritt auf der Stelle und Dotoressa Piras ist bemüht, den Fall zu lösen. Sie bittet Lojacono um Hilfe. Die anderen beteiligten Polizisten sind darüber nicht erfreut, ist doch die Geschichte, die dazu führte, dass Lojacono strafversetzt wurde noch in aller Munde. Aber die Staatsanwältin legt Wert auf seine Meinung und tut gut daran. Wer nun wissen möchte, was noch alles passiert und wer letztendlich das Krokodil ist, sollte das Buch lesen, denn mehr werde ich jetzt nicht verraten. Fazit: Der Autor Maurizio de Giovanni hat hier einen Krimi geschrieben, der anfangs mit sehr viel Spannung ausgestattet ist. Schnell verliert er sich dann doch schnell in langwierigen Ausschweifungen, die mich ein wenig stören und mich das Buch nur langsam lesen lassen. Immer wieder heizt die Spannung auf und auch genauso schnell flacht sie wieder ab. Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig lesen. Die Charaktere beschreibt der Autor sehr ausführlich und mit viel Hintergrund. Das mag ich schon, aber manches war auch schon ein wenig zu weit ausgeholt. Inspektor Lojacono mag ich von Anfang an, ich kann mich gut in ihn hineinversetzen. Auch die anderen Protagonisten bekommen ein Gesicht, aber ich vermag mich nicht mit ihnen zu identifizieren. Alles in allem ein netter Krimi, mehr aber auch nicht. Hier vergebe ich 3 Sterne, zu mehr hat es leider nicht gereicht.

    Mehr
  • Leserunde zu "Und die Schuld trägt deinen Namen" von Jörg Böhm

    Und die Schuld trägt deinen Namen
    ginnykatze

    ginnykatze

    Hallo liebe Krimileser, heute darf ich Euch wieder eine supertolle Leserunde anbieten. Wir lesen zusammen mit dem Autor Jörg Böhm seinen neuen Krimi: Und die Schuld trägt deinen Namen. Hierfür stellt der G. Braun Verlag 10 Leseexemplare zur Verfügung. Vielen Dank dafür. Die erste Leserunde zu "Und nie sollst du vergessen sein" mit Jörg Böhm  war einfach nur genialtoll und ich hoffe, dass wir dann diese hier genauso intensiv und mit vielen ausführlichen Eindrücken zusammen bestreiten werden. Jörg Böhm hatte sich hier voll mit eingebracht und kein einziges Posting unkommentiert gelassen. Das hatte diese geniale Runde ausgemacht und ich danke nochmals im Nachhinein dafür, dass ich sie leiten und daran teilhaben durfte. Wer also dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte das aber schleunigst nachholen...ein kleiner Tipp von mir als Krimi- und Thrillerexpertin. Bewerben könnt Ihr Euch bis zum 08.02.2014, 24.00 Uhr. Am 09.02.2014 gegen 18.18 Uhr werde ich dann via Telefonkonferenz mit Jörg Böhm die Verlosung vornehmen und die Gewinner verkünden. Die Leserunde beginnt, wenn die Bücher bei allen Gewinnern angekommen sind. Anfangen werden wir dann gemeinsam. Also ist der jetzt folgende Termin auch noch nach hinten verschiebbar. Die Leserunde startet am 15. Februar 2014 um 10.15 Uhr. Da es sich wieder um eine autorenbegleitende Leserunde handelt, möchte ich darum bitten, sich nur zu bewerben, wenn Zeit für die Beteiligung und Rezension vorhanden ist. Und darum geht es: Klappentext: Das kleine Dorf Burrweiler steht Kopf, als in einem feierlichen Festakt der neue Anbau des einzigen Mutter-Kind-Heims der Pfalz eröffnet wird. Doch die Freude währt nicht lange: Nur wenige Stunden später wird der hochdekorierte, aber wegen seiner cholerischen Aussetzer verhasste Winzer Alois Straubenhardt tot in seinem Weinberg gefunden - vom eigenen Traktor überfahren. Ein tragischer Unfall? Schnell findet Hauptkommissarin Emma Hansen heraus, dass sich nicht gerade wenige Menschen den Tod des Winzers mehr als sehnlichst gewünscht haben. Als weitere mysteriöse Mordfälle das Dorf erschüttern, gerät Emma immer stärker unter Druck, den Mörder zu finden. Viel zu spät erkennt sie, dass eine lang verdrängte Schuld endlich gesühnt werden will… Hier Informationen zum Autor: Jörg Böhm ist der Geburtsname des Journalisten Jörg Henn. Der 34-Jährige arbeitet als Kommunikationsexperte für ein großes deutsches Versicherungsunternehmen. Er studierte Journalistik, Soziologie und Philosophie auf Magister und war unter anderem Chef vom Dienst der Allgemeinen Zeitung in Windhoek, Namibia, um dort über Land und Leute zu berichten und von den Geschichten des Schwarzen Kontinents zu erzählen. Jörg Henn ist verheiratet und lebt in Köln. Besuchen Sie Jörg Böhm im Internet www.jörgböhm.com und auf facebook Und nun kann ich nur noch sagen, viel Glück bei der Verlosung. Eure ginnykatze Und hier ist nun der Link zur Leseprobe (unter Kriminalromane): Lest sie und lasst Euch schon jetzt in das Buch hineinziehen. www.jörgböhm.com

    Mehr
    • 4061
  • Spannender Krimi mit italienischem Flair...

    Das Krokodil
    Penelope1

    Penelope1

    08. March 2014 um 09:06

    Inhalt: „Das Krokodil“, so wird der dreifache Mörder genannt, der in Neapel sein Unwesen treibt - kein Wunder, immerhin findet die Polizei an jedem Tatort ein Taschentuch, das mit Tränen getränkt ist. Tränen beim Morden …!? Doch trotz dieser ausgiebig vorhandenen DNA-Quelle tritt Kommissar Di Vincenzo mit seinen Ermittlungen auf der Stelle, während der Druck durch die Presse auf die Polizei steigt und die Angst vor dem Serienmörder in der Bevölkerung wächst. Der Staatsanwältin Laura Piras ist nicht entgangen, dass der nach Neapel strafversetzte Inspektor Lojacono mehr kann und weiß, als er selbst zugeben will: von seinem Chef zur qualvollen Untätigkeit in seinem Polizeibüro verdammt, verbringt er seine (Arbeits-)Zeit nur zu gerne mit PC-Spielen. Damit ist es vorbei, als Laura Piras ihn in das Ermittlungsteam aufnimmt – gemeinsam begeben sie sich auf die Jagd nach dem „Krokodil“. Alles andere als einfach in einer Stadt, in der die Corrido allgegenwärtig ist und der Serienmörder bereits Ausschau nach seinem nächsten Opfer hält… Meine Meinung: Dieser Krimi wurde mit dem wichtigsten italienischen Preis für Kriminalromane, dem Premio Scerbanenco ausgezeichnet und so ging ich mit entsprechend hohen Erwartungen an dieses Buch heran. Und tatsächlich wartete ein Krimi auf mich, dessen Plot sehr spannend ist: der Mörder mit den „Krokodilstränen“, der junge Menschen ermordet, Kinder… Und ein Inspektor, der nach Neapel strafversetzt wurde, wo er mit alltägliche Routine-Aufgaben abgespeist wird und mit seinem Schicksal hadert. Der Autor verliert nicht viel Zeit: Gleich zu Beginn macht der Leser Bekanntschaft mit dem Tod – auf beeindruckende Weise zieht der Tod ein, jagt dem Leser bereits den ersten Schauer über den Rücken. Abwechselnde Perspektiven, darunter auch die des Täters, der es stets beeindruckend intensiv versteht, die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu vereinigen, sorgen dafür, dass die am Anfang aufgebaute Spannung nicht abreißt. Dies wird außerdem der Tatsache geschuldet, dass die Opfer nicht identitätslos bleiben, sondern Einblicke in ihr Leben, ihren Charakter gewährt wird, wodurch die Morde eine umso größere Intensität und Tiefe erlangen. Der Autor spielt mit den Gefühlen seiner Leser: er packt sie an einer empfindlichen Stelle, die er nicht mehr loslässt, sondern immer tiefer bohrt, während gleichzeitig ein Mord den nächsten jagt – und er scheint nicht aufzuhalten zu sein…! Der strafversetzte Inspektors Lojacono, der seine Zeit im Büro „absitzt“ sorgt mit seinem Lebenslauf und seiner eigenwilligen Persönlichkeit dafür, dass er der dem Leser immer vertrauter wird und man gebannt seine Entwicklung verfolgt – vom ruhiggestellten Inspektor zum engen Mitglied des Mord-Ermittlungsteams, was ihm natürlich nicht nur Freundschaften beschert… Als ein Highlight dieses Krimis empfand ich persönlich die Tatsache, dass der Leser von Anfang an scheinbar „im Bilde“ ist, den Ermittlungen offensichtlich einen Schritt voraus, da er den Täter und seinen nächsten Schritt zu kennen glaubt . Diesen Eindruck zu vermitteln, gelingt dem Autor auf so durchdringende Art und Weise, dass es jedes Mal erneut erschütternd ist – und zieht zum Glück gerade noch rechtzeitig, bevor es ermüdend wirken könnte, die Reißleine. Und das Ende – ja das Ende… nur soviel sei verraten: es kommt anders, als wohl die meisten es vermuten würden… Fazit: Ein fesselnder Kriminalroman mit italienischem Flair, von einem Autor, der die Aufmerksamkeit und Gefühle des Lesers zu packen vermag- spannend, überraschend, solide. Lesen !

    Mehr