Maurizio de Giovanni Der Sommer des Commissario Ricciardi

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Inhaltsangabe zu „Der Sommer des Commissario Ricciardi“ von Maurizio de Giovanni

Sommer 1931, Neapel ächzt unter Hitze und Faschismus gleichermaßen. Commissario Ricciardi vermögen beide nicht aufzuhalten. Eine unheimliche Gabe läßt dem brillanten Ermittler keine Ruhe, er hört die letzten Worte der Toten. Sein neuester Fall allerdings stellt seine Hartnäckigkeit auf eine schwere Probe: Herzogin di Camparino, geheimnisvolle und skandalumwitterte Herrin der Salons und Theaterlogen, wurde ermordet. Die Liste der Verdächtigen ist lang, doch länger noch die Liste derer, die allzu gründliche Nachforschungen um jeden Preis verhindern wollen … Seine Vorgesetzten mißtrauen ihm, seine Kollegen glauben, er spreche mit dem Teufel. Doch Commissario Ricciardi kennt nur ein Ziel: den Mörder zur Strecke bringen. Seine Jagd führt ihn tief in die Abgründe der High-Society im Italien der dreißiger Jahre.

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  • Rezension zu "Der Sommer des Commissario Ricciardi" von Maurizio de Giovanni

    Der Sommer des Commissario Ricciardi
    walli007

    walli007

    04. September 2011 um 09:42

    Bella Italia Anfang der 1930er geschieht ein Mord in der Stadt des Commissario Riccardi, in Neapel. Die Frau des Herzogs wurde sehr gründlich getötet. Und der Commissario, der die letzten Gedanken der Toten hört, muss nun heraus finden, was es mit dem Ring auf sich hat. Die Herzogin war die zweite Frau des alten Herzogs, der selbst schwer krank im Sterben liegt. Leichtlebig wie sie war, hatte sich die Herzogin nicht gerade beliebt gemacht. Da tauchen nach und nach immer weitere Verdächtige auf. Für den schwermütigen Kommissar, der niemanden mit seiner ungewöhnlichen Fähigkeit behelligen möchte, ist es nicht einfach das Gewirr an Spuren zu durchschauen. Zudem wird er sogar durch zwei Frauen abgelenkt, die sein stilles, schüchternes Dasein durcheinander bringen. Ein besonderer Kommissar in einer politischen Aera in Italien, die einen interessanten geschichtlichen Hintergrund verspricht. Ja, genau so ist dieser Krimi. Ein buntes Gemisch an Geschichten und Verflechtungen, das mich beim Lesen gefesselt hat. Die Art des Aufbaus des Romans muss der Leser erstmal entschlüsseln, was das Buch in meinen Augen umso anregender machte, weil es die Gehirntätigkeit auf Trab brachte. Da ich diesem Stilmittel, das ich nicht allzu genau bezeichnen möchte, um nicht die Überraschung zu nehmen, sehr positiv gegenüber stehe, war es für mich eine Bereicherung. Die ausgelegten Fährten waren vielfältig und lockten zu Fehlschlüssen. Die privaten Gedanken und Gefühle des Commissario Riccardi ließen mich mitfühlen und ihm die Daumen halten, damit er die richtige Entscheidung träfe. Doch so wie es vier Jahreszeiten gibt, so wird es wohl auch mindestens vier Fälle für den Commissario geben. Mit Winter, Frühling hat die Reihe begonnen, um hier mit dem Sommer fortgesetzt zu werden.

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  • Rezension zu "Der Sommer des Commissario Ricciardi" von Maurizio de Giovanni

    Der Sommer des Commissario Ricciardi
    tedesca

    tedesca

    28. June 2011 um 13:18

    Der melancholische Commissario Ricciardi, der die letzten Gedanken der Toten hören kann, ermittelt in einem mysteriösen Mordfall, der ihn bis in die Führungsebene der Nationalsozialisten führt. De Giovanni lässt einen deutlich spüren, wie die Macht des Regimes immer mehr zunimmt, immer präsenter im Neapel der 1930er-Jahre wird. Im krassen Gegensatz dazu stehen verschiedene Liebesgeschichten, die eines gemeinsam haben: die Leidenschaft. Auch die große Liebe von Ricciardi wird auf mehrere harte Proben gestellt, und immer mehr stellt sich für ihn die Frage, ob es nicht doch endlich einmal an der Zeit wäre, die Initiative zu ergreifen, oder für immer auf sein Glück zu verzichten. Die Geschichte wird sehr einfühlsam und dicht erzählt, Einschübe von Ich-Erzählern lassen den Leser die Wahrheit noch vor dem Commissario erahnen, wobei es zum Schluss trotzdem noch eine Überraschung gibt. Einmal mehr führt uns De Giovanni durch Neapel, diesmal miten im Hochsommer, man spürt gleichsam die glühende Hitze auf der Haut und leidet mit dem übergewichtigen Brigadiere Maione in seiner Uniform, der es sich noch dazu in den Kopf gesetzt hat, abzunehmen. Der Autor stellt uns eine Familie vor, wie es sie heutzutage wohl nicht mehr gibt. Das Aussergewöhnliche ist nicht der begangene Ehebruch, sondern die Ehefrau, die zusieht und leidet, die durch ihr Schweigen die Familie noch mehr zerrüttet als es der untreue Ehemann ohnehin schon tut. Und die durch ihre Passivität zur Urheberin eines unglaublichen Dramas wird. Alles in allem eine stimmige und stimmungsvolle Fortsetzung der ersten beiden Teile, der Schluss lässt einen hoffen, dass der Herbst des Commissario doch noch ein Happy End für den sympathischen Einzelgänger im Ärmel hat.

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