Maurizio de Giovanni Der Winter des Commissario Ricciardi

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Inhaltsangabe zu „Der Winter des Commissario Ricciardi“ von Maurizio de Giovanni

Ein geheimnisvoller und abgründiger Kriminalroman - der erste Teil der vier Jahreszeiten des charismatischen, melancholischen Commissario Ricciardi. Neapel, Anfang der dreißiger Jahre. Commissario Ricciardi, ein intelligenter, melancholischer Einzelgänger aus reichem Elternhaus, besitzt eine Gabe, die sein Schicksal bestimmt: Er hört die letzten Gedanken von Ermordeten, sieht sie im Augenblick ihres Todes. So auch, als Arnaldo Vezzi, der Star der Opernszene, der Lieblingstenor des Duce, ermordet aufgefunden wird...

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  • Rezension zu "Der Winter des Commissario Ricciardi" von Maurizio de Giovanni

    Der Winter des Commissario Ricciardi

    tedesca

    29. June 2010 um 12:32

    Ein wunderbar atmosphärischer Krimi, der uns mit viel Gefühl in das Neapel des beginnenden Faschismus führt. Die Hauptfigur, Commissario Ricciardi, würde man am liebsten in den Arm nehmen und trösten, denn er lebt in einer Welt, die nur ihm allein zugänglich ist und ihn zu ewiger Einsamkeit verdammt. Und auch die Nebenfiguren eröffnen sich uns in ihrer ganzen Verletzlichkeit und Sensibilität. Die Krimistory selbst ist spannend und lebhaft, findet sie doch hinter den Kulissen eines Operntheaters statt. Launenhafte Künstler, eitle Intendanten, unterhaltsame Nebenfiguren - alles, was ein Stück braucht, um unterhaltsam zu sein. Alles in allem ein herrliches Buch für alle, die damit leben können, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir wohl nie verstehen werden. Ich hab den zweiten Teil auf jeden Fall schon bestellt.

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  • Rezension zu "Der Winter des Commissario Ricciardi" von Maurizio de Giovanni

    Der Winter des Commissario Ricciardi

    RoccosMom

    26. October 2009 um 20:48

    Commissario Ricciardi, ein begnadeter Polizist aus Leidenschaft, besitzt eine außergewöhnliche Gabe. Er kann die letzten Augenblicke der Toten sehen und ihre Empfindungen spüren. Mit dieser einzigartigen Gabe löst er auch den verzwickten Mordfall um Startenor Arnaldo Vezzi, der auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist. „Der Winter des Commissario Ricciardi“ ist der erste Teil einer Krimiserie von Maurizio de Giovanni. Das der Commissario dabei ein Ermittler mit übersinnlichen Fähigkeiten ist, gibt der Handlung das gewisse Etwas. Der Schreibstil des Autors passt sehr gut zum Ambiente der dreißiger Jahre und stellt gerade die brutalen, letzten Augenblicke der Opfer sehr bildlich dar. Manchmal sind diese Beschreibungen sogar etwas zu ausdrucksstark. Während die Ermittlungen zuerst eher seicht dahinplätschern, rechnet man nicht mit verstümmelten Leichen, aus denen Gehirnmasse quillt. Diese Brutalität trifft einen dann eher unvorbereitet. Da dies mein erster italienischer Kriminalroman war, wusste ich von der Sprache her nicht ganz genau was mich erwartet. Und ich muss sagen, dass die ganzen italienischen Namen, Orte und Titel sehr gewöhnungsbedürftig waren und anfangs doch sehr den Lesefluss gestört haben. Jedoch kommt die Geschichte anfangs durch ihren Detailreichtum sowieso nur langsam in Fahrt. Doch mit fortschreitender Seitenzahl nimmt auch die Spannung zu und fesselt einen dabei immer mehr. Commissario Ricciardi ist unumstößlich die wichtigste, komplexeste und interessanteste Person in diesem Buch. Seine Gabe, die er anscheinend von seiner Mutter geerbt hat, sieht er eher als Fluch an. Er kann nicht lächeln, nicht fröhlich sein mit den ganzen Toten in seinem Leben - und zwingt sich deshalb selbst in die Einsamkeit. Ricciardi gestattet sich keine Freunde und keine Liebe. Die Frau die er anbetet, beobachtet er nur aus der Ferne. Nur seine Kinderfrau Tata Rosa, mit der er immer noch zusammen lebt, kennt ihn einigermaßen gut. Doch auch sie weiß nichts von seinem Schmerz. Dafür ist Ricciardi ein begnadeter Polizist. Kein anderer könnte so kombinieren wie er und einen Mörder ausfindig machen, an den bis zuletzt keiner gedacht hat. „Der Winter des Commissario Ricciardi” ist wie eine vergrabene Perle. Man erkennt dieses tolle Debüt nicht sofort, sondern muss erst viele Seiten lesen um zu erkennen wie vielschichtig und gut dieser Roman eigentlich geschrieben ist.

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  • Rezension zu "Der Winter des Commissario Ricciardi" von Maurizio de Giovanni

    Der Winter des Commissario Ricciardi

    taciturus

    11. July 2009 um 12:00

    "Ich sehe tote Menschen." Dieser Satz, der immer in der Vorschau für einen Horrorfilm vorkommt, passt auch auf Commissario Ricciardi. Dahinter verbarg sich für mich gleich zu Beginn die erste herbe Enttäuschung rund um diesen Krimi. Für einen Krimi erscheint mir diese Gabe eher kontraproduktiv. Zu oft wird auch darauf angespielt, im Grunde die Figur Ricciardis darauf aufgebaut. ABER nach nur wenigen Seiten entwickelt der Krimi abseits von diesem Problem einen unglaublichen Drive. Es ist zwar ein ruhiger Krimi, der nicht von Actionszenen sondern den Ermittlungen Ricciardis geprägt ist, aber es entstand bei mir schnell ein unglaublicher Sog. Ich konnte das Buch bald kaum noch weglegen. Und das obwohl immer wieder Elemente auftauchten, die mir die Freude an Krimis gewöhnlich verleiden. Vor allem der Fall hatte für mich deutliche Schwächen. Hier wird zu oft auf die besondere Gabe Ricciardis angespielt - auch wenn dadurch der Fall natürlich nicht gelöst wird. Dabei entstehen aber einige Momente, in denen die Handlung äußerst konstruiert wirkt. Zudem wiederholen sich einige Szenen zu oft, teilweise sogar mit dem gleichen Einleitungssatz. So kommen die grünen Augen des Commissarios, in denen sich sooooviel Schmerz zeigt, doch das eine oder andere Mal zu oft vor. Obwohl sich der Kommentar so liest, als hätte mir das Buch gar nicht gefallen, fühlte ich mich trotzdem hervorragend unterhalten. Da das letztlich mehr zählt ein solider Krimi, der im Neapel der 30er Jahre spielt, nachdem ein berühmter Tenor in seiner Garderobe ermordet aufgefunden wird. Dabei gelingt es de Giovanni Neapel atmosphärisch dicht darzustellen.

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