Maurizio de Giovanni Der dunkle Ritter

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Inhaltsangabe zu „Der dunkle Ritter“ von Maurizio de Giovanni

In der trügerischen Maiwärme Neapels geschieht ein perfides Verbrechen. Der zehnjährige Dodo, Enkel eines reichen Unternehmers, wird bei einem Schulausflug entführt. Kurz darauf erfolgt der Erpresseranruf. Inspektor Lojacono und sein Team haben eine harte Nuss zu knacken. Wer ist die blonde Frau, mit der Dodo zuletzt gesehen wurde? Welche Rolle spielt der neue Lebensgefährte der Mutter? Während Lojacono und seine Leute im Trüben stochern, harrt Dodo selbst mit seiner Batman-Figur im Arm in einem dunklen Zimmer aus. Er glaubt fest an Superhelden und seine Rettung …

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  • Stimmungsvoller, italienischer Krimi!

    Der dunkle Ritter

    Mira20

    07. March 2017 um 14:32

    Dieser stimmungsvoller italienische Krimi, der stark in seinem Flair an Camilleris Montalbano erinnert, sticht durch sein Setting und Schreibstil hervor.Als der 10jährige Dodo während eines Schulausfluges entführt wird, werden sofort alle Hebel im Polizeiteam von Luigi Palma in Bewegung gesetzt. Aber kann dieses Team überhaupt zu einem Erfolg kommen? Denn das Verliererteam der italienischen Polizei hat schon bessere Tage erlebt. Jeder von ihnen bringt einen Makel mit, der ihn ausserhalb der Polizeistelle zum Gespött macht. Denn nicht ganz scherzhaft werden sie die Gauner von Pizzofalcone genannt. Einen Ruf, den es zu verteidigen gilt.Das Setting und der Schreibstil des Autors waren wohltuend anders. Inszenierte Zwischenakte, bei denen der Leser mehr über die Bewohner der Stadt Neapel und Privates der Ermittler erfährt , sind auch stilistisch wunderbar zu lesen und tragen zum nachdenklichen Grundton des Krimis bei. Als allwissende Leser sehen wir auch, was die laufende Ermittlung mit dem Team so anstellt.Der Fall selber hat eher einen flachen Spannungsbogen. Lange tappen die Ermittler im Dunklen und man erfährt auch sonst nicht viel Neues. Gekonnt lockert der Autor aber die Ermittlungsflaute mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Truppe auf. Schlussendlich trägt wirklich jeder dazu bei, den Fall zu lösen und den Bösewichten auf die Spur zu kommen.  Die Entführung eines Kindes finde ich als Kriminalthema aber stets heikel, obwohl auch mal andere Themen als Mord und Totschlag durchaus reizen können. Dass aber die Entführungen meist gut enden und der Leser schlussendlich den Nervenkitzel bei der Befreiung des Opfers und den Hintergründen holt, ist vor allem bei einer Kinderentführung extrem wichtig.ACHTUNG SPOILER: Dass die Geschichte sehr offen endet, hat mich nicht befriedigt. Auch fand ich es unnötig. Der Autor gab sich extrem Mühe die Geschichte nicht so enden zu lassen, wie ich es als Leser erwartet hätte. Aber gerade bei Kindesentführungen will ich unbedingt, dass die Unschuldigen gerettet und die Bösen bestraft werden. Ein Kriminalroman dient der Unterhaltung, wenn Kinder im Mittelpunkt der Geschichte stehen, so bin ich nicht bereit jeden Nervenkitzel auf mich zu nehmen.Für das Ende ziehe einen Stern ab!Wer aber eher ruhige und stilistisch interessante Krimis mag, sollte trotz meiner Kritik, diesen Kriminalroman unbedingt lesen.

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  • Wer konnte den schüchternen Dodo so leicht entführen?

    Der dunkle Ritter

    Nabura

    26. November 2016 um 12:26

    Auf das neu zusammengesetzte Team des Kommissariats Pizzofalcone wartet ein dramatischer Fall: Der zehnjährige Edoardo Cerchia, genannt Dodo, wird als entführt gemeldet. Auf einem Schulausflug seiner katholischen Privatschule in die Gemäldesammlung der Villa Rosenberg hat er gemeinsam mit einem Freund erst den Anschluss an die Gruppe verloren und ist dann einer unbekannten Frau aus dem Gebäude gefolgt. Jetzt fehlt von ihm jede Spur. Vermutlich geht es der Täterin ums Lösegeld, denn Dodos Großvater ist vermögend, mächtig und stadtbekannt. Aber warum ist der schüchterne Dodo ihr so bedenkenlos gefolgt?„Der dunkle Ritter“ ist mein erstes Buch von Maurizio de Giovanni. Obwohl es der dritte Teil der Reihe ist, wurde mir der Einstieg leicht gemacht. Nach einem Einblick in die Gedanken des Entführungsopfers und einem verbalen Schlagabtausch auf dem Kommissariat nimmt sich dessen Leiter Luigi Palma Zeit, über seine neu zusammengestellten Mitarbeiter nachzudenken. Dabei erfuhr ich die wichtigsten Fakten über sechs ganz unterschiedliche Charaktere. Und dann ging es auch schon los mit den Ermittlungen. Während Lojacono und Alex sich aufmachen, um einen Einbruch zu untersuchen, geht im Kommisariat der Anruf ein, dass ein Junge entführt wurde.Schnell sind die Ermittler in Alarmbereitschaft und beginnen mit ihren Nachforschungen. Viele Anhaltspunkte gibt es nicht. Ein Überwachungsvideo zeigt in mangelhafter Qualität eine Person mit Kapuze, der Dodo folgt, und ein Mitschüler kann immerhin sagen, dass es eine blonde Frau war. Alle warten auf die Lösegeldforderung. In dieser Zeit lernt man Dodos zerrüttete Familie kennen, deren Reaktionen auf das Geschehen von hysterisch bis wutentbrannt reichen. Sämtliche Gespräche eskalieren nach kürzester Zeit, was durch die leitenden Ermittler, dem ungehobelten Aragona und dem cholerischen Romano, nicht eingedämmt wird. Vom Team des Kommissariats mochte ich die beiden leider am wenigsten, und mir war rätselhaft, wie man auf diese Art überhaupt Fortschritte verzeichnen soll.Die Geschichte nimmt sich ausreichend Zeit, auch auf die anderen Teammitglieder einzugehen und Einblicke in ihr Privatleben zu geben. Bei einem sechsköpfigen Team plus Chef nehmen diese Abschnitte viel Platz ein und bremsen das Vorankommen der Ermittlungen aus. Die Einblicke halfen mir aber, das Verhalten der Charaktere besser zu verstehen. Am besten gefallen hat mir Alex‘ Geschichte. Sie leider sehr unter der Kontrolle durch ihre Eltern und kann besser zielen als alle Kollegen, weil sie auf dem Schießstand regelmäßig ihren Frust ablässt. Als jemand im Nu ihr Geheimnis errät, ist sie verunsichert, ob sie sich freuen oder besser nicht darauf reagieren soll. Auch auf dem Kommissariat erlebt man das ganze Team in Aktion. Parallel zum „großen“ Entführungsfall läuft die Ermittlung des eingangs erwähnten Einbruchs sowie Nachforschungen über verdächtig viele Selbstmorde in einem Viertel. Trotz des ruhigen Tempos wurde mir eine abwechslungsreiche Handlung geboten.Die Sprache des Buches hat mir gefallen. Der Autor schreibt sehr poetisch und baut ganze Kapitel ein, in denen er über „solche und solche Nächte“ sinniert oder dass man sich vor dem Mai hüten solle. Immer wieder gibt er Einblicke in die Gedankenwelt Dodos, der in seiner Gefangenschaft mit seiner Actionfigur redet, die er mitgenommen hat. Gerade in Bezug auf seine Entführung bleibt ein Durchbruch aber lange aus und die Geschichte zog sich zunehmend in die Länge. Zum Ende hin ging schließlich alles ganz schnell. Leider werden bei allen drei Ermittlungen zwar die Hintergründe klar, doch ich erfuhr nichts über die Konsequenzen. Ich weiß nicht, ob der vierte Band hier noch mehr Klarheit bringt, aber für mich war das ein unbefriedigender Abschluss.In „Der dunkle Ritter“ muss das neu zusammengestellte Team von Pizzofalcone, Neapel in einem Entführungsfall ermitteln. Zusätzlich gibt es zwei kleinere Fälle und Einblicke ins Privatleben der Polizisten. Leider mochte ich die beiden Ermittler, welche die größte Rolle spielen, am wenigsten. Das wurde aber durch andere Teammitglieder aufgewogen, deren Probleme ich viel besser nachvollziehen konnte. Das Ende war für meinen Geschmack leider allzu offen. Ich vergebe drei Sterne für diesen literarischen Ausflug nach Neapel.

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