Max Allan Collins

 3.9 Sterne bei 228 Bewertungen
Autor von Bones - Die Knochenjägerin, CSI und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Max Allan Collins

Sortieren:
Buchformat:
Bones - Die Knochenjägerin

Bones - Die Knochenjägerin

 (46)
Erschienen am 11.12.2006
Aufbruch in die Vergangenheit

Aufbruch in die Vergangenheit

 (17)
Erschienen am 01.10.2002
CSI

CSI

 (17)
Erschienen am 01.11.2005
Skin Game

Skin Game

 (13)
Erschienen am 22.01.2003
Tödliches Geheimnis

Tödliches Geheimnis

 (11)
Erschienen am 24.03.2003
CSI, Doppeltes Spiel

CSI, Doppeltes Spiel

 (10)
Erschienen am 01.05.2005
Der letzte Quarry

Der letzte Quarry

 (8)
Erschienen am 01.08.2009

Neue Rezensionen zu Max Allan Collins

Neu

Rezension zu "The London Blitz Murders (Disaster Series)" von Max Allan Collins

Agatha Christie als Detektiv
TheRavenkingvor 5 Monaten

1942, während der deutschen Luftangriffe auf London im Zweiten Weltkrieg geschehen mehrere Frauenmorde. Agatha Christie, die zu diesem Zeitpunkt am London Hospital aushilft möchte ihren Freund, den Chefpathologen Sir Bernard Spilsbury zu den Tatorten begleiten, um auf diese Weise mehr über wahre Verbrechen zu erfahren. Christie fürchtet, dass ihre Krimis mit Amateurdetektiven und relativ unblutigen Morden langsam nicht mehr zeitgemäß sind und denkt darüber nach mehr Realismus in ihre Bücher hineinzubringen.

Bei den ermordeten Frauen handelt es sich um Prostituierte. Ein durchaus einträglicher Wirtschaftszweig zu jener Zeit, denn trotz der Furcht vor Bombenhagel ging das Leben seinen gewohnten Gang, und durch den Krieg befanden sich auch zahlreiche US-Soldaten in der Stadt. Auch manch eine Dame der Mittelschicht sah sich gezwungen, durch den Verkauf ihres Körpers, etwas hinzuzuverdienen. Über eine der Ermordeten erfahren wir zum Beispiel, dass ihre Pension von der Armee requiriert wurde, und sie deshalb als alleinerziehende Mutter mit ihrer Tochter in einer winzigen Wohnung unterkommen musste.

Ich hatte noch nie vom London-Ripper gehört, es ist wirklich erstaunlich wie viele Serienmörder ein relativ kleines Land wie Großbritannien hervorgebracht hat. Glücklicherweise wurde er gefasst und verurteilt und  offenbar hält sich Max Allan Collins eng an die Tatsachen, nur einige Kleinigkeiten wurden verändert.

Während der Täter seine ersten Opfer nur stranguliert, geht er bald dazu über, ihre Körper brutal zu verstümmeln, offensichtlich sieht er sich als Nachahmer des echten Jack The Ripper. So wie die Taten des Killers immer grausamer werden, versuchen Christie und ihre Mitstreiter seiner habhaft zu werden.

Die Polizeiermittlungen führt Chief Inspector Edward Greeno, ebenfalls eine wahre Persönlichkeit. Er ist ein Fan von Agatha Christie und hat deshalb nichts dagegen einzuwenden, dass die Autorin die Tatorte inspiziert, allerdings macht er sich Sorgen, ob Christie den vielen Grausamkeiten gewachsen ist.

Max Allans Collins liefert ein fesselndes Bild der damaligen Epoche. Obwohl Teile der britischen Hauptstadt in Trümmern lagen, versuchten die Bewohner sich durch die Angriffe nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Es fanden nach wie vor Theatervorstellungen statt, auch wenn es schwierig war geeignete jüngere Darsteller zu finden. Agatha Christie arbeitet gerade daran ihren berühmten Roman „Zehn kleine Negerlein“  (heute unter dem weniger kontroversen Titel „Und dann gab’s keines mehr“ bekannt) für die Bühne zu adaptieren. Collins‘ Porträt der Autorin Agatha Christie ist, soweit ich das beurteilen kann ganz gut gelungen. Er zeichnet das Bild einer pragmatischen, vernünftigen Frau, die sich keinen Illusionen über ihr Werk oder das Wesen ihrer Mitmenschen hingibt. Christie lebte zu dieser Zeit allein in London, während ihr Ehemann, der Archäologe Max Mallowan im Nahen Osten für die britische Regierung tätig war. Einzig ihr treuer Foxterrier leistete ihr Gesellschaft, den sie später im Roman „Dumb Witness“ verewigte.

Leider schwächelt der Krimiplot etwas . Die Identität des Täters wird schon sehr schnell offensichtlich, aber dies liegt wie gesagt daran, dass Collins sich an die wahren Begebenheiten hält und keine eigene Geschichte erfand.

Max Allan Collins ist ein echter Vielschreiber. Er ist Autor zahlreicher Movie-tie-in-Romane wie Die Mumie oder Der Soldat James Ryan, sowie der Verfasser der preisgekrönten Graphic Novel Road To Perdition. Nach dem Tod Mickey Spillanes führte er dessen Mike-Hammer-Reihe weiter. Er erschuf aber auch eigene Serienfiguren wie den Auftragskiller Quarry.

The London Blitz Murders ist Teil der Disaster-Serie, in welcher Collins reale Unglücke wie den Untergang der Titanic oder den Absturz des Luftschiffs Hindenburg als Hintergrund zu Kriminalgeschichten nimmt, in welchen berühmte Autoren wie Jacques Futrelle oder Edgar Rice Burroughs ermitteln. Somit spricht die Reihe sowohl die Fans historischer Bücher wie auch jene von Kriminalromanen an.

Kommentare: 1
42
Teilen

Rezension zu "Bones - Die Knochenjägerin" von Max Allan Collins

Für Fans der Serie
Jisbonvor 3 Jahren

Da ich ein großer Fan der Serie bin, war dieses Buch für mich natürlich ein Muss... und obwohl es einige Kontinuitätsprobleme gibt, hat die Lektüre sich doch gelohnt.
Im Prinzip ist es wirklich, als würde man eine frühere Staffel der Serie lesen, anstatt sie zu schauen. Einige Kleinigkeiten, was die Charakterisierung und Beschreibung der Nebenfiguren betrifft, sind zwar nicht korrekt dargestellt, aber so nebensächlich, dass man kurz stockt und dann weiter liest.
Die Beziehung der beiden Hauptcharaktere, Temperance "Bones" Brennan und Seeley Booth, entspricht ziemlich genau dem Stand der früheren Folgen, höchstens, dass ein paar eindeutigere Aussagen über eventuelle Eifersüchteleien getroffen werden. Beide Charaktere verhalten sich so, wie sie es auch in der Serie tun würden, besonders Brennans zahlreiche Eigenheiten sind sehr gut dargestellt. 

Die Ermittlungsarbeit der "Blinzler" (oder "Labortüftler", wie es im Buch genannt wird) kam mir persönlich auch etwas zu kurz; der Schwerpunkt lag ohne jeden Zweifel auf dem FBI, vertreten durch Booth, und in geringerem Ausmaß auf der Anthropologie, vertreten durch Brennan und Dr. Wu.
Ich bin nicht der Meinung, dass die wissenschaftlichen Details in das Buch gequetscht wurden oder zu kurz kamen. Für meinen Geschmack war es genau richtig. Klar, Brennan schmeißt mit Fachbegriffen um sich, die Booth und der Leser nicht verstehen, aber der Sinn wird jedes Mal, wenn es relevant ist, erklärt und aus der Serie kenne ich es kaum anders.

Die Auflösung des Falls fand ich persönlich recht gelungen. Im Nachhinein werden dadurch einige Details klar, auf die man vorher nicht geachtet hat, dennoch war es im Moment der Enthüllung eine Überraschung.

Ein Kritikpunkt ist für mich die etwas schlampige Übersetzung. Zum Teil sind die Formulierungen so platt, dass sie wie wörtlich übersetzt wirken, zudem gibt es einige Flüchtigkeitsfehler wie "kannten" statt "konnten". Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten, aber ich stockte jedes Mal im Lesefluss. Schade ist auch, dass einige Wortspiele (wie "Bones, ich sehe Knochen" - "Bones, I see Bones") verloren gingen und somit einem Leser, der kein Englisch kann, die Reaktion Brennans auf diesen kleinen 'Witz' unklar sein dürfte, aber dafür kann der Übersetzer nichts - das sind die Eigenarten der Sprache.

Mit den Kathy Reichs-Büchern kann man das Buch nicht wirklich vergleichen. Die Charaktere sind ganz klar die aus der Serie und Temperance Brennan ist dort definitiv anders als in den Büchern (zumindest in dem einen, das ich gelesen habe). Als Fan der Serie kann ich aber sagen, dass ich bekommen habe, was ich wollte: einen Krimi mit den beiden sympathischen Protagonisten, eine Mordermittlung, die nicht zu offensichtlich verlief, genug wissenschaftliche Details, aber auch nicht zu viele, und gute Beschreibungen. Ich konnte mir alles sehr gut als "Folge" vorstellen. Man kann das Buch sehr schnell lesen, es ist ein angenehmer Zeitvertreib, dennoch plätschert die Handlung nicht nur sinnlos vor sich hin (im Gegenteil, die Protagonisten geraten durchaus in Gefahr).
Ein wenig auffällig ist, dass Booth verhältnismäßig viel Raum bekam, aber dennoch kam die Wissenschaft nicht wirklich viel zu kurz, da er die meiste Zeit darin involviert war.
Ich würde ein weiteres Buch von Collins über "Bones" definitiv lesen, bezweifle aber, dass noch eines kommen wird.

Kommentieren0
13
Teilen

Rezension zu "In the Line of Fire" von Max Allan Collins

Könnte man noch verbessern oder spannender schreiben.
Martin-Martialvor 4 Jahren

An sich, ganz toll, man hätte aber noch mehr draus machen können!

Kommentare: 1
12
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Max Allan Collins wurde am 03. März 1948 in Muscatine, Iowa (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Max Allan Collins im Netz:

Community-Statistik

in 244 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks