Max Barry

 4.1 Sterne bei 112 Bewertungen
Autor von Logoland, Lexicon und weiteren Büchern.
Max Barry

Lebenslauf von Max Barry

Der am 18. März 1973 geborene Max Barry lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Melbourne in Australien. Einige Jahre arbeitete er bei der Firma Hewlett-Packard. Seine dortige Festanstellung gab er jedoch für die Schriftstellerei auf. Zusätzlich zu seinen ersten drei Romanen entwickelte er das Online-Spiel NationStates und wirkte bei zahlreichen Software-Projekten mit. Mittlerweile wurden die Filmrechte für all seine Bücher verkauft.

Alle Bücher von Max Barry

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Logoland

Logoland

 (45)
Erschienen am 09.05.2008
Lexicon

Lexicon

 (27)
Erschienen am 22.09.2014
Chefsache

Chefsache

 (16)
Erschienen am 02.10.2006
Maschinenmann

Maschinenmann

 (9)
Erschienen am 21.05.2012
Sirup

Sirup

 (4)
Erschienen am 09.07.2012
Maschinenmann: Roman

Maschinenmann: Roman

 (2)
Erschienen am 21.05.2012
Sirup: Roman

Sirup: Roman

 (0)
Erschienen am 09.07.2012
Lexicon

Lexicon

 (1)
Erschienen am 22.09.2014

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Neue Rezensionen zu Max Barry

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ralluss avatar

Rezension zu "Lexicon" von Max Barry

Wortwaffe
rallusvor 4 Jahren

Bist Du ein Hund- oder Katzenfreund? Was ist Deine Lieblingsfarbe? Warum hast Du es getan?

Was wie ein abgewandeltes Monty-Python-Frage- und Antwortspiel klingt, um über die Brücke zu kommen (für Uneingeweihte, enthalten in dem Film 'Ritter der Kokusnuss') sind Sondierungsfragen, die dazu dienen, einen Menschen in ein Segment einzuteilen. Wer das Segment eines Menschen kennt, kennt auch die Worte, um ihn zu infiltrieren und gefügig zu machen. Dieser Wortevoodoo ist keine Magie oder Superkraft, nein, die Grundlagen muss jeder ausgewählte Proband in den Laboratorien des Instituts lernen.

Emily Ruff, sechzehn Jahre alt und ohne Schulausbildung, von zu Hause ausgerissen, verdient sich ihr Geld mit Kartentricks auf der Straße. Sie beeinflusst Menschen, sie bringt sie dazu, mit ihr zu spielen und versucht je nach Art der Mitspieler ihre Tricks anzubringen. Dadurch fällt sie der Organisation auf, die sie rekrutieren möchte.

Doch halt, geht es nicht eigentlich um Wil Parke, den unbescholtenen Zimmermann der von zwei Männern am Flughafen entführt und in einem Tohuwabohu aus kaputten Autos und Toten zu Eliot gebracht wird. T.S.Eliot, der Dichter? Ja genau der, und der sucht Virginia Woolf. So undurchsichtig und verworren der Anfang ist, er macht Lust auf mehr, Lust auf Erklärung, und Max Barry versteht das Handwerk des Thrillers sehr gut.

Geschickt springt er in den Zeiten und Orten hin und her, der Leser weiß lange nicht, welcher Strang der Geschichte nun die Gegenwart ist, welcher retrospektiv berichtet. Natürlich ist der Part des Bösewichts und des Guten nicht ganz klar.

Es geht - ja um einen kleinen Ort in Australien, Broken Hill, in dem plötzlich alle Bewohner verrückt gespielt haben, oder war es doch ein Grubenunfall wie die Zeitung schrieb? Aber in Broken Hill hat alles begonnen, und so wird der Leser nach und nach in die verzwickte Geschichte eingeführt. Max Barry führt sich nicht als allwissender Erzähler auf, er bleibt bei den Hauptpersonen und erzählt deren Puzzlestück der ganzen Geschichte. Und so nach und nach ergibt sich ein faszinierendes Gesamtbild. Hat man das Gefühl, man hätte nun genug verstanden und wüsste auf welcher Seite die Charaktere stehen, ändert sich der Kontext.

Max Barry versteht es, seine Leser zu packen, seine Grundidee ist hochinteressant, die Segmentierung von Menschen in verschiedene Typen, die auch auf verschiedene Wörter reagieren. Dabei sind Wörter Waffen, die richtig eingesetzt jemanden dazu bringen, sich die Hand in den Mund zu stecken, solange bis er stirbt.

Die spannende, örtlich und zeitlich im Zickzack pendelnde Geschichte überdeckt aber auch die blassen Charaktere und die literarisch einfachen Mittel. Auf die Organsiation wird nur in James Bond Manier eingegangen, Organisation = Böse, hat Soldaten. Yeats ist der Mächtige, dessen Hintergünde im Dunkeln bleiben, er dient eher als Platzhalter für den Plot. Nichtsdestotrotz ist Max Barry ein atemloser interessanter Thriller gelungen, dessen Zutaten manchmal zu roh gerieten. Etwas mehr durchgeköchelt hätte es eine höchst schmackhafte Suppe werden können, so wirkt sie alleine durch die Hitze und die exotischen Zutaten ansprechend.

 


 

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Rezension zu "Maschinenmann" von Max Barry

Hirnrissiger liebloser Cyberquatsch
Babschavor 4 Jahren

Dr. Charles Neumann ist Wissenschaftler am Institut Better Future irgendwo in Amerika, durch und durch der forschende Techniker und sozial und emotional vollständig unterbelichtet. Als er eines Tages durch einen Arbeitsunfall ein Bein verliert, bastelt er sich in seinem Institut ein neues, besseres. Aber auf einem (künstlichen) Bein kann man bekanntlich nicht gut stehen, deshalb liebäugelt er damit, sich auch seines anderen zu entledigen, um damit wieder festen Boden unter die Füße zu kriegen. Aber wie wäre es denn, noch weitere Körperteile zu "optimieren", um sich Zug um Zug aus der Beschränktheit der menschlich-biologischen Grundlagen heraus zu arbeiten, sich evolutionär weiter zu entwickeln? Als das dubiose Management seiner Forschungseinrichtung dann das geistige Potential ihres Mitarbeiters erkennt, läuft alles aus dem Ruder.

Das soll zur story reichen. Diese ist nämlich derart krude, zusammenhang- und lieblos, unausgegoren und dämlich, dass sich einem die Fußnägel aufrollen. In einer Mischung aus Superman und Robocop lässt der Autor hier einen völlig widersprüchlich gestrickten Psychopathen auf den Leser los, der einem genau wie die paar anderen selbstgebastelten und gerade zu lächerlichen Hauptfiguren nach kurzer Zeit nur noch auf den Geist geht. Und dass Barry den ganzen Stuss dann auch noch meint, mit einer kleinen tragischen lovestory unterlegen zu müssen, setzt dem Ganzen die Krone auf.  Keinerlei klarer Handlungsleitfaden, die Geschehnisse laufen völlig unkoordiniert und Spannung kommt da schon mal gar nicht auf. Unterhaltungwert ebenfalls gleich null. Unter einer "schwarzen Komödie" verstehe ich was anderes. Eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Was soll der Quatsch? Dem Leser Lesezeit klauen?

Aber kaum zu glauben, dass der gleiche Autor einige Zeit danach mit seinem Roman "Lexicon" dann einen wirklich gelungenen ideenreichen und wendungsreichen Thriller abgeliefert hat. Das nenne ich Weiterentwicklung!

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S

Rezension zu "Lexicon" von Max Barry

Lexicon, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 4 Jahren

Ein bekannter Spruch lautet, dass die Feder mächtiger ist, als das Schwert. Mit einem Federstrich lässt sich mehr ausradieren, als mit dieser Waffe. Und das bedeutet wiederrum, dass Worte die gefährlichste Waffe überhaupt sind. Das ist die Grundprämisse von Max Barrys "Lexicon".

Der Autor wurde 1973 in Australien geboren. Er arbeitete als Verkäufer für HP, ehe er sich entschloss, Vollzeitschriftsteller zu werden. Sein erster Roman "Syrup" und wurde im selben Jahr unter dem Namen "Fukk" vom Goldmann-Verlag in Deutschland herausgebracht. Seitdem sind weitere Bücher von ihm erschienen. Nebenbei unterhält er einen Blog, in dem er über alles Mögliche schreibt. Er lebt mit seiner Familie in Melbourne.

Eines Tages wird Will Parke entführt. Hilflos muss er mit ansehen, wie die beiden Männer sich einen Weg freischießen. Bis plötzlich merkwürdiges passiert. Eine Frau befiehlt einem der Entführer sich zu erschießen, was der auch widerstandslos macht. Der andere hingegen widersteht dem Kommando und tötet im Gegenzug die Frau, die er eine Dichterin nennt.

Schon bald erfährt Will, dass er etwas Besonderes ist. Er scheint die Begegnung mit einem leeren Wort überstanden zu haben. Und das befindet sich in Broken Hill, Australien. Ein langer und gefahrvoller Weg wartet auf ihn.

Derweil erfährt man die Lebensgeschichte von Emily. Sie ist ein Kind der Straße, eine Überlebenskünstlerin. Bis sie eines Tages an einem merkwürdigen Test teilnimmt, und sich herausstellt, dass sie über eine besondere Fähigkeit verfügt. Und diese wird im Laufe der Zeit ausgebildet.

"Lexicon" ist ein faszinierendes Buch. Die Idee, dass Wörter Macht haben und man mit der richtigen Anwendung gewisser Phrasen andere Menschen kontrollieren kann, leuchtet ein. Beispiele dafür sieht man tagtäglich im Fernsehen. Daher ist die Idee sozusagen nur genial weitergedacht.

Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21263/lexicon

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Gespräche aus der Community

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Die Buchprüferins avatar

Es gibt solche Bücher. Rätselhaft. Geheimnisvoll. Unwiderstehlich. Und vielsagend in einer Art, die Dich im wirklichen Leben berührt, Dir lange nachgeht. Dich vielleicht sogar ein bisschen verändert.

Genau so ein Buch ist Lexicon von Max Barry für uns geworden. Wir – Friedrich Mader und Tamara Rapp – haben es für den Heyne-Verlag übersetzt und lektoriert. Und jetzt, wo es frisch erschienen ist, wollen wir unsere Begeisterung mit Euch teilen.

Der Heyne-Verlag stellt 15 Exemplare zur Verfügung, die an Euch verlost werden! Als glückliche Gewinner könnt Ihr Euch ins Lesevergnügen und in die Diskussion stürzen. Natürlich habt Ihr dabei auch die Gelegenheit, uns Fragen zum Buch und zur Übersetzung zu stellen!

Folgt mit uns der einzigartigen Geschichte von Wil Parke, der eines Tages auf der Flughafentoilette in Portland von zwei Männern entführt wird. Angeblich ist er eine Schlüsselfigur in einem geheimen Krieg: denn er ist immun. Immun gegen die zerstörerische und manipulative Macht von Worten …
In der nach einem furchtbaren Chemieunfall verlassenen Stadt Broken Hill soll Wil nach einem Artefakt suchen, das den Krieg beenden könnte. Doch seine Mission ist auch dem Feind bekannt, und der schreckt buchstäblich vor nichts zurück.

Was den Roman so besonders für uns gemacht hat, war nicht nur die gekonnt verschachtelte und rasant erzählte Handlung, sondern auch die ihr zugrunde liegenden Themen. Dass Worte Macht haben, ist eine gängige Phrase – Max Barry, Autor von Logoland und Maschinenmann, hat sie auf faszinierende Weise in die Realität seines Buches verwandelt.

Bewerbt Euch und erkundet die faszinierende Welt von Lexicon – einen ersten Einblick bekommt Ihr in dieser Leseprobe. Lauscht den Unterströmungen dieses komplexen Romans und lasst Euch mitreißen, bis Ihr nicht mehr wisst, wo oben und unten ist!

Dazu braucht Ihr uns bloß mitzuteilen*,

  1. welche/r Dichter/in Ihr nach dem ultimativen Persönlichkeitstest von Lexicon seid (den Test findet Ihr hier)**,
  2. wohin wir Euch das Buch schicken sollen.

Als Gewinner solltet Ihr Euch engagiert an der Diskussion hier in der Leserunde beteiligen und nach Abschluss der Lektüre eine Rezension auf LovelyBooks schreiben (bzw. von hier aus auf eine in Eurem Blog etc. verlinken).

Und jetzt: Auf die Plätze, fertig, LEXICON!!!

 

* Bitte nicht wundern: Wir sind vom 23.9. bis 1.10. weg vom Schreibtisch, danach kümmern wir uns umgehend um eventuelle Fragen zur Bewerbung.

** Wir outen uns gleich mal als Erste: Tamara Rapp ist Silvia Plath, Friedrich Mader ist William Butler Yeats ;-)

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Max Barry wurde am 17. März 1973 geboren.

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