Max Barry Lexicon

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Inhaltsangabe zu „Lexicon“ von Max Barry

Worte sind Waffen!

Wil Parke ist ein einfacher Zimmermann. Oder zumindest glaubt er das. Bis er auf einer Flughafentoilette in Portland von zwei Männern angegriffen wird. Sie behaupten, er sei der Schlüssel in einem geheimen Krieg, ein »Ausreißer«, immun gegen die Kraft der Worte. Sie zwingen ihn mitzukommen in die Geisterstadt Broken Hill, deren gesamte Bevölkerung bei einem Chemieunfall vor zwei Jahren ausgelöscht wurde. Dort soll ein mächtiges Artefakt verborgen liegen, das den Krieg ein für alle Mal beenden könnte. Doch der Feind ist ihnen bereits auf den Fersen ...

Super! Absolute Leseempfehlung!

— Silivren

Als Will Parke entführt wird, ahnt er noch nicht, dass sich sein Leben vollkommen verändern wird. Er wird Teil einer Wort, in der Worte ...

— Splashbooks

Ein interessantes und zugleich beängstigendes Thema mit spannenden Wendungen und einem für mich verwirrenden und enttäuschenden Ende.

— Litis

Super spannender und packender thriller !

— RahelHunar

Unglaublich faszinierende Ideen, spannende Umsetzung, interessante, tiefschichtige Charaktere mit witzigen Sequenzen. Lesenswert!

— Ja-Liya

Ein spannendes und beängstigendes Buch. Ein packender Thriller, der die Macht der Worte treffend formuliert. Absolut lesenswert.

— BlueSunset

Die Macht des Wortes - genial :-)

— schidan20

Grandios der Macht der Worte kann sich keiner entziehen

— dieDoreen

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    Lexicon

    rallus

    07. May 2015 um 15:33

    Bist Du ein Hund- oder Katzenfreund? Was ist Deine Lieblingsfarbe? Warum hast Du es getan? Was wie ein abgewandeltes Monty-Python-Frage- und Antwortspiel klingt, um über die Brücke zu kommen (für Uneingeweihte, enthalten in dem Film 'Ritter der Kokusnuss') sind Sondierungsfragen, die dazu dienen, einen Menschen in ein Segment einzuteilen. Wer das Segment eines Menschen kennt, kennt auch die Worte, um ihn zu infiltrieren und gefügig zu machen. Dieser Wortevoodoo ist keine Magie oder Superkraft, nein, die Grundlagen muss jeder ausgewählte Proband in den Laboratorien des Instituts lernen. Emily Ruff, sechzehn Jahre alt und ohne Schulausbildung, von zu Hause ausgerissen, verdient sich ihr Geld mit Kartentricks auf der Straße. Sie beeinflusst Menschen, sie bringt sie dazu, mit ihr zu spielen und versucht je nach Art der Mitspieler ihre Tricks anzubringen. Dadurch fällt sie der Organisation auf, die sie rekrutieren möchte. Doch halt, geht es nicht eigentlich um Wil Parke, den unbescholtenen Zimmermann der von zwei Männern am Flughafen entführt und in einem Tohuwabohu aus kaputten Autos und Toten zu Eliot gebracht wird. T.S.Eliot, der Dichter? Ja genau der, und der sucht Virginia Woolf. So undurchsichtig und verworren der Anfang ist, er macht Lust auf mehr, Lust auf Erklärung, und Max Barry versteht das Handwerk des Thrillers sehr gut. Geschickt springt er in den Zeiten und Orten hin und her, der Leser weiß lange nicht, welcher Strang der Geschichte nun die Gegenwart ist, welcher retrospektiv berichtet. Natürlich ist der Part des Bösewichts und des Guten nicht ganz klar. Es geht - ja um einen kleinen Ort in Australien, Broken Hill, in dem plötzlich alle Bewohner verrückt gespielt haben, oder war es doch ein Grubenunfall wie die Zeitung schrieb? Aber in Broken Hill hat alles begonnen, und so wird der Leser nach und nach in die verzwickte Geschichte eingeführt. Max Barry führt sich nicht als allwissender Erzähler auf, er bleibt bei den Hauptpersonen und erzählt deren Puzzlestück der ganzen Geschichte. Und so nach und nach ergibt sich ein faszinierendes Gesamtbild. Hat man das Gefühl, man hätte nun genug verstanden und wüsste auf welcher Seite die Charaktere stehen, ändert sich der Kontext. Max Barry versteht es, seine Leser zu packen, seine Grundidee ist hochinteressant, die Segmentierung von Menschen in verschiedene Typen, die auch auf verschiedene Wörter reagieren. Dabei sind Wörter Waffen, die richtig eingesetzt jemanden dazu bringen, sich die Hand in den Mund zu stecken, solange bis er stirbt. Die spannende, örtlich und zeitlich im Zickzack pendelnde Geschichte überdeckt aber auch die blassen Charaktere und die literarisch einfachen Mittel. Auf die Organsiation wird nur in James Bond Manier eingegangen, Organisation = Böse, hat Soldaten. Yeats ist der Mächtige, dessen Hintergünde im Dunkeln bleiben, er dient eher als Platzhalter für den Plot. Nichtsdestotrotz ist Max Barry ein atemloser interessanter Thriller gelungen, dessen Zutaten manchmal zu roh gerieten. Etwas mehr durchgeköchelt hätte es eine höchst schmackhafte Suppe werden können, so wirkt sie alleine durch die Hitze und die exotischen Zutaten ansprechend.    

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  • Lexicon, rezensiert von Götz Piesbergen

    Lexicon

    Splashbooks

    26. January 2015 um 09:39

    Ein bekannter Spruch lautet, dass die Feder mächtiger ist, als das Schwert. Mit einem Federstrich lässt sich mehr ausradieren, als mit dieser Waffe. Und das bedeutet wiederrum, dass Worte die gefährlichste Waffe überhaupt sind. Das ist die Grundprämisse von Max Barrys "Lexicon". Der Autor wurde 1973 in Australien geboren. Er arbeitete als Verkäufer für HP, ehe er sich entschloss, Vollzeitschriftsteller zu werden. Sein erster Roman "Syrup" und wurde im selben Jahr unter dem Namen "Fukk" vom Goldmann-Verlag in Deutschland herausgebracht. Seitdem sind weitere Bücher von ihm erschienen. Nebenbei unterhält er einen Blog, in dem er über alles Mögliche schreibt. Er lebt mit seiner Familie in Melbourne. Eines Tages wird Will Parke entführt. Hilflos muss er mit ansehen, wie die beiden Männer sich einen Weg freischießen. Bis plötzlich merkwürdiges passiert. Eine Frau befiehlt einem der Entführer sich zu erschießen, was der auch widerstandslos macht. Der andere hingegen widersteht dem Kommando und tötet im Gegenzug die Frau, die er eine Dichterin nennt. Schon bald erfährt Will, dass er etwas Besonderes ist. Er scheint die Begegnung mit einem leeren Wort überstanden zu haben. Und das befindet sich in Broken Hill, Australien. Ein langer und gefahrvoller Weg wartet auf ihn. Derweil erfährt man die Lebensgeschichte von Emily. Sie ist ein Kind der Straße, eine Überlebenskünstlerin. Bis sie eines Tages an einem merkwürdigen Test teilnimmt, und sich herausstellt, dass sie über eine besondere Fähigkeit verfügt. Und diese wird im Laufe der Zeit ausgebildet. "Lexicon" ist ein faszinierendes Buch. Die Idee, dass Wörter Macht haben und man mit der richtigen Anwendung gewisser Phrasen andere Menschen kontrollieren kann, leuchtet ein. Beispiele dafür sieht man tagtäglich im Fernsehen. Daher ist die Idee sozusagen nur genial weitergedacht. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21263/lexicon

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  • Lexicon

    Lexicon

    FabAusten

    Wil wird auf einer Flughafentoilette überfallen und von zwei Typen verschleppt. Kurz darauf gibt es im angeschlossenen Parkhaus drei Tote und er befindet sich mit einem der Kidnapper auf der Flucht. Emily ist Trickbetrügerin und lebt auf der Straße. Eines Tages schafft sie es nicht, einen Mann zu betrügen so sehr sie es auch versucht. Sie ist wie fremdgesteuert. Am nächsten Tag trifft sie den Mann wieder und wenig später ist sie Schülerin an einer Akademie, deren Ziele zweifelhaft scheinen. Wil und Emily bilden die losen Enden einer Geschichte und nur zusammen ergeben sie einen Sinn. Lexicon hat viele Lorbeeren erhalten und spricht zweifelsohne ein sehr aktuelles und interessantes Thema an. Wie lassen sich Menschen durch Worte manipulieren, wie sehr vertrauen sie gefilterten Informationen? Nichtsdestotrotz bleibt nach dem Lesen ein „Was, das soll es gewesen sein?“ Im Grunde handelt es sich um eine einzige Verfolgungsjagd mit eingestreuten Flashbacks und Internet- und Zeitungsartikeln. Diese Artikel vertreten mitunter interessante und überlegenswerte Ansichten und werfen einen kritischen Blick auf gegenwärtige Entwicklungen. Ob sie auf die Arbeit der Organisation verweisen sollen, lässt sich annehmen, ist aber nicht immer ersichtlich. Vielleicht ist das sogar beabsichtigt, da das Vorgehen der Organisation gleichermaßen versteckt abläuft. Der Roman kommt ebenso intellektuell wie actionlastig daher und fast tappt man in die Falle, es für ein komplexes Werk zu halten. Die Sprache ist weder poetisch noch trocken, sondern bietet einfach das geeignete Vehikel, um den Leser ohne Schwierigkeiten durch die Geschichte zu tragen. Die Geschichte selbst ist teilweise rasant, zum Ende hin wird es jedoch etwas schleppend und der Schluss fällt sogar etwas klischeehaft aus. Die Charaktere sind allesamt undurchsichtig und wenig vertrauenswürdig. Es gibt keinen ausgesprochenen Sympathieträger. Das spricht für glaubwürdige Charaktere, die eben nicht einfach nur gut oder nur böse sind. Andererseits ist es schwierig, wirklich mit den Protagonisten mitzufiebern. Emily wirkt über weite Strecken unberechenbar und leider auch ziemlich unsympathisch. Ihre Figur muss jedoch so angelegt sein, sonst könnte sie nicht die Funktion innerhalb des Romans einnehmen, die Max Barry ihr zugedacht hat. Vielleicht fasst der Leser am ehesten zu Wil Vertrauen, da er ebenso in die Geschichte hineingeworfen wird und versucht, sich darin zurechtzufinden. Die Motive und Ambitionen der Nebenfiguren wie Yeats und Eliot genauso wie die der Organisation bleiben letztlich im Dunkeln. Warum folgen die Mitglieder allen Anweisungen ohne sie zu hinterfragen? Geben sogar ihr Privatleben auf? Welche höheren Ziele verfolgt die Gruppierung? Ist es die reine Machtgier? Macht um ihrer selbst Willen? Das wäre nicht sehr glaubwürdig. Hier und da werden Informationen eingeworfen, die aber nicht weiterverfolgt werden und es bleibt dem Leser überlassen, was er daraus für Schlüsse über die jeweilige Figur oder Organisation zieht. Es gibt überraschende Ideen und Wendungen, die eine Art „Aha“-Effekt auslösen. Die Wendung, die jedoch vielleicht als die größte angelegt wurde und ein echtes WOW hätte sein können, ist leider schon sehr früh vorauszuahnen. Ähnlich wie bei den Figuren gibt es sehr viele Ereignisse und Dinge, die spannend, tiefgründig und komplex wirken, aber einfach nicht verfolgt oder erklärt werden. Anderes wird übersprungen oder bleibt gleich ganz im Dunkeln. Im Nachhinein betrachtet, ist vieles auch einfach unlogisch. Im ersten Moment fällt letzteres nicht auf, da die Hoffnung besteht, dass es im Laufe der Zeit erklärt wird. Doch das wird es leider nicht. Die Funktion der expliziten Sexszenen innerhalb der Geschichte tendiert wohl gen Null und sie erfüllen vielleicht lediglich den Zweck, den Roman einer erwachsenen Zielgruppe zuschreiben zu können. Es gibt reichlich Szenen von Gewalt, doch hält sich ihre Beschreibung in annehmbaren Grenzen. Insgesamt hat Max Barry einen ambitionierten Roman über die Macht der Worte und die Korrumpierbarkeit der Menschen geschrieben. Zweifelsohne vermag er zu unterhalten, auf wichtige gesellschaftskritische Themen aufmerksam zu machen und Leser zum kritischen Denken anzuregen. All das ist lobenswert. Leider verliert sich die Geschichte zum Teil in Action und schafft es nicht, den eigenen Anspruch an Komplexität zu erfüllen. Letztlich bleibt ein Funken Enttäuschung. Spoiler! Eine biblische Wunderwaffe ist nun auch nicht gerade der neueste aller Einfälle.

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    • 2
  • Ende gut, alles gut? Leider nicht immer...

    Lexicon

    Litis

    Eigene Inhaltswiedergabe Wil Parke weiß noch nicht, dass sich sein bisheriges Leben schlagartig ändern wird, als er auf der Flughafen-Toilette von zwei Männern aufgegriffen wird, die merkwürdige Dinge mit ihm anstellen. Sie versuchen herauszufinden, ob er DER EINE ist, dabei weiß Wil absolut nicht, wovon die Männer reden. Eine Flucht ist zwecklos; ab da an ist nichts mehr wie es vorher war und eine Verfolgungsjagd beginnt. Doch nicht er ist der Verfolger, sondern eine Organisation hat es auf ihn abgesehen, die ihn unerbittlich jagt. Bis er seiner Vergangenheit selbst ins Auge blicken muss... Das Cover Von außen ist das Cover recht schlicht gehalten. Der Autorenname und der Titel heben sich optisch vom Buchcover ab und sind ansonsten recht einfach gestaltet. Als Leser des Titels weiß man, dass der Titel "Lexicon" heißt, obwohl das "O" nur ganz klein zwischen dem C versteckt ist. Hier erkennt der Betrachter bereits die Macht der Worte, um die es in diesem Roman gehen wird. Im Hintergrund erkennt man unbekannte Schriftzeichen.Klappt man den Buchdeckel und -rücken auf, befindet sich darin noch eine Abbildung eines Zaunes mit dem Warnhinweis "Sperrgebiet Broken Hill" und einem Totenkopfsymbol daran. Dieses Bild wirkt verheißungsvoll und gruselig zugleich und macht neugierig. Die Story In diesem Thriller geht es um die Macht der Worte und eine Organisation, die damit umzugehen weiß. Diese Organisation verwendet Worte als Mittel, um andere Menschen zu infiltrieren und sie gefügig zu machen. Dabei sind dies keine uns bekannten Worte, sondern es ist eine, für den normalen Betrachter, willkürliche Anordnung von Buchstaben.Das Thema finde ich sehr spannend und auch beängstigend zugleich. Nicht ohne Grund habe ich daher zu diesem Buch gegriffen. Die Idee dahinter ist wirklich gut erdacht und ausgearbeitet. Sie ist außerdem sehr komplex und als Leser muss man ab und an das Bisherige Revue passieren lassen, um die Zusammenhänge zu begreifen. Ich bin der Meinung, das dies ein Buch ist, das man eigentlich noch ein weiteres Mal lesen muss, um alles zu verstehen. Denn erst im letzten Drittel fällt es einem wie Schuppen von den Augen, während der Rest des Buches schon an einem vorbei gezogen ist. Die Charaktere Einer der Hauptcharaktere ist Wil Parke. Er wird von zwei Männern aufgegriffen, die der Meinung sind, dass er derjenige welche ist, nach dem sie suchen. Wil versteht natürlich nur Bahnhof. Doch als die ersten Menschen, unter anderem einer der beiden Männer, sterben, weiß er, dass irgendetwas so gar nicht stimmt und dass er Tom, seinem Kidnapper, wohl oder übel vertrauen muss. Er versteht, dass es eine Organisation auf ihn abgesehen hat, deren Mitglieder sich die Dichter nennen. Für Tom ist es äußerst wichtig, dass Wil sich an seine Vergangenheit erinnert, damit er etwas Schreckliches abwenden kann. Wil hat damit aber seine Probleme, denn ihm ist nicht bewusst, dass er etwas aus seinem früheren Leben verdrängt. Die zweite Hauptperson ist Emily Ruff. Sie lebt anfangs auf der Straße und verdient sich mit Taschenspieler-Tricks ihr Geld. Dann wird sie von einer Organisation "gefunden", die Emily in eine Art Elite-Schule einlädt. Sie schummelt im Eignungstest und kann an der Schule bleiben. Dort erhält sie neben Essen und einem Schlafplatz auch Unterricht in ihr bisher unbekannten Fächern. Sie erlernt die Bedeutung und Macht der Worte. Da Emily aber schon immer Probleme mit dem Anpassen hatte, gerät sie schnell in Schwierigkeiten. Der Schreibstil Max Barry springt in seinem Thriller häufig von einer Zeitebene in die nächste, ohne das Kapitel zu wechseln. Die Sprünge sind nur durch Absätze voneinander getrennt und müssen dem Leser erst bewusst werden. Am Anfang fiel dies noch leicht und es führte zu den ersten Erkenntnissen. Zum Ende konnte man den verschiedenen Zeitebenen gerade noch so folgen und man musste sich stark konzentrieren. Es fügt sich letztendlich aber alles logisch zusammen. Respekt hierfür. Der Erzählstil ist für mich leider nicht zu 100% flüssig. Zum Einen liegt das natürlich an den Zeitsprüngen und irgendwie stolperte ich häufig beim Satzbau von Herrn Barry.Zwischen den einzelnen Kapiteln fügt der Autor Zeitungsartikel oder Beiträge aus Internet-Foren ein und untermalt damit wunderbar das Geschehene. Dieses Erzähl-Element hat mir gut gefallen. Das Ende Für mich hätte das Ende auf das letzte Kapitel verzichten können. So hat es mich leider eher verwirrt und enttäuscht. Zumindest beim Enttäuschungsfaktor stehe ich vermutlich mit meiner Meinung allein da. :) Für diesen Thriller hätte für mich das Ende ohne das letzte Kapitel einfach besser gepasst.  Fazit Ein interessantes und zugleich beängstigendes Thema mit spannenden Wendungen und einem für mich verwirrenden und enttäuschenden Ende.

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    • 4
  • Leserunde zu "Lexicon" von Max Barry

    Lexicon

    Die Buchprüferin

    Es gibt solche Bücher. Rätselhaft. Geheimnisvoll. Unwiderstehlich. Und vielsagend in einer Art, die Dich im wirklichen Leben berührt, Dir lange nachgeht. Dich vielleicht sogar ein bisschen verändert. Genau so ein Buch ist Lexicon von Max Barry für uns geworden. Wir – Friedrich Mader und Tamara Rapp – haben es für den Heyne-Verlag übersetzt und lektoriert. Und jetzt, wo es frisch erschienen ist, wollen wir unsere Begeisterung mit Euch teilen. Der Heyne-Verlag stellt 15 Exemplare zur Verfügung, die an Euch verlost werden! Als glückliche Gewinner könnt Ihr Euch ins Lesevergnügen und in die Diskussion stürzen. Natürlich habt Ihr dabei auch die Gelegenheit, uns Fragen zum Buch und zur Übersetzung zu stellen! Folgt mit uns der einzigartigen Geschichte von Wil Parke, der eines Tages auf der Flughafentoilette in Portland von zwei Männern entführt wird. Angeblich ist er eine Schlüsselfigur in einem geheimen Krieg: denn er ist immun. Immun gegen die zerstörerische und manipulative Macht von Worten … In der nach einem furchtbaren Chemieunfall verlassenen Stadt Broken Hill soll Wil nach einem Artefakt suchen, das den Krieg beenden könnte. Doch seine Mission ist auch dem Feind bekannt, und der schreckt buchstäblich vor nichts zurück. Was den Roman so besonders für uns gemacht hat, war nicht nur die gekonnt verschachtelte und rasant erzählte Handlung, sondern auch die ihr zugrunde liegenden Themen. Dass Worte Macht haben, ist eine gängige Phrase – Max Barry, Autor von Logoland und Maschinenmann, hat sie auf faszinierende Weise in die Realität seines Buches verwandelt. Bewerbt Euch und erkundet die faszinierende Welt von Lexicon – einen ersten Einblick bekommt Ihr in dieser Leseprobe. Lauscht den Unterströmungen dieses komplexen Romans und lasst Euch mitreißen, bis Ihr nicht mehr wisst, wo oben und unten ist! Dazu braucht Ihr uns bloß mitzuteilen*, welche/r Dichter/in Ihr nach dem ultimativen Persönlichkeitstest von Lexicon seid (den Test findet Ihr hier)**, wohin wir Euch das Buch schicken sollen. Als Gewinner solltet Ihr Euch engagiert an der Diskussion hier in der Leserunde beteiligen und nach Abschluss der Lektüre eine Rezension auf LovelyBooks schreiben (bzw. von hier aus auf eine in Eurem Blog etc. verlinken). Und jetzt: Auf die Plätze, fertig, LEXICON!!!   * Bitte nicht wundern: Wir sind vom 23.9. bis 1.10. weg vom Schreibtisch, danach kümmern wir uns umgehend um eventuelle Fragen zur Bewerbung. ** Wir outen uns gleich mal als Erste: Tamara Rapp ist Silvia Plath, Friedrich Mader ist William Butler Yeats ;-)

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    • 267
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Die Macht der Worte

    Lexicon

    BlueSunset

    Inhalt Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Der eine handelt von Will Park und der andere von der Teenagerin Emily. Will Park wird von zwei mysteriösen Männern entführt. Ihm wird gesagt, er sei der Schlüssel um ein Artefakt sicherzustellen, welches eine Katastrophe auslösen kann. Emily ist Straßenkünstlerin. Eines Tages bekommt sie die Chance an einem Test teilzunehmen, der aussagt, ob sie für eine Akademie geeignet ist, die auf Manipulation von Menschen durch Worte spezialisiert ist. Diese Chance wird ihr Leben komplett verändern. Meine Meinung… „Lexicon“ entführt den Leser in eine Welt voller Psychologie. Durch die beiden Erzählstränge erhält der Leser verschiedene Sichtweisen auf das Gesamtgeschehen, welche das Buch sehr facettenreich gestalten. Der Handlungsstrang von Will ist sehr actionreich und stellt einen guten Kontrast zu dem Emily-Plot dar, welcher eher ruhig verläuft und viele Hintergründe aufdeckt. Da die Handlungen erst spät zusammengeführt werden, entsteht zusätzliche Spannung. Besonders die Unwissenheit von Will hat mich fortlaufend zum Weiterlesen motiviert, da man gemeinsam mit ihm die Zusammenhänge erkennt. Die Thematik wirkt sehr realitätsnah, gut recherchiert und passt ins Konzept.  Fazit: Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, was voller Überraschungen steckt, hier und da vielleicht mal etwas verwirrend ist und eine manchmal etwas beängstigende Realitätsnähe aufweist, dafür jedoch ein umso größeres Maß an Spannung auslöst, wenn alles aufgedeckt wird.

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    • 2
  • Thriller der Extraklasse!

    Lexicon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. November 2014 um 13:00

    INHALT: Wil Parke ist ein einfacher Zimmermann. Oder zumindest glaubt er das. Bis er auf einer Flughafentoilette in Portland von zwei Männern angegriffen wird. Sie behaupten, er sei der Schlüssel in einem geheimen Krieg, ein »Ausreißer«, immun gegen die Kraft der Worte. Sie zwingen ihn mitzukommen in die Geisterstadt Broken Hill, deren gesamte Bevölkerung bei einem Chemieunfall vor zwei Jahren ausgelöscht wurde. Dort soll ein mächtiges Artefakt verborgen liegen, das den Krieg ein für alle Mal beenden könnte. Doch der Feind ist ihnen bereits auf den Fersen … MEINE MEINUNG: Mörderischer wie fesselnder kann Unterhaltung kaum sein. “Lexicon” ist ein Thriller der Extraklasse und das Großartigste, was ich bisher gelesen habe. Der Roman beschäftigt sich mit der Macht der Worte und was man mit ihnen bewirken kann. Dies wird durch fiktive Zeitungsartikel, Beiträgen und Meldungen von Webseiten und Protokollen deutlich gemacht, die passende Themen zu den Kapiteln enthalten. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Zum einen wird sie aus Wils Sicht und zum anderen aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt. Welche Rolle das Mädchen spielt, klärt sich im Laufe der Geschichte auf. Alle Charaktere – auch die Nebenfiguren – sind sehr facettenreich und außergewöhnlich. Durch raffinierte Zeitsprünge und Ortswechsel bringt der Autor Leben in die Geschichte. Trotzdem behält man ohne Weiteres den Überblick. Er sorgt dennoch für eine große Portion Verwirrung und stellt unseren Verstand auf die Probe. Man benötigt Nerven wie Drahtseile. Die Story bietet vor allem: überraschende Wendungen, viel Action und Gefahr. Während man Wort für Wort, Seite für Seite immer tiefer in die Geschichte eintaucht, kommt man nicht mehr von dem Buch los. Deshalb Vorsicht: Es besteht Suchtgefahr! Fazit: So – und nicht anders – geht Spannung! --------------------- (c) 2014 - Nanes-Leseecke

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  • Lexicon

    Lexicon

    Pixibuch

    06. November 2014 um 19:57

    Zu Anfang begann das Buch ganz professionell mit einer Entführung. Will, eine Elektriker wird am Flughaften zusammengeschlagen und eben in eine Auto verfrachtet. Zuvor wurde er mit einer Spritze betäubt. Dann jagt er mit seinem Entführer durch die Gegend. Und die anderen wollen Wil immer eintrichtern, dass er früher in  Broken Hill gelebt hätte. Dies verneint er dann immer. Ein neuer Handlungsstrang, der bestimmt schon einige Jahre zurückliegt. Emily ist eine Trickspielerin. Sie wird von einem Mann angesprochen und auserwählt, sich in einer Akademie der Dichter ausbilden zu lassen mit Worten andere Menschen manipulieren zu können. Sie erhält jahrelange Ausbildung und wird dann von ihrem Mentor  nach Broken Hill geschickt. Emily  erfährt das Blankowort, mit dem man ganze Städte manipulieren kann. Und Emily zerstört eine ganze Stadt. Diese will dann aber später der Entführer Eliot mit Wil retten. Dabei haben sie so manche Attacken zu überstehen. Aber in dem ganzen Buch darf  natürlich ein wenig  Liebe nicht fehlen. Diese Buch hat mich am Anfang sehr an Fiktionen erinnert, doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr wurde ich in die Geschichte hineingezogen. Der Autor versteht es vorzüglich, Spannung in das ganze Thema zu bringen. Was am Anfang etwas verworren klang, findet aber bald eine gutes Zusammenspiel und man kann sich an den vielen Personen sehr gut orientieren. Ganz toll fand ich, dass die Kapitel durch Zeitungsausschnitte und Internetseiten aufgelockert wurden. Mal ein ganz anderer Stil. Teilweise wurde ich bei den einzelnen Kapiteln  in die Irre geführt und verdächtigte Personen, die sich am Ende als „Gute“ herausstellten. Ich muß allerdings gestehen, dass ich am Anfang nicht so begeistert von dem Buch war, aber je weiter ich las und mich weiter mit dieser Materie beschäftigte, desto interessanter und spannender wurde es. Auch das minimalistische Cover in grau nur mit den Buchstaben ist sehr ansprechbar.  

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  • Von der Gewalt des Menschen und des Wortes

    Lexicon

    Babscha

    Der nichts ahnende Wil Parke wird auf einer Toilette des Flughafens von Portland, USA von zwei Männern angegriffen und nach kurzer heftiger Gegenwehr von einem der Angreifer verschleppt. Gefüttert mit bruchstückhaften, nebulösen Hinweisen zu einem in der verlassenen Stadt Broken Hill im australischen outback verborgenen gefährlichen Artefakt, zu dem er der einzige Schlüssel sei, beginnt für ihn eine albtraumhafte Odyssee um die halbe Welt. Ziemlich schnell merkt er, dass es hier tatsächlich um Leben und Tod geht. Eine geheimnisvolle Organisation, zu der sein Entführer irgendeine Verbindung zu haben scheint, ist ihnen dicht auf den Fersen und schreckt vor nichts zurück, um zu verhindern, dass die beiden Männer ihr Ziel erreichen. So der Auftakt eines von der ersten bis zur letzten Seite megaspannenden, abgründigen und fesselnden Buches, das seine ganze Qualität erst mit dem Fortschreiten der anfangs ziemlich verworrenen, dann aber um so vielschichtigeren, sauber konstruierten und verschachtelten Handlung offenbart. Denn wer hier nur einen gut gemachten Thriller erwartet, wird wahrlich überrascht. Kernthema des Romans sind nämlich Worte und deren große, zumeist destruktive Macht. Und hierin liegt dann auch der eigentliche Zusammenhang aller dem Leser nach und nach und auf wechselnden Zeitebenen ausgebreiteten rasanten Geschehnisse mit dem einen schrecklichen Gegenstand, auf den alles hin steuert. Es wäre einfach opportun, an dieser Stelle mehr zu verraten, da sollte man sich dieses außergewöhnliche Lesevergnügen unbedingt selbst gönnen. Getragen wird die bis zum überraschenden Ende mit vielen unerwarteten Wendungen daher kommende story von einer Handvoll gut gezeichneter Hauptcharaktere, allen voran der der jungen, toughen und aufgrund ihrer nicht gerade rosigen Lebensumstände sich dann auch äußerst zwiespältig entwickelnden Emily, um die sich letztlich alles rankt. Gleichzeitig die Person, die bei mir in dem kalten Wirrwarr von Manipulation und Gewalt zumindest zeitweise so was wie Empathie wecken konnte. Was den Roman weiter reizvoll macht, sind die nach jedem Kapitel eingestreuten fiktiven "Medienberichte" zum Buchgeschehen selbst, vor allem aber die vom Autor bewusst platzierten Reflektionen zur Macht des geschriebenen wie gesprochenen Wortes mit seinen vielfältigen Beeinflussungsmöglichkeiten, sei es über Anklänge an die alttestamentarische babylonische Sprachverwirrung und ihre Folgen wie auch zum Wirken der heutigen "social medias", in denen mit wenigen Worten zielgerichtete Lawinen losgetreten werden können. Dies macht er begleitend zur story allerdings so subtil und geschickt und vor allem ohne erhobenen Zeigefinger, dass es weder stört noch unangenehm berührt. Hier ist gerade der Leser gefordert, selbst Zusammenhänge herzustellen und Denkanstöße wahr zu nehmen. Alles in allem eines der besten, spannendsten und intelligentesten Bücher der letzten Jahre in einem klasse Schreibstil. Ein echter Lesegenuss und damit unbedingte Empfehlung.

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    • 9

    Arun

    06. November 2014 um 12:31
  • Wer Wil was?

    Lexicon

    walli007

    Wil Parke weiß nicht, wie ihm geschieht. Auf dem Flughafen stellen zwei Fremde etwas mit ihm an und als er wieder erwacht, erscheint ihm die Welt verrückt. Was wollen die von ihm? Er soll die Welt retten? So ein Quatsch, Wil ist ein einfacher Zimmermann. Er will zu seiner Freundin, die ihn vom Flughafen abholen sollte. Doch auch Cecilia verhält sich eigenartig. Es sieht so aus, als wolle sie ihn in die Hände der Feinde geben. So eben kann Wil entkommen und die beiden Fremden und Wil schaffen es mit knapper Not, das Flughafengelände zu verlassen. Mitten hinein geworfen wird man in die Handlung dieses spannenden Romans. Fast zwangsläufig wirft das zunächst mehr Fragen auf als Antworten gegeben werden. Beschreibungen der einzelnen action geladenen Szenen werden unterbrochen von Zeitungsausschnitten, Internetposts und ähnlichen Veröffentlichungen, die manchmal eine Erläuterung geben und manchmal die Handlung noch rätselhafter machen. Durch die besondere Komposition fesselt das Buch außerordentlich, einmal mit der Lektüre begonnen, macht die Handlung so neugierig darauf wie es weitergeht, dass das Buch fast zu einem ständigen Begleiter wird. Freude bereitet es, wenn sich während des Lesens nach und nach erschließt, was der Autor geplant haben könnte. Einen kleinen Triumph könnte man empfinden, wenn das Rätsel raten, durch die verschachtelte Handlung ausgelöst, hin und wieder durch die Worte des Autors bestätigt wird. Allzu viel soll jedoch nicht verraten werden, um dem künftigen Leser nicht die Freude zu nehmen, selbst in die Story einzutauchen.  Jedenfalls ist dem Autor ein hervorragendes Werk gelungen, das von der ersten bis zur letzten Sekunde packt und einen über die Macht der Worte nachdenken lässt. 4,5 Sterne

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    • 5

    Sabine17

    06. November 2014 um 06:25
  • Einfach unglaublich gut!

    Lexicon

    Ja-Liya

    Inhalt Wil Parke wird am Flughafen von zwei Männern entführt. Sie behaupten, er sei der Einzige, der eine große Gefahr abwenden könne – eine Gefahr, der er schon mal entgegengetreten sei. Wil kann sich jedoch an nichts erinnern. Zusammen mit Eliot, einem der Entführer, stolpert er in etwas hinein, das die ganze Realität auf den Kopf stellt, während er Stück für Stück die Bruchstücke zu einem Ganzen zusammensetzt - immer auf der Hut vor der Macht der Worte. Meinung Bereits zu Beginn wird man in eine Handlung hineingeworfen, die es einem schwer macht, mit dem Lesen aufzuhören. Genauso ahnungslos wie Wil stolpert man verwirrt durch die ersten Seiten und wünscht sich eine Erklärung zu den Geschehnissen. Diese lässt jedoch zunächst auf sich warten. Stattdessen lernt man Emily kennen, die scheinbar völlig losgelöst von den Geschehnissen um Wil, in einer Akademie aufgenommen wird, die Dichter ausbildet – Dichter, die mit Worten andere manipulieren können. Während der Anfang der Geschichte auf den ersten Blick völlig chaotisch mehrere Handlungen parallel laufen lässt, wird der Sinn erst ganz am Ende ersichtlich. Das Buch erscheint wie ein großes Mosaik am Boden eines Raumes: man erkennt erst das Motiv, wenn man es von oben betrachtet und mit jedem Kapitel steigt man ein Stück höher auf einer Leiter, bis sich am Ende alles zusammenfügt. Immer wieder werden dem Leser neue Puzzlestücke präsentiert, die dieser dann kombinieren muss. Gerade wenn er denkt, er habe einen Teil des Rätsels entschlüsselt, wird ein weiteres Stück enthüllt, welches das vorherige Bild durcheinander bringt. Bis zum Schluss schafft der Autor es so, die Spannung ganz oben zu halten. Obwohl man immer wieder meint, man habe erraten, worauf die Handlungen hinauslaufen werden, wird man genauso oft eines Besseren belehrt. Nichts ist wie es scheint und doch passt alles am Ende zusammen. Gerade dieses Zusammenführen von Handlungen und Informationen, die scheinbar keine Verbindung besitzen, verleiht dem Buch einen großen Teil seiner Faszination. Die zweite große Stärke des Buches sind die Charaktere. Alle Figuren verfügen über vielschichtige, einzigartige und faszinierende Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften und Vergangenheiten. Obwohl einige der Figuren innerhalb der Handlung großen Veränderungen unterworfen sind, bleiben bestimmte Persönlichkeiten und Verhaltensweisen kontinuierlich erhalten, die den Charakteren Authentizität und Tiefe verleihen. Auch hier fügen sich erst im Verlauf der Handlung mehrere Puzzlestücke zusammen, die ein völlig anderes Licht auf die Figuren werfen. Auch die Beziehungen untereinander halten einige Überraschungen parat. Der Autor nutzt zur Darstellung vor allem Dialoge, was in Anbetracht des Themas durchaus eine gewisse Logik birgt. Diese entführen auf nachdenkliche, witzige und rasante Weise in die Welt der Worte und schaffen es, den Leser völlig in den Bann zu schlagen. Jede der Figuren besitzt dabei eine eigene Art und Weise zu sprechen, Wörter zu wählen und sich auszudrücken, die kontinuierlich durchgehalten wird. Zudem erlaubt es die Sprache des Autors sich die Umstände und Umgebung gut vorzustellen und völlig in der Geschichte zu versinken. Spannung, Ironie, Witz und Wissen wechseln sich dabei ständig ab und sorgen für Abwechslung. Ergänzt wird die Handlung zudem von fiktiven Zeitungsartikeln, Internetseiten oder Chat-Konversationen, die zum Teil die Handlung vorantreiben oder die Manipulation der Medien verdeutlicht, indem die öffentliche Sicht der Geschehnisse gezeigt wird. Hierbei schlägt der Autor eine kritische Brücke zur Realität und der Nutzung von Medien. Das Cover besticht durch Schlichtheit und Übersichtlichkeit, ohne den Bezug zum Thema zu verlieren. Die Verwendung von grau und weiß schafft einen schönen Kontrast zu gelb als Signalfarbe und springt sofort ins Auge. Fazit Max Barry schafft es in einer mitreißenden Art und Weise, den Leser in den Bann zu schlagen. Direkt zu Beginn findet man sich mitten im Geschehen und muss zusammen mit dem, ebenfalls noch ahnungslosen, Wil die ganze Geschichte enträtseln. Der Autor macht es dem Leser dabei nicht einfach, sodass bis zum Schluss die Spannung gehalten wird und immer wieder neue Wendungen auftreten. Lebendig wird die Geschichte besonders durch die authentischen und packenden Persönlichkeiten der Figuren, die (zum Teil sehr witzigen) Dialoge und die Erzählweise, die gerade so viel enthüllt, dass geglaubte Tatsachen erneut zu Rätseln werden. Zudem tauchen immer wieder interessante Gedankengänge zum Gebrauch von Worten und Manipulation auf, die teilweise zum Nachdenken anregen. Spannend ist auch das Thema: Die Macht der Worte, welches dem Buch noch einmal mehr an Lesequalität verleiht, da der Autor dieses Thema sehr spannend, einfallsreich und witzig umsetzen konnte. Lexicon ist ein Buch, das es dem Leser nicht erlaubt, es wieder aus der Hand zu legen, bis alle Rätsel gelüftet sind. Für mich ist es eines der lesenswertesten Bücher, das ich seit langem in den Händen hielt!

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    • 2
  • Inhalt/Meinung

    Lexicon

    RahelHunar

    Wil Parker wird auf einer Flughafentoilette in Portland von zwei Männern angegriffen,dabei ist er bloß ein einfacher Zimmermann das glaubt er jedenfalls. Sie behaupten, er sei der Schlüssel in einem geheimen Krieg und er wäre immun gegen die Kraft der Worte. Die zwei Männer zwingen ihn mitzukommen.Sie schaffen Will in die Geisterstadt Broken Hill deren gesamte Bevölkerung vor zwei Jahren durch einen angeblichen Chemieunfall ausgelöscht wurde.Dort soll er ein sehr mächtigen Gegenstand holen der die Lösung für den geheimen Krieg sein könnte. Emily Ruff ist 16 und eine Falschspielerin dadurch kann sie,natürlich,Menschen nicht nur überrumpeln sonder auch täuschen was sie zu einem kanditat für die akadimie macht. Und die Geschichte nimmt ihren Lauf.... Meine Meinung: Ich lese zum ersten Mal ein Buch von May Barry aber ich fand es absolut toll ! Gleich am Anfang wird man sofort in die Geschichte reingeworfen durch die Entführung.Obwohl Max Barry andauernd aus einer anderen Sicht schreibt versteht man es trotzdem sehr gut und man kommt nicht durcheinander.Es treten immer mehr Fragen auf die zum nachdenken auffordern was ich sehr gut fand weil es dadurch nochmal spannender wurde.Am Ende des Buches merkt man das alles irgendwie irgendwo zusammen hing.Zwichen den Kapitel kommen immer mal Zeitungsartikel oder Protokolle aber auch andereys wo man lesen kann wie Menschen manipulier wurden sind.  Die Geschichte von Max Berry fand ich von Anfang bis zum Ende sehr spannend und manchmal auch etwas grausam und Überraschend da es sehr spannend erzählt wird und es auch noch sehr viel action hat sollte man es einfach mal gelesen haben, ein  super thriller  !

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    • 2
  • Die Macht des Wortes - GENIAL :-)

    Lexicon

    schidan20

    Ich hatte eigentlich keine Erwartungen an das Buch - aber ich wurde so was von überrascht. Was der Autor Max Barry hier geschaffen hat, ist wirklich grandios. Inhalt: Es geht um Emily und Wil, deren Geschichten separat in unterschiedlichen Zeiten erzählt werden und die dann auf spektakuläre Weise zusammenführen. Wil ist ein einfacher Zimmermann der auf der Flughafentoilette in Portland von zwei Männern angegriffen und entführt wird. Er soll als einzige immun gegen die Kraft der Worte sein. Man bringt ihn nach Broken Hill, dem Ort, indem vor Jahren ein angeblicher Chemieunfall dreitausend Menschen ausgelöscht hatte. Dort soll ein mächtiges Artefakt verborgen liegen, welches nur er bergen kann. Aber der Feind ist nah. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wirklich total fasziniert. Jetzt weiß ich erst, wie wichtig WÖRTER eigentlich sind. Die konstruierte Geschichte um die "Macht des Wortes" ist einfach nur genial. Spannung pur - vom Anfang bis zum Ende wurde diese auch noch aufgebaut. Es war wirklich nie langweilig. Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig; bin sofort super gut ins Buch reingekommen. Die Charaktere waren mir durchwegs sympathisch (ob Emily, Wil oder Eliot) und waren so vielfältig. Ich finde es immer besonders gut, wenn es bei Thrillern immer wieder überraschende Wendungen gibt. Das hat dieser auf jedem Fall erfüllt. Toll ist auch, dass es sich auch um heute aktuelle Themen dreht, zB die totale Überwachung oder wie man durch richtiges Fragen, Menschen relativ schnell einschätzen und sie beeinflussen kann (zB Marktforschung). Fazit: Ich liebe dieses Buch und kann es nur jeden empflehlen. Darum kann es auch nur 5 von 5 Sternen geben!

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    • 4
  • Rezension zu "Lexicon" von Max Barry

    Lexicon

    dorli

    Portland. Wil Parke wird am Flughafen von zwei Männern angegriffen und entführt. Der einfache Zimmermann glaubt an eine Verwechslung, wird jedoch schnell eines Besseren belehrt. Von Tom Eliot nach Broken Hill gebracht, soll Wil einem Feind das Handwerk legen, den er schon einmal besiegt hat – dummerweise kann Wil sich nicht daran erinnern… San Francisco. Die 16-jährige Emily Ruff ist eine Falschspielerin, die mit Kartentricks den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Sie versteht es hervorragend, Menschen zu täuschen und zu übertölpeln – ein Talent, das in der Akademie perfektioniert werden soll… Was für ein Buch! „Lexicon“ ist der erste Roman, den ich von Max Barry gelesen habe und ich bin begeistert. Es ist einfach brillant, was für eine Geschichte Max Barry hier kreiert hat. Das Buch ist raffiniert und grausam, die Handlung ist von Anfang bis Ende ausgeklügelt und wahnsinnig gut durchdacht – ein Thriller voller Überraschungen und Wendungen. Ohne lange Vorrede wird man direkt in das Geschehen geworfen. Es fällt von Anfang an leicht, den Überblick in dieser clever gestrickten Geschichte zu behalten - und das, obwohl Max Barry die Geschichte nicht chronologisch erzählt, sondern munter zwischen Zeiten und Orten hin und her springt. Schnell macht Barry den Leser zu seinem Spielball. Kaum glaubt man zu wissen, was vorgeht, dreht Barry die Handlung und man bekommt einen ganz neuen Blick auf die Figuren präsentiert, der alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Immer mehr Fragen prasseln auf den Leser ein und man grübelt laufend, wer denn hier eigentlich die Guten sind. Wem kann man glauben? Wer ist der Bösewicht? Die Akteure werden allesamt hervorragend charakterisiert. Den eigentlichen Mittelpunkt der Geschichte bildet Emily. Anfangs obdachlos, genießt sie in der Akademie alles, was ihr geboten wird. Mir gefallen ihre Neugierde und ihr selbstbewusstes Auftreten. Ihre starke Persönlichkeit, die sie im Verlauf der Handlung voll ausspielen muss, zeigt sich allein schon darin, dass sie lieber auf die ganzen Annehmlichkeiten verzichten und wieder auf der Straße leben würde, als sich von den Mitgliedern der Akademie verbiegen zu lassen. Emily erhält eine spezielle Ausbildung und lernt Beeinflussungstechniken, deren Wirkung einfach nur gruselig ist. Nach und nach erfährt man die wirklichen Hintergründe und Absichten der Akademie und wird immer tiefer hineingezogen in eine machtgierige Welt, in der eine unglaubliche Rücksichtslosigkeit an den Tag gelegt und einem deutlich vor Augen gehalten wird, was ein einziges Wort alles anrichten kann. Erst am Ende des Buches wird klar, wie die zahlreichen Handlungsfäden tatsächlich miteinander verschnürt und verflochten sind und wie eiskalt hier von Anfang an agiert wurde. Kleine Einschübe mit fiktiven Meldungen, Berichten und Protokollen unterstreichen das Geschehen und vermitteln dem Leser, wie durch geschickt eingesetzte Worte und Formulierungen sowie einseitiger Berichterstattung Menschen täglich aufs Neue manipuliert und in eine gewünschte Richtung gedrängt werden. Max Barry erzählt spannend und mitreißend, die Figuren sind vielschichtig, die Dialoge lebhaft, die Handlung ist tiefgründig und actionreich. Dazu ein fein eingewobener Humor, der die Geschichte ausgezeichnet abrundet. Ein grandioser Thriller.

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    • 2
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