Max Barry Maschinenmann

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Inhaltsangabe zu „Maschinenmann“ von Max Barry

Der neue Roman vom Autor des Kultbestsellers „Logoland”! Es beginnt mit einem Arbeitsunfall. Wissenschaftler Charlie Neumann verliert ein Bein. Eigentlich eine Tragödie, doch Neumann sieht darin eher eine Chance. Er erkennt, dass sein Körper verbesserungsfähig ist – durch eine hochkomplexe Prothese. Aber dabei bleibt es nicht. Bald ist das zweite Bein fällig. Dann eine Hand. Charlie ist auf dem besten Weg, sich in eine Maschine zu verwandeln. Doch wo liegt die Grenze?Ein hochaktueller Roman über das wahnhafte Streben nach körperlicher Perfektion. Dr. Charlie Neumann arbeitet als Ingenieur bei Better Future: Als Kind wollte er nicht Zugführer sein, er wollte selbst der Zug sein und fühlt sich wohler in Gesellschaft von komplexen Algorithmen als gewöhnlichen Mitmenschen – von Frauen ganz zu schweigen. Als Charlie bei einem Unfall ein Bein verliert und dieses durch eine biomechanische Prothese ersetzt, die mehr kann als sein altes Gelenk, findet er Gefallen an der Vorstellung, seinen Körper weiter zu »verbessern«. Unterstützt wird Charlie in seinem Perfektionsdrang von Prothesenexpertin Lola Shanks, in der er eine Seelenverwandte findet. Gestört wird die künstliche Idylle von seinem ehemaligen Arbeitgeber, der sich von Charlies radikalem Experiment Profite verspricht und alles daransetzt, ihn für seine Zwecke zu verwenden. Max Barrys schwarze Komödie untersucht auf höchst unterhaltsame Weise, was in der schönen neuen Welt passieren kann, wenn sich der ungebremste wissenschaftliche Fortschritt gegen moralische Bedenkenträger und körperliche Grenzen durchsetzt.

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    Maschinenmann
    Babscha

    Babscha

    03. May 2015 um 00:21

    Dr. Charles Neumann ist Wissenschaftler am Institut Better Future irgendwo in Amerika, durch und durch der forschende Techniker und sozial und emotional vollständig unterbelichtet. Als er eines Tages durch einen Arbeitsunfall ein Bein verliert, bastelt er sich in seinem Institut ein neues, besseres. Aber auf einem (künstlichen) Bein kann man bekanntlich nicht gut stehen, deshalb liebäugelt er damit, sich auch seines anderen zu entledigen, um damit wieder festen Boden unter die Füße zu kriegen. Aber wie wäre es denn, noch weitere Körperteile zu "optimieren", um sich Zug um Zug aus der Beschränktheit der menschlich-biologischen Grundlagen heraus zu arbeiten, sich evolutionär weiter zu entwickeln? Als das dubiose Management seiner Forschungseinrichtung dann das geistige Potential ihres Mitarbeiters erkennt, läuft alles aus dem Ruder. Das soll zur story reichen. Diese ist nämlich derart krude, zusammenhang- und lieblos, unausgegoren und dämlich, dass sich einem die Fußnägel aufrollen. In einer Mischung aus Superman und Robocop lässt der Autor hier einen völlig widersprüchlich gestrickten Psychopathen auf den Leser los, der einem genau wie die paar anderen selbstgebastelten und gerade zu lächerlichen Hauptfiguren nach kurzer Zeit nur noch auf den Geist geht. Und dass Barry den ganzen Stuss dann auch noch meint, mit einer kleinen tragischen lovestory unterlegen zu müssen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Keinerlei klarer Handlungsleitfaden, die Geschehnisse laufen völlig unkoordiniert und Spannung kommt da schon mal gar nicht auf. Unterhaltungwert ebenfalls gleich null. Unter einer "schwarzen Komödie" verstehe ich was anderes. Eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Was soll der Quatsch? Dem Leser Lesezeit klauen? Aber kaum zu glauben, dass der gleiche Autor einige Zeit danach mit seinem Roman "Lexicon" dann einen wirklich gelungenen ideenreichen und wendungsreichen Thriller abgeliefert hat. Das nenne ich Weiterentwicklung!

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  • Rezension zu "Maschinenmann" von Max Barry

    Maschinenmann
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. June 2012 um 14:40

    Perfektion des Ingenieurs Charlie Neumann ist Ingenieur bei „Better Life“, einem Konzern, der Rüstungsgüter ebenso entwickelt wie Werkstoffe und anderen technischen Fortschritt. Charlie Neumann ist auch einer, der mit Menschen nicht sonderlich zurecht kommt, keine privaten Kontakte pflegt, den durchaus die nackte Panik überkommt, wenn er sein Smartphone nicht findet, der aber über die Telefonier-Funktion dieses Handys kaum informiert ist. Braucht er nicht. Charlie entwickelt und forscht, sein inneres Streben ist die Verbesserung, die Perfektion. Bei einem Arbeitsunfall verliert er ein Bein zwischen zwei Metallzwingen. Während der Genesung lernt er Lola kennen, die Prothetikerin, und ist unzufrieden. Der Ingenieur in ihm will sich nicht mit mangelhaften Hilfsmitteln abfinden, die in seinen Augen selbst die modernste und beste Prothese nur ist. Er macht sich daran, eine eigene Prothese zu bauen. Erst mal ein Bein. Und spürt währenddessen, wie er sich Lola innerlich nähert. Eine verwirrende Erfahrung. Warum er sich Lola so nahe fühlt? Auch das hat Gründe, die ihm noch gar nicht bekannt sind, denn aus ihrer eigenen Geschichte heraus kennt Lola nicht nur den Wert jedes einzelnen menschlichen Körperteils, sondern auch den „Überlebenswert“ einer funktionierenden Prothese. Die bei ihr nur nicht so offensichtlich vorliegt. Charlie hat Erfolg. Und ärgert sich, dass nun ein Bein die „normale“ biologische Leistungsfähigkeit so sehr überschreitet, das andere Bein aber doch nur schwach weiter aus Haut und Knochen einschränkt. Der Leser ahnt zu diesem Zeitpunkt bereits, was passieren wird. Und erlebt ebenso mit, wie in der Firma Charlies die Abteilung für ein „besseres Leben“ immer größer wird, immer mehr Innovationen entwickelt werden. Hände, Augen, Schnittstellen, Arme, Haut, Körper, nichts scheint mehr unmöglich und selbstverständlich tritt umgehend auch die militärische Nutzung vor die Augen Manager. Wobei Charlie mittlerweile erstaunt feststellt, dass ein gewisses Eigenleben der „Neuteile“ spürbar wird. Wer kontrolliert wen? Wie verändern entwickelte, neuronale Schnittstellen das Verhältnis seines Gehirns zu den „fremden“ Körperteilen? Und wie passt in diese Suche nach ständiger Perfektion dieses anfällige, merkwürdige, nicht zu berechnende „Gefühl“ Lola gegenüber? Ein Gefühl, dass „die Firma“ nicht gutheißen kann, denn Charlie ist zu wertvoll mit seinen Innovationen, als ihn den Gefahren eines „normalen“ Lebens noch auszusetzen. Technik gegen biologische Grenzen, Verantwortung gegen Profit, Innere Entwicklung gegen äußere „Perfektion“, Seele gegen Materie, ein nicht nur innerer Kampf entbrennt, auch äußere Bedrohungen werden sich Charlie in den Weg stellen. Max Barry legt einen Science-Fiction Roman vor, der sich vielfachen Fragen technischer Machbarkeit und innerer Grenzen eines technischen Fortschritts temporeich und durchaus mit Action-Sequenzen versehen zuwendet. Spannend bis zum Schluss bleibt die Frage, wie der Kampf Charlies gegen seine Firma ausgehen wird, aber auch, wie und wohin sich seine innere Haltung sich entwickeln wird. Verliert er sich in seinen „Bessern Teilen“? Findet er sich selbst durch all dieses hindurch? Ist die „Summe der Teile größer als das Ganze“? Fragen, die durch das Ende des Buches noch einmal fast paradox beantwortet werden. Unterhaltsam und spannend in allerdings eher einfacher Sprache geschrieben, wirft Barry innere Fragen des technischen Fortschritts auf, die durchaus bedenkenswert sind.

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  • Rezension zu "Maschinenmann" von Max Barry

    Maschinenmann
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    23. May 2012 um 08:46

    KURZ GESAGT: Charlie Neumann verliert bei einem Arbeitsunfall ein Bein. Das ist nicht witzig. Oder doch? Max Barry hat aus diesem Unfall eine Wahnsinnsgeschichte gemacht. Sie ist komisch, grotesk, rasend spannend - und abgrundtief traurig. Wundert Euch nicht, wenn Euch bei diesem Roman das Lachen im Hals stecken bleibt - so schreibt Barry eben. Wie in seinen anderen Romanen greift er auch hier wieder ein heißes gesellschaftliches Thema auf. Diesmal ist es das Streben nach Perfektion, wie es uns täglich auf sämtlichen Medienplattformen nahegelegt , von Unternehmenschefs gepredigt und schon von strebsamen Eltern eingebläut wird. Ein großartiger Roman, der aus der Reihe tanzt und hinter seinem schrillen Stoff einen Abgrund verbirgt. Lesen!

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