Der Federmann

von Max Bentow 
4,2 Sterne bei614 Bewertungen
Der Federmann
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Positiv (499):
Leseratteausleidenschaft_97s avatar

Ich habe dieses Buch verschlungen! Ich liebe generell alle Bücher von Max Bentow er ist einfach ein Wahnsinn , spannend bis zur letzten Seit

Kritisch (20):
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Die Story ist ganz gut, der Ermittler ziemlich blutleer und der Schreibstil auf Grundschulniveau

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Inhaltsangabe zu "Der Federmann"

Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord: Wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Unterstützt von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten Abgründe einer kranken Seele.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442478828
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:21.01.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.07.2011 bei Der Hörverlag erschienen.

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    NicholasHaemmerles avatar
    NicholasHaemmerlevor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Guter Auftakt mit Luft nach oben!
    Gelungen mit kleinen Schwächen

    Die Inhaltsangabe erspare ich mir mal ;)


    Zu dem Hauptcharakter Nils Trojan:
    Nils ist für mich im ersten Teil etwas zu platt, was schade ist weil er sehr viel Pitential bietet. Aber nachdem es ja mittlerweile 7 Teile der Reihe gibt, beklage ich es nicht wirklich, da man über die Bücher hinweg wahrscheinlich genug erfährt.

    Zur Story:
    Die Geschichte ist durchweg spannend erzählt. Mir kommt es aber in manchen Momenten so vor als ob der Autor schneller mit der Handlung fertig werden wollte. Z.b. als Nils den entscheidenden Hinweis durchblickte. Da geschah alles, auf gefühlt 5 Seiten und es die Story kam von "keine Idee wer der Täter ist" zu "wor haben einen Hauptverdächtigen" um ihn dann weitere 5 Seiten später wieder zu entlasten.
    Das klingt jetzt alles sehr negativ, ist aber tatsächlich Meckern auf hohem Niveau. 

    Fazit:
    Ein fast perfekter Auftakt.
    Ich werde ziemlich bald weitere Teile der Reihe lesen und bin gespannt wie es sich entwickelt! :)

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    Amilyns avatar
    Amilynvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Story ist ganz gut, der Ermittler ziemlich blutleer und der Schreibstil auf Grundschulniveau
    Subjekt - Prädikat - Objekt

    Von Panikattacken geplagt wird der Berliner Kommissar, Nils Trojan, mit Morden an jungen Frauen konfrontiert, deren Haare abgeschnitten und in deren geöffneten Bauchhöhlen ein gerupfter toter Vogel gelegt wurde. 


    Ja, und dann beginnt auch schon die Suche nach dem Mörder. Der mordet derweil vergnügt weiter. So weit, so Thriller. Und eigentlich ist die Handlung ja gar nicht mal so schlecht. Dass Nils Trojan jede Menge polizeiliche Regeln bricht und beim Verhör auch mal mit Gewalt droht, ohne gleich selbst angeklagt zu werden - geschenkt. Dass in der ersten Hälfte des Buches aber ein kompletter Handlungsstrang aufgebaut wurde, der mittendrin einfach fallengelassen und ausgetauscht wurde, hat mir da schon weniger gut gefallen. Und der in die Länge gezogene Schluss war auch nicht gerade das Gelbe vom Ei, zumal sich da so allerlei wiederholt, vor allem der Satz "Es geht um ein Menschenleben". Na ja, die widerspenstigen Berliner Bürger halt, die sich nicht gerne die Haustür eintreten lassen wollen - die sind aber auch pingelig.

    Aber alles in allem wer die Handlung, wie gesagt, ganz ok.

    Mit dem Ermittler hatte ich da schon eher Probleme. Über Nils Trojan kann ich nach gut 380 Seiten nämlich nicht viel sagen, außer, dass er immer mal wieder unerklärte Panikattacken hat und - ebenfalls völlig unerklärt - total verknallt in seine Psychologin ist, von der ich am Ende des Buches noch viel weniger weiß. Ob Max Bentow eine Art Liebesgeschichte zwischen den Beiden spinnen wollte, weiß ich nicht. Falls ja, ist es ihm nicht gelungen.

    Berlinfeeling ist, genau wie die Anziehung zwischen Trojan und seiner Psychologin, in Der Federmann gleich null. Jede Menge Straßennamen werden erwähnt und ab und zu mal die Spree. Die Berliner Taxifahrer unter Bentows Lesern werden in dieser Hinsicht sicher auf ihre Kosten kommen, ich allerdings hatte von der Hauptstadt keinerlei Bild.

    Das größte Problem hatte ich allerdings mit dem Schreibstil. Abgehackte Sätze, die zu 90 % mit "Er" anfangen (am Kapitelanfang weiß man so lange nicht, von wem gesprochen wird, bis ein zur Person zuzuordnendes Detail erwähnt wird), entsetzlich hölzerne Dialoge und keine Variation in der Länge der Sätze. Die wird nur vorgetäuscht. Kurze Sätze wechseln sich ab mit mittleren und langen Sätzen? Nun ja ...

    "Er stellte sich den Küchenwecker bereit, in der Hinsicht musste man genau sein, neun Minuten Kochzeit, es war 15:37, er wartete, bis die Ziffern auf 15:46 umgesprungen waren, dann nahm er den Topf vom Herd und schüttete das Wasser mit den Spaghetti in das Sieb." (S. 122)

    Schlimmer noch als diese langen Sätze, die streng genommen aus mehreren kurzen Sätzen bestehen, fand ich jedoch diese grässlichen Aufzählungen, die sich wie das Tagebuch eines Grundschülers lesen:

    "In der Küche öffnete er die Schränke.
    Hinter seinen Schläfen pochte ein Schmerz.
    Er setzte sich auf einen Stuhl. Plötzlich brach ihm der Schweiß aus.
    Gerber trat zu ihm.
    'Nils, wir kriegen den Kerl.'
    Was ist mit (Spoiler)?, dachte er.
    Er musste sie doch finden.
    War sie längst tot?
    Ihm schwirrte der Kopf." (S. 328)

    Durch diesen aufzählungsartigen Schreibstil, vor allem dann, wenn es spannend werden sollte, habe ich leider kaum richtig verstanden, was passiert ist. Aber immerhin kann der Autor ganz toll mit Subjekt-Prädikat-Objekt Sätze bilden. 

    Fazit: Das Buch hat ein tolles Cover. Die Handlung ist ganz okay. Der Ermittler bleibt sehr blass. Die Frau, in die er verliebt ist, bleibt noch viel blasser. Der Schreibstil ist fürchterlich. (Ganz schön anstrengend, so zu schreiben ...). Grundsätzlich würde ich nicht nicht ausschließen, die Reihe fortzuführen, obwohl ich den ersten Teil der Nils Trojan-Reihe wesentlich schlechter fand, als andere erste Bände von Reihen, die ich nicht weitergelesen habe. Doch die Folgebände hören sich von der Handlung her sehr interessant und ungewöhnlich an, Ermittler und Schreibstil könnten sich ja entwickelt haben. Der Federmann aber bekommt von mir nur 2**.

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannend
    Ein toller Auftakt

    Der von Max Bentow kreierte Charakter Nils Trojan ist ein Polizist genau nach meinem Geschmack. Noch dazu ermittelt er in Berlin, das gut recherchiert und eingebaut ist, ein weiteres großes Plus. Die Persönlichkeit des Hauptprotagonisten ist gut aufgebaut und mehrdimensional. Die Nebenfiguren sind vielfältig , hätten aber mich etwas mehr Tiefe vertragen können. 


    Ich finde den Fall an sich sehr spannend aufgebaut und interessant entwickelt. Man folgt als Leser den Ermuttlern ziemlich lange auf der falschen Fährte, auf den eigentlichen Täter wäre ich nicht gekommen. 

    Die persönliche Beziehung zwischen Nils und Jana ist eine nette zusätzliche Storyline und verleiht der ganzen Geschichte ein wenig extra Spannung. 

    Das in Windeseile erklärte Täterprofil war mir allerdings zu unrealistisch. Da haben einige Dinge nicht ganz zusammengepasst und waren als Triggerpunkte fast schon überzogen. daher solide 4 von 5. In jedem Fall werde ich gewiss noch ein weiteres Buch der Reihe lesen. 

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    ReadAndTravels avatar
    ReadAndTravelvor 5 Monaten
    Etwas schwerer Start...

    Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord: Wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Unterstützt von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten Abgründe einer kranken Seele.


    Ich hab dieses Buch auf eine Empfehlung hin gekauft und gehofft eine neue Thriller Reihe für mich zu entdecken. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und ich wollte mich an den ersten Fall von Nils Trojan wagen. Ich hatte dann aber einen schweren Start. Ich kam nicht gleich mit unserem Protagonisten und Ermittler zurecht. Sein hartes Äußeres und welches Inneres sprach mich nicht an und schien mir von dem Autor nicht gut genug erklärt. Direkt am Anfang erfahren wir dass er zu einer Psychologin geht und scheinbar großes Interesse für sie hat. Aber irgendwie wird mir das nicht genau genug erläutert. Er stellt diese Frau in den Mittelpunkt, doch der Leser kann wenig mit dieser Frau anfangen, weil sie eher unnahbar ist. Auch Nils wirkt für mich unerklärt. Das Buch konnte mich zu Beginn nicht fesseln und mit den Personen konnte ich wenig anfangen.
    Erst als wir tiefer in den Fall hinein kamen, wurde ich mit dem Buch und der Geschichte warm. Die Idee des Falles gefiel mir wirklich gut und mit den Seiten entstand dann auch Spannung bei mir. Genug Spannung, dass ich dem zweiten Fall noch eine Chance geben will.

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    NicolePs avatar
    NicolePvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte hat für ein spannendes Kopfkino gesorgt.
    Der Federmann

    In Berlin bekommt es Kommissar Nils Trojan mit einem merkwürdigen Fall zu tun. Einer ermordeten jungen Frau fehlen die Haare, und auf ihrem Körper liegt ein zerfetzter Vogel. Die Ermittlungen haben gerade erst begonnen, da gibt es einen weiteren Mord. Auch an diesem Tatort hinterlässt der Täter einen toten Vogel.

    Max Bentow hat mit Kommissar Nils Trojan eine gute Figur geschaffen. All seine verschiedenen Emotionen kommen beim Leser an. Auf der einen Seite ist er der Kommissar, der einen Fall zu lösen hat. Andererseits hat Trojan auch viel mit sich selbst zu tun und ist in psychotherapeutischer Behandlung.

    Der Roman startet langsam und steigert sich von Seite zu Seite. Genau so steigt Stück für Stück die Spannung. Der Leser freut sich mit Trojan über jeden Ermittlungsfortschritt und durchlebt Misserfolge und falsche Spuren mit. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.

    Ein guter Schreibstil sorgt für ein flüssiges Leseerlebnis. Die Geschichte hat für ein spannendes Kopfkino gesorgt. Hinter dem Charakter Trojan stehen fast alle Figuren etwas zurück und können mit ihm nicht richtig mithalten. Doch auch diese haben ihre Probleme, die sowohl Trojan als auch der Leser meist nur angedeutet mitbekommen.

    „Der Federmann“ läuft zu Recht unter „Psychothriller“. Das Buch nimmt den Leser mit, kommt aber ohne zu brutale Beschreibungen der Taten aus. Für Einsteiger in dieses Genre ist es zu empfehlen, Liebhabern erst recht.

    Weitere Rezensionen gibt es auf www.nicole-plath.de

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    Isy2611s avatar
    Isy2611vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend bis zum Schluss!
    Er tötet Vögel - und blonde Frauen

    In Berlin treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Er tötet auf blutrünstigste Weise blonde Frauen und schneidet ihnen die Haare ab. Sein Markenzeichen: in den malträtierten Körper der Opfer legt er einen toten Vogel. Dabei lässt er sonst keine Spuren zurück, die einen Rückschluss auf seine Identität geben kann. Als die kleine Lene jedoch eines Tages ins  Schlafzimmer ihrer Mutter platzt, stört sie den Mörder bei seinem Werk. Damit ist sie die einzige, die ihn bisher zu Gesicht bekommen und es überlebt hat. Kann Nils Trojan den Täter dingfest machen, bevor er weitere Frauen ermordet?

    Dieses Buch ist ein echter Pageturner! Man fliegt nur so von Seite zu Seite, da die Spannung nicht abebbt. Langweilige Stellen gibt es nicht, und doch erfährt man genug über Nils Trojan und die anderen Charaktere. Die Schreibweise ist gut zu lesen. Die Szenen werden teilweise sehr detailliert beschrieben (besonders die blutigen), was den Leser erst richtig in den Bann der Geschichte zieht. Einziges Manko: manche Stellen wirkten konstruiert und anderen fehlte es an Logik.

    Ein toller Psychothriller!

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    Splitterherzs avatar
    Splitterherzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Temporeich und spannend! Ein gelungener Psychothriller, der einem - trotz einiger Schwächen - bis zur letzten Seite den Atem raubt.
    Max Bentow - diesen Autor sollte man im Auge behalten!

    Inhalt:
    Er tötet ausschließlich blonde Frauen. Er schleicht sich heimlich in ihre Wohnungen. Er schneidet ihnen die Haare ab. Er ermordet sie brutal. Und dann hinterlässt er einen toten Vogel am Schauplatz des Grauens - der Federmann. Als der Berliner Kommissar Nils Trojan am ersten Tatort aufkreuzt, ist er nicht nur entsetzt, sondern ebenfalls ratlos. Wer ist zu solch einer Tat fähig? Mit Hilfe der Psychologin Jana Michels versucht Nils den Mörder zu fassen, doch die Zeit arbeitet gegen ihn und eine rasante Jagd durch die deutsche Hauptstadt beginnt.

    Meinung:
    Bis vor wenigen Monaten war mir der Name Max Bentow gänzlich unbekannt, dementsprechend skeptisch war ich, als ich sein Debüt "Der Federmann" zu lesen begann. Seit ich Psychothriller vor ein paar Jahren für mich entdeckt habe, bin ich immer auf der Suche nach neuen Lieblingsautoren, die ihr Handwerk nicht nur verstehen, sondern auch außergewöhnliche (Serien)Täter erschaffen, die schockieren, fassungslos machen und zum Weiterlesen antreiben. Ob Max Bentow ein solcher Autor geworden ist? Lasst mich die Frage so beantworten: Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich bereits die ersten vier Bände um den Berliner Ermittler verschlungen und zwei weitere warten im Buchregal auf ihren Auftritt.

    Einen guten Psychothriller machen genau zwei Dinge aus:
    1. ein authentischer Ermittler und
    2. einen auf eine grausame Weise faszinierenden Mörder.
    Denn nur wenn beide Komponenten in Symbiose treten, macht ein solches Genrebuch Spaß - wie "Der Federmann".

    Nils Trojan, als Held der Buchreihe, hat weder einen dicken Bierbauch, noch ist er Alkoholiker oder ein rauer Einzelgänger - wie man es aus vielen anderen Geschichten gewöhnt ist. Der Kommissar lebt zwar für seinen Beruf, ist aber auch ein Familienmensch und würde für seine fünfzehnjährige Tochter sein letztes Hemd geben. Er ist geschieden, aber nicht verbittert. Und auch wenn er einen kleinen Knicks weg hat, der sich in Panikattacken äußert, ist er nicht nur ein sympathischer Protagonist, sondern ebenso authentisch. Gerade deshalb stört es nicht, wenn sich das Buch in vielen Kapiteln seinem Privatleben widmet. Ob wir ihn nun zu seinem türkischen Lieblingsladen begleiten, mit ihm zusammen Nudeln mit Tomatensoße kochen - weil er sonst eigentlich gar nicht kochen kann - oder mit seiner Tochter zusammen einen Bootsauflug machen. Gerade diese Abschnitte und Einblicke, schweißen Hauptfigur und Leser zusammen. Kurzum: Nils ist ein Charakter mit Herz, mit Stärken, mit Schwächen, er ist wie du, er ist wie ich und gerade deshalb macht das Mörderjagen mit ihm einfach Spaß.

    Max Bentow schreibt aus verschiedenen Blickwinkeln, sodass wir ebenfalls Einsichten in die Psychologie, beziehungsweise die Vorgehensweise des Täters bekommen, der faszinierend brutal und gnadenlos vorgeht, wodurch man fast unbemerkt durch die Geschichte rauscht und schon nach wenigen Lesetagen am Ende des Buches angekommen ist. Die eigentliche Ermittlungsarbeit und deren Prozesse stehen hier eher weniger im Fokus und die Nebenfiguren bleiben vergleichsweise blass, trotzdem hat man an keiner Stelle ein Gefühl von Langeweile - auch wenn ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Konturen der Nebendarsteller gewünscht hätte, denn oft leben Geschichten von dem Zusammenspiel aus Nebenfigur und Hauptfigur.

    Schwierig ist jedoch, dass die verschiedenen Blickwinkeländerungen nicht gut genug gekennzeichnet sind, wie etwa durch entsprechende Absätze. So gerät der Lesefluss leider mehr als einmal gefährlich ins Straucheln, wenn man sich als Leser versucht zu orientieren.

    Wäre das Absatzproblem nicht vorhanden, dann würde man mit Nils Trojan einen rasanten Schritt hinlegen, hinter Buchstaben huschen, vor Kommata lauernd, wartend auf den bestialischen Killer. Denn der Schreibstil von Max Bentow ist angenehm flüssig, ohne große Stolpersteine und gerade wenn es um die Kapitel des Täters geht, sehr bildhaft, sehr greifbar und dadurch zum Nägelkauen spannend.

    Überflüssiges wird häufig vom Autor ausgeblendet, was zur Folge hat, dass das Buch an Tempo und Spannung gewinnt. Die Kapitel sind alle sehr gut konstruiert und spielen nicht nur einmal mit den Erwartungen des Lesers. Dies erschwert zwar das Mitraten, sorgt am Ende aber auch für die eine oder andere Überraschung. Da ich ein großer Fan vom Mitermitteln bin, ergibt sich hieraus letztlich mein einziger Kritikpunkt.

    Fazit:
    "Der Federmann" von Max Bentow ist ein gelungener Psychothriller, der sich durch einen authentischen Ermittler, einen brutalen Mörder und ein hohes Tempo auszeichnet. Zwar liegt bei diesem Debüt der Fokus weniger auf der polizeilichen Ermittlungsarbeit, trotzdem verliert das Werk dadurch nicht an Sogkraft.

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    Susi180s avatar
    Susi180vor einem Jahr
    sehr spannend

    Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord: Wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Unterstützt von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten Abgründe einer kranken Seele.

    Der Autor:

    Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Max Bentow lebt in Berlin.

    Meine Meinung:

    Ich habe den Autor durch den Roman „Das Porzellanmädchen“ entdeckt. Dieses Buch fand ich großartig und so habe ich mich auf die Suche gemacht was der Autor noch so geschrieben hat. Gestoßen bin ich dann auf die Reihe um den Ermittler Nils Trojan. Dieses ist sein erster Fall und wie so oft in Thrillern hat auch dieser Ermittler wieder ein paar Probleme.. Ich fande das aber überhaupt nicht schlimm und störend beim lesen. Wir lernen die Figuren in diesem Buch kennen und sie waren mir von der ersten Seite an sympathisch. Der Autor hat einen super flüssigen Schreibstil. Ich hatte das Buch in zwei Tagen inhaliert und das spricht denke ich für sich.

    Die Geschichte und die Motive des Mörders werden am Ende des Buch aufgeklärt und waren für mich nachvollziehbar. Oft bleiben ja Fragen offen, aber hier nicht. Die Taten waren grausam und sind sicher nichts für schwache Nerven. Auch ein bestimmtes Tier kommt immer wieder in diesem Buch vor und auch damit sollte man keine Probleme haben. Im Ganzen betrachtet war es ein Thriller der mir riesen Spaß gemacht hat. Er war super spannend und durch den sehr guten Schreibstil kommt man schnell durch. Ich kann nur sagen, zum Glück sind die Folgebände schon erschienen, ich hätte nicht mehr ewig warten wollen, weil ich so gespannt bin wie es mit den Figuren weitergeht.

    Ein Thriller den ich sehr empfehlen kann. Für alle die es spannend und auch etwas blutiger mögen. Klare Empfehlung und ich freue mich sehr auf den nächsten Teil, denn ich bereits zu Hause habe. Zum Glück ;)

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    Beyonds avatar
    Beyondvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Langsamer Psychothriller mit wenig überzeugenden Charakateren und zweifelhaftem Motiv des Mörders; gut lesbar aber eben nicht überragend
    Langsamer Psychothriller mit wenig überzeugenden Charakteren

    Max Bentow startet mit seinem Erstlingswerk „Der Federmann“ die Reihe um den Berliner Kommissar Nils Trojan, der unten den Folgen seines nervenaufreibenden Berufs anfängt zu leiden und deshalb heimlich eine Psychotherapie in Anspruch nimmt, um den nächtlichen Panikattacken endlich Herr zu werden. Alles unter dem Deckmantel der Heimlichtuerei, denn: Bullen dürfen keine Schwäche zeigen.
    Doch das Böse ruht nie und so wird der Kommissar bald zu einem neuen Schauplatz des Grauens gerufen, dessen Mörder die Berliner Polizei in Schwierigkeiten bringen wird.

    Gefühlt hatte der Autor auch Schwierigkeiten mit der Vorstellung der Charaktere seines Werkes. Die Hauptperson, Kommissar Trojan, nimm wenig Gestalt im Laufe des Buches an. Man erfährt gleich zu Beginn seine psychischen Probleme, aber ohne dabei sonderlich in die Tiefe zu gehen und Gründe genauer auszuführen.
    Als nächstes wird das Team vorgestellt, das im Laufe des Buches aber keine nennenswerte Rolle spielen wird und wenn sie vorkommen, dabei recht trivial und nebensächlich bleiben. Lediglich die Opfer erhalten etwas mehr Profil.

    Das Ermittlungsverfahren ist gradlinig und ebenfalls oberflächlich gehalten. Die Vernehmungsmethoden im Verhörraum oftmals sehr monoton.
    Allgemein ist der Verlauf der Geschichte mit wenigen Wendepunkten und Überraschungen geschmückt, da es meistens nur eine Spur gibt und man kaum Anhaltspunkte zum Rätseln erhält. Es fühlt sich zwar alles durchdacht an, aber man erahnt den Lauf der Dinge, weil es ganz nach dem typischen Schema für Thriller abläuft. Das macht das Buch keineswegs schlecht, wirkt für Kenner des Genres aber möglicherweise etwas unkreativ. Normalerweise helfen hier verschiedenste Facetten der Charaktere zu einem gefühlt individuellerem Leseerlebnis, was in diesem Fall leider entfällt.

    Letztendlich führen die einzelnen Fälle der Opfer doch auf interessante Weise zum Mörder. Das Motiv des Killers gibt dem Ganzen eine Note der Verwunderung, da sich zwar die Vorgehensweise der Morde erklärt, aber der Grund doch etwas fadenscheinig wirkt.

    Das Werk lässt sich flott lesen, ist literarisch nicht überragend, aber sehr solide und ohne Makel. Max Bentow liefert ein Paradebeispiel für einen (Psycho)Thriller an seine Leser, leider mit blassen Charakteren und wenig Kreativität. Wesentlich deutlicher wurde mir dies im Prozess des Schreibens dieser Rezension, denn mir fiel es schwer, mich an den Plot noch klar zu erinnern. Viele Bücher bleiben mir glasklar in Erinnerung, auch nach vielen Jahren, einfach weil sie einen Eindruck hinterlassen haben. „Der Federmann“ verschwindet schon nach kurzer Zeit aus meinem Gedächtnis, der Autor wird es nicht tun, denn es steckt ein gewisses Potenzial in dem Buch.

    Abzüge in der B-Note gibt es im Übrigen beim Cover:
    Im Laufe des Buches trifft man auf den Gimpel, oder auch Dompfaff genannt, eine Vogelart. Ich war mir ziemlich sicher, dass auf dem Cover ein Rotkehlchen abgebildet ist, also war ich im ersten Moment überrascht, als ich den Namen las. Beschrieben wurde der Vogel mit rotem Bauch und schwarzen Kopf. Wenige Klicks später dann die Ernüchterung: ja, auf dem Cover ist ein Rotkehlchen abgebildet. Fehler seitens des Verlags oder Kalkül des Autors zur – Verwirrung? Äh ja …

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    voegleins avatar
    voegleinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Rasant und spannend......und total abgefahren!
    Rasant und spannend......und total abgefahren!

    Wow, was es alles gibt..... Immer wieder werden blonde Frauen ermordet. Sie werden ohne Haare, ohne Augen, dafür aber immer mit einem toten Vogel gefunden. Ein Fall für Nils Trojan, der sich teilweise benimmt, wie die Axt im Walde.....allerdings kommt er trotzdem authentisch und auch sympathisch rüber. Bereits der Prolog lässt einem den Schauer über den Rücken rieseln........und schwuppdiwupp ist man mitten im Geschehen. Rasant und temporeich reiht sich Leiche an Leiche und die Ermittlungen beginnen...... Absolut spannende, unterhaltsame Lektüre mit einem Ende, dass man so mit Sicherheit nicht vermutet. Unglaublich und sicher nichts für "Sensibelchen". Ich frage mich immer wieder, wie man als Autor zu solch irren Stories kommt *Kopfschütteln*. Volle Punktzahl und eine unbedingte Empfehlung für Leser dieses Genre.

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