Max Brod Der Meister

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Meister“ von Max Brod

Dass Max Brod auch ein religiöser Denker ganz eigener Art war, zeigt sein wohl bedeutendstes Buch, das er in Tel Aviv schrieb: Es ist ein historischer Roman über das Jerusalem zur Zeit Jesu, über das Judentum dieser Zeit und über die brutale Herrschaft der Römer. Brod erzählt hier eine spannende Geschichte mit Intrigen und Kämpfen, die uns auch die konkurrierenden Strömungen des Judentums vor Augen führt. Held des Romans ist der gebildete griechische Sklave Meleagros; mit den Augen dieses Fremden zeichnet
Brod die historische Situation nach. Die Ziehschwester Jesu, Schoschana, zieht den Griechen in ihren Bann. Durch sie erfährt er - und der Leser - alles Wichtige über Jeshua, den 'Meister', wie Jesus auch in den Evangelien genannt wird. Dieser tritt hier auf als ein Rabbiner wie andere vor ihm -, aber als ein außerordentlicher, ein herausgehobener, wie es nur wenige gab. (Quelle:'Fester Einband/02.03.2015')

Stöbern in Fantasy

Die Blutkönigin

Spannender Auftakt mit großartigen Weltentwurf!

Chianti Classico

Bird and Sword

So eine schöne, fantasievolle Geschichte :-) 5 Sterne

Lrvtcb

Rosen & Knochen

Wunderbares düsteres Märchen-Kopfkino!

Sago68

Nevernight - Die Prüfung

Nee. Dieser Energieräuber ist einfach nicht mein Ding. Langweilig, sinnlos wortgewaltig und viel zu lang, obwohl die Story potenzial hatte.

JokersLaugh

Hogwarts-Schulbücher: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Super Ergänzung für Potter Heads

Laura_Schwartz

Secrets - Das Geheimnis der Feentochter

Der Plot ist cool, aber die Protagonistin etwas nervig

MonkeyMoon

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der Meister" von Max Brod

    Der Meister

    AuroraBorealis

    01. September 2012 um 22:11

    „Wir sind alle Darsteller von Nebenrollen, ohne allzuviel vom Stück zu wissen.“ Der israelische, deutschsprachige Schriftsteller Max Brod ist unter Freizeitliteraten und Hobbyleser (zu denen auch ich mich zähle) nicht unbedingt für seine Werke oder Zitate bekannt. Er hat nichts erfunden und auch keine Krankheit geheilt. Aber trozdem ist Max Brod in Verbindung mit Franz Kafka für viele ein Name, denn ihm ist es zu verdanken, dass viele Werke Franz Kafkas nicht verbrannt oder in einer Kiste verotteten, sonder ans Licht der Literaturwelt gelangten. Der 1884 in Prag geborene Autor schrieb jedoch selbst viele Bücher und ich hätte nie gedacht, dass sich so eines mit dem Titel "Der Meister" in unserem Bücherregal befinden könnte. Kurzerhand entschloss ich mich, den Roman mit den schon vergilbten Blättern und dem schlichten Einband, genauer unter die Lupe zu nehmen. Die 7 Kapitel mit nicht eindeutiger Überschrift und selbst der Titel liesen vorerst für mich nicht genaue Rückschlüsse zu, mit was ich es denn letztendlich wirklich zu tun hatte. Mit Sprache und Wortwahl tat ich mich am Anfang sehr schwer. Ich, die doch eigentlich gerne den "Was geschieht als Nächstes"- Handlungsverlauf bevorzugt. Wenn man sich einmal an die schwer verdaulichen Schachtelsätze und reichlich ausgeschmückten, detailierten und sinnübergreifenden Zusammenhänge gewöhnt hat, versteht man die Gedanken der Hauptfigur Meleagros. Dieser junge Grieche geht in seinem Leben wohl mehr durch Tiefen als durch Höhen und ist mehrere Male unglücklich verliebt. Mehrere Male steht ihm auch sein Freund Jason mit verletztendem Spott, jedoch in kniffligen Situationen auch mit Hilfe zur Seite. Nach einer Versetzung des Mückendichters Meleagros trifft er auf Schoschana, die ihm, wie so viele Frauen im Geschehen,den Kopf verdreht. Durch sie trifft er eigentlich erst auf die Kultur des Judentums. Schoschana ist zufälligerweise auch die Schwester des Mannes, den die Anhäger "den Meister" nennen. Er beginnt sich mit der Geschichte, mit den Bräuchen und verschiedensten Schriften auseinander zu setzten. Sein ganzes Weltbild, die ihm eingeprägte Lehre des Epikurs , ethische Richtigkeit, alles stellt sich Kopf. Auf der Suche nach der Wahrheit und zu Schoschana, die ihn anders liebt als die anderen Frauen in seinem bisherigen Leben, trifft er auf den Meister Jeschua, Jesus von Nazareth. Seine Wunder sind in aller Munde und Meleagros ist hin und her gerissen zwischen Folgebereitschaft und Skepsis. Zum Ende scheint sich alles zu verdichten und da überraschenderweise tritt auch "der Herzensfreund" Jason erneut ins Geschehen. Der, welcher sein zweitgrößtes Problem immer im viel zu großen Haarverlust sah, welcher immer an den Weltuntergang glaubte und sich abwehrend gegenüber des Judentums zeigte, ausgerechnet er wird im weiteren Verlauf von übergroßer Bedeutung sein. Das Buch besticht nicht mit seiner Handlung, eher mit seiner Tiefgründigkeit. Man beginnt über Glaube, Enstehung des Judentums und auch über sinnlose Liebschaften nachzudenken. Man überlegt an was man glauben soll und ob man nun Nebenrolle oder Hauptfigur ist, man lernt auch viel über andere Lehren und Weltanschauungen, wird aber doch irgendwo trotz der Skepsis von der widersprüchlichen Gestalt des Jeschua beeindruckt. Für Philosophen genau das Richtige. Das Buch erfordert meiner Meinung nach für das bessere Verständnis ein gewisses Grundwissen über die Lehre des Epikur und annäherungsweise der Stoa und auch das damalige Leben. An dieser Stelle war ich das erste Mal dankbar, damals in der 7.Klasse Latein gewählt zu haben. Es erinnert ein wenig an "Sofies Welt", ist jedoch weniger frisch und jugendlich. Für Menschen die sich für schwere Kost und ethische Fragen begeistern können -> ein Gedicht.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks