Max Bronski München Blues

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Inhaltsangabe zu „München Blues“ von Max Bronski

Die Wiesn tobt – Gossec ermittelt München, Oktoberfest. Gossec, streitbarer Antiquitätenhändler und Amateurdetektiv, findet hinter seinem Laden eine Bierleiche. Es ist der Abgeordnete Hirschböck aus Niederottling, ausgeraubt bis auf einen Hinweis auf eine Immobilienfirma. Gossec hilft, bezieht dafür Prügel und beginnt zu ermitteln – und stößt auf eine skrupellose Immobilienfirma, die die Leute aus ihren billigen Wohnungen hinaussaniert, korrupte Politiker und Amigofilz.

Wieder einen Roman beendet. Es war eine kurze und knackige Lektüre :D Aber das Geld hat sich gelohnt :)

— Schneeapfel91
Schneeapfel91

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    München Blues
    Schneeapfel91

    Schneeapfel91

    27. May 2015 um 16:02

    Wilhelm Gossec ist Antiquitätenhändler. Das weltweit berühmte Oktoberfest ist auch für ihn ein gutes Geschäft, schon im September stellt er sein Geschäft für die ausländischen Gäste auf Bavarica - bayerische Souvenirs etc. -  um. Als es sich Gossec eines Abends nach einem langen Arbeitstag  sich gerade in der Wohnung hinter dem Laden gemütlich machen will, hört er ein Klatschen auf dem Pflaster. Auf dem Trottoir liegt ein Mann, von dem er vermutet, dass er reichlich zu tief in den Masskrug geschaut hat. Den Rausch hat anschließend ein Dieb ausgenutzt und ihn ausgeraubt. Gossec findet in seinen Taschen nur noch eine Einladung der Firma "Global Real Estate" für das legendäre Käferzelt und eine Visitenkarte. Dieser zufolge handelt es sich um den Abgeordneten Ernst Hirschböck aus Niederottling. Nun stellen sich die Fragen, wieso der arme Mann ausgeraubt wurde? Was hat die "GRE" damit zu tun? Als ob das nicht schon genug wäre, wird Gossecs Freund Julius ohne gravierenden Grund aus seinem Büro geworfen und die Eingangstür zugemauert. Steckt dahinter vielleicht auch die "GRE"? Zudem gesellt sich noch eine Leiche zu alle den Vorfällen dazu, weswegen Gossec des Mordes bezichtigt wird. Bronski hat eine locker-leichte Art den Tathergang zu schildern. Den Protagonisten Gossec zeichnet er als zynischen Menschen, der immer einen dummen Kommentar auf den Lippen hat. Er schreckt vor nichts zurück und "ermittelt" auf seine eigene Art und Weise und mit seinen eigenen Mitteln. Dabei schlägt er manchen ein wenig über die Stränge. Auch muss er manchmal einstecken. Schlussendlich klärt sich doch der ganze Fall auf und alles läuft auf ein "Happy End" hinaus. Es hat mir Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen. Er war kurz und knackig. Der Text war angenehm zu lesen und selten waren Passagen dabei, die ich nochmals lesen musste, um sie zu verstehen. Die zynischen Kommentare veranlassten mich des Öfteren zum Schmunzeln.

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  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. July 2012 um 21:46

    Gossec ist wieder auf Aufklärungstour. Ein Freund wird rüde auf die Strasse gestellt und dahinter verbirgt sich ein riesiger Fall von Korruption der sich bis in die obersten Kreise der Münchnerischen Politik hinauf erstreckt. Natürlich können die Schuldigen zum Schluss nicht zur Verantwortung gezogen werden, denn die hohen Politiker wissen sich immer auf irgend eine Art zu entziehen. Deshalb München Blues. Und als Gossec am Schluss mit seinen Freunden schweigend beim Bier sitzt, kommt der geniale Schlusssatz: "Aber das war gut so, denn wenn zu viel geredet wird, wird schnell mal ein Glas zu wenig getrunken."

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  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. December 2011 um 11:28

    Max Bronski ist 1964 in München geboren und hat laut Klappentext seine Heimatstadt nie verlassen. Er hat sich mit einem Theologiestudium versucht, sich mit allerlei Jobs über Wasser gehalten, gemalt und vor allem geschrieben. Und da er das gut kann, ist er dabei hängen geblieben. "München Blues" ist sein zweiter Kriminalroman und er überzeugt durch seine sprachliche Spritzigkeit und eine absolut skurrile Hauptfigur, die uns durch ein München führt, das nur der in seine Stadt verliebte und vernarrte Ureinwohner so beschreiben kann. Wilhelm Gossec ist Antiquitätenhändler. Sein Laden im Schlachthofviertel ist nur fünf Minuten von der Theresienwiese entfernt, wo alljährlich im Spätsommer das Oktoberfest stattfindet, ein Massenereignis, das Menschen aus vielen Ländern geradezu magisch anzieht und für die Einheimischen mittlerweile eher eine Last als eine Lust ist. Immer rechtzeitig vor diesem Massenbesäufnis stellt Wilhelm Gossec speziell für die vielen ausländischen Gäste sein Sortiment um auf Bavaria und verdient nicht schlecht damit. Ansonsten bestreitet er seinen eher bescheidenen Lebensunterhalt aus dem Verkauf von Exponaten, die er bei Haushaltsauflösungen in und um München gefunden hat. Eines Abends, Gossec hat es sich gerade in seiner Wohnung hinter dem Laden gemütlich gemacht, hört er ein seltsames Geräusch auf dem Pflaster vor dem Haus, und als er nachschaut, liegt ein Mann ausgeraubt und total betrunken vor seiner Tür. Es stellt sich heraus, daß es sich um den Landtagsabgeordneten Ernst Hirschböck aus Niederottling handelt. Gossec versorgt ihn notdürftig, lässt ihn nach Hause bringen und denkt, damit sei der Vorfall abgeschlossen. Doch kurze Zeit später wird er selbst bedroht. Männer, deren Identität und Absichten er im Laufe des Buches durch eigene, riskante Recherchen herausfindet, fordern von ihm wichtige Schriftstücke, die Ernst Hirschböck bei sich trug und über die er im Festzelt mit anderen verhandeln wollte. Und schnell gerät der mutige Gossec in einen Strudel der Korruption, und deckt Praktiken auf, wie alte und arme Mieter von Wohnungen im Münchner Scherbenviertel brutal hinaussaniert werden sollen. Er wird selbst Opfer einer Prügelattacke, doch mit Hilfe alter Freunde aus der Szene wühlt er sich immer tiefer in den Fall hinein und löst ihn. Ein erfrischendes Buch, unterhaltsam, skurril und witzig geschrieben, das uns ein ganz anderes Bild von München vermittelt. Kritisch, ohne überheblich zu sein, beleuchtet Bronski die politischen Zustände seiner Stadt, die er liebt und deren Vorzüge und Eigenarten er durch all diese Machenschaften bedroht sieht. Bronskis Protagonist Gossec vereint mit seiner einfachen Radikalität und seinem Gerechtigkeitssinn, seinem Geschäftswitz und seiner schlichten, aber genießerischen Lebensart, sicher viele Attribute des Autors selbst und der liebevoll gezeichneten Szene in der er sich bewegt. Mehr davon!

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  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. January 2010 um 21:39

    Aus der SZ-Reihe "München erlesen". Der Antiquitätenhändler Wilhelm Gossec findet vor seinem Geschäft, während des Oktoberfestes, eine Bierleiche. Gossec durchsucht die Taschen der Bierleiche und findet die Einladung einer Firma für das Käferfestzelt. Bei der Bierleiche handelt es sich um einen Abgeordneten. Skurriler München-Krimi, interessante Sprache, bayerischer derber Witz. Sehr genau beobachtet.

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  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    Kate

    Kate

    21. August 2008 um 18:58

    Netter Versuch, sprachlich und stilistisch gut, nur mit München und Bayern so gut wie nix gemeinsam. Als gebürtiger Münchner soltte man von dem Autor wohl etwas mehr erwarten, als nur hin und wieder mal einen Münchner Straßennamen zu erwähnen. Der Versuch die Bayrischen Amigos darzu stellen, ging total daneben, die Geschichte könnte leicht in jeder anderen Großstadt Deutschlands angesiedelt sein. Unterstrichen wird das durch die Sprache, die man mit gutem Hochdeutsch bezeichnen kann. Es fehlt der Münchner Flair und die bayrische Gemütlichkeit, die man durchaus gut in Worte ausdrücken kann. Das ganze als Porträt des heutigen Münchens zu bezeichnen.. vermessen...

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  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    Terzio

    Terzio

    18. July 2008 um 10:19

    Bronski, ein immer noch nicht (Juli 2008) gelüftetes Pseudonym, schreibt "coole" Krimis. "Cool" nicht in dem Sinne wie die Kids heute alles cool finden, was irgendwie OK ist, sondern cool wie in "Cool Jazz". Mit größter Erzählökonomie führt er seine außerordentlich lebendigen Figuren ein. Sein Held, Gossec - Wohnungsauflöser und Antiquitätenhändler im Schlachthofviertel - verliert nur ungern ein Wort zuviel. Bronskis Figuren sind die krachigen Großmarkthallen-Stenze, die irgendwie unglücklichen Kurz-Nach-68er, die Möchtegern-Bleusgitarristen aber auch die geleckten Wirtschaftsanwälte, Unternehmensberater und die irgendwo dazwischen angesiedelten bayrsichen Politiker. Hier geht es um eine der so typischen Durchstechereien, bei denen immer dieselben Leute an Immobiliendeals (mit)verdienen. Leider enden sie für den einen oder anderen tödlich. Ein minimalistischer Krimi in bester Schwarze Serie Tradition und gleichzeitig oft urkomisch.

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  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    Kurile

    Kurile

    26. June 2008 um 16:55

    Oijoijoi - oh mei oh mei -- der Rächer der Enterbten aus dem Schlachthofviertel. Ja wie's in München nur gar wieder zugeht - und: "...wenn zu viel geredet wird, wird schnell mal ein Glas zu wenig getrunken." Ich glaub ich muss Wahl-Rheinländerin werden.

  • Rezension zu "München Blues" von Max Bronski

    München Blues
    SV

    SV

    30. December 2007 um 17:58

    Marlowe in München Ein echter Geistesbruder von Philip Marlowe: einsamer Wolf, immer über die Schlechtigkeit und Ungerechtigkeit der Welt klagend, leicht resigniert, aber in der Haltung: „wenigstens ich bleib anständig“, immer bereit einem Freund zu helfen, auch ein anständiger Mensch, aber ein wenig halt- und hilflos - Wilhelm Gossec „Haushaltsauflösungen, fachgerechte Entsorgung inclusive“, Besitzer eines Trödelladens im Münchner Schlachthofviertel. Er findet einen betrunkenen und ausgeraubten Landtagsabgeordneten vor seiner Tür, kümmert sich um ihn und er steckt mitten in einer Korruptionsaffäre, münchnerisch, bayerisch, international. Guter Krimi, Max Bronski schreibt schnell, gut, überzeugend – sehr lesenswert!

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