Max Frisch

 3.7 Sterne bei 5,548 Bewertungen
Autor von Homo faber, Andorra und weiteren Büchern.
Max Frisch

Lebenslauf von Max Frisch

Max Frisch war Schweizer Architekt und Schriftsteller, der 15. Mai 1911 in Zürich geboren wurde. Der zweite Sohn von Franz Bruno Frisch (Architekt) und Karolina Bettina Frisch (geb. Wildermuth) war einer der bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit. Während das Verhältnis zum Vater unbedeutend ist, steht er seiner Mutter Karolina sehr nahe. Frisch wird in einfachen Verhältnissen groß. Bereits während seiner Gymnasialzeit schreibt er erste Bühnenstücke, die aber niemals aufgeführt werden und die Frisch nachträglich vernichtet. Der Vater seines Schulfreundes Werner Coninx ist zu jener Zeit Verlagschef und gibt Frisch bereits in jungen Jahren immer wieder Impulse für seine spätere Laufbahn als Schriftsteller. Seine Eltern geben ihm die Möglichkeit, eine Studienrichtung nach eigener Wahl einzuschlagen und so entscheidet sich Frisch zum Germanistik-Studium. Geprägt durch den deutschen Nationalsozialismus beginnt Frisch ein kritisches politisches Bewusstsein zu entwickeln. Vorerst gibt Frisch 1937 das Schreiben auf und beginnt ein Architektur-Studium. Doch bereits 1938 gewinnt er den Conrad-Ferdinand-Meyer Preis, der mit 3000 Schweizer Franken sehr hoch dotiert ist. 1939 wird Frisch Kanonier der Schweizer Armee, für die er bis 1945 tätig ist. Während dieser Zeit beginnt er Notizen in der Zeitschrift Atlantis über das Kriegsgeschehen zu veröffentlichen. 1942 gewinnt Max Frisch einen ebenfalls mit 3000 Schweizer Franken dotierten Architekturpreis, das dadurch entstandene Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Ab 1945 ist Max Frisch für das Theater tätig. In dieser Zeit entstehen Stücke, die vom Krieg gezeichnet sind und immer wieder für öffentliche Diskussionen sorgen. Max Frisch stirbt am 4. April 1991 in Zürich.

Neue Bücher

Homo faber

 (3)
Neu erschienen am 01.10.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Homo faber

Neu erschienen am 01.10.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Alle Bücher von Max Frisch

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Homo faber

Homo faber

 (3,177)
Erschienen am 18.11.2011
Andorra

Andorra

 (933)
Erschienen am 11.05.2011
Stiller

Stiller

 (334)
Erschienen am 11.03.2011
Biedermann und die Brandstifter

Biedermann und die Brandstifter

 (294)
Erschienen am 27.03.1996
Mein Name sei Gantenbein

Mein Name sei Gantenbein

 (219)
Erschienen am 11.03.2011
Montauk

Montauk

 (141)
Erschienen am 19.05.2011
Fragebogen

Fragebogen

 (38)
Erschienen am 06.03.2018
Der Mensch erscheint im Holozän

Der Mensch erscheint im Holozän

 (45)
Erschienen am 10.12.2012

Neue Rezensionen zu Max Frisch

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BarbaraMs avatar

Rezension zu "Homo faber" von Max Frisch

Homo Faber: so aktuell wie eh und je! Ein gelungenes, anspruchsvolles Hörerlebnis
BarbaraMvor einem Monat

Das Hörbuch „Homo Faber“ ist ein ganz besonderes Hörbuch. Das bemerkt man schon bei den ersten Kapiteln. Es hat mich von Anfang an sehr in seinen Bann gezogen.

Doch um was geht es? (der Inhaltsangabe entnommen)
Die Welt des Ingenieurs Walter Faber wird durch eine unwahrscheinliche Kette von Zufällen erschüttert: Auf seinen Reisen trifft er eine junge Frau, in die er sich verliebt – und bald beginnt er zu ahnen, dass sie seine eigene Tochter sein könnte. Aus dieser ungeheuren Konstellation erwächst die wichtigste und mit Sinn gefüllteste Zeit seines restlichen Lebens …

Ich bin sehr davon beeindruckt, welch tolle Atmosphäre jeder einzelne der Sprecher, sei es Matthias Brandt, Eva Mattes, Ueli Jäggi oder Paula Beer, mit seiner Stimme schafft. Jeder gibt hier den einzelnen Personen seine spezielle, ausdrucksstarke Tonnote. Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach Matthias Brandt in seiner Sprecherrolle als Walter Faber.

Das Hörbuch „Homo Faber“ von Max Frisch in der Bearbeitung von Heinz Sommer ist im Hörverlag erschienen. Es umfasst 6 CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 7 Stunden und 11 Minuten. Die sechste CD ist eine Bonus-Musik-CD der hr-Bigband unter der Leitung von Jörg Achim Keller. Die Musik wurde eigens für die Hörspielfassung komponiert.
Zusätzlich umfasst die Hörbuchausgabe ein Booklet, in dem u.a. die einzelnen Sprecher aufgeführt und näher erläutert werden und in dem ein Bericht von Heinz Sommer zu finden ist, in dem er sehr gelungen seine Gedanken zur Hörspielbearbeitung darlegt.

Fazit: Ein tolles Hörerlebnis, das von seiner aktuellen Thematik nichts eingebüßt hat und gekonnt und anspruchsvoll umgesetzt wurde. Die einzelnen Rollen sind hochkarätig besetzt und die Geräusche wurden sparsam aber genau an der richtigen Stelle eingesetzt und schaffen eine tolle Atmosphäre. Die Musik umrahmt und unterstützt wunderbar. Absolut zu empfehlen!

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AiHaninozukas avatar

Rezension zu "Andorra" von Max Frisch

Für Dramenliebhaber
AiHaninozukavor 5 Monaten

Spoilerwarnung!

"Andorra" war das erste Buch von Max Frisch, welches ich gelesen habe. Ich musste es im Zuge des Deutschunterrichts bearbeiten.
Das Cover ist schlicht gehalten und lässt keinen wirklichen Eindruck auf die Handlung zu.
Der Schreibstil war für ein klassisches Stück absolut in Ordnung. Es ist natürlich nicht in Romanfassung geschrieben, da es ein Theaterstück ist, aber ich lese eigentlich alles mögliche, von daher habe ich mit sowas kein Problem.
Ich finde es sogar praktisch, weil überflüssige Fillerszenen (Füllszenen um den Roman zu strecken) weitestgehend vermieden werden, weil nur die Textpassagen und das, was eine Figur tut, erwähnt wird.
Mit 176 Seiten ist es ein sehr dünnes Buch und es lässt sich gut und schnell lesen.

Anders als viele andere Personen meines Alters, die in der Schule klassische Stücke lesen müssen, bin ich gar nicht mal so gelangweilt gewesen. "Der Besuch der alten Dame" fande ich zwar etwas unterhaltsamer, aber "Andorra" ist völlig solide, wenn man quasi dazu "gezwungen" wird, es zu lesen.

Es geht um die jungen Andri, der sein lebenlang glaubte er sei ein Findelkind. Er muss sich mit Anfeindungen der Menschen in Andorra auseinandersetzen und es gibt eigentlich kaum eine Figur, die nicht judenfeindlich ist.
Andri wohnt bei einem Lehrer, seiner Frau und Stiefschwester Barblin. Andri arbeitet dort als Küchenjunge, möchte jedoch eine Lehre zum Tischler beginnen und Barblin heiraten. Die Dorfbewohner sorgen dafür, dass er die Lehre nicht bekommt.
Frisch arbeitet hier mit vielen Vorurteilen und Gruppenzwang. Auch die Hochzeit mit Barblin findet nicht statt, da der Vater sein Geheimnis lüftet.
Doch dies ändert nichts an der Situation, denn die Dorfbewohner terrorisieren Andri weiterhin und er glaubt mittlerweile auch, dass die Anfeindungen gerechtfertigt sind, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste. 
Im Laufe der Handlung wird das ängstliche Volk, was die "Schwarzen" so fürchtet, von eben diesen untergraben, als sie in die Stadt einfallen. 

Unabhängig von der Handlung fand ich die Figur des Andris gut ausgearbeitet. Es wird klar gezeigt, wie Andri sich zu Beginn versucht gegen die Anfeindungen zu wehren und sich nichts anmerken zu lassen, doch im Laufe der Handlung glaubt er diese Anfeindungen selbst.
Der Lehrer ist quasi eine Art Schuldträger in der Geschichte, da er Andris Leben auf einer Lüge aufgebaut hat und somit mitverantwortlich für die Vorurteile und den Hass gegen Andri war.
Die Dorfbewohner sind durchwachsen. Im Grunde wirkt es wie eine Ansammlung an Menschen, die sich gemeinsam ein Opfer suchen, um dort ihre Unsicherheit und Unzufriedenheit zu kompensieren. Sie haben Angst vor den "Schwarzen" und da sie denken, dass Andri ebenfalls anders ist, wie die "Schwarzen" fühlen sie sich hier gemeinsam stark, wenn sie jemanden anfeiden und bedrohen können, der anders ist.
Dies trauen sie sich bei den "Schwarzen" nicht.

Die Figuren wirkten der Reihe nach alle sehr authentisch. Es fand eine Charakterentwicklung stand, die absolut glaubwürdig war und die man aufgrund der Handlung vollständig nachvollziehen konnte.

Im Grunde würde ich das Stück durchaus empfehlen, wenn man sich für Dramen interessiert und gerne spekuliert und interpretiert.

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Beusts avatar

Rezension zu "Fragebogen" von Max Frisch

Mehr als nur ein Partyspaß ...
Beustvor 6 Monaten

… aber als ein solcher auch verwendbar: Die vielen klugen Fragen, die Frisch dem Leser aufträgt zu bedenken, lassen sich auch als Anlass nehmen, gemeinsam laut zu denken, sich zu vergleichen und ein wirkliches Gespräch zu führen. Ich habe das Buch zunächst allein gelesen, mir über die Fragen Gedanken gemacht (und über meine Antworten) und mich über die Aktualität der Themen gewundert und gefreut. Und dann haben wir in größerer Runde über einige Fragen diskutiert - das war erhellend und spannend zugleich.

Ich denke, dass man grade als Heranwachsender sich die Fragen Frischs einmal zu Gemüte geführt haben sollte.

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Gespräche aus der Community

Neu
L
was bedeutet die Blindheit im Roman Gantenbein?
Lilitus avatar
Letzter Beitrag von  Lilituvor 8 Jahren
Eine kurze Befragung von meinem Freund Herr Google, hat gleich als erstes Ergebnis eine gute Erklärung geliefert, was man hier nachlesen kann unter dem Stichwort "Interpretation": http://bibliothek.bhak-bludenz.ac.at/frisch2.asp Weitere Interpretationsmöglichkeiten wirst du sicher bei selbstständiger Befragung meines Freundes erfahren. Herr Google ist wirklich sehr nett und gibt auf so ziemlich jede Suchanfrage eine, oft sogar sehr viele Antworten ;)
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Max Frisch wurde am 14. Mai 1911 in Zürich (Schweiz) geboren.

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