Max Frisch

 3.7 Sterne bei 5,527 Bewertungen
Autor von Homo faber, Andorra und weiteren Büchern.
Max Frisch

Lebenslauf von Max Frisch

Max Frisch war Schweizer Architekt und Schriftsteller, der 15. Mai 1911 in Zürich geboren wurde. Der zweite Sohn von Franz Bruno Frisch (Architekt) und Karolina Bettina Frisch (geb. Wildermuth) war einer der bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit. Während das Verhältnis zum Vater unbedeutend ist, steht er seiner Mutter Karolina sehr nahe. Frisch wird in einfachen Verhältnissen groß. Bereits während seiner Gymnasialzeit schreibt er erste Bühnenstücke, die aber niemals aufgeführt werden und die Frisch nachträglich vernichtet. Der Vater seines Schulfreundes Werner Coninx ist zu jener Zeit Verlagschef und gibt Frisch bereits in jungen Jahren immer wieder Impulse für seine spätere Laufbahn als Schriftsteller. Seine Eltern geben ihm die Möglichkeit, eine Studienrichtung nach eigener Wahl einzuschlagen und so entscheidet sich Frisch zum Germanistik-Studium. Geprägt durch den deutschen Nationalsozialismus beginnt Frisch ein kritisches politisches Bewusstsein zu entwickeln. Vorerst gibt Frisch 1937 das Schreiben auf und beginnt ein Architektur-Studium. Doch bereits 1938 gewinnt er den Conrad-Ferdinand-Meyer Preis, der mit 3000 Schweizer Franken sehr hoch dotiert ist. 1939 wird Frisch Kanonier der Schweizer Armee, für die er bis 1945 tätig ist. Während dieser Zeit beginnt er Notizen in der Zeitschrift Atlantis über das Kriegsgeschehen zu veröffentlichen. 1942 gewinnt Max Frisch einen ebenfalls mit 3000 Schweizer Franken dotierten Architekturpreis, das dadurch entstandene Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Ab 1945 ist Max Frisch für das Theater tätig. In dieser Zeit entstehen Stücke, die vom Krieg gezeichnet sind und immer wieder für öffentliche Diskussionen sorgen. Max Frisch stirbt am 4. April 1991 in Zürich.

Neue Bücher

Homo faber
Neu erschienen am 01.10.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.
Homo faber
Neu erschienen am 01.10.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.
Skizze eines Unglücks/Skizze eines Verunglückten
 (1)
Neu erschienen am 27.08.2018 als Taschenbuch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Max Frisch

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Max FrischHomo faber
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Homo faber
Homo faber
 (3,172)
Erschienen am 18.11.2011
Max FrischAndorra
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Andorra
Andorra
 (929)
Erschienen am 11.05.2011
Max FrischStiller
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Stiller
Stiller
 (334)
Erschienen am 11.03.2011
Max FrischBiedermann und die Brandstifter
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Biedermann und die Brandstifter
Biedermann und die Brandstifter
 (293)
Erschienen am 27.03.1996
Max FrischMein Name sei Gantenbein
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Mein Name sei Gantenbein
Mein Name sei Gantenbein
 (217)
Erschienen am 11.03.2011
Max FrischMontauk
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Montauk
Montauk
 (138)
Erschienen am 19.05.2011
Max FrischFragebogen
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Fragebogen
Fragebogen
 (38)
Erschienen am 06.03.2018
Max FrischDer Mensch erscheint im Holozän
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Der Mensch erscheint im Holozän
Der Mensch erscheint im Holozän
 (44)
Erschienen am 10.12.2012

Neue Rezensionen zu Max Frisch

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AiHaninozukas avatar

Rezension zu "Andorra" von Max Frisch

Für Dramenliebhaber
AiHaninozukavor 3 Monaten

Spoilerwarnung!

"Andorra" war das erste Buch von Max Frisch, welches ich gelesen habe. Ich musste es im Zuge des Deutschunterrichts bearbeiten.
Das Cover ist schlicht gehalten und lässt keinen wirklichen Eindruck auf die Handlung zu.
Der Schreibstil war für ein klassisches Stück absolut in Ordnung. Es ist natürlich nicht in Romanfassung geschrieben, da es ein Theaterstück ist, aber ich lese eigentlich alles mögliche, von daher habe ich mit sowas kein Problem.
Ich finde es sogar praktisch, weil überflüssige Fillerszenen (Füllszenen um den Roman zu strecken) weitestgehend vermieden werden, weil nur die Textpassagen und das, was eine Figur tut, erwähnt wird.
Mit 176 Seiten ist es ein sehr dünnes Buch und es lässt sich gut und schnell lesen.

Anders als viele andere Personen meines Alters, die in der Schule klassische Stücke lesen müssen, bin ich gar nicht mal so gelangweilt gewesen. "Der Besuch der alten Dame" fande ich zwar etwas unterhaltsamer, aber "Andorra" ist völlig solide, wenn man quasi dazu "gezwungen" wird, es zu lesen.

Es geht um die jungen Andri, der sein lebenlang glaubte er sei ein Findelkind. Er muss sich mit Anfeindungen der Menschen in Andorra auseinandersetzen und es gibt eigentlich kaum eine Figur, die nicht judenfeindlich ist.
Andri wohnt bei einem Lehrer, seiner Frau und Stiefschwester Barblin. Andri arbeitet dort als Küchenjunge, möchte jedoch eine Lehre zum Tischler beginnen und Barblin heiraten. Die Dorfbewohner sorgen dafür, dass er die Lehre nicht bekommt.
Frisch arbeitet hier mit vielen Vorurteilen und Gruppenzwang. Auch die Hochzeit mit Barblin findet nicht statt, da der Vater sein Geheimnis lüftet.
Doch dies ändert nichts an der Situation, denn die Dorfbewohner terrorisieren Andri weiterhin und er glaubt mittlerweile auch, dass die Anfeindungen gerechtfertigt sind, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste. 
Im Laufe der Handlung wird das ängstliche Volk, was die "Schwarzen" so fürchtet, von eben diesen untergraben, als sie in die Stadt einfallen. 

Unabhängig von der Handlung fand ich die Figur des Andris gut ausgearbeitet. Es wird klar gezeigt, wie Andri sich zu Beginn versucht gegen die Anfeindungen zu wehren und sich nichts anmerken zu lassen, doch im Laufe der Handlung glaubt er diese Anfeindungen selbst.
Der Lehrer ist quasi eine Art Schuldträger in der Geschichte, da er Andris Leben auf einer Lüge aufgebaut hat und somit mitverantwortlich für die Vorurteile und den Hass gegen Andri war.
Die Dorfbewohner sind durchwachsen. Im Grunde wirkt es wie eine Ansammlung an Menschen, die sich gemeinsam ein Opfer suchen, um dort ihre Unsicherheit und Unzufriedenheit zu kompensieren. Sie haben Angst vor den "Schwarzen" und da sie denken, dass Andri ebenfalls anders ist, wie die "Schwarzen" fühlen sie sich hier gemeinsam stark, wenn sie jemanden anfeiden und bedrohen können, der anders ist.
Dies trauen sie sich bei den "Schwarzen" nicht.

Die Figuren wirkten der Reihe nach alle sehr authentisch. Es fand eine Charakterentwicklung stand, die absolut glaubwürdig war und die man aufgrund der Handlung vollständig nachvollziehen konnte.

Im Grunde würde ich das Stück durchaus empfehlen, wenn man sich für Dramen interessiert und gerne spekuliert und interpretiert.

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Beusts avatar

Rezension zu "Fragebogen" von Max Frisch

Mehr als nur ein Partyspaß ...
Beustvor 4 Monaten

… aber als ein solcher auch verwendbar: Die vielen klugen Fragen, die Frisch dem Leser aufträgt zu bedenken, lassen sich auch als Anlass nehmen, gemeinsam laut zu denken, sich zu vergleichen und ein wirkliches Gespräch zu führen. Ich habe das Buch zunächst allein gelesen, mir über die Fragen Gedanken gemacht (und über meine Antworten) und mich über die Aktualität der Themen gewundert und gefreut. Und dann haben wir in größerer Runde über einige Fragen diskutiert - das war erhellend und spannend zugleich.

Ich denke, dass man grade als Heranwachsender sich die Fragen Frischs einmal zu Gemüte geführt haben sollte.

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awogflis avatar

Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

Weinerliche dilletantische Selbstanalyse, Beziehungspsychologie und ein paar Abenteurgeschichteln
awogflivor 4 Monaten

Was ja in der Literaturwelt offensichtlich hinlänglich bekannt sein dürfte, ist der Umstand, dass Max Frisch in diesem Roman einen Kunstgriff - für mich aber quasi eine verlogene Finte - gewählt hat, um über sich selbst zu schreiben und sich selbst von außen zu analysieren, indem er den Protagonisten dem Verdacht aussetzt, die Identität des Herrn Stillers aufzuweisen. Dies weist die Hauptfigur des Romans aber ganz entschieden von sich und geht ihrerseits nun heran, diesen Herrn Stiller, für den er fälschlicherweise beziehungsweise nicht fälschlicherweise gehalten wird, aus der Perspektive des externen Beobachters zu betrachten, allmählich zu erforschen und zu analysieren.

Diesen Kunstgriff mag man genial finden, muss man aber nicht. Mir stößt so etwas aus mehreren Gründen sehr sauer auf. Erstens finde ich es extrem eitel, sich selbst zu analysieren, ohne seine eigene Person ins Spiel zu bringen. Natürlich haben oft Figuren von Autoren autobiografische Züge, dann werden sie aber entweder von Innen- oder von der Außenansicht her beschrieben, aber in diesem Fall spielt Frisch gleichzeitig Patient der leidet, Therapeut der interpretiert und versucht zu heilen und Videokamera, die beobachtet (man kann als Analogie auch nicht, Gesetzgeber, Staatsanwalt, Verteidiger, Richter und Exekutive gleichzeitig sein, auch in der Psychologie sollte es sinnvollerweise eine Gewaltenteilung geben). So etwas ist erstens nicht zielführend, kann nicht funktionieren und ist auch ethisch recht verwerflich, deshalb ist es ja auch Therapeuten untersagt, sich selbst zu analysieren, im Gegenteil, sie sind verpflichtet, in regelmäßigen Abständen einen anderen professionellen Therapeuten aufzusuchen. Was also bei dieser sogenannten "Analyse" sinnvollerweise herauskommen kann, ist nie eine richtige Analyse sondern nur eine eitle larmoyante, selbstverliebte peinliche Rechtfertigung des Charakters und der Taten ohne einen Millimeter Weiterentwicklung, die ja bei einer derartigen Selbstzentrierung gar nicht stattfinden kann. Ach ja die gemeinhin oftmals hineininterpretierte Identitätsfindung kann ich nicht finden.

Selbst bei einem relativ normalen Menschen funktioniert das nicht, bei einem egozentrischen selbstverliebten Menschen wie dem Herrn Frisch-Stiller,  ich will nun nicht das Wort Narzissmus in den Mund nehmen, denn das ist eindeutig eine Persönlichkeitsstörung, die ich mir nicht anmaße zu treffen (aber 6 meiner wirklich guten Freundinnen könnten das, wenn Sie das Buch gelesen hätten), ist die ganze hier ausgebreitete therapeutische Geschichte nur ein gähnend langweiliges Kreisen von Rechtfertigungen um eine nicht gerade spannende Persönlichkeit auf Grund ihrer atemberaubenden Egozentrik.

Da kommen wir nun zu einem weiteren Ärgerfaktor. Wenn ich mir überlege, wieviele junge Burschen diese Hauptfigur (Stiller - bzw. Nicht Stiller) und auch den Staatsanwalt Rolf, der so ein bisschen aus der NLP-Ecke (die es ja damals als NLP noch nicht gab sondern nur die psychoanalytischen Grundlagen) zu stammen scheint, weil er permanent als krasses Gegenteil zu "Stiller" soviel seiner Partnerin spiegelt und doch soviel manipuliert, als zwei wesentliche männliche Role-Models in den schwierigen Zeiten der Pubertät vorgesetzt bekommen haben, dann steigen mir wirklich die Grausbirnen auf. Ich wundere mich dann wirklich nicht, dass auch noch in so vielen Köpfen ein derart arges unrealistisches duldendes Frauenbild der Frau Julika, die auch noch selbst schuld ist, wenn sie krank am Boden liegt und der man natürlich auch jede Hilfe verwehren muss. Oh ja, da sind wir wieder bei einem grausamen menschenverachtenden Charakterzug, der hier ganz ordentlich bis fast auf die letzten Seiten ausgewalzt und glorifiziert wird, dass man einer Partnerin nicht helfen will, denn erstens hat sie die Kalamitäten durch was auch immer - Gott oder was anderes - selbst verdient, zweitens ist man ja selbst der Leidende, weil man mit der Schwäche des Partners belästigt wird und drittens wenn man hilft, erniedrigt man sich selbst und wird unmännlich. Was für ein Scheißdreck.

Das ganze gipfelt sogar in ernstgemeinten nicht widersprochenen Aussagen wie zum Beispiel der Umstand, dass sich eine Frau, die sich intensiv um ihr Kind kümmert, das aus purem Narzissmus tut? WTF für ein egozentrischer MUMPITZ. Hier wird wie vieles andere ein Männerbild propagiert  von Typen, die auch in Kauf nehmen würden, dass ihr Baby stirbt, nur weil sie die Nr. 1 Position bei der Frau auch nach der Geburt des Kindes nicht aufgeben wollen. Im Roman das dreißigste Jahr habe ich die Kurz-Geschichten von Ingeborg Bachmann um derartige zahlreiche Figuren stark kritisiert, da ich ein solches allgemeines Männerbild bei all meinen feministischen Ansichten einfach nicht für zulässig halte und Bachmann vier oder fünf unterschiedliche Figuren ausschließlich mit solchen Charakterzügen konzipiert hat. Wäre sie ehrlich gewesen und hätte nur über eine Figur, respektive Max-Frisch oder ein Pseudonym seiner Person geschrieben, dessen charakterliche Einzelaspekte offensichtlich in nahezu alle Figuren im dreißigsten Jahr einflossen, dann hätte ich dieses Werk für viel wahrhaftiger gehalten, denn ein bis zwei faule Äpfel im Meer der männlichen Achetypen sind doch zulässig und realistisch und vernadern nicht die gesamte restliche Männerwelt.

So nun komme ich von meiner persönlichen Meinung wieder mal weg in weit objektivere Gefilde. Durch diese stilistische Konstruktion, quasi eine autobiografische Rechtfertigung getarnt als Analyse schreiben zu wollen, ohne sich selbst ins Spiel zu bringen, ist der Plot des Romans total  unglaubwürdig und komplett verhunzt - so ein richtiger Schwachsinn. Da ich manisch plotorientiert bin und logische Fehler mich zur Weißglut treiben, kann mich mir folgende Anklagen an den Autor nicht verkneifen: Warum wird Stiller von allen in Untersuchungshaft derart hofiert? Warum hat in der Schweiz ein Untersuchungshäftling Freigang? Wenn kein Kapitalverbrechen oder Verdunkelungsgefahr vorliegt, muss er entweder völlig enthaftet werden und sich regelmäßig melden oder er sitzt rund um die Uhr in Einzelhaft - etwas dazwischen ist komplett unlogisch. Einen Freigang unter Tags gibt es nicht vor einer Gerichtsverhandlung, sondern nur danach bei leichteren unbedingten Delikten oder bei schweren Delikten kurz vor der Entlassung mit Reststrafe auf Bewährung. Ich kenne mich da wirklich gut aus. Habe doch fast 35 Jahre in Krems und Steyr gleich neben Justizanstalten für Schwerverbrecher gelebt und gearbeitet.

Frisch erzählt also nicht wirklich eine konsistente Geschichte, was für mich aber in einem Roman unabdingbar ist - tut aber so als ob-  und das kann ich gar nicht leiden. Gewürzt ist der Plot noch mit abstrusen münchhausischen Abenteuergeschichtln, die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, die auch das männliche junge Publikum, das offensichtlich noch nicht aus seiner Karl May-Phase herausgewachsen ist, adressiert und verleiten soll, den Roman zu mögen und gnädig zu beurteilen.

Die Vierecks-Beziehungsgeschichte ist auf Grund der verkappten und sehr gestörten Persönlichkeiten auch eher mühsam und alles andere als spannend.

Das einzige, was Stiller für mich persönlich den zweiten Stern eingebracht hat, ist die brilliante Gesellschaftskritik am Wesen des Schweizers- des Schweizer-Seins. Wenn Max Frisch nach außen analysiert, kann er das plötzlich extrem glaubwürdig, mit spitzer Feder, etwas boshaftem Humor und gnadenloser Brillanz. Ich habe vier Saisonen also insgesamt 12 Monate in diesem Land gelebt und gearbeitet und musste oft herzlich lachen. Zu jeder Aussage des Autors kann ich mehrere  Gschichtln aus eigener Erfahrung dazusteuern. Da wird beispielsweise die Affenliebe zum Militär, das überhebliche selbstüberschätzende Großmannstum (quasi wird dem Ausländer [Uslanda] immer die inkompetente kleine Maus, die brüllte vorgeführt, alles ist am besten am schönsten und am intelligentesten in der Schweiz), die Unfähigkeit zur Selbstkritik, der Nationalismus, und die Fiktion von unendlicher nationaler Freiheit in einer total unfreien Gesellschaft voller Konventionen. Alles wird sehr treffend zerlegt oder auch der Umstand thematisiert, dass die Körperpflege der Schweizer  in bemerkenswertem Widerspruch zur sonstigen Reinemacherei steht. Wie gesagt, zu jedem dieser Gesellschaftskritikpunkte habe ich mindestens ein eigenes kurioses Erfahrungs-Gschichtl.

Was mich auch noch schockiert hat, sind tatsächlich kapitale Deutschfehler des Surkamp-Verlages, so etwas muss ich nicht dem Autor ankreiden, denn wozu gibt es denn Lektoren. Ich versteh das wirklich nicht🤔, die Erstausgabe ist auf Deutsch erschienen, ergo fallen Übersetzungsfehler weg. z.B.
-Wir [Hier] können wir nicht stehenbleiben S.80,  
- Daß Ostern waren [war], zeigte sich hier, nach dem Verstummen der [des]morgendlichen Kirchengeläute[s], nur noch an einem übermäßigen Verkehr auf der Überlandstraße. S.414

Ihr seht schon, in den eckigen Klammern habe ich gleich den Rotstift angesetzt. Das sind nur zwei krasse Beispiele, andere habe ich nicht angezeichnet, aber noch ein paar Fallfehler und falsche Präpositionen gefunden. Ich bin ja die erste, die drüberliest, weil mein Hirn gern und recht gut antizipiert, aber wenn es sogar mir auffällt, ist es ein gravierendes Problem....

Uff! Das war jetzt leider ein bisschen lang - ich hoffe, Ihr habt Euch noch nicht gelangweilt.

Fazit: Dieser Klassiker ist für mich für die Tonne. Jetzt stellt sich nun aber die Frage, ob dieses Buch wirklich im Vergleich zu anderen von Frischs Werken wie Andorra oder Homo Faber, die ich in der Pubertät begeistert gelesen habe, so abstinkt, oder ich mich vielleicht weiterentwickelt habe. Das ist hier nämlich die Einserfrage. Wiewohl ich mir schenke, Andorra und Homo Faber erneut zu lesen und einer aktuellen Bewertung zu unterziehen. Dazu ist mir einfach meine Lebens- bzw. Lesezeit zu schade, und mein SUB ist auch noch bei 280 real verfügbaren Büchern, die gelesen werden wollen. Es einfach gibt zu viele Werke, die so brilliant sind und sehnsüchtig auf meine Endeckungsreise warten. Deshalb schließe ich mit einer Aussage, die ich sicher tätigen kann. Jede Zeit hat auch ihr Buch und ihre spezifische Bewertung. Das kann ich eindeutig sagen. 🙂

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L
was bedeutet die Blindheit im Roman Gantenbein?
Lilitus avatar
Letzter Beitrag von  Lilituvor 8 Jahren
Eine kurze Befragung von meinem Freund Herr Google, hat gleich als erstes Ergebnis eine gute Erklärung geliefert, was man hier nachlesen kann unter dem Stichwort "Interpretation": http://bibliothek.bhak-bludenz.ac.at/frisch2.asp Weitere Interpretationsmöglichkeiten wirst du sicher bei selbstständiger Befragung meines Freundes erfahren. Herr Google ist wirklich sehr nett und gibt auf so ziemlich jede Suchanfrage eine, oft sogar sehr viele Antworten ;)
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Max Frisch wurde am 14. Mai 1911 in Zürich (Schweiz) geboren.

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