Max Frisch Biografie: Ein Spiel

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Inhaltsangabe zu „Biografie: Ein Spiel“ von Max Frisch

Der Spielcharakter wird augenscheinlicher, das Schauspiel ästhetische Technik und Thema zugleich. Im Zentrum des Spiels steht Hannes Kürmann, Verhaltensforscher, dessen Wunsch »Wenn ich noch einmal anfangen könnte, ich wüßte, was ich anders machen würde« mit Hilfe eines Spielleiters in Erfüllung geht. Biografie - gelebtes Leben, angesammeltes Leben - wird hier dem Versuch ausgesetzt: was wäre, wenn -und vor allem, was wäre, wenn nicht . . .

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  • Max Frisch: Biographie: Ein Spiel

    Biografie: Ein Spiel

    Mondmarmelade

    12. May 2014 um 17:24

    Über den Autor: Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren und starb am 4. April 1991 an den Folgen eines Krebsleidens in seiner Wohnung in Zürich. 1930 begann er sein Germanistik-Studium an der Universität Zürich, das er jedoch 1933 nach dem Tod seines Vaters (1932) aus finanziellen  Gründen abbrechen musste. Er arbeitete als Korrespondent für die Neue Zürcher Zeitung. Seine erste Buchveröffentlichung Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt erschien 1934 in der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart. 1950 erscheint Das Tagebuch 1946-1949 als erstes Werk Frischs im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Zahlreiche weitere Publikationen folgten. (Quelle: http://www.suhrkamp.de/autoren/max_frisch_1350.html) Inhalt: Zitat:"Wo, Herr Kürmann, möchten Sie nochmals  anfangen, um Ihre Biografie zu ändern?" Wer wünscht sich das nicht? Einmal das Leben anhalten, von vorne beginnen und seine Biografie ändern. Der Hauptfigur Hannes Kürmann in Max Frischs Drama 'Biografie: Ein Spiel' wird diese Möglichkeit geboten: Vor allem die erste Begegnung mit seiner Ehefrau Antoinette scheint für Kürmann ein zentraler Moment seiner Biografie zu sein, den er im Nachhinein gerne vermieden hätte. In mehreren Anläufen versucht er zu verhindern, die Frau zu treffen, mit der er die letzten sieben Jahre verbracht hat. Doch wohin führt Kürmann dieser Versuch? Wie wäre sein  Leben ohne Antoinette verlaufen? Kann er sein Leben rückblickend optimieren? Oder bleibt er in gewohnten Verhaltensmustern und Verstrickungen hängen?  Meine Meinung: Nach meiner 13-jährigen Schulzeit voll zwanghafter Unterrichtslektüre war dieses das erste Drama, welches ich aus freien Stücken entschied zu lesen. Ich habe es von meinem Vater geschenkt bekommen und als Einstimmung auf einen Besuch bei meiner Tante gelesen, welche dieses Stück in ihrem kleinen Theater aktuell im Spielplan hatte. Und ich war begeistert, wie angenehm sich ein Theaterstück lesen lässt, wenn man nicht alle 2 Sekunden damit beschäftigt ist die tiefere Bedeutung eines kurz darin erwähnten Wandschranks zu analysieren.  Ich mochte Max Frischs Schreibstil schon damals in der 9. Klasse, als wir "Andorra" im Unterricht durchnahmen. So ging es mir auch in "Biographie: Ein Spiel": Humorvoll und doch ernsthaft, stichelnd, doch auch liebevoll nimmt Frisch den Leser in diesem Stück mit auf eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart des Protagonisten Hannes Kürmanns, aber auch in die des Lesers selbst. Bei jeder Änderung, die Kürmann vornimmt, fragt man sich "Hat Kürmann sich richtig entschieden? Was hätte er anders machen können? Was hätte ich in meinem Leben anders machen können?" Und so bekam ich vor allem während der Lesepausen regelrecht Denkknoten im Kopf und kam letzten Endes zu der Frage, die auch Kürmann sich stellen muss: Will ich wirklich aus tiefsten Herzen etwas ändern? Oder habe ich manche Fehler erst machen müssen, um am Ende glücklich zu werden, da sie bestimmte Ereignisse zur Folge hatten? Max Frischs Stück ist, wie der Autor es selbst so passend nannte, vor allem eines: Ein Spiel. Ein Gedankenexperiment, ein Glanzstück der Literatur. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne.     

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  • Rezension zu "Biografie: Ein Spiel" von Max Frisch

    Biografie: Ein Spiel

    appelino

    28. July 2011 um 21:53

    Kürmann, ein Verhaltsforscher, wünscht sich nur etwas : Ein Leben ohne seine Frau Antoinette, was seiner Meinung nach die Verfehlung seines Lebens verhindern würdee. In Biografie: Ein Spiel bekommt er die Chance, neu zu wählen: Mit einem Registrator an der Seite, der das Kürmann'sche Leben auf einem Dossier stehen hat, geht er wichtige Szenen seines Lebens nochmal durch, immer mit der Intention, am Ende Antoinette nicht zu begegnen, nicht zu heiraten, oder wenigstens nicht in der gleichen Misere zu enden, von der sein Dossier erzählt. Es gab selten ein Buch, dass mich so nachhaltig beeindruckt und ins Theater gelockt hat. Die Musik der Worte ist typisch Frisch - genau, echt, auch mal zum Lachen und mit wunderbar viel Wahrheit. Die Geschichte behandelt die Möglichkeit, die wir uns doch alle manchmal so sehr herbeiwünschen: Die Zeit zurückdrehen und sich nicht wiederholen, die Fehler, die man begangen hat, nicht mehr zu machen. Frisch schildert auf innovative Weise, wie ein Verhaltensforscher, trotz der Möglichkeit, daran scheitert. „Ich weigere mich zu glauben, dass unsere Biografie, meine oder irgendeine, nicht anders aussehen könnte. Vollkommen anders. Ich brauche mich nur ein einziges Mal anders zu verhalten.“ Durchaus allen zu empfehlen, die zu viel über ihre eigenen Fehler und Versäumnisse grübeln.

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  • Rezension zu "Biografie: Ein Spiel" von Max Frisch

    Biografie: Ein Spiel

    elRinas

    01. November 2009 um 16:50

    Homo Faber fand ich szt. echt spannend - das ist doch der war, wo zum Schluss das Gehirn "weiterleben" darf ...,
    aber "Biografie, ein Spiel" war eine Inspiration für mich, "reflektiert" zu leben ... Bin ich deshalb so ein Kopfmensch/Philosoph geworden???
    elRinas

  • Rezension zu "Biografie: Ein Spiel" von Max Frisch

    Biografie: Ein Spiel

    kuermann

    18. August 2008 um 21:53

    die unmöglichkeiten des menschlichen seins habe ich hier zum ersten mal so herrlich verpackt gefunden.

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