Max Frisch Der Mensch erscheint im Holozän

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Inhaltsangabe zu „Der Mensch erscheint im Holozän“ von Max Frisch

Mit der phantastischen Wachheit des Einsamen registriert Herr Geiser die kleinen Anzeichen einer denkbaren Katastrophe. Das Tal ist durch Unwetter von der Umwelt abgeschnitten. Gefaßt darauf, daß eines Tages der ganze Berg ins Rutschen kommt und das Dorf verschüttet für alle Zeit, liest Herr Geiser im Lexikon, in der Bibel, in Geschichtsbüchern und schreib ab, was nicht vergessen werden soll.

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    Der Mensch erscheint im Holozän

    Orisha

    07. December 2017 um 18:34

    „Manchmal fragt sich Herr Geiser, was er denn eigentlich wissen will, was er sich vom Wissen überhaupt verspricht.“ (Frisch 2011: 117).Herr Geiser lebt in einem Tal der Tessiner Alpen. Ein Tal was von einem vermeintlichen Erdrutsch bedroht wird. Die Dorfbewohner sind gefangen, das Postauto fährt nicht mehr, niemand kommt rein oder raus. Es regnet; über Tage. Der Strom – fällt immer wieder aus. Um sich zu beschäftigen beginnt Herr Geiser zu lesen: die Bibel, die Geschichte des Kantons Tessin, der Große Brockhaus, das Schweizer Lexikon in zwei Bänden und ein Buch über Dinosaurier. Begierig versucht er sich Wissen anzueignen, scheitert jedoch immer wieder an seinem Gedächtnis. Drum beginnt er, die für ihn wichtigen, Passagen auf Zettel zu schreiben, auszuschneiden und im Wohnzimmer an die Wand zu heften.Max Frisch letzter Roman, von 1979, ist ein ganz besonderes Experiment. Frisch lässt den Leser fiktiv an der Zettelwirtschaft des alten Herrn Geiser teilhaben. Jene Zettel, die der alte Mann sich in sein Wohnzimmer hängt, jene sind auch im Buch abgedruckt – handgeschrieben oder ausgeschnitten. Ein visuelles Erlebnis, rund um das Wissen der Welt. Ja, welches Wissen ist eigentlich nachhaltig? Was sollte man wissen? Und welche Bedeutung hat Wissen für einen selbst – denn schließlich wissen wir auch, dass wir nicht alles wissen (können). Frischs Roman experimentiert mit genau diesen Fragen und verknüpft seine Geschichte gleichzeitig mit einem Portrait der Tessiner Alpen und einem Portrait Herrn Geisers, dessen Merkfähigkeit immer mehr nachlässt. Es lässt den Leser grübeln, was es zu wissen lohnt. Ihn reflektieren und fühlen, wie es ist alt zu werden und zu vergessen. Und er vermittelt seine Liebe zu den Schweizer Alpen.Fazit: Für mich definitiv ein Highlight des Jahres. Wohldurchdacht, klug und anders. Wirklich empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Der Mensch erscheint im Holozän" von Max Frisch

    Der Mensch erscheint im Holozän

    luckyup

    16. July 2010 um 16:04

    Herr Geiser hat Zeit. Er weiss: Ohne Gedächtnis kein Wissen. Sprunghafte Gedanken zwischen Aktuellem, Fakten und Vergangenem lassen sich nicht mehr festhalten. Auf seinem Weg durch die Tessinerberge ist nur noch der Augenblick gültig, auch die Gegenwart verliert ihre Bedeutung. Ein Buch, das uns die Vergänglichkeit des Lebens und der Zeit vor Augen führt. Ist in unserem Leben einmal etwas wichtiges vorgekommen? Ein Buch zum Nachdenken, auch über die eigene Vergänglichkeit.

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