Homo faber

von Max Frisch 
3,7 Sterne bei3,172 Bewertungen
Homo faber
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (1879):
Viv29s avatar

Trockener Stil, paßt zum Erzähler. Die tragische Geschichte entfaltet sich im interessanten, passenden Tempo.

Kritisch (467):
S

ABI Buch

Alle 3,172 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Homo faber"

Diese Ausgabe der Reihe "Suhrkamp Basis Bibliothek - Arbeitstexte für Schule und Studium" bietet Max Frischs Homo faber zusammen mit einem Kommentar, der alle für das Verständnis des Werks erforderlichen Informationen enthält: einen Überblick über die literarhistorischen Voraussetzungen, eine Einführung in das Erzählverfahren und die Komponenten des Inhalts, die Entstehungs- und Textgeschichte, Selbstaussagen des Autors zu seinem Werk, eine Dokumentation der Rezeptionsgeschichte, Wort- und Sacherläuterungen, eine Analyse der unterschiedlichen Deutungsansätze sowie Literaturhinweise. Der Kommentar ist den neuen Rechtschreibregeln entsprechend verfasst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518188033
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:18.11.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne881
  • 4 Sterne998
  • 3 Sterne826
  • 2 Sterne312
  • 1 Stern155
  • Sortieren:
    Hofmann-Js avatar
    Hofmann-Jvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Über die innerliche Zerrissenheit eines Menschen
    Sprunghaft und teilweise ermüdend

    Walter Faber, ein rationaler, wenn nicht pingeliger Mensch, der mit zwischenmenschlichen Beziehungen nicht allzu viel anfangen kann, verliebt sich in eine junge Frau, von der sich herausstellt, dass sie seine eigene Tochter ist.

    In Tagebuch-Form (die übrigens recht trocken und sachlich erscheinen soll) wird nun über die Zeit Fabers mit seiner einstigen Liebe Hanna berichtet, den danach folgenden Bekanntschaften bis nun zur Bekanntschaft mit seiner Tochter. Man muss den Schreibstil fast entschuldigen, da er über einige Strecken schon ermüdet und fast langweilt. Von allen mir bekannten Werken des Autors ist dies dasjenige, das mich am wenigsten angesprochen hat.

    Kommentieren0
    26
    Teilen
    Janine2610s avatar
    Janine2610vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr anstrengender, teilweise wirrer Schreibstil. Die Geschichte selbst fand ich auch nicht herausragend spannend ...
    Rationalisierung emotionaler Handlungen

    Der Inhalt:

    Im Roman Homo faber berichtet die Hauptfigur Walter Faber, ein Ingenieur mit streng rationalistischem Weltbild, von Ereignissen seines Lebens, die eben dieses technisch-naturwissenschaftliche Weltbild ins Wanken bringen und entscheidende Grundfragen menschlicher Existenz nach Schicksal, Entscheidungsfreiheit und Gestaltungsmöglichkeiten des Individuums aufwerfen. Zeitlich angesiedelt ist der Roman Ende der 1950er Jahre. Seine Schauplätze reichen von europäischen Metropolen wie Paris und Athen über die Vereinigten Staaten bis nach Mittel- und Südamerika.

    Meine  Meinung:

    Walter Faber, der Protagonist dieses Buches, ist ein durch und durch sachlicher und rational denkender Mann, der zwar mit Gefühlen nichts großartig anfangen kann, mit Maschinen und Technik dafür umso mehr. Mit Frauen hat er's deswegen besonders schwer, da diese doch oft ausschließlich in ihrer Gefühlswelt leben und mit seiner Sachlichkeit nicht umgehen können.
    In dieser durch einen unglaublichen Zufall geprägten Geschichte trifft Mr. Faber auf seinen Reisen eine junge Frau, in die er sich nicht nur verliebt, sondern von der er schon bald sogar herausfindet, dass sie seine eigene Tochter ist. Und ab dem Moment beginnt das Schlamassel. Oder anders ausgedrückt: die wichtigste und mit Sinn gefüllteste Zeit seines restlichen Lebens, die dennoch nicht ohne Probleme und Katastrophen auskommt.

    ~ Ich bin nicht zynisch. Ich bin nur, was Frauen nicht vertragen, durchaus sachlich. ~
    (S. 91)

    Geschrieben wurde Homo faber von Max Frisch in den 1950ern, und ich finde, genau das merkt man auch ganz deutlich an der Schreib- bzw. Ausdrucksweise des Autors: Viele alte, heute nicht mehr gebräuchliche Wörter und Ausdrücke sind hierin zu finden und lassen dadurch das typische Klassiker-Feeling aufkommen.

    Walter Faber berichtet in Form eines Tagebuchs von der Zeit mit seiner Jugendliebe Hanna, von seinem Dasein danach, den Frauen, die anschließend Teil seines Lebens waren und natürlich auch der Jetzt-Zeit, in der er viel herumreist und schlussendlich seine nie gekannte Tochter kennenlernt.
    Während der gesamten Zeit des Lesens, so hatte ich das Gefühl, ist es mir schwer gefallen "am Ball zu bleiben". Phasenweise fand ich Fabers Bericht anstrengend, bin hin und wieder also auch abgeschweift. - Was ich natürlich nicht wollte, trotzdem konnte ich manchmal dem vielen Blabla über Technik und dem ganzen Gedenke, das mir oftmals wie ein Zerdenken vorgekommen ist, nicht folgen. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Frau bin und mir so ein bisschen der Zugang zur typisch männlichen Rationalität fehlt? - Ich weiß es nicht.
    Jedenfalls besteht der Bericht, besonders vermehrt zum Ende hin, aus vielen sehr kurzen Sätzen, die mir das Lesen zusätzlich erschwert bzw. meinen Lesefluss gestört haben.

    ~ Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind. ~
    (S. 24)

    Das, worum es geht, Fabers Schicksal/seine Geschichte, fand ich hingegen gar nicht mal so uninteressant. Auch die Veränderung seiner Person, die sich sogar im Schreibstil ein wenig niederschlägt, war deutlich erkennbar und sollte an dieser Stelle noch hervorgehoben werden.
    Dies war mein erster Max Frisch und ich bin mir auch noch nicht so ganz sicher, ob es beizeiten einen weiteren für mich geben wird. Von diesem Klassiker, von dem ich eigentlich viel erwartet habe, bin ich nämlich leider etwas enttäuscht worden. Vielleicht war es auch einfach die falsche Zeit, in der ich mir das Buch zu Gemüte geführt habe?

    Kommentieren0
    17
    Teilen
    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor einem Jahr
    Alles nur Zufall – oder doch Schicksal?


    Der 50jährige Ingenieur Walter Faber ist ein durch und durch rationaler Mensch, ein emotionsloser Individualist. Er glaubt nicht an Schicksal und Fügung, für ihn besteht das Leben aus planbarer Wahrscheinlichkeit und berechenbarem Zufall. Doch mit einem Flug von New York nach Mexiko beginnt eine Fülle von Ereignissen, die Fabers bisherige Weltanschauung ins Wanken bringt und ihn sogar veranlasst, einen „Rechenschaftsbericht“ über sein Leben zu schreiben. Beim Warten auf Hilfe nach einer geglückten Notlandung in der Wüste erfährt Faber, dass es sich bei seinem Sitznachbarn um Herbert, den Bruder seines ehemaligen Studienfreundes Joachim handelt. Dieser hatte seinerzeit Fabers Freundin Hanna, die von ihm schwanger war als er sie verließ, geheiratet. Faber entschließt sich, Joachim, der jetzt in Guatemala lebt, zusammen mit Herbert aufzusuchen. Doch als die beiden Männer dort eintreffen ist Joachim tot, er hat sich erhängt. Wieder zurück in New York trennt Faber sich von seiner langjährigen Freundin Ivy. Um sie nicht länger ertragen zu müssen, bucht er für seine nächste Dienstreise nach Europa eine Schiffspassage. An Bord des Schiffes verliebt er sich in die 20jährige Sabeth, die ihn sehr an Hanna erinnert. In Paris begegnet er ihr wieder, zusammen reisen sie nach Südfrankreich, Italien und Griechenland. Selbst als er Gewissheit erhält, dass Hanna Sabeths Mutter ist, verdrängt er vehement den Gedanken, dass seine Geliebte auch seine Tochter sein könnte. Am Strand von Korinth nimmt die Geschichte eine tragische Wendung. Sabeth wird von einer Schlage gebissen, weicht vor dem ihr nackt zu Hilfe eilenden Faber zurück und stürzt eine Böschung hinunter. Er bringt die bewusstlose Sabeth ins Krankenhaus nach Athen – dort trifft er Hanna wieder …

    Bald nach seiner Veröffentlichung 1957 entwickelte sich „Homo faber. Ein Bericht“ zum Bestseller und wurde eines der bekanntesten Werke des Schweizer Schriftstellers Max Frisch (1911 – 1991). Teile des Romans gehen, nach eigener Aussage, auf Frischs eigene Lebensgeschichte zurück. Die Geschichte wurde unter der Regie von Volker Schlöndorff verfilmt und kam 1991 in die Kinos. Max Frisch, der kurz nach der Premiere des Films starb, nahm in den Monaten zuvor noch regen Anteil an der Verfilmung. (Quelle Wikipedia). Der Roman wurde in mehrere Sprachen übersetzt und wird häufig auch im Schulunterricht behandelt.

    Der Roman ist in zwei Teile gegliedert, die „Stationen“ genannt werden. Als Ich-Erzähler berichtet Faber zunächst im ersten Teil, der während seiner Erkrankung in Caracas entstand, chronologisch über die Ereignisse vom Abflug in New York bis zum Tod Sabeths, Begebenheiten zuvor sind in Rückblenden eingefügt. Der zweite Teil bzw. Station entstand während Fabers Krankenhausaufenthalts in Athen. Jetzt springt er in seiner Erzählung ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit, sparsame Ausblicke auf die Zukunft sind eingebunden. Das Ende des Romans ist offen, die letzte Aufzeichnung endet am Morgen vor der Operation: „o8.o5 Uhr – Sie kommen“. Es ist zu vermuten, dass Faber die Operation nicht überlebt hat.

    Der flüssige Schreibstil ist sehr gut dem emotionslosen, rational denkenden Faber angepasst, knapp und korrekt aber dennoch fesselnd und unterhaltsam. Szenen, Beziehungen und auch Landschaften sind ausführlich erfasst und trotz einiger Längen zwischendurch bleibt es spannend und kommt keine Langeweile auf. Ebenso treffend ist die Weltanschauung des Protagonisten skizziert, Fabers problematisches Verhältnis zu den Frauen und seine unterdrückten Schuldgefühle sind gut heraus gearbeitet. Seine schwere Erkrankung mit der Diagnose „Magenkrebs“ ist schon sehr früh zu erahnen, obwohl Faber es immer als Magenbeschwerden verharmlost. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein – alles nur „Zufall“. Welche Ironie, ein Mann, der nicht an Schicksal glaubt, wird in einem Ausmaß vom Schicksal getroffen, das den Leser nachdenklich stimmen muss.

    Fazit: Ein „Klassiker“, den zu lesen sich allemal lohnt. 

    Kommentare: 1
    113
    Teilen
    M
    Maria0001vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Voller Symbolik und großartiger Schreibstil!
    Ein Roman, der zu empfehlen ist

    Homo faber ist ein Roman, der zunächst mit seiner Sprache besticht. Über die Symbolik lässt sich v.a. großartig diskutieren und für jeden ist dabei etwas dabei: Freud, Ödipus, Maxwells Dämon und die Entropie, griechische Mythologie z.B. im Hades-Core-Demeter-Mythos, ...

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    lbergers avatar
    lbergervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zeigt die Zerrissenheit des heutigen Menschen
    Sprunghafte Gedankengänge eines neuen Wesens.

    Gewollte Sprünge, um Zerrissenheit der Seele zu dokumentieren, was dem Autoren meiner Ansicht hervorragend gelungen ist. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, begreift man nicht die eben genannte Intention. Allein der Titel soll wohl schon die 'Geburt einer neuen Spezies Mensch' andeuten. Die Handlung selbst anscheinend 'erschreckend' banal, doch wiederum Ekel hervorrufend, was wohl zeigen soll, in welch negative Richtung der heutige Mensch sich entwickelt. Ein großartiges Werk!

    Kommentieren0
    34
    Teilen
    MyriamErichs avatar
    MyriamErichvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Verwirrend, nüchtern und doch auf gewisse Weise tiefgehend und berührend.
    Homo Faber - Ein Sklave der Neuzeit

    Es ist und bleibt ein Bericht. Ein kühler, nüchterner, sachlicher Bericht, der alle Ereignisse und Begebenheiten auflistet, wie Perlen an einer Kette, mal detaillierter, mal einseitiger. Von Emotionen und Gefühlen keine Spur, oder etwa doch?

    Max Frisch zeichnet das Bild eines Menschen. Es ist das Portrait des Walter Faber, eine Existenz, schattenhaft, anonym, ohne nennenswerte Eigenschaften, die sich ohne Weiteres auf den modernen Menschen übertragen lässt. Es ist das Portrait eines Mannes, der "gewohnt (ist) zu arbeiten oder (seinen) Wagen zu steuern, es ist keine Erholung für (ihn), wenn nichts läuft, und alles Ungewohnte macht (ihn) sowieso nervös.", ein Mann, getrieben von äußeren sowie inneren Unruhen, der in einen alltäglichen Trott verfallen ist, sich nach außen hin abschottet, nur das eigene Leben im Blick hat.

    "Ich halte es mit der Vernunft", so lautet das neue Lebensmotto des modernen Menschen. Doch was heißt hier "Vernunft"? Bedeutet es, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren, sich nach außen hin zu verschließen, Emotionen und Gefühle zu unterdrücken? Heißt es in gewisser Weise Selbstschutz vor dem Ungewöhnlichen, dem Neuen?

    Max Frisch portraitiert hier den modernen Menschen, der sich in der globalisierten Welt zurechtfinden muss, nach außen hin abstumpft. Doch wenn es eines gibt, das den Wall des Alltagstrotts, der Monotonie durchbrechen kann, dann ist es die Liebe, die so oft so unverhofft über einen hineinbricht. Genau in diesem Moment zeigt sich, wie sehr das Individuum abgestumpft ist. Der Bericht gerät ins Wanken, die Handlung wird emotionaler.

    Einzig und allein die Liebe vermag es also, den Menschen, der zum Roboter wird, wieder zum Menschen zu machen. Denn sie bringt durcheinander, lässt Herzen höher schlagen, verwirrt und macht doch sicher, unterscheidet den Menschen vom Roboter.

    "(...) die Maschine erlebt nichts, sie hat keine Angst und keine Hoffnung, die nur stören, keine Wünsche in Bezug auf das Ereignis, sie arbeitet nach der reinen Logik der Wahrscheinlichkeit (...)".

    Folgt man den Aussagen Fabers, dann sind Maschinen und Roboter klüger als der Mensch, denn er "wird von seinen eigenen Ergebnissen gesteuert und kann sich nicht irren (...)". Doch wirft man einen genaueren Blick auf die Biografie Fabers, dann wird schnell deutlich, wie sehr er sich als lebender Roboter in seinem gesamten bisherigen Leben geirrt hat.

    Die Infragestellung unserer modernen Werte und Normen, der voranschreitenden Globalisierung und ihrer Auswirkungen auf den Menschen machen diesen Bericht zu einem besonderen und auch wichtigen Werk der Weltliteratur.

    Kommentieren0
    17
    Teilen
    Miriam-Annas avatar
    Miriam-Annavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Um ehrlich zu sein: Wäre dies Buch nicht Schullektüre, ich hätte es ganz sicher nicht gelesen. Neben dem Inzest auch verwirrend geschrieben.
    Ich konnte dem Buch nichts abgewinnen...

    Der Titel

    Tja, was soll man dazu sagen… Hanna hat Faber als Homo faber bezeichnet. Eine neue Spezies, sozusagen. An sich finde ich, beschreibt dieser Titel bzw. Name den Hauptcharakter sehr treffend und ist gut gewählt

     

    Das Cover

    Hm, ja, ein Schiff eben. Das Cover gibt also schonmal einen Hinweis darauf, wo die Geschichte hauptsächlich spielen könnte bzw. welcher Ort eine entscheidende Schlüsselrolle spielt.

     

    Die Protagonisten

    Da wäre einmal Walter Faber, der Ingenieur ist und viel unterwegs ist. Er hat ein sehr enges Weltbild, das er nicht verändern will und auch von den Menschen, insbesondere den Frauen, hat er eine feste Vorstellung, die hauptsächlich Klischees entspricht und nicht begründet ist. Mit der Zeit, als er seine Tochter Sabeth kennen lernt, erkennt Faber dies auch, denn diese entspricht seinem Bild in wenigen bis keinen Dingen. Auch deren Mutter Hannaist in Wirklichkeit ganz anders, als Faber dies die ganze Zeit glaubte. Aufgrund seines Klischeedenkens konnte Faber früher keine ernsthafte Beziehung zu Frauen aufbauen, deutlich sieht man dies an Ivy, die für ihn lediglich ein Kumpel ist. Zum Glück ändert Faber sein Verhalten – zumindest teilweise – im Laufe des Buches, sonst hätte ich das wohl nicht überstanden… Was ihn mir allerdings vor allem unsympathisch macht ist, dass er sich in jeder möglichen und unmöglichen Situation zu rechtfertigen sucht. Sei es mit der Beziehung zu Sabeth oder auch seine Reaktionen, als er seine Krankheit wahr nimmt, sie aber immer wieder vor sich selbst leugnet.

     

    Die Story

    Also ich muss sagen, viele Dinge, wie die Beziehung zu Sabeth waren einfach voraussehbar. Faber macht die ganze Zeit diverse Andeutungen, die man einfach nicht ignorieren kann. Mich persönlich hat das extrem gestört. An sich ist ja auch nicht so wahnsinnig viel dran an dem Buch. Viele Handlungen, wie der Aufenthalt in der Wüste wie auch Fabers und Lemkes Warterei auf den Jeep, ziehen sich einfach unnötig in die Länge.

     

    Mein Fazit

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum dieses Buch immer in den Himmel gelobt wird. Wenn es nicht Pflicht in der Schule gewesen wäre, hätte ich es ganz sicher nicht gelesen. Faber selbst ist mir einfach schon unsympathisch, dann kommt noch die Handlung dazu, der ich eigentlich nichts abgewinnen kann.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    buchkritikerins avatar
    buchkritikerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, das nach wie vor fesselt!
    Vernuft versus Gefühl: Ein zeitloses, ein grandioses, ein unendliches Thema...

    Faber verkörpert den alternden Ingenieur, der sich in seine gefühlvolle, ihm unbekannte Tochter Sabeth verliebt und mit ihr eine Beziehung eingeht, in der beide nichts von ihrer Verwandtschaft ahnen.
    Dieser Macho Faber, der Rollenklischees von Mann und Frau peinlichst bedient, erlebt den Horror seines Lebens genau in dem Moment, in dem er zum ersten Mal seine Kontrolliertheit aufgibt und auf seine Gefühle hört.
    Homo Faber liefert herrlichen Zündstoff zur Genderproblematik, indem der Protagonist alle Frauen skupellos in Schubladen packt. Manchmal klingen seine Weisheiten über das andere Geschlecht wie Sprüche vorlauter Kneipenbrüder, die besonders cool sein wollen.

    Immer noch wird dieser Roman regelmäßig in Schulen gelesen und kann Generationen von Schülern nach wie vor fesseln.
    Irgendetwas hat Max Frisch auch mit diesem Werk so verdammt richtig gemacht!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Orishas avatar
    Orishavor 3 Jahren
    Der schaffende Mensch

    Walter Faber ist auf dem Weg nach Südamerika, als ihn der Zufall mit einem jungen Deutschen zusammenbringt, der ihn wiederum auf die Spuren seines alten Jugendfreundes Joachim führt. Kurzum ändert Walter seine Pläne und macht sich auf die Suche nach letzteren. Als er erfährt das Joachim wiederum mit seiner Jugendliebe Hanna verheiratet war, bringt der Zufall Walter ein weiteres Mal ins Wanken und er wird unversehends mit seiner Vergangenheit konfrontiert.

    Homo Faber, der schaffende Mensch, ist wohl Frischs berühmtester Roman und meine erste Begegnung mit dem Autor Frisch. Bereits 1957 erschienen setzt sich das Buch mit unterschiedlichsten Themen auseinander: der Beziehung zwischen Mann und Frau, dem Schicksal oder Zufall, dem Weltbild nach dem zweiten Weltkrieg. Besonders dem zweiten Punkt, dem Zufall oder Schicksal, kommt im Roman eine tragende Rolle zu und es heißt nicht umsonst, dass sich Menschen immer zweimal im Leben begegnen. So auch Walter Faber, der als rational denkender, sehr sachlicher Mensch, wahrscheinlich nicht einmal an selbiges glaubt. Und doch führt ihn das Schicksal zu seiner Jugendliebe Hanna, seinem Jugendfreund Joachim und zu Elisabeth, seinem Kind.

    Frisch schreibt erstaunlich offen für ein Buch, dass in den 1950er Jahren entstanden ist. Zwar bedient er, die für dieses Jahrzehnt gängigen Gedankenmuster der Geschlechterrollen (Mann arbeitet, Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder), doch in Bezug auf die Selbstbestimmtheit der Frau und ihres Körpers, ist Frisch erstaunlich offen und vorwärtsgewandt. 

    Fazit: Gut geschrieben, liest sich das Buch wie nichts weg und ich gebe meine Leseempfehlung.

    Kommentare: 1
    83
    Teilen
    A
    ameliezit123vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der Bericht ist ausgeklügelt geschrieben und lässt viel interpretationsraue. Insgesamt interessant und teilweise spannend.
    Walter Faber dein Freund

    Der Bericht homo faber von max frisch thematisiert die Erzählung des walter faber welcher sich auf einer Reise befindet. Er erzählt von seinen Erlebnissen und man bekommt einen tiefen Einblick in sein leben. Teilweise weis man nicht ob er die Wahrheit in seinem"Bericht" nicht doch etwas verfälscht, denn es weisen sich Widersprüche auf. Walter Faber ist ein rational denkender Mensch was in vielen Situationen widergespiegelt wird und man in durch sein handeln besser kennenlernt.
    Ich finde das buch, das ich es für die schule lesen musste teilweise spannend jedoch übergangsweise schwer mich in Faber hineinzuversetzen und sein handeln zu verstehen oder zu interpretieren. Die Geschichte finde ich aber gut gemacht und mit dem ende kommt nochmal richtig leben in die anfangs einseitige Handlung. Faber ist ein Mensch der in Rollendenken verfangen ist. Er ist sich sicher dass Frauen minderwertig sind und mit dieser Einstellung macht er sich auch schuldig hinsichtlich des Todes seiner Tochter Sabeth aber ich will nicht zu viele verraten. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks