Max Frisch Mein Name sei Gantenbein

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Inhaltsangabe zu „Mein Name sei Gantenbein“ von Max Frisch

Der Erzähler erfindet (»Ich stelle mir vor:«) mögliche Lebensgeschichten dreier Personen: Da ist Gantenbein, der einen Blinden spielt, um so genauer seine Umwelt beobachten zu können. Oder da ist Enderlin, der immer »ein fremder Herr« bleibt. Auch Svoboda muß die Erfahrung machen, daß Liebe und Ehe endlich sind. Übrig im Spiel der erdichteten Rollen bleibt: Gantenbein.

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  • Ein typischer Frisch mit Irrungen und Wirrungen!

    Mein Name sei Gantenbein

    Hofmann-J

    07. September 2017 um 07:39

    Hier stellt sich die Frage, was denn wohl Schein oder doch Sein darstellen mag und ob es denn überhaupt einen Unterschied macht. Frisch verwirrt den Leser und regt ihn so zum Nachdenken – doch worüber eigentlich – an.

  • Verwirrspiel in typisch Frisch'scher Manier!

    Mein Name sei Gantenbein

    hmosach

    22. May 2017 um 08:30

    Schein oder Sein - dies ist die Frage. Ist es, könnte es sein - oder gibt es gar keinen Unterschied?

    Interessant, doch nicht einfach zu lesen und verstehen.


  • Ein Blinder sieht

    Mein Name sei Gantenbein

    Aliknecht

    29. January 2017 um 10:49

    Max Frisch macht spielerisch und ideenreich einen Blinden zum Sehenden.   Klappentext: Der Verfasser von Stiller (1954) und Homo Faber (1957) hat in seinem dritten großen Roman Mein Name sei Gantenbein (1964) sein zentrales Thema, das Problem der Identität, die Spannung des Ichs zum anderen, nicht verlassen. Radikaler erfasst, entfaltet es sich heiterer, reicher als bisher. Der Komplexität des Themas entspricht die Form. Der Roman spiegelt die Verschiebung von Realität und Phantasie im Bannkreis einer Situation, die die erprobte Rolle eines Menschen in Frage stellt sein Ich freilegt. Die Geschichten des Buches sind nicht Geschichten in üblichen Sinn, es sind Geschichten wie Kleider, die man probiert. Es sind Rollen, Lebensrollen, Lebensmuster, die die Wirklichkeit erraten haben. Inhalt: "Ich sitze in einer Wohnung: - Meiner Wohnung... Lang kann's nicht her sein, seit hier gelebt worden ist."  Nach einer Trennung stellt sich der Ich-Erzähler ein anderes Leben vor. Ein Mann hat einen Unfall und liegt mit verbundenen Augen im Hospital. Vielleicht verliert er sein Augenlicht. Eines Morgens wird der Verband gelöst, und er sieht, dass er sieht, aber schweigt; er sagt es nicht, dass er sieht, niemand und nie. Sein Name sei Gantenbein.  Daraus ergeben sich eine Fülle von überraschenden Möglichkeiten im gesellschaftlichen und ehelichen Leben mit der Schauspielerin Lila. Sie ist die schillernde weibliche Zentralfigur im Roman, um die auch zwei andere Daseinsentwürfe des Ich-Erzählers kreisen, der Architekt Svoboda und der Kunsthistoriker Enderlin. Dieser hat einen Ruf nach Harvard, fliegt aber zuletzt nicht ab in Kloten. Die Prostituierte  Camilla Huber schätzt Gantenbein als Gentleman, der ihre Profession übersieht. Er kommt regelmässig zur Maniküre, wie auf ihrer Visitenkarte vermerkt. Da staunt selbst die Züricher Kantonspolizei.  Die Schwierigkeiten mit der Rolle als Blinder liegen im Detail. Wenn Lila und Gantenbein Gäste haben, sieht sie weder volle Aschenbecher noch leere Gläser. Gantenbein muss unauffällig abhelfen und nie wundert sich ein Gast, was einen Blinden an vollen Aschenbechern stört. Gantenbein holt Lila ab vom Flughafen. Sie kommt mit ihrem Liebhaber  Händchen haltend  übers Rollfeld. Dieser lässt los und geht vorbei, während sie Gantenbein zur Begrüßung umarmt und küsst. Stil und Sprache: Frisch entwirft zahlreiche verschiedene Rollen und Geschehen in lockerer Abfolge. Der Ich-Erzähler stellt sich etwas vor. Erzählt wird im Präsens.  Die Denkweise ist Möglichkeitsform , aber nicht notwendigerweise grammatikalisch Konjunktiv. Dem Leser, der eine Handlung sucht, fällt das Lesen vielleicht schwer. Vor allem der Einstieg in den Roman mag Mühe bereiten. Frisch entwickelt Varianten und Möglichkeiten fast wie dahin gesprochen. Die Abläufe geschehen weder räumlich noch zeitlich geordnet. Ein Bewusstseinsstrom ergießt sich in den Leser. Stil und Sprache erscheinen auch im Jahr 2017 noch überraschend zeitgemäß. Die Veröffentlichung erfolgte ja noch vor dem kulturellen Turbo-Schub der zweiten Hälfte der 60er-Jahre.  Wer sich den Vorstellungen des Autors hingeben kann, erfährt höchstes Lesevergnügen und gewinnt manche Einsicht. Fazit: Max Frischs Mein Name sei Gantenbein gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Sein relatives Gewicht im Verhältnis zu seinen anderen großen Romanen wird wahrscheinlich mit der Zeit sogar noch weiter steigen. Max Frisch ist hinreißend und macht spielerisch und ideenreich den Blinden zum Sehenden. In unseren Tagen wünsche ich dem blinden Gantenbein, dass Lila ihre Dessous doch bei Agent Provocateur in Zürich in der Bärengasse beziehen möge.   Autor:  Max Frisch wurde am 15.5.1911 in Zürich geboren und starb dort am 4.4.1991. Der Schweizer Architekt und Schriftsteller veröffentlichte mit großem Erfolg Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Tagebücher. Er erfuhr zahlreiche Ehrungen, darunter den Georg-Büchner-Preis (1958) und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976). Sein Liebesleben wäre eine separate Darstellung wert. So war er etwa zeitweise liiert mit Ingeborg Bachmann, die sich damals in Rom in den Untergang trank.   Ausgabe: Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein  Suhrkamp  Taschenbuch 286 (1977)

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  • Funktioniert nicht

    Mein Name sei Gantenbein

    sKnaerzle

    16. September 2016 um 22:14

    Der Erzähler probiert in seiner Fantasie verschiedene Identitäten aus - super Idee, super Roman. Aber Moment mal, ist das nicht, was jeder Autor, jeder Leser eines Romans macht, in eine fremde Identität schlüpfen? Leider sind in diesem Fall die Personen auch noch üble Klischees - eine Schauspielerin, die ihren Mann betrügt, nie pünktlich ist und eine schlechte Hausfrau und ihr Ehemann, der sich für sie aufopfert oder sich gemeinsam mit ihr in hysterische Eifersuchtsszenen hineinsteigert. Es geht angeblich um Identität, aber eigentlich erfindet jemand einfach nur Geschichten, die ich ziemlich langweilig finde.

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  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Bellami

     

    • 2
  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Gruenente

    03. April 2011 um 10:12

    Ein philosophisches Trkatat über Identität. Ohne durchgängige Handlung. Die Sprache ist allerdings wunderschön und fliessend. Der Erzähler spielt verschiedene Identitäten für sich durch. mal als blinder Gantenbein, oder als intellektueller Enderlin. Mal ist er blind, mal ein Betrogener, mal ein Ehebrecher, mal Vater, mal dem Tode geweiht oder Zeuge bei Gericht. Für mich auch eine Art Midlifecrisis-Roman, da der Erzähler wohl von seiner Frau verlassen wurde und das irgendwie versucht zu verarbeiten. Dieses Buch musste ichunbedingt mit anderen diskutieren, sonst steht man etwas allein gelassen da.

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  • Frage zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Christoph

    was bedeutet die Blindheit im Roman Gantenbein?

    • 2
  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Wellenreiter

    17. November 2010 um 01:12

    Das zweitbeste Buch ever!

  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Steffen

    10. November 2009 um 00:12

    Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen persönlichen Favoriten. Es ist verworren und gleichzeitig bis ins letzte Detail durchdacht. Das Spiel mit den Persönlichkeiten steht dabei im Zentrum des Romans. Wie sieht ein Blinder die Welt, wenn er sehen kann? - Die Idee der praktischen Umsetzung einer solchen Frage und die Beschreibung des Lebens des sehenden Blinden bringt nicht nur unterhaltsame Situationen hervor, sondern bringt den Leser dazu, sich philosophische Fragen zu stellen und die Wirklichkeit mit anderen Augen zu betrachten.

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  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    ShayaMcKenna

    17. April 2009 um 22:17

    für meinen geschmack zu verdreht. zu gesplittet und unübersichtlich. ab einem gewissen punkt fehlte mir zumindest die geduld dem chrakter weiter folgen zu wollen

  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Anita27a

    26. February 2009 um 09:37

    Mit Gewinn gelesen, nachdem ich mich, nach anfängl. Schwierigkeiten, auf die ständig wechselnden Perspektiven eingelassen habe. Konnte einige gute Gedanken für mich gewinnen.

  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Jetztkochtsie

    07. November 2008 um 09:34

    Puhuhu... endlich fertig. Ich hab mich gegen Ende wirklich nur noch zum Weiterlesen gezwungen, wenn die Handlung auch durchaus leicht zu verstehen war, fehlte es mir zum Ende hin immer wieder am Verständnis, WER da wirklich handelt, Gantenbein? Enderlin? Svoboda? Baucis? Mir zu intellektuell und vergeistigt, wenn ich die ausgefeilte Sprache auch durchaus genossen habe, war das Buch eine absolut anstrengende Lektüre!

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  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Pankraz

    10. October 2008 um 00:17

    Eines der genialsten Bücher, welche vom Pankraz gelesen wurden. Hab Dank für die Empfehlung, Roland. Beser als "Stiller"? Man lässt die Sache sich setzen, überlegt noch...

  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Beagle

    07. August 2008 um 09:16

    Frisch ist einer der besten Autoren. Dieses Buch ist auch nach all den Jahren immer noch hervorragend. Ein zeitloser Klassiker

  • Rezension zu "Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch

    Mein Name sei Gantenbein

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. August 2008 um 21:49

    Ich habe dieses vielgelobte Buch vielleicht in einer persönlichen Missstimmung gelesen, konnte mich aber überhaupt nicht in die Thematik einfinden und habe es, zur Hälfte gelesen, einfach zur Seite gelegt, die größere Auseinandersetzung auf irgendwann später vertagt.. was auch immer das heißen möchte.

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