Max Frisch Stiller

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Inhaltsangabe zu „Stiller“ von Max Frisch

Bei seiner Einreise in die Schweiz wird Mister White festgenommen, weil er für die Polizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Lud­wig Stiller identisch ist. Frühere Freunde bestätigen den Verdacht. Er aber widersetzt sich dieser Festlegung, seine Aufzeichnungen in der Untersuchungshaft wehren sich gegen diese Behauptung mit der Feststellung: »Ich bin nicht Stiller!«.

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  • ›Du sollst dir kein Bildnis machen!‹

    Stiller

    Steffen

    09. April 2017 um 15:50

    Was Max Frischs Stiller (1954) zu einem so herausragenden und komplexen Werk macht, ist nicht eine besonders stilisierte oder anspruchsvolle Sprache. Es ist auch nicht die Handlung, die zwar fesselt, aber rasch erzählt ist. Vielmehr sind es die tiefen Einblicke in die Seele des Protagonisten; in seine Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen und Bewusstseinsprozesse. Stiller ist eine durchdachte, ebenso hochinteressante wie prekäre Figur, deren Schicksal der Leser gefesselt miterlebt. Die wahre Kunst Frischs besteht aber darin, die Subjektivität und Perspektivität seiner Figuren sprachlich überzeugend darzustellen. So erhält der Leser Einblicke in Situationen, die zuerst aus der Sicht Stillers wahrgenommen werden – später aber wechselt die Perspektive und dieselbe Situation wird erneut geschildert, diesmal aber aus der Perspektive und Gefühlslage der Geliebten, die das Geschehen ganz anders erlebt, empfindet und deutet. So haben wir es mit gänzlich differierenden Eindrücken und Erlebnissen zu tun, die aber doch auf ein und dieselbe Situation rekurrieren. Und eben diese Beziehungen zwischen den Figuren sind es denn auch, die uns so authentisch und überzeugend erscheinen und die den Roman zu etwas ganz Besonderem machen.Kernthema des Textes ist dabei die Frage nach der eigenen Identität, nach der Eigen- und Fremdwahrnehmung. – Wer hat sich nicht selbst schon einmal gewünscht, ein neues Leben zu beginnen, alles Vergangene hinter sich zu lassen, in ein anderes Land zu reisen und als neuer Mensch alles anders zu machen? … Um dann aber am Ende festzustellen, dass das Leben der Vergangenheit in die Gegenwart hineinreicht, sie prägt und beeinflusst – dass es also letztlich unmöglich ist, sich von Grund auf zu ändern. Und selbst wenn dies teilweise gelingt: die Freunde und Bekannten kennen uns noch immer als denselben Menschen, der wir vor unserer ›Verwandlung‹ waren und sehen uns so, wie sie uns schon immer gesehen haben und sehen wollten. Eben dies ist das grundlegende Problem des Bildhauers Stiller. Wir machen uns ein Bild von anderen Menschen, sehen sie in bestimmten Rollen, nehmen sie so wahr, wie wir sie wahrnehmen wollen. Auch der ›stille‹ und selbstbezogene Stiller will zu seiner Ehefrau Julika vordringen, sie zu einer anderen Person machen; einer Person, die fähig ist zu lieben. Er sehnt sich zwanghaft danach, von ihr geliebt zu werden – will das Bild, das er sich von ihr gemacht hat, verwirklichen. So erhebt er sich zum bildenden Schöpfer und formt sie im buchstäblichen Sinn in seinen Kunstwerken. Die lebendige Julika aber lässt sich nicht formen, bleibt kalt und tot wie seine Werke – und daran zerbricht der liebesbedürftige Stiller.Wenn es einen Appell gibt, den uns der Roman auf den Weg geben möchte, so ist es dieser: »Jedes Bildnis ist eine Sünde. Es ist genau das Gegenteil von Liebe […]. Wenn man einen Menschen liebt, so läßt man ihm doch jede Möglichkeit offen und ist trotz allen Erinnerungen einfach bereit, zu staunen, immer wieder zu staunen, wie anders er ist, wie verschiedenartig und nicht einfach so, nicht ein fertiges Bildnis«.

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  • Stiller

    Stiller

    lesemaus

    03. October 2016 um 11:54

    Ein Mann wird festgenommen und es wird ihm eine Identität gegeben, die nicht stimmt. Können wir aber dem Erzähler, dem Schreiber glauben?Der Protagonist erzählt seine "Lebens"Geschichte. Schritt für Schritt lernen wir ihn kennen. Ein Mann, der Künstler ist, und nicht zufrieden mit seinem Leben ist. Seine Frau, die Lungenkrank ist, liebt ihn, aber bekommt diese Liebe nicht zurück.Das erste Buch von Max Frisch war Homo Faber, und ich habe das Buch geliebt. Dieses Buch aber ist um einige hundert Seiten dicker und beschreibt jedes kleinste Detail, so dass man langsam andriftet und überliest.Es ist ein Buch, für das man viel Zeit einplanen muss und sich auch Zeit nehmen muss. 

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  • Stiller

    Stiller

    littleowl

    Worum geht’s? Bei einer Passkontrolle wird Mister White festgenommen, weil die Polizei überzeugt ist, dass er der seit Jahren verschollene Künstler Anatol Ludwig Stiller ist. Unerbittlich reden Behördenvertreter auf ihn ein, um ihn dazu zu bringen, seine „Selbstverleugnung“ aufzugeben. Verwandte, Ehefrau Julika und frühere Freunde, die ihn im Gefängnis besuchen, glauben ebenfalls, dass er der Verschwundene ist. Trotzdem beteuert White in seinen Aufzeichnungen aus der Untersuchungshaft es immer wieder: „Ich bin nicht Stiller!“ Meine Meinung Ich habe die Inhaltszusammenfassung diesmal bewusst kurz gehalten, weil ich glaube, dass man an das Abenteuer, das dieses Buch ist, unvoreingenommen herangehen sollte. Dabei ist „Stiller“ nicht gerade leichte Kost, ganz im Gegenteil. Ein so doppelbödiger Roman bringt einen während und auch noch lange nach dem Lesen ins Grübeln. Max Frisch lässt seinen Lesern viel Raum für Interpretation, fordert sie geradezu dazu heraus, eigene Schlüsse zu ziehen. Ich denke, gerade weil der Autor Botschaften in seinen Romanen nicht auf dem Silbertablett serviert, hallen seine Geschichte noch lange nach und bieten Denkanstöße. Identität ist auf jeden Fall ein zeitlos aktuelles Thema, mit dem sich wohl jeder schon einmal beschäftigt hat. Frischs Romane sind kontrovers und aufwühlend, weil er Gedanken und Gefühle in Worte fasst, die wohl viele Menschen haben, sich aber nie eingestehen würden. Max Frisch ist ohne Zweifel ein Schriftsteller, der sein Handwerk virtuos beherrscht, das zeigt schon der komplexe Aufbau dieses Romans. Die Aufzeichnungen des Ich-Erzählers in Untersuchungshaft füllen 7 Hefte, diese bilden den ersten Teil, während der viel kürzere zweite Abschnitt aus einem Nachwort des Staatsanwalts besteht. Letztendlich sind hier aber noch einige Perspektiven mehr verwoben, denn der Protagonist protokolliert, was andere ihm berichten. Dabei verwendet der Autor Sprache ganz gezielt dazu, Botschaften zu vermitteln. So sind die Tagebücher oft fragmentarisch und ungeordnet, während der Staatsanwalt sehr klar, vernünftig und chronologisch erzählt. Trotz durchweg langer Sätze habe ich den Roman überhaupt nicht als ermüdend empfunden, denn Frischs anschaulicher, bildhafter Schreibstil erlaubt es einem, richtig in eine Szene einzutauchen. Fazit Ein hintergründiger, aufwühlender, einfach grandioser Roman – zu Recht einer der ganz großen Klassiker!

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    • 3

    PMelittaM

    11. May 2016 um 17:47
  • Bisschen Langwierig, dennoch ein super Buch!

    Stiller

    Dorfwolf

    06. July 2015 um 16:40

    Als ich das Buch anfing konnte ich mir nicht vorstellen, wie die Geschichte sich 400 Seiten halten kann, was sie aber geschafft hat. Die ersten Hefte (wie Sie im Buch genannt werden) fand ich spannend zu lesen, doch als dann die Beziehungsgeschichten anfingen, hat bei mir die Spannung und Freunde nachgelassen. Doch ohne diese Beziehungsgeschichten währe das Buch nicht mal halb so gut, da man durch sie Stillers Entschlüsse und Taten versteht. Im großen und ganzen ist das Buch sehr gut, da es eine Geschichte erzählt, die zum nachdenken erregt und sich die meisten ein kleines bisschen mit den Protagonisten identifizieren kann.

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  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    Wellenreiter

    17. November 2010 um 01:11

    Das beste Buch ever!

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    luckyup

    16. July 2010 um 16:22

    Wer ist Stiller? Und wer alles stellt diese Frage? Welche Geschichten und welche Ereignisse treiben Stiller von seinem Ich weg und warum?

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    rallus

    09. February 2010 um 12:26

    Ein Klassiker, der sich um die Ich-Farge und die Realität dreht. Jeder versucht - vergeblich - ein Andere zu sein und kann dies aber nicht ohne ein eigenes Ich zu haben. Hier ist dieses Ich verschwunden, der Leser tappt in verschiedene pschologische Fallen. Höchster Lesegenuß

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    Vyanne

    03. June 2009 um 17:37

    "Szenen einer Ehe", die erschreckend viel Wirklichkeit intensiver Beziehungen in sich tragen. Die Neurosen zweier Menschen treffen aufeinander, verzerren den jeweils anderen und kreieren eine Welt, in der es sich nicht aushalten lässt, aus der man aber auch nicht flüchten kann. Stillers Selbstverleugnung (bei der meines Erachtens nicht klar ist, ob er Theater spielt oder tatsächlich psychologisch gestört ist) erscheint fast als bewundernswert konsequente Reaktion auf die Unzulänglichkeiten seines Lebens. Unglaublich vielschichtig, mit einigen Spritzern Schweizkritik :-) und enorm guter Charakterisierung.

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  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    m_maxwell

    06. December 2008 um 11:46

    Da dieses Buch von vielen als sehr gut beschrieben wurde, habe ich es auch gelesen - und war leider enttäuscht. Zwar wurden die Probleme des modernen Menschen ergründet und erörtert, jedoch meiner Meinung nach literarisch schlecht umgesetzt. Vieles wirkt umständlich und krampfhaft.

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    Cubalita

    03. December 2008 um 19:05

    Hervorragend: Traurige Liebesgeschichte und Krimi in einem Buch!

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    DerAngelmeister

    08. November 2008 um 10:46

    Eines meiner all-time Favoriten. Zweimal lesen!
    Sonst droht der Stiller-Effekt.

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    Pankraz

    10. October 2008 um 00:38

    Mit Mitteln des Romans, der Literatur, ja eigentlich der Satire wird die Engstirnigkeit, die Dummheit, die gesamte Bürokratie des Staates. Wer sich auf “Stiller“ einlässt, den lässt er nicht mehr los, wer mitmacht an diesem ernsten Schabernack, dieser Achterbahnfahrt der Verzweiflung, der hat hier Literatur vor sich die seinesgleichen sucht. Read more: http://deutsche-literatur.suite101.de/article.cfm/stillerunddersatirischeblickaufdie_schweiz#ixzz0U20GA6Q1

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  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    Marry

    09. October 2008 um 19:28

    Ich kann mich mit Max Frisch leider nicht anfreunden. War jetzt schon das 2. Buch, das ich von ihm gelesen habe, aber sein Schreibstil gefällt mir einfach nicht. Die Geschichte ist aber an sich ganz gut.

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    kuermann

    18. August 2008 um 21:52

    großartig.

  • Rezension zu "Stiller" von Max Frisch

    Stiller

    katermurr

    16. May 2008 um 00:36

    ich hab echt keine Ahnung mehr, was drin steht.

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