Max Goldt

 4.1 Sterne bei 729 Bewertungen
Autor von Ä, QQ und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Max Goldt

Max Goldt (eigentlich Matthias Ernst), geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Nach dem Abitur begann er eine Fotografenausbildung, die er jedoch abbrach und kurz danach eine Karriere als Sänger begann. Goldt schreibt seit 1989 für das Satire-Magazin "Titanic", textet für Hörbücher und Hörspiele und verfasst zahlreiche Kolumnen, 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 2008 der Hugo-Ball-Preis und 2016 der Göttinger Elch.

Neue Bücher

Weltstars im Nadelwald

Neu erschienen am 26.10.2018 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

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Alle Bücher von Max Goldt

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 (94)
Erschienen am 01.03.2004
QQ

QQ

 (82)
Erschienen am 01.10.2008
Der Krapfen auf dem Sims

Der Krapfen auf dem Sims

 (70)
Erschienen am 02.03.2009
Ein Buch namens Zimbo

Ein Buch namens Zimbo

 (50)
Erschienen am 01.04.2011
Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens

Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens

 (48)
Erschienen am 01.08.2006
Die Radiotrinkerin

Die Radiotrinkerin

 (47)
Erschienen am 01.01.1991

Neue Rezensionen zu Max Goldt

Neu
Frau_Erdnussbutters avatar

Rezension zu "Räusper" von Max Goldt

Ein bisschen Drama für zwischendurch
Frau_Erdnussbuttervor einem Jahr

In wenigen Sätzen verwandelt Max Goldt lineare Comic-Strips in komplexe kleine Dramen mit ironischem Tiefgang. Das macht er sprachlich so gekonnt, dass man nach jeder Seite den imaginären Hut ziehen möchte. Andere Autoren haben Gedichte, er hat Dramoletten, die auf ein paar Seiten ihr geballtes Dramenpotenzial entfalten. Was bedeutet dieses Frikadellenwort denn eigentlich? Bilder darf man auf jeden Fall nicht erwarten. Dafür aber eine Beschreibung, die jegliche Visualität obsolet macht. Dafür hat er sich seine eigenen Comic-Strips vorgeknöpft, die unter anderem für das Satire-Magazin Titanic entstanden sind.

Überhaupt betreibt er eine sehr bildhafte, nichtsdestotrotz hocheloquente Sprachakrobatik. Neidlos gesteht man ihm einen sehr eigenen, ungelesenen Schreibstil zu. In "Räusper" vereinen sich 30 sehr kurze Geschichte zwischen zwei knallorangenen Buchdeckeln zu einem Spontanangriff auf den eigenen vertrockneten Humor. Hipster, die zwangsrasiert werden, Dialog zwischen Kakteen und unerbittlicher Sonne oder eine überraschend inspirierende Alte. Was als nächstes durch die Goldt-Mangel gezogen wird, hat man garantiert nicht erwartet. Dabei sind es eigentlich nur überspitzte Alltagsbeobachtungen, die man so schon irgendwie mal selbst gemacht hat.
Mehr: http://www.1jahr52buecher.de/?p=2574

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pardens avatar

Rezension zu "Ein Leben auf der Flucht vor der Koralle" von Max Goldt

Hier spricht der Rundfunk...
pardenvor einem Jahr

HIER SPRICHT DER RUNDFUNK...

Ruth Frau, einst gefeierter Filmstar und später auf die schiefe Bahn geraten, ist wieder "voll da". Junge Regisseure arbeiten mit ihr, und die Jugend verehrt sie als "irgendwie schrillen" Kultstar. Anlässlich des Erscheinens ihrer literarisch fragwürdigen Memoiren gibt sie ihr erstes Interview seit 20 Jahren. Der Rundfunkmoderator ist hin- und hergerissen zwischen ernsthafter Bewunderung und dem Drang, besonders kritische und bohrende Fragen zu stellen. Ruth Frau reagiert darauf gelassen, fast mütterlich und trotzt dem Interviewer nebenbei das Einverständnis ab, eine von ihr herausgegebene CD mit gesanglichen Hervorbringungen ihres verstorbenen vierten Ehemannes zu präsentieren. Sie wickelt den nervtötenden Journalisten mühelos um den kleinen Finger. Zum Schluss kann er nur noch kraftlos japsen: "Danke, Ruth Frau. Danke, dass es Sie gibt."

Bei diesem fiktiven Rundfunkgespräch zwischen einem schleimigen Rundfunkmenschen und einer sympathischen alten Schabracke handelt es sich um eine Aufnahme von 1993, in der Max Goldt selbst beide Rollen spricht sowie drei Lieder de Münchens zum Besten gibt. Wenig Aufwand - große Wirkung. In der 79 Minuten langen Fassung werden zwei Versionen des Interviews präsentiert: einmal mit Gesangseinlagen (was mir deutlich besser gefallen hat), einmal ohne, weil Ruth Frau angeblich besagte CD zu Hause vergessen hat. Zunächst war ich über die zweite Fassung irritiert, aber weil darin auch synthetisches Gelächter vom Band eingespielt wird, könnte man auf die Idee kommen, dass die erste Version die Live-Aufnahme war, die zweite dagegen die gekürzte und überarbeitete Fassung für die Ausstrahlung der Sendung. Ein zusätzlicher Kniff, um auch die Verzerrung der Wahrheit durch die Medien aufs Korn zu nehmen.

Amüsant war das Hörerlebnis jedenfalls allemal. Für mich tatsächlich ein besonderer Fund...


© Parden

Kommentare: 9
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ulrikerabes avatar

Rezension zu "Ä" von Max Goldt

Herrlich amüsant
ulrikerabevor 2 Jahren

Mich bringt selten ein Buch herzlich zum Lachen. Max Goldts Kolumnen sind jedoch auch noch 20 Jahre nach ihrem Entstehen herrlich amüsant. Max Goldt ist ein "Um die Ecke Denker", Gedanken-(über)-springer, köstlich süffisant und erfrischend ehrlich. Das entspricht meinem Naturell. wer in den letzten Tagen eine Alte mit einem grasgrünen Buch in der Schnellbahn hat sitzen sehen und lachen hören, dann war das ich. :)

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Zusätzliche Informationen

Max Goldt wurde am 15. September 1958 in Weende (Deutschland) geboren.

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