Max Goldt

 4.1 Sterne bei 743 Bewertungen
Autor von Ä, QQ und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Max Goldt

Max Goldt (eigentlich Matthias Ernst), geboren 1958 in Göttingen, lebt in Berlin. Nach dem Abitur begann er eine Fotografenausbildung, die er jedoch abbrach und kurz danach eine Karriere als Sänger begann. Goldt schreibt seit 1989 für das Satire-Magazin "Titanic", textet für Hörbücher und Hörspiele und verfasst zahlreiche Kolumnen, 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 2008 der Hugo-Ball-Preis und 2016 der Göttinger Elch.

Neue Bücher

Die Toilette bleibt weiß

Neu erschienen am 04.05.2020 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Max Goldt

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Cover des Buches Ä (ISBN: 9783499234323)

Ä

 (95)
Erschienen am 01.03.2004
Cover des Buches QQ (ISBN: 9783499247620)

QQ

 (82)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Der Krapfen auf dem Sims (ISBN: 9783499248801)

Der Krapfen auf dem Sims

 (70)
Erschienen am 02.03.2009
Cover des Buches Ein Buch namens Zimbo (ISBN: 9783499255694)

Ein Buch namens Zimbo

 (50)
Erschienen am 01.04.2011
Cover des Buches Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens (ISBN: 9783499242540)

Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens

 (48)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Die Radiotrinkerin (ISBN: 9783251011124)

Die Radiotrinkerin

 (48)
Erschienen am 01.01.1991

Neue Rezensionen zu Max Goldt

Neu

Rezension zu "Räusper" von Max Goldt

Der Versuch, Dramolette zu schreiben
Duffyvor 8 Monaten

Max Goldt, der Meister des geschliffenen Wortwitzes, bildet mit Katz ein Comic Duo, das seit dem Ende der 90er Jahre sein Unwesen treibt. Da das nicht in überregionalen Medien stattfindet, ist die Fanschar ein wenig überschaubarer als die es Schreibers Goldt. Nun hat er den Versuch gemacht, ein paar der Comicszenen in Dramolette umzuarbeiten, was ihm ganz gut gelungen ist, wenn man eine visuelle Phantasie hat, die diesen Schritt mitgeht.

So hat er seine Szenen gelegentlich einer Veränderung unterworfen, damit die Stücke auch irgendwie in sich schlüssig sind und dennoch nicht auf das unterhaltsame Ende verzichten müssen.

Der Ansatz ist über weite Teile amüsant, manchmal schafft es Goldt aber nicht, die Szenen in die Schriftform umzusetzen, dass sie denselben Effekt haben, wie die Comickreationen. Dass das nicht einfach ist, gibt er selbst zu. Inwiefern seine Anhänger diesen Spagat honorieren, sei dahingestellt. So ganz überzeugend ist es oft nicht, zwingt die Kurzform den Schreiber doch, sich auf das Wesentliche zu beschränken und darunter leidet die eigentlich immer erfrischende Balance von Absurdem und Nonsens. Doch was soll's, es gibt nichts, was Goldt probiert, was total den Bach abwärts schwimmt (das könnte man jetzt gut umgekehrt als Comic bringen) und so wird er auch hier seine Fans ansprechen. Dem Rezensent gefällt es besser, wenn er den „gepflegten Wahnsinn“ auf seine herkömmliche Art verbreitet.

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Rezension zu "Räusper" von Max Goldt

Ein bisschen Drama für zwischendurch
Frau_Erdnussbuttervor 3 Jahren

In wenigen Sätzen verwandelt Max Goldt lineare Comic-Strips in komplexe kleine Dramen mit ironischem Tiefgang. Das macht er sprachlich so gekonnt, dass man nach jeder Seite den imaginären Hut ziehen möchte. Andere Autoren haben Gedichte, er hat Dramoletten, die auf ein paar Seiten ihr geballtes Dramenpotenzial entfalten. Was bedeutet dieses Frikadellenwort denn eigentlich? Bilder darf man auf jeden Fall nicht erwarten. Dafür aber eine Beschreibung, die jegliche Visualität obsolet macht. Dafür hat er sich seine eigenen Comic-Strips vorgeknöpft, die unter anderem für das Satire-Magazin Titanic entstanden sind.

Überhaupt betreibt er eine sehr bildhafte, nichtsdestotrotz hocheloquente Sprachakrobatik. Neidlos gesteht man ihm einen sehr eigenen, ungelesenen Schreibstil zu. In "Räusper" vereinen sich 30 sehr kurze Geschichte zwischen zwei knallorangenen Buchdeckeln zu einem Spontanangriff auf den eigenen vertrockneten Humor. Hipster, die zwangsrasiert werden, Dialog zwischen Kakteen und unerbittlicher Sonne oder eine überraschend inspirierende Alte. Was als nächstes durch die Goldt-Mangel gezogen wird, hat man garantiert nicht erwartet. Dabei sind es eigentlich nur überspitzte Alltagsbeobachtungen, die man so schon irgendwie mal selbst gemacht hat.
Mehr: http://www.1jahr52buecher.de/?p=2574

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Rezension zu "Ein Leben auf der Flucht vor der Koralle" von Max Goldt

Hier spricht der Rundfunk...
pardenvor 3 Jahren

HIER SPRICHT DER RUNDFUNK...

Ruth Frau, einst gefeierter Filmstar und später auf die schiefe Bahn geraten, ist wieder "voll da". Junge Regisseure arbeiten mit ihr, und die Jugend verehrt sie als "irgendwie schrillen" Kultstar. Anlässlich des Erscheinens ihrer literarisch fragwürdigen Memoiren gibt sie ihr erstes Interview seit 20 Jahren. Der Rundfunkmoderator ist hin- und hergerissen zwischen ernsthafter Bewunderung und dem Drang, besonders kritische und bohrende Fragen zu stellen. Ruth Frau reagiert darauf gelassen, fast mütterlich und trotzt dem Interviewer nebenbei das Einverständnis ab, eine von ihr herausgegebene CD mit gesanglichen Hervorbringungen ihres verstorbenen vierten Ehemannes zu präsentieren. Sie wickelt den nervtötenden Journalisten mühelos um den kleinen Finger. Zum Schluss kann er nur noch kraftlos japsen: "Danke, Ruth Frau. Danke, dass es Sie gibt."

Bei diesem fiktiven Rundfunkgespräch zwischen einem schleimigen Rundfunkmenschen und einer sympathischen alten Schabracke handelt es sich um eine Aufnahme von 1993, in der Max Goldt selbst beide Rollen spricht sowie drei Lieder de Münchens zum Besten gibt. Wenig Aufwand - große Wirkung. In der 79 Minuten langen Fassung werden zwei Versionen des Interviews präsentiert: einmal mit Gesangseinlagen (was mir deutlich besser gefallen hat), einmal ohne, weil Ruth Frau angeblich besagte CD zu Hause vergessen hat. Zunächst war ich über die zweite Fassung irritiert, aber weil darin auch synthetisches Gelächter vom Band eingespielt wird, könnte man auf die Idee kommen, dass die erste Version die Live-Aufnahme war, die zweite dagegen die gekürzte und überarbeitete Fassung für die Ausstrahlung der Sendung. Ein zusätzlicher Kniff, um auch die Verzerrung der Wahrheit durch die Medien aufs Korn zu nehmen.

Amüsant war das Hörerlebnis jedenfalls allemal. Für mich tatsächlich ein besonderer Fund...


© Parden

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Max Goldt wurde am 15. September 1958 in Weende (Deutschland) geboren.

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