Max Küng Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück

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Inhaltsangabe zu „Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück“ von Max Küng

Ein Haus, sieben Bewohner, ein Brief für alle … 4. Stock, Delphine: Sie lebt mit zwei jungen Männern in einer WG. Delphine studiert an der Kunsthochschule und jobbt nebenbei in einem Fitnesscenter. Sie will das Nichts räumlich darstellen – und weiß auch schon, wie. 3. Stock, Virginia Pulver: Die alleinerziehende Mutter lebt mit Cosima, ihrer vierzehnjährigen Tochter. Seit ihr Mann sie verlassen hat, pflegt sie ein möglichst ausschweifendes Partyleben, daneben achtet sie penibel auf gesunde Ernährung. Sie liebäugelt mit der Modebranche und hat eine Affäre mit dem jungen Koch und Metzger Lukas. 2. Stock, Paola Gamma und Fabio Demuth: Paola ist Journalistin und wird für eine Schmutzgeschichte über Tim instrumentalisiert, Fabio arbeitet bei einer Immobilienfirma und wird gerne mal über den Tisch gezogen. Seine Spielsucht versucht er zu vertuschen. Und da ist noch Stinky, ihr Mops. 1. Stock, Familie Hermann: Tim ist ein beliebter TVModerator, verheiratet mit der etwas spröden Judith, sie haben zwei Kinder, längst hat sich Ernüchterung eingestellt. Trost sucht Tim in Eskapaden mit anderen Frauen, welche allerdings lediglich in seinem Kopf stattfinden. Judith hingegen fühlt sich von der rätselhaften Melancholie Vischers angezogen. Erdgeschoss, Herr Vischer: Sagt nicht viel, lebt inmitten seiner Fahrräder, ist immer im Rennradtrikot anzutreffen und führt akribisch Buch über seine Passfahrten.

Witziges Buch über den Alltag und zwischenmenschliche Beziehungen!

— katha_strophe
katha_strophe

Ein unterhaltsamer Roman über die Bewohner eines Züricher Mietshauses, psychologisch interessant, aber ohne Sympathieträger.

— Barbara62
Barbara62

Ein Buch, das weniger mit seiner Handlung, sondern mehr durch seine Charaktere und vor allem mit seinen Lesern spielt.

— Miamou
Miamou

Ein psychologisch ziemlich anspruchsvoller Roman!

— Chiaramaus
Chiaramaus

Psychologisch anspruchsvolles Buch mit großem Interpretationsspielraum - diese Charakterstudie wird noch etwas bei mir nachhallen.

— Carigos
Carigos

Ein tolles Buch mit sehr viel Zuercher Lokalkolorit. Unterhaltsam, feinfühlig, so schön geschrieben und gut beschrieben.

— naninka
naninka

Eine gut erzählte Geschichte mit einigen Überraschungen

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Zynisch witziges Buch über alltägliche Geschichten

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    katha_strophe

    katha_strophe

    23. February 2017 um 21:15

    Zürich, Lienhardstrasse 7 – ja genau, Strasse mit doppeltem S, denn wir befinden uns in der Schweiz! - ein Wohnhaus mit 5 Mietparteien, die alle ganz unterschiedlich sind, vereint durch ein gemeinsames Schicksal: die Kündigung ihrer Wohnung. »[…] Aber eben: Auch andere sind dahinter gekommen, dass es sich hier gut leben lässt. Deshalb wollen sie uns rausschmeißen. Aber ich sage – und ich denke, das ist auch in eurem Sinne: Nicht mit uns!« Tim blickte in die Gesichter seiner Nachbarn. [...] »Nicht! Mit! Uns!« Er blickte in die Runde, als erwarte er Applaus. Heftigen Applaus. Anerkennung. Liebe. (S. 105) Wer sich jetzt denkt, es geht in diesem Buch um den Kampf, die Wohnungen zu behalten, der hat sich (leider) geirrt. Dadurch wird den einzelnen Bewohnern der Lienhardstrasse 7 lediglich der Anstoß dazu gegeben, sich mit den anderen zu treffen oder sich Gedanken über ihre Leidensgenossen zu machen. Da ich bereits ein anderes Buch von Max Küng gelesen habe, wusste ich, was mich erwartet. Alltagsgeschichten werden auf witzige, teilweise ironische Art beschrieben und dadurch, dass man weiß, was die Personen jeweils übereinander denken, ist das auch sehr amüsant. Anfangs kann man sich gar nicht entscheiden, wen man eigentlich am wenigsten mag, doch im Verlauf der Geschichte wachsen einen wenigstens ein paar Charaktere ans Herz. Die abschließende Auflösung der Geschichte halte ich für gelungen. Fazit Toller und witziger Schreibstil, mit dem alltägliche Situationen und zwischenmenschliche Beziehungen in den Fokus der Geschichte gerückt werden. Mir hat es Spaß gemacht, aber könnte nicht jedermanns Sache sein!

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  • Ein Haus in Zürich

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    Petris

    Petris

    20. December 2016 um 09:30

    Ein Wohnhaus in einer guten Wohngegend Zürichs, die Bewohner fühlen sich wohl, sie sind gut situiert, sehr unterschiedlich. An diesem Punkt lässt uns der Autor einen Blick ins Haus werfen, je länger er erzählt, desto tiefer dringen wir vor, auch in ihr Privatleben.Gleich zu Beginn, wir kennen die Bewohner noch kaum, erhalten sie einen Brief, sie müssten ausziehen. Die Reaktionen sind unterschiedlich und schnell wird klar, obwohl es ihnen allen gut geht, sind sie irgendwie leblos und an einem Totpunkt angelangt.Da ist der eigenartige Vischer, für den es nur das Radfahren gibt, der Moderator Tim, ein selbstverliebter Frauenschwarm, mit seiner einsamen und sportversessenen Frau Judith und den beiden ziemlich anstrengenden kleinen Söhnen,… Nach und nach lernen wir sie kennen, berühren sich ihre Wege, erleben sie ihre kleinen Dramen.Gut beobachtet und auf den Punkt gebracht, erzählt der Autor aus ihrem Leben, auch der Schluss fügt sich perfekt in die Geschichte ein. Ich habe die Bewohner mit Vergnügen ein Stück ihres Weges begleitet.Allerdings waren mir die Geschichten dann doch etwas zu alltäglich. Ich wartete die ganze Zeit auf den Aha-Effekt, der nie kam. Und ein paar Handlungsstränge verloren sich im Sand, wie die Geschichte von Paolas Reportage über Tims angeblich behindertes Kind.Alles in allem, gute Unterhaltung. Aber kein Buch, das wirklich hängen bleiben wird oder noch lange nachschwingt.

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    • 2
  • Ein Puppenhaus oder Am Ende ist jeder allein

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    Barbara62

    Barbara62

    12. December 2016 um 11:59

    Wer würde es sich nicht ab und zu wünschen, bei fremden Menschen Mäuschen zu spielen und sie in ihrem privaten Umfeld unbemerkt zu beobachten? Der Schweizer Journalist und Autor Max Küng gibt uns in seinem zweiten Roman Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück die Möglichkeit dazu, die Bewohner der Züricher Lienhardstraße 7 hemmungslos auszuspionieren. Wie ein Riese, der das Dach und die Stockwerke eines Puppenhauses anhebt, bekommen wir Einblick in das Mietshaus mit seinen fünf so unterschiedlichen Parteien und werden während eines halben Jahres Zeugen ihres Alltags und ihrer kleinen und großen Tragödien. Am Ende dieser Zeit hat sich vieles verändert hat, ist manches besser geworden ist, ohne dass allerdings die zu Beginn an alle ausgesprochene Kündigung einen entscheidenden Einfluss darauf genommen hätte. Eingerahmt wird die Geschichte von einem jeweils besonders gut gelungenen Prolog und Epilog, der uns gekonnt ins Thema einführt bzw. Bilanz und Ausblick liefert. Hier wird deutlich, wo für mich die größte Stärke des Romans liegt: in der Fähigkeit von Max Küng, Menschen zu beobachten und unaufgeregt über sie zu erzählen. Dabei entlarvt er die Schwächen seiner Protagonisten schonungslos und manchmal mit einem hintergründigen Humor. Ein banaler Vorgang wie das Staubsaugen wird bei ihm zu einer bildreich beschriebenen Szenerie, die ein ganz neues Licht auf diese vielleicht bisher gänzlich unterschätzte Tätigkeit wirft. Da die Bewohner des Hauses nahezu durchweg für mich alles andere als Sympathieträger waren, ist es mir nicht gelungen, Empathie zu entwickeln. Ich habe ihr Leben interessiert beobachtet, ihr Wohlergehen hat mich aber größtenteils kaltgelassen. Ich habe mich über ihr Verhalten und ihre Wohlstandsprobleme sowie über ihre Unfähigkeit, etwas aus ihrem Leben zu machen, gewundert, wo sie doch eigentlich in jeder Hinsicht zu den Privilegierten unserer Gesellschaft gehören, und konnte so gut wie kein Mitleid für sie aufbringen. Etwas verwundert war ich, dass die Kündigung der Mietverträge, die am Anfang des Romans steht, so wenig Einfluss auf die Handlung genommen hat. Hier hat der Autor in meinen Augen Potential verschenkt – oder wollte er uns gerade anhand dieses Beispiels zeigen, wie wenig sich die Protagonisten von äußeren Ereignissen zur Interaktion bringen lassen? Alles in allem habe ich den Roman, der auch herstellungstechnisch vom Kein & Aber Verlag wie immer sehr schön gemacht ist, gerne gelesen, habe mich gut unterhalten gefühlt und war am Ende dankbar, nicht in einer solchen Nachbarschaft leben zu müssen.

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  • Ein Haus, sieben Mitbewohner, eine Kündigung.

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    Orisha

    Orisha

    09. December 2016 um 13:29

    Lienhardtstraße 7 in Zürich. Ein normales Wohnhaus – wie es viele gibt. Da ist Delphine aus dem Dachgeschoss: Kunststudentin, liebt Mokka-Joghurts, quirlig und jung. Virginia: Partygirl, Ex eines berühmten Sängers, Boutique-Besitzerin und Mutter. Paola, Fabio und ihr Mops Stinky: er –Immobilienmakler und Zocker. Sie – Reporterin einer Klatschzeitung, eifersüchtig und missgünstig. Das zweite Paar: Tim und Judith sowie ihre Söhne Luca und Laurin. Judith, eher unterkühlt und ruhig, Tim – selbstverliebt, eine Lokalberühmtheit. Und dann gibt es noch Vischer: der fahrradfahrende Einsiedler aus dem Erdgeschoss. So unterschiedlich die Bewohner der Lienhardtstraße 7 sind, eine Gemeinsamkeit haben sie: sie erhalten die Kündigung. Sollen raus. Wegen Sanierungsarbeiten. Und nun heißt es: handeln. Küng hat einen Roman geschrieben, der mich zwiespältig zurücklässt. So dachte ich zunächst, es gehe darum gemeinsam eine Strategie für die erhaltene Kündigung zu schaffen und sich als Nachbarn besser kennenzulernen. Doch die Kündigung bildet eigentlich nur einen Eckpunkt, der so unbedeutend ist, dass man ihn auch einfach hätte weglassen können. Sie ist schlichtweg irrelevant und dient nur dem Einstieg der Geschichte und der Vorstellung der Bewohner der Lienhardtstraße 7. Dabei bekommt man als Leser Charaktere vorgesetzt, mit denen ich mich schlichtweg wenig identifizieren konnte: kommen sie doch selbstverliebt, missgünstig, süchtig – nach Spielen, Aufmerksamkeit oder Drogen – daher. Dabei scheint das Auftreten der Figuren mit ihren Charaktereigenschaften zu korrelieren. Vischer, Judith und Delphine – die ersteren ruhig, die letztere quirlig-sprunghaft, kommen im Buch nur am Rande vor. Auch Virginia wird ganz Partygirl-like, eigentlich nur gelegentlich – und meist auf Parties dargestellt. Das Zentrum bildet der selbstverliebte Tim. Tim, um den sich die Welt dreht – so glaubt er. Tim, der jede Frau mustert und für sich bewertet, ob er mit ihr schlafen würde. Tim. Tim. Tim. Sein Gegenstück – zumindest in der Häufigkeit des Vorkommens – bilden Paola und Fabio. Ein Paar, wo ich mich gefragt habe, was die beiden eigentlich zusammenhält: scheinen sie doch nur auf Konsum, Spiel, Klatsch und Tratsch abzufahren. Und damit komme ich zu meinem Kritikpunkt. So vielfältig die Charaktere sind, so unausgewogen werden sie vorgestellt. Den Fokus auf die wirklich unsympathischsten Menschen der Welt zu legen, tat dem Buch sicher nicht gut, denn mit einem der Charaktere muss ich mich als Leser irgendwie ja identifizieren können. Und diejenigen, die das zumindest im Ansatz boten, die wurden schlichtweg vernachlässigt. Diese Unausgewogenheit störte mich massiv und ich habe, auch nach Lesen des Buches, nicht den Eindruck, dass ich irgendeinen dieser Menschen irgendwie besser verstehen kann. Es bleibt für mich als Leserin ein Buch, dass an der Oberfläche kratzt und seine Charaktere, wie durch ein Schaufenster beobachtet und so nicht tiefer in sie hineindringt. Dadurch bleibt das Buch leider so oberflächlich, wie die Charaktereigenschaften seiner Protagonisten. Fazit: Ein falsch gelegter Fokus, der dem Buch nicht gut tat. Muss man nicht gelesen haben.

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    • 3
  • Lienhardstraße No. 7

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    Miamou

    Miamou

    07. December 2016 um 10:02

    Fünf Parteien im Wohnhaus der Lienhardstraße 7 bekommen ihre Kündigung, weil das Haus saniert und renoviert werden muss. Und plötzlich haben die Nachbarn mehr miteinander zu tun, als ihnen lieb ist, denn man kann sich schließlich nicht alles einfach gefallen lassen. Dem Leser, der durch den Autor als Riese mit einer Art Lupe in ein Puppenhaus schaut, offenbart sich das Leben jedes einzelnen Bewohners, nicht nur mit Einsichten und kleinen Freuden, sondern auch mit den kleinsten Problemen und tiefsten Abgründen.Im Erdgeschoss lebt Vischer – ein Sonderling, dessen Jahresziel es ist alle Schweizer Pässe von beiden Seiten mit dem Fahrrad zu bezwingen. Im zweiten Stock wohnt die Familie Gutjahr – Tim, ein, wie ihn der Autor nennt, „unterschwellig dauererotisierter TV – Moderator“ (Quelle: az), seine Frau Judith und die beiden Jungs Laurin und Luca. Er ist wahnsinnig selbstverliebt, immer weit weg von der Familie und sie hadert mit der Vergangenheit. Im dritten Stock treffen wir auf Fabio und Paola, die wie ein cooles Lifestylepaar wirken, aber in Wirklichkeit vollkommen aneinander vorbeileben. Einen Stock höher wohnt Virginia, die viel zu früh Mutter wurde und deswegen ihrer verlorenen Jugend nachläuft, was bedeutet, dass sie ihre Nächte auf der Piste verbringt, die ein oder andere Pille schluckt oder sich einen Quickie mit einem Koch in dessen Raucherpause nicht entgehen lässt. Im obersten Stock schließlich hat Delphine ihre Wohnung. Sie ist Kunststudentin und damit beschäftigt das absolute Nichts darzustellen. Die Figuren sind sehr überspitzt und sehr zynisch dargestellt. Sehr ungeschminkt und mit allen möglichen Grauschattierungen. Das macht sie nicht wirklich sympathisch und ich kann verraten, dass man den klassischen Helden in diesem Buch keinesfalls finden wird. Auch die große Wandlung der Figuren vom Saulus zum Paulus wird man hier vergeblich suchen. Sie sind wie sie sind! Dafür lassen einen diese Stereotypen sehr schmunzeln und sie sind so klar gezeichnet, dass sie nicht austauschbar oder gar verwechselbar sind. Das Haus und die bevorstehende Kündigung sind der Anstoß, warum die Geschichte ins Rollen kommt. Im Grunde spielt die Kündigung aber eher eine untergeordnete Rolle, zieht sich aber doch irgendwie wie ein Roter Faden durch die gesamte Handlung. Denn erst durch dieses Ereignis setzt Max Küng seine Figuren in eine Interaktion. Das ständige „Aneinander – vorbei – Leben“ kann auf einmal nicht mehr einfach so funktionieren. Und plötzlich reden die Nachbarn miteinander. Der Leser darf dann ganz genau hinschauen – manchesmal sogar zu genau. Man ist dabei wie Fabio beschreibt, wie er sich am liebsten seine Ohren ausputzt und wir er das nebenbei auch tut. Oder wie Paola ihm seine Mitesser am Rücken ausdrückt. Bei diesem Buch trifft man wirklich auf alles, was die Gefühlskette so zu bieten hat. Man freut sich, man lacht, man ekelt sich, man ärgert sich, man schämt sich fremd. Und genau das macht das Buch fast zu einem psychologischen Schatz. Denn im Grunde enthält es keinen wirklich großartigen Handlungsstrang, sondern viele eigenwillige Charaktere, die akribisch beschrieben werden (manche mehr und manche weniger), womit dem Autor auch ein schönes Spiel mit seinen Lesern gelungen ist, weil dieser sich ständig fragt: „Mag ich nun den Charakter oder nicht? Habe ich Mitleid mit ihm oder ihr oder nicht?“ Gleichzeitig wirft er auch einen kritischen Blick auf die heutige Gesellschaft, in der jeder mit sich selbst so sehr beschäftigt ist, dass der Andere darüber leicht vergessen wird. „Wenn du das Haus verlässt, beginnt das Unglück“ kam ganz anders daher, als ich es erwartet hätte. Trotzdem habe ich es gerne gelesen. Ein Buch mit feinen Tönen, die aber zur richtigen Zeit zünden.

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    • 2
  • Leserunde zu "Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück" von Max Küng

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    KEIN & ABER Verlag

    KEIN & ABER Verlag

    Der Tag hat eben begonnen. Tim Gutjahr, landesweit bekannter Fernsehmoderator und Liebling der Nation, wischt versunken durch einen Instagram-Feed, seine Frau Judith macht die Buben für den Kindergarten fertig. Im Stockwerk über den Gutjahrs erwacht Virginia, offensiv jugendliche Mutter einer Teenagerin, aus ihrem Partyrausch, sie zelebriert gerade ihre zweite Pubertät. Die Bewohner der Lienhardstrasse 7 im Zürcher Kreis 4 bereiten sich auf einen gewöhnlichen Tag vor, sie wissen noch nicht, dass in ihren Briefkästen die Kündigung ihrer Mietverträge wartet.Die unangenehme Nachricht platzt unvermittelt in ihre Alltage und bringt ihre sorgsam arrangierten Leben gehörig ins Wanken. Max ¨Küng, Kult-Kolumnist und erfolgreicher Autor, veranstaltet mit den Mietern in Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück ein modernes Kammerspiel. Mit seinem unverstellten Blick entdeckt er hinter den Wohnungstüren Glück und Unglück, Wünsche und Begehren, für die sie selbst blind sind. Erkaltete Liebesbeziehungen, überholte Karrierepläne und Verhaltensmuster werden ordentlich durchgerüttelt, sie müssen neuen Begegnungen und Träumen Platz zu machen. Ein Umbruch, in dem die Protagonisten nicht immer ihre Schokoladenseite zeigen. Heiter, verschmitzt und manchmal auch nachdenklich ist Max Küngs Geschichte von dieser großstädtischen Welt. Nichts ist für immer, aber alles ist möglich, zwinkert dieser großartige Unterhaltungsroman.

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    • 206
  • Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    Chiaramaus

    Chiaramaus

    02. December 2016 um 17:19

    Ein Haus, sieben Bewohner, ein Brief für alle … 4. Stock, Delphine: Sie lebt mit zwei jungen Männern in einer WG. Delphine studiert an der Kunsthochschule und jobbt nebenbei in einem Fitnesscenter. Sie will das Nichts räumlich darstellen – und weiß auch schon, wie. 3. Stock, Virginia Pulver: Die alleinerziehende Mutter lebt mit Cosima, ihrer vierzehnjährigen Tochter. Seit ihr Mann sie verlassen hat, pflegt sie ein möglichst ausschweifendes Partyleben, daneben achtet sie penibel auf gesunde Ernährung. Sie liebäugelt mit der Modebranche und hat eine Affäre mit dem jungen Koch und Metzger Lukas. 2. Stock, Paola Gamma und Fabio Demuth: Paola ist Journalistin und wird für eine Schmutzgeschichte über Tim instrumentalisiert, Fabio arbeitet bei einer Immobilienfirma und wird gerne mal über den Tisch gezogen. Seine Spielsucht versucht er zu vertuschen. Und da ist noch Stinky, ihr Mops. 1. Stock, Familie Hermann: Tim ist ein beliebter TVModerator, verheiratet mit der etwas spröden Judith, sie haben zwei Kinder, längst hat sich Ernüchterung eingestellt. Trost sucht Tim in Eskapaden mit anderen Frauen, welche allerdings lediglich in seinem Kopf stattfinden. Judith hingegen fühlt sich von der rätselhaften Melancholie Vischers angezogen. Erdgeschoss, Herr Vischer: Sagt nicht viel, lebt inmitten seiner Fahrräder, ist immer im Rennradtrikot anzutreffen und führt akribisch Buch über seine Passfahrten.Dieses Buch hat mir sehr gefallen, obwohl ich es mir anders vorgestellt hatte. Die Bewohner werden so beschrieben, dass man sie irgendwie nicht wirklich einschätzen kann: Sie kommen leer und emotionslos rüber. Aber ich denke, das soll so sein - das Buch ist, denke ich, psychologisch ziemlich anspruchsvoll und ich habe wahrscheinlich nicht alles verstanden. Es hat mir trotzdem sehr gut gefallen, die Bewohner des Hauses bei ihrem Alltagsleben zu begleiten. Der Titel ist sehr gelungen und der Schreibstil so, dass man immer gespannt ist, was als Nächstes passiert.Das Buch ist sehr empfehlenswert, vor allem für Leute, die sich mit Psychologie auskennen :)

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    • 2
  • Psychologisch gesehen sehr fesselnd und intelligent!

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    Carigos

    Carigos

    30. November 2016 um 21:08

    Über eine Lovelybooks-Verlosung bin ich an dieses (zunächst optisch und haptisch gesehen) wunderhübsche Büchlein gekommen. Schon der Klappentext hat mich neugierig gemacht: es geht um den scheinbar normal - verrückten Alltag von ein paar Menschen in einem Mehrfamilienhaus INHALT: Schauplatz dieses Romans ist die Lienhardstraße 7 in Zürich, in der fünf Parteien wohnen. Es handelt sich um ganz unterschiedliche Zeitgenossen: Eine alleinstehende Studentin - ein junges, ungebundenes Pärchen - ein Ehepaar mit 2 Kindern - eine alleinerziehende Mutter - ein alleinstehender, zurückgezogener Mann. Alle ereilt das gleiche Schicksal: sie erhalten ein Kündigungsschreiben der Immobilienfirma, der das Gebäude gehört. Wie gehen die Parteien damit um? Was beschäftigt sie in der Zwischenzeit? ZITAT: „In jeder Beziehung war er großzügig gewesen. Leider auch in der Auslegung des Begriffs Treue.“ MEINUNG: Schon nach 75 Seiten Lektüre hatte ich das Gefühl, die bislang vorgestellten 6 Protagonisten erstaunlich gut zu kennen. Der Autor zeichnet diese Personen in rasanter Geschwindigkeit in all ihren Facetten. Man wird direkt in ihr Leben, ihren Alltag und ihre Nöte mit hineingezogen. Gut gelungen sind die jeweiligen Rückblenden, die zum Kennenlernen dienen. Sie werden schön in die Handlung der Gegenwart eingebettet. Die Gegenwart, in der nach und nach die Kündigungsschreiben an ihre Adressaten gelangen. Wunderbar ausgearbeitet! Sehr gut gefallen hat mir auch der Prolog. Es wird ein Moment aus der Natur beschrieben, der das darwinistische „Fressen und gefressen werden“ verbildlicht. Der Sinn dieser Darwinistischen Vorstellung hat sich mir nicht von Anfang an erschlossen, aber je mehr Gedanken ich mir gemacht habe, desto passender erschien mir dieser Einstieg. Es gibt folgendes Zitat von Darwin: "Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, und auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die am ehesten bereit ist, sich zu verändern." Und ich glaube, dass genau DIESER Gedanke seinen Platz in diesem Buch gefunden hat. Alle Protagonisten haben im Laufe der Geschichte mit Anfeindungen zu leben. Ganz unabhängig von ihrer familiären und privaten Ausgangslage können sie individuell entscheiden, wie es weiter gehen soll. Die Frage bleibt: will/ kann ich mich verändern? Merke ich überhaupt, dass ich mich verändern MUSS? Inhaltlich haben mir auch die vielen beschriebenen alltäglichen Situationen gefallen, dies geschah sehr detailgetreu. Im Grunde verfolgt man nur den Alltag der Protagonisten - und doch braut sich etwas Gewaltiges und Spannendes zusammen. Die Geschichte beinhaltet viel Tiefgründiges, das man allmählich zerpflücken/ interpretieren muss. Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, dass NICHTS besonderes passiert - und doch spielte sich so viel im Unterbewusstsein der Protagonisten ab. Sie durchlaufen allesamt eine Entwicklung – besonders im letzten Viertel des Buches bewegt sich etwas! Sei es durch "Schicksal" oder durch bewusste, eigene Entscheidungen. Den Schreibstil habe ich sehr genossen, der Autor lässt Bilder vor dem inneren Auge lebendig werden und Musik in den Ohren erklingen. Die Passagen sind teilweise humorvoll, teilweise feinfühlig. FAZIT: Dieser Roman von Max Küng ist wohl als sehr „intelligent“ zu bezeichnen. Als Leser hat man fortwährend das Bedürfnis, das Beschriebene zu interpretieren und zu verstehen. Einen Stern Abzug gibt es von mir, weil mir zwischendurch der rote Faden entwischt ist und ich beim besten Willen nicht absehen konnte, worauf der Autor hinaus will. Man lechzt als Leser doch arg nach einer Prämisse. Der Schluss war "befriedigend" + "sehr gut" für den Schreibstil und die Charakterausarbeitung = 4 Sterne von mir!

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    • 3
  • Der Mensch gleicht einem Haus....

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    stravaganza

    stravaganza

    30. November 2016 um 20:37

    Bye bye love Bye bye happiness, hello loneliness I think I'm-a gonna cry-y Bye bye love, bye bye sweet caress, hello emptiness I feel like I could di-ie Bye bye my love goodby-eye (Refrain des Liedes Bye Bye Love von The Everly Brothers (1957) Das Lied wird dreimal in der Geschichte erwähnt.) Ein Haus, seine Bewohner, ein Brief für alle... Als alle Bewohner der Lienhardstrasse 7 gleichzeitig die Kündigung der Wohnung erhalten und notgedrungen mehr miteinander zu tun haben, entdecken sie bei ihren Nachbarn ungeahnte Charaktereigenschaften und Obsessionen. Nach und nach verknüpfen sich die Schicksale der Einzelnen und fügen sich zu überraschenden Konstellationen: ein intimer, mal entlarvender, mal witziger Einblick in das Leben anderer. (Schutzumschlag Rückseite) Erdgeschoss, Vischer: Er sagt nicht viel, lebt inmitten seiner Fahrräder und führt akribisch Buch über seine Passfahrten. Wenn er gerade nicht auf dem Rad sitzt oder dieses pflegt, hört er am liebsten klassische Musik auf gutem, alten Vinyl. 1.Stock, Familie Gutjahr: Tim ist ein beliebter TV-Moderator, verheiratet mit der spröden Judith, sie haben zwei Kinder, längst hat sich Ernüchterung eingestellt. Trost sucht Tim in Eskapaden mit anderen Frauen, welche - mit einer Ausnahme - lediglich in seinem Kopf stattfinden. Judith hingegen interessiert zunehmend, was es mit der rätselhaften Melancholie von Vischer auf sich hat. 2.Stock, Paola und Fabio: Paola ist Journalistin, Fabio Immobilienmakler, ständiger Begleiter ist ihr Mops Stinky. Im Geheimen widmet sich Fabio Sportwetten, Paola ihrer grossen Enthüllungsgeschichte über Tim. 3.Stock, Virginia: alleinerziehende Mutter, lebt mit Cosima, ihrer pubertären Tochter. Seit ihr Mann sie verlassen hat, pflegt sie ein wildes Partyleben, was sie mit Bikram-Yoga auszubalancieren versucht. Und da ist noch die Affäre mit dem jungen Koch Lukas... 4.Stock, Delphine: wohnt in einer WG, jobbt im Fintnesscenter Magenta, wo der eine oder andere Nachbar sein schlechtes Gewissen beruhigt, und besucht die Kunsthochschule. Sie will das Nichts räumlich darstellen - und weiss auch schon, wie. (Schutzumschlag vordere Innenklappe) Der Roman fängt sehr interessant an (Prolog). Über die Flora und Fauna (inklusive Menschen) der nächsten Umgebung wird der Leser langsam zum Haus in der Lienhardstrasse 7 geführt, wo der Postbote gerade die Umschläge mit den Kündigungsschreiben in die jeweiligen Briefkästen wirft. Danach lernen wir die Bewohner, welche mehrheitlich noch am Schlafen sind, Stockwerk für Stockwerk in einer kurzen Einführung zum ersten Mal kennen. Dann werden die Einzelnen Protagonisten/Bewohner einer nach dem Andern genauer unter die Lupe genommen. Man erfährt mehr von ihrem Alltag und durch Rückblenden (relevante) Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit (bis S. 85). Auch über Zürich (geographisch) erfährt der Leser noch einiges, wenn auch eher über das modernere Zürich (Prime Tower, Europaallee). Und so geht es den ganzen Roman über auch weiter, was zu Anfang interessant war, wird dann mehr und mehr zur blossen Wiederholung, auch da die Protagonisten eher aneinander vorbei, als wirklich miteinander reden (Oberflächlichkeit). Mit der Zeit wird das leider zunehmend ermüdend. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Autor nicht allen Bewohnern die gleiche Aufmerksamkeit zu teil werden lässt, was die Häufigkeit des Erscheinens anbelangt. Gerade der Protagonist, welcher (fast) alle Leser auch schon bald am meisten hassen werden, wird am häufigsten erwähnt, was das Lesevergnügen auch nicht wirklich steigert, Zudem gibt es manchmal wirklich ein paar eher eklige Szenen,aber auch viel Situationskomik. Was ich auch nicht ganz nachvollziehen konnte, die meisten von ihnen leben seit über einem Jahrzehnt dort, scheinen aber selten Kontakt miteinander gehabt zu haben (nur oberflächlich!), trotzdem duzen sich alle. Was mich persönlich aber auch noch verwirrt/genervt hat, war dieses zunehmende Chaos an der Abfolge der Zeit. Ich wusste immer weniger, an welchem Tag die Szene gerade spielte, oder wie viele Wochen eigentlich schon vergangen waren. Vielleicht bin ich da ein wenig pingelig, aber mir ist so etwas eben wichtig bei einer Geschichte. Ich hätte gerne Überkapitel im Stile von Montag, Dienstag; 1. Woche, 2. Woche (nach der Kündigung) etc. gehabt. (Als Beispiel: die Sitzung der Bewohner um über die Kündigung zu reden findet an einem Mittwochabend statt, der Termin beim Mieterverband sollte nächste Woche am Montag um neun Uhr stattfinden. Bis der Termin dann wirklich wieder erwähnt wird und stattfindet sind gefühlte Wochen, nicht etwa 5 Tage, vergangen und er findet dann plötzlich an einem Mittwoch statt). Die Kündigung scheint auch nicht wirklich ein wichtiges Thema für die Bewohner zu sein, sie ist nur ein Problem, unter mehreren Problemen, welches dazu kommt. Man könnte eigentlich auch meinen, den Protagonisten würde es eigentlich gut gehen. Immerhin haben wir doch Personen, welche mehrheitlich eigentlich Traum-Jobs oder Trend-Beschäftigungen haben: Eine Kunststudentin für „moderne“ Kunst; das ältliche, alleinerziehende „It-Girl“, welches sich um Geld keine Sorgen machen muss; die Boulevard-Journalistin; der Immobilienmakler; der (Unterhaltungs-)TV-Moderator; die Hausfrau und Mutter(?!) und der kauzige Einsiedler (?!). Eben Menschen, welche ihrem Leben, durch oberflächliches und trendiges Verhalten, versuchen einen Sinn zu geben, und exakt in den Dingen einen Halt zu finden, welche eigentlich alle sinnentleert sind. Und das ist nur die Oberfläche, sozusagen die Aussenfassade. Wenn man aber den Roman anders liest, nämlich nicht ebenfalls nur „oberflächlich“ (was einem nämlich wirklich passieren kann). Bekommt der Roman wieder eine ganz andere Dimension, eine psychologische, welche ihn wieder interessant macht. Man muss die äussere Fassade entfernen und in die Tiefe (Seele) der Protagonisten blicken und was sieht man dort: Einsame und Leere Menschen (siehe Lied). Aus diesem Blickwinkel wird sogar die am meisten gehasste Person der Geschichte für den Leser schon (fast) wieder sympathisch. Nur ein Entwicklungsroman ist dieses Buch wahrlich nicht. Man kann es für die Bewohner der Lienhardstrasse 7 nur hoffen, dass sie sich (von Innen nach Aussen) verändern werden, wirklich erfahren tut man es als Leser nicht. Fazit: Das Leben der (heutigen) Menschen scheint einer Serie zu gleichen. Es wird nur Episode an Episode aneinander gereiht. Mal ist sie besser, mal ist sie schlechter. Wir werden vermutlich immer die oberflächlichen, Trends nachjagenden, Smartphone überbenützenden und (womöglich) ständig Partner wechselnden Menschen, denen der Sinn für die wirklichen Dinge des Lebens einfach abhandengekommen sind, des 21. Jahrhunderts bleiben. Vielleicht übertreibe ich ja, vielleicht aber auch nicht….

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  • Buchverlosung zu "Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück" von Max Küng

    Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück
    KEIN & ABER Verlag

    KEIN & ABER Verlag

    Der Tag hat eben begonnen. Tim Gutjahr, landesweit bekannter Fernsehmoderator und Liebling der Nation, wischt versunken durch einen Instagram-Feed, seine Frau Judith macht die Buben für den Kindergarten fertig. Im Stockwerk über den Gutjahrs erwacht Virginia, offensiv jugendliche Mutter einer Teenagerin, aus ihrem Partyrausch, sie zelebriert gerade ihre zweite Pubertät. Die Bewohner der Lienhardstrasse 7 im Zürcher Kreis 4 bereiten sich auf einen gewöhnlichen Tag vor, sie wissen noch nicht, dass in ihren Briefkästen die Kündigung ihrer Mietverträge wartet. Die unangenehme Nachricht platzt unvermittelt in ihre Alltage und bringt ihre sorgsam arrangierten Leben gehörig ins Wanken. Max Küng, Kult-Kolumnist und erfolgreicher Autor, veranstaltet mit den Mietern in Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück ein modernes Kammerspiel.Mit seinem unverstellten Blick entdeckt er hinter den Wohnungstüren Glück und Unglück, Wünsche und Begehren, für die sie selbst blind sind. Erkaltete Liebesbeziehungen, überholte Karrierepläne und Verhaltensmuster werden ordentlich durchgerüttelt, sie müssen neuen Begegnungen und Träumen Platz zu machen. Ein Umbruch, in dem die Protagonisten nicht immer ihre Schokoladenseite zeigen. Heiter, verschmitzt und manchmal auch nachdenklich ist Max Küngs Geschichte von dieser großstädtischen Welt. Nichts ist für immer, aber alles ist möglich, zwinkert dieser großartige Unterhaltungsroman.Bewerbt euch bis zum 13.11.16 und gewinnt ein Exemplar von Wenn du dein Haus verlässt, beginnt das Unglück. Insgesamt 5 Gewinnerinnen und Gewinner werden am 14.11. benachrichtigt und zur gemeinsamen Leserunde eingeladen. Viel Glück!

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