Max Landorff Die schweigenden Frauen

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Inhaltsangabe zu „Die schweigenden Frauen“ von Max Landorff

Berlin: Nur noch zwanzig Tage, dann wird der REGLER sein neues Leben beginnen. Zum ersten Mal nicht allein. Da wird in sein Apartment ein Paket geliefert. Zwei eingeschweißte Frauenbeine, abgetrennt an der Hüfte. Und mit einem Tattoo, das nur einer so gut kennt wie der REGLER selbst: sein Bruder.

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  • Der Regler regelt sein Leben

    Die schweigenden Frauen
    Duffy

    Duffy

    29. March 2015 um 11:50

    Dritter Band aus der Regler-Reihe. Gabriel Tretjak hat bislang nur fremde Leben geregelt, gegen gutes Geld versteht sich. Nun will er sich sein eigenes Leben neu erschaffen und mit seiner Lebensgefährtin in Hongkong ganz neu anfangen. Doch bevor das passieren kann, holt ihn seine Vergangenheit noch einmal ein. Man schickt ihm die abgeschnittenen Beine einer Prostituierten. Daraus entwickelt sich eine Mordserie. Sein alter Weggefährte, der jetzt Pfarrer ist, bekommt den dazugehörigen Kopf und Tretjak hat Mühe, alle Fäden in den Griff zu bekommen. Landorff, und man weiß ja immer noch nicht, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, schreibt kurz, prägnant, fast sparsam. Die erste Hälfte des Buches verlangt dem Leser einiges ab, häufige Ortswechsel, Rückblicke und viele Namen. Etwa bei der Hälfte des Buches kommt dem Landorff-Vetrauten das Gefühl, als hätte er mit diesem dritten Band sein Pulver verschossen, doch dann nimmt das Geschehen Fahrt auf, die Ereignisse überschlagen sich zum rasanten Showdown. Trotzdem, so ganz überzeugend ist das nicht mehr. Schon der zweite Band schwächelte ein wenig, denn die Idee des Reglers war mit dem ersten Buch so gut umgesetzt, dass er sich in seinen Fortsetzungen daran messen lassen muss. So bleibt hier die zweite Buchhälfte auf dem Niveau des ersten Romans und das ist unter dem Strich zu wenig. Ein vierter Band würde sich wahrscheinlich nicht mehr lohnen, zumal Landorff seinem Tretjak wohl ein neues Leben gönnen wollte (und sich selbst vielleicht auch). Aber wer weiß? Einmal Regler, immer Regler?

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  • Wer ist hier der eigentliche Regler?

    Die schweigenden Frauen
    Gruenente

    Gruenente

    13. July 2014 um 16:37

    Die schweigenden Frauen…  haben in diesem Buch irgendwie nur eine Nebenrolle. Gabriel will jetzt sein eigenes Leben regeln und ein ganz neues in Hongkong beginnen. Mit einer Frau, die seine Lebens- und Geschäftspartnerin sein soll. Er braucht aber noch 20 Tage um sein bisheriges Leben abzuschließen. Da übernimmt er doch noch schnell einen Fall. An der Arbeit daran wird er aber durch ein grauenhaftes Paket gestört. Auch sein Freund der Pfarrer und sein Bruder Luca werden stark involviert. Das bisherige Leben von Gabriel scheint zu explodieren. Und sein neues ist auch in Gefahr. Der Leser erfährt einiges über die Jugend von Gabriel, Hintergründe, die wahrscheinlich noch nicht mal ihm selbst klar waren werden offen gelegt. Einiges bleibt auch etwas in der Schwebe. Der Regler muss selbst eine Sache per Mord „regeln“.  Viele Tote, Wirtschaftskriminalität, Prostitutionsringe, alte Bekannte der ersten Bücher, alte Rechnungen und eine graue Eminenz im Hintergrund.  Auf 320 Seiten ist viel verpackt worden, wofür andere Autoren sicher 500 gebraucht hätten.  Landorff schreibt knapp  und kühl, so wie auch sein Hauptprotagonist selbst ist. Für mich bisher der schwächste Regler-Thriller, beinhaltet aber einige sehr unvermutete Wendungen die das Buch bis zum Schluss spannend halten. Vorher sollte man aber auf jeden Fall die anderen beiden Teile gelesen haben und sich vielleicht auch noch mal in Erinnerung rufen. 

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  • Der Regler regelt sich selbst

    Die schweigenden Frauen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. June 2014 um 13:47

    Der Regler regelt sich selbst Da war dieser erste Auftrag, den Gabriel Tretjak und Joseph Lichtinger damals, als Jungs fast noch, durchgeführt haben. Tratjak wurde danach der, der anderen nicht nur „etwas“ (das auch), sondern in Teilen „das ganze Leben“ neu regelt. Bis hin zum völligen Verschwinden aus dem alten Leben. Joseph Lichtinger demgegenüber wurde Priester. Was kaum einer für möglich gehalten hätte und was ihn bis auf den heutigen Tag vor zumindest ein gravierendes Problem stellt. Lange ist das her und aktuell steht Tretjak vor dem Entschluss, sich selbst aus seinem bisherigen Leben heraus „regeln zu wollen“. Alles ist vorbereitet. Joseph Lichtinger steht vor dem Zwang, wohl „geregelt werden zu müssen“. Gabriels Geliebte regelt in der Zwischenzeit eine drohende Gefahr mal lieber selbst, das kann ja nicht schaden angesichts der neuen Firma, die sie im ganz neuen Leben mit Tretjak bereits mit diesem gegründet hat. Kommissar Maler kämpft vorrangig gegen die Folgen seiner Herzprobleme und übersieht, dass seine eigene Ehefrau von den aktuellen Morden an Prostituierten über die Maßen hinaus mitgenommen wirkt. Tote „käufliche“ Frauen. Teils brachial zugerichtet. Ohne, dass zunächst ein verbindendes Element zu sehen wäre. Warum aber findet sich der Kopf einer dieser Frauen in der Kirche des Lichtinger wieder und deren Beine sauber eingepackt im Mietappartement Tretjaks? Kann es sein, dass jemand mit einem von beiden oder mit beiden noch eine Rechnung offen hat und kann es sein, dass die Hintergründe der Taten nicht nur in der Gegenwart, in diesem ominösen „Kongress der schweigenden Frauen“ zu finden sind, sondern in ferner Vergangenheit schon ihren Anfang nahmen? Wie gewohnt fast (zu) unterkühlt lässt Landorff die Ereignisse ihren Lauf nehmen und schafft es doch, dem Leser einen tiefen Blick in seine Protagonisten hinein zu gewähren. Ein dichtes Netz aus alten und neuen Abhängigkeiten, aus damaligen und gegenwärtigen Ereignissen bildet den „Teppich“ dieses Thrillers, in dem sich vor allem die Gestaltung des Joseph Lichtinger noch ein Stück mehr heraushebt, als die der anderen Figuren. Wie nebenbei schildert Landorff zudem die „privaten Ansprüche“ da „ganz oben in der Gesellschaft“, dies allerdings eher als Plattitüden und wenig ausgereizt. Zudem verbleiben doch einige der Figuren zu blass am Rande. Was es mit dem Prolog und Epilog wirklich Wichtiges auf sich hat, erschließt sich auch nach der Lektüre nicht ganz (auch wenn klar wird, wer da wer ist). Wie auch der „Showdown“ zu lapidar, zu beiläufig, zu indirekt daher kommt, um den Leser wirklich zum Ende des Buches hin zu fassen und zu fesseln. Im Gesamten ein intelligenter Thriller, der einiges an Rätseln aufgibt und seine Personen „mitten aus dem Leben“ heraus mit vielfachen Brüchen und differenziertem Hintergrund heraus gestaltet, der aber zu oft auch in der Schilderung vage verbleibt und daher keinen durchgehenden Spannungsbogen zu setzen vermag.

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