Max Mannheimer

 4,4 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf von Max Mannheimer

Max Mannheimer, geboren 1920 in Neutitschein/Tschechoslowakei, wurde 1943 nach Theresienstadt und Auschwitz, 1944 nach Dachau deportiert. Nach der Befreiung kehrte er zunächst in seine alte Heimat zurück, ließ sich dann jedoch entgegen seinem festen Vorsatz zusammen mit seiner neuen Familie in Deutschland nieder. Seit vielen Jahren hält er in Vorträgen und Reden die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus wach. Für seinen Kampf gegen das Vergessen und für die Demokratie wurde er vielfach ausgezeichnet und geehrt: Chevalier de la Légion d'Honneur (1993), Waldemar-von Knoeringen-Preis (1994), Ehrendoktorwürde der LMU München (2000), Oberbayerischer Kulturpreis (2005), Bundesverdienstkreuz, Bayerischer Verdienstorden, Bayerische Verfassungsmedaille in Silber und Gold, Ehrenbürger von Neutitschein (2009), Ehrenmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München (2010), Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft (2012). Als Maler expressionistischer Werke ist er unter dem Namen ben jakov bekannt. Marie-Luise von der Leyen hat Max Mannheimers Erinnerungen aufgezeichnet. Sie studierte Theatergeschichte, Germanistik und Soziologie, absolvierte die Deutsche Journalistenschule, war Redakteurin beim ›Stern‹ sowie Text- und Kulturchefin bei ›Vogue‹ und lebt bei München. Diverse Veröffentlichungen, zuletzt ›Berühmte Väter und ihre Kinder. Ich wäre glücklich gewesen, dich als Freund zu haben‹ (2011).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Max Mannheimer

Cover des Buches Spätes Tagebuch (ISBN: 9783492970815)

Spätes Tagebuch

 (13)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Drei Leben (ISBN: 9783423249539)

Drei Leben

 (3)
Erschienen am 01.12.2012

Neue Rezensionen zu Max Mannheimer

Cover des Buches Spätes Tagebuch (ISBN: 9783866120693)S

Rezension zu "Spätes Tagebuch" von Max Mannheimer

Rezension zu "Spätes Tagebuch" von Max Mannheimer
sabatayn76vor 11 Jahren

'Ohne Heim. Ohne Hilfe. Ohne Hoffnung' oder Das Leben nach dem Überleben

Inhalt:
Max Mannheimer berichtet von seiner Kindheit in Neutitschein/Tschechoslowakei, vom zunehmenden Antisemitismus in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, vom Einmarsch der Deutschen, von der Reichskristallnacht, von der Flucht nach Ungarisch-Brod und schließlich von der Deportation nach Theresienstadt und Auschwitz, wo fast seine ganze Familie umgebracht wurde. Nach dem Weitertransport nach Warschau und später nach Dachau ist der Krieg zu Ende, und Max Mannheimer hat wie durch ein Wunder überlebt. Heute engagiert er sich für Aufklärung und ist tätig in Vorträgen, Diskussionen und Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Dachau.

Mein Eindruck:
In einfacher Sprache erzählt Max Mannheimer von seiner Kindheit in Neutitschein und von seinen Erfahrungen in den Lagern. Dabei sind die Erinnerungen an seine Kindheit sehr lebendig, und Max Mannheimer berichtet sehr detailliert von bestimmten Ereignissen. Über die Zeit in den Lagern wird eher sachlich erzählt, und doch bekommt der Leser den tragischen Verlust, die traumatisierenden Erlebnisse, die ständige Angst vor Krankheit und vor dem Gas
zu spüren.

Mein Resümee:
Ein dünnes Büchlein, das man in kürzester Zeit durchgelesen hat, das einem aber noch lange in Erinnerung bleibt. Man kann Max Mannheimer nur bewundern.

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