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Rezension zu "Flo und der Schnüffel-Büffel" von Max Moor

„Schnüffel-Büffel“
Literaturwerkstatt-kreativvor einem Jahr

„Literaturwerkstatt- kreativ “ rezensiert

„Flo und der Schnüffel-Büffel“ von Max Moor

Die Protagonistin des Buches ist die elfjährige Florentine, die von allen aber lieber Flo genannt werden möchte. Ihren Vater kennt Flo nicht und ihre Mutter ist nach Indien in einen Ashram gegangen, als sie noch ein Baby wahr. Seitdem lebt sie in der Woche bei ihrer etwas vergesslichen Tante Marie-Claire und am Wochenende und in den Ferien bei Opa Ludwig auf dem Land. Ludwig ist zwar nicht ihr richtiger Opa, aber Fo hat ihn so lieb, als wäre es ihr richtiger Großvater.

Flo besucht die französische Schule, ist dort jedoch eine Außenseiterin. Die Mädchen ärgern sie, weil sie keine Markenklamotten trägt und sonst auch so ganz anders ist. Auch die Jungs lassen sie links liegen und beachten sie nicht.

„Na,ja, jetzt weißt du schon mal einigermaßen Bescheid, mit wem du es in diesem Buch zu tun hast. Hoffentlich legst du es jetzt nicht weg, weil du auch findest, ich sehe komisch aus mit meinen Haaren, dem Schulranzen den Schnür- Stiefeletten. Und dem Strohhut…..“

Das die Jungs Flo links liegen lassen stört sie eigentlich nicht, aber von einem Jungen würde sie sich doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit erhoffen.

„Schanti kommt aus dem Land, wo die höchsten Berge der Welt stehen, aus Nepal. Er hat ähnliche Haare wie ich, die strubbeln auch immer kreuz und quer in alle Richtungen, aber bei den Jungs scheint das ja niemanden zu stören“.

Nachdem nun endlich die Sommerferien begonnen haben, fährt Flo auf`s Land zu Opa Ludwig. Gleich am ersten Ferientag, findet sie auf der Wiese von Bauer Werner ein Wasserbüffelkälbchen und rettet ihm das Leben. Da die Mutter es verstoßen hat und Bauer Werner im Urlaub ist, kümmern sich Flo und Opa Ludwig gemeinsam um den kleinen Schützling. Flo tauft den Kleinen „Schnüffel- Büffel“ und wie durch Zufall kann dieser auch noch sprechen, aber natürlich nur mit ihr. Eine wundersame Freundschaft entsteht zwischen den Beiden und versüßen Flo zugleich ihre Ferien. Einige Abenteuer sind aber nun zu bewältigen, denn in dem kleinen Büffel steckt viel Energie und Temperament. Irgendwann gehen die Sommerferien aber leider zu Ende und Flo muss zurück in die Schule. Da sie aber keine Lust auf ihre Klassenkameraden hat, heckt sie einen ganz verrückten Plan aus, der für einige Verwirrung sorgt.

Fazit:
Der bekannte Schauspieler und Moderator Max Moor hat sein erstes Kinderbuch geschrieben und dies, so finde ich, mit Bravour. Da er und seine Frau selber Wasserbüffel in Brandenburg züchtete, hatte er natürlich viele Vorbilder für seinen Schnüffel-Büffel. Und so ist wahrscheinlich auch die Idee entstanden, einen kleinen Büffel als Sympathieträger für das Buch zu nehmen.
Vor allem hat er aber eine wundervolle Protagonistin erschaffen, – weit weg vom „rosa roten“ kleiner Mädchen, das man ja leider viel zu oft speziell in Mädchenbüchern sonst so findet. Max Moor hat ein sehr gutes Gespür für aktuelle Themen, Themen etwa wie Mobbing oder das „Anders- sein“. Er webt diese Situationen gekonnt in seine Geschichte ein, ohne die pädagogische Keule hervorzuholen. Trotzdem werden Kinder diese feinen Zwischentöne verstehen und sich sicher ihre Gedanken dazu machen.
Sehr flüssiger Schreibstil, kindgerecht und mit viel Humor an den richtigen Stellen. Die schönen witzigen Zeichnungen der Illustratorin Julia Ginsbach passen zudem wunderbar zu diesem Buch und runden das Ganze wunderbar ab. Sehr ansprechend ist auch das schöne, bunte Cover, – sehr passend.

Das Kinderbuch von Max Moor hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich hoffe sehr, es wird nicht sein letztes sein.

www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2017/07/21/schnueffel-bueffel/


Besten Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar






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CorniHolmess avatar

Rezension zu "Flo und der Schnüffel-Büffel" von Max Moor

Liebenswert, lustig und total schön!
CorniHolmesvor einem Jahr

Bei diesem Buch haben das niedliche Cover und der lustige Titel ja sofort meine Neugier geweckt. Beide versprechen eine liebenswerte und unterhaltsame Geschichte für Kinder. Also genau das Richtige für mich. Da auch der Klappentext richtig interessant geklungen hat, wollte ich Flo und ihren Schnüffel-Büffel unbedingt kennenlernen!


Endlich Sommerferien! Flo freut sich schon sehr auf den Urlaub bei Opa Ludwig auf dem Land. Für sie gibt es einfach nichts Schöneres auf der Welt. Neun lange Wochen muss sie nicht mehr ihre doofen und eingebildeten Mitschüler ertragen, die sich immer über sie lustig machen und sie ärgern. Bei Opa Ludwig ist es hundertmal schöner, findet das elfjährige Mädchen. Diese Ferien beginnen dann auch gleich am ersten Tag wundervoll und aufregend. Denn Flo findet ein neugeborenes, mutterloses Wasserbüffelkalb hinter dem Zaun einer Koppel. Das arme Kleine ist kurz vorm Sterben und Flo setzt alles in Bewegung, um das Tier zu retten. Es gelingt ihr zusammen mit der Hilfe von Opa Ludwig. Das Kalb darf nun bei ihnen im Wohnzimmer schlafen, wo es vom Kaminfeuer gewärmt und alle zwei, drei Stunden mit Milch aus einem Fläschchen versorgt wird. Das wäre für Flo ja eigentlich schon spannend genug, denn eine Wasserbüffelkalb-Mutter wird man schließlich nicht alle Tage. Dann aber stellt sich heraus, dass das Kalb sprechen kann! Allerdings kann nur Flo es verstehen. Die beiden werden sofort richtig dicke Freunde. Zusammen suchen sie nach einem passenden Namen für das kleine Wasserbüffelchen. Die Wahl fällt schließlich auf Schnüffel-Büffel, oder kurz: Schnüffel. Weil Schnüffel immer so viel und laut schnüffelt. Das Wasserbüffelchen erweist sich als sehr aufgeweckt und clever. Es hat lauter verrückte Ideen und zusammen mit ihrem Schnüffel-Büffel erlebt Flo die allerwildesten Abenteuer…


Ich hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt! „Flo und der Schnüffel-Büffel“ ist ein total niedliches und sehr unterhaltsames Kinderbuch. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es leider viel zu schnell zu Ende gelesen. Das Buch ist liebenswert, rührend und lässt einen immer wieder schmunzeln und breit grinsen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 11-jährigen Flo. Diese heißt eigentlich Florentine, aber ihren richtigen Namen kann sie nicht wirklich leiden. Flo passt viel besser zu ihr, findet sie. Leider sehen ihre Klassenkameraden das nicht so. Sie wissen genau, dass Flo die Abkürzung Tine hasst und rufen sie daher immer Trine-Tine. Und leider gehen die Hänseleien noch weiter. Flo ist ganz anders als ihre Mitschüler. Sie trägt bunte Blumenkleider, einen großen Strohhut und ihren Schulranzen hat sie sich aus einer blauen Einkaufstasche und alten Auto-Sicherheitsgurten gebastelt. Ihre Mitschüler dagegen sind piekfein und haben reiche Eltern. Flo hat nur noch eine Mutter, die gerade in Indien ist, und lebt daher so lange bei ihrer Tante, die nur sehr wenig Geld besitzt. Da Flo so anders ist, bietet sie sich leider als ein gutes Mobbing-Opfer an. Mobbing finde ich ja wirklich richtig schlimm. Mir hat Flo sehr leid getan, dass sie so sehr von ihren Mitschülern geärgert wird. Gleichzeitig aber habe ich sie auch für ihr Selbstbewusstsein bewundert. Flo leidet zwar sehr wegen der gemeinen Bemerkungen der anderen, aber sie bleibt sich selbst und ihrem eigenen Stil dennoch treu. Dieser ist zwar etwas eigenwillig, aber völlig okay. Schade, dass das nicht auch die anderen Kinder so sehen.

Dass dieses ernste Thema in dem Buch vorkommt, hatte mich zuerst etwas erstaunt. Ich hatte ja dann auch etwas Sorge, dass das Buch viel ernster werden wird, als von mir erwartet. Aber das war dann zum Glück nicht der Fall. Das Thema Mobbing wird sehr kindgerecht beschrieben und nicht zu grausam dargestellt. Zudem beginnen ja auch dann die Sommerferien, sodass das Buch gar nicht so viel in der Schule spielt.

Als Leser reisen wir recht schnell zusammen mit Flo zu Opa Ludwig aufs Land. Dieser Ort wird total schön und idyllisch beschrieben. Generell bin ich von der Art des Erzählens hellauf begeistert! Denn wie bereits erwähnt, erzählt Flo diese Geschichte und dass eben so, wie ein elfjähriges Mädchen spricht. Dieses kindliche Erzählen ist dem Autor wunderbar gelungen! Mir hat dieser Stil ja sehr gut gefallen. Das Buch liest sich dadurch richtig schön und angenehm. Da uns Flo auch immer wieder anspricht, haben wir als Leser ständig das Gefühl, wirklich bei allem richtig dabei zu sein.


Die Charaktere werden alle sehr lieb und sympathisch dargestellt. Okay, abgesehen von den Mitschülern, die sind natürlich doof. Aber Opa Ludwig ist klasse und auch den Junge Schanti, der als Einziger aus der Klasse zu Flo hält und ihr Freund sein möchte, mochte ich auf Anhieb.

Und dann ist da ja natürlich noch das Wasserbüffelkalb. Es stellt sich ja recht schnell heraus, dass es sprechen kann. Allerdings versteht nur Flo seine Worte, andere hören nur ein Schnauben und Prusten. Mir gefällt die Idee eines sprechenden Kalbes ja wirklich gut, nur fand ich manchmal, dass das Kalb zu altklug und erwachsen geredet hat. Es hat mich zumindest am Anfang etwas gestört. Dann aber empfand ich die Sprechweise von Schnüffel doch als recht lustig und auch die verrückten Ideen, die es immer wieder hat, waren sehr unterhaltsam.


Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten und mir immer wieder ein breites Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Das liegt aber nicht nur an der süßen Geschichte, auch das Betrachten der wunderschönen Illustrationen hat mir richtig große Freude bereitet. Davon gibt es jede Menge und alle sind sie herrlich farbenfroh und sehr liebevoll gezeichnet. Sie sind immer stimmig zum Geschehen in der Geschichte und begleiten diese perfekt. Es macht einfach jede Menge Spaß dieses Buch zu lesen! Da es im Sommer spielt, macht es auch eine super gute Sommerlaune und versetzt einen prima in Urlaubsstimmung. Für die warme Jahreszeit ist es eine optimale Lektüre. Ich kann es Jungen und Mädchen ab 9 Jahren, die Abenteuer- und Tiergeschichten lieben, sehr empfehlen! Auch Erwachsene werden hier sehr viel Spaß beim Lesen haben. Es handelt sich hier um das erste Kinderbuch von Max Moor und ich kann nur sagen: bitte mehr davon! :-)


Fazit: Wunderschön! Die Geschichte ist total süß und rührend. Flo erzählt diese richtig liebenswert, sodass man aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommt. Die Illustrationen sind klasse - sehr liebevoll und herrlich farbenfroh gezeichnet. „Flo und der Schnüffel-Büffel“ ist ein witziger, spannender und herrlich sommerlicher Kinderroman, der eine ganz besondere Tiergeschichte erzählt. Es kommt zwar auch das ernste Thema Mobbing zur Sprache, aber dieses wird sehr kindgerecht beschrieben und trübt die Gute-Laune-Stimmung in dem Buch nicht. Mir hat dieser Kinderroman sehr gut gefallen und ich gebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

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MelanieADownss avatar

Rezension zu "Als Max noch Dietr war" von Max Moor

Vor Max, war er der Dietr!
MelanieADownsvor 2 Jahren

Am 1. Mai 1958 erblickte Dietr im Kantonsspital Zürich das Licht der Welt. Er lernt schnell, das der Schwächere nie Recht hat und Sünder schwarze Flecken im Herzen erhalten. Aber am wichtigsten an der Schweiz ist, die Heiligkeit ihrer Neutralität.
Mit viel Charme bringt Max Moor uns seine Heimat, die Schweiz, näher und erzählt aus seiner Kindheit. Trotz all dem Witz und der schönen und heiteren Kindheitserinnerungen, gelingt es dem Buch nicht mich auf längere Zeit zum Lesen zu fesseln. Dies kann vielleicht an dem Schweizer Dialekt liegen, der mir das lesen nicht leicht gemacht hat. Es hat nichts mit dem Werk an sich zu tun, denn Dietr bzw. Max ist eine faszinierende Persönlichkeit, die sich in dem Buch deutlich wieder spiegelt. Ich hätte nur nicht gedacht, dass ich für die 287 Seiten lange brauchen würde. Manchmal hat man so Phasen, wo man nicht genau erklären kann, woran es nun wirklich lag, wenn einem das Lesen schwer fiel.

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