Max Otte

 3.9 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Der Crash kommt, Stoppt das Euro-Desaster! und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Max Otte

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Max OtteStoppt das Euro-Desaster!
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Stoppt das Euro-Desaster!
Stoppt das Euro-Desaster!
 (9)
Erschienen am 12.08.2011
Max OtteDer Crash kommt
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Der Crash kommt
Der Crash kommt
 (11)
Erschienen am 27.02.2009
Max OtteDer Informationscrash
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Der Informationscrash
Der Informationscrash
 (3)
Erschienen am 10.11.2010
Max OtteSehr geehrte Privatanleger!
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Sehr geehrte Privatanleger!
Sehr geehrte Privatanleger!
 (3)
Erschienen am 04.10.2013
Max OtteInvestieren statt sparen
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Investieren statt sparen
Investieren statt sparen
 (2)
Erschienen am 12.06.2008
Max OtteDie Krise hält sich nicht an Regeln
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Die Krise hält sich nicht an Regeln
Die Krise hält sich nicht an Regeln
 (3)
Erschienen am 13.10.2010
Max OtteMakroökonomik
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Makroökonomik
Max OtteRettet unser Bargeld!
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Rettet unser Bargeld!
Rettet unser Bargeld!
 (1)
Erschienen am 20.04.2016

Neue Rezensionen zu Max Otte

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mojstrovkas avatar

Rezension zu "Rettet unser Bargeld!" von Max Otte

Bargeld = Freiheit
mojstrovkavor 2 Jahren

Ein Blick in dieses Buch lohnt sich im Wortsinn. Auf dem Spiel steht nicht weniger als unsere Freiheit. Max Otte zeigt die Zusammenhänge von Wirtschaftsordnung und Finanzpolitik auf, und liefert Beispiele.

Ein umfangreicher Quellennachweis dokumentiert den Weg bis hierher und lädt ein zur weiteren Lektüre.

Neben "Die Datenfresser" von Constanze Kurz und Frank Rieger eine der wichtigeren Schriften unserer Zeit.

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RapsUndRuebes avatar

Rezension zu "Der Informationscrash" von Max Otte

Das macht Angst
RapsUndRuebevor 3 Jahren

Autor: Max Otte
Titel: Der Informations Crash
Seiten: 315

Klappentext:
Der Kollaps der Finanzmärkte war ein Informationscrash - ausgelöst durch Finanzprodukte, deren Risiken systematisch verschleiert wurden. Der Virus der Desinformation hat die gesamte Gesellschaft befallen. Wir wissen nicht mehr, auf was wir uns verlassen können: In Medizin, Altersversorgung, Bildung und vielen anderen Lebensbereichen.

Rezension
Das Buch macht Angst. Eindrücklich schildert Max Otte, wie wir für dumm verkauft werden (und uns leider auch zu gerne für dumm verkaufen lassen). Eigentlich ist einem fast alles, was Max Otte beschreibt, irgendwie bekannt, aber man verdrängt dieses Wissen gern. Die Banken, die den letzten Finanzcrash ausgelöst haben und nur durch uns, den Steuerzahler, überlebt haben, treiben es schon lange genau so, wie vor dem Crash. Wir zahlen immer noch an den Folgen der letzten Krise, während sich im Bankensystem nichts geändert hat. Aber es gibt auch genügend Beispiele, die mir nicht bekannt waren.

Ein Grossteil des Buches handelt von den Banken, aber Max Otte bringt auch genügend Beispiele aus anderen Bereichen, wie z.B. der Lebensmittelindustrie. Hier ein Beispiel (gekürztes Zitat):

Actimel von Danone ist ein klarer Fall von raffiniertem Etikettenschwindel. Der Hersteller versucht einen herkömmlichen Naturjoghurt aufzuladen als hochwertiges Gesundheitsprodukt. Das fängt beim Namen an: "Actimel" lässt "aktiv" assoziieren, die Schreibweise mit "c" erinnert an die Fachsprache der Gesundheitsbranche. Der Werbeslogan wird bewusst falsch geschrieben: Actimel "activiert" die Abwehrkräfte, heisst es (Rechtschreibfehler sind nicht verboten). Die positive Wirkung sei in mehr als 30 wiss. Studien bestätigt - was nicht gelogen ist, da jeder Joghurt eine positive Wirkung auf die Darmflora und Immunsystem hat. Da unterscheidet sich Actimel von keinem anderen Joghurt - allerdings kostet Actimel das vierfache eines herkömmlichen Naturjoghurts. Der Hauptunterschied: Der Zuckeranteil. 10%-12% Zucker. In Wahrheit ist dieser Gesundheitsdrink eine Süssigkeit....

Es gibt genügend weitere Beispiele aus allen Bereichen des Lebens.

Fazit:
Das Buch liest sich wie ein Krimi. Eigentlich sollte es zur Pflichtlektüre in der Schule werden, damit wir als Gemeinschaft wachgerüttelt werden. Nur gemeinsam können wir hier u.U. eine Änderung erreichen.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "4 nach 12" von Max Otte

"Nach dem Crash ist vor dem Crash"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Max Otte lehrt als Professor an einer kleinen deutschen Hochschule, leitet erfolgreich einen Fond und ist ein sehr fleißiger Publizist. In diesem Zusammenhang muss man erwähnen, dass er als einer der Wenigen die Finanzkrise bereits 2006 vorausgesagt hat.

Nun liegt mit diesen zwei CDs ein Gespräch mit dem Journalisten Thomas Helfrich vor, das ein breites Themenspektrum abdeckt, jedoch dem etwas reißerischen Aufmacher nicht unbedingt gerecht wird. Der Verlag gibt an, dass dieses Hörbuch eine gekürzte und inhaltlich überarbeitete Fassung des Buches "Die Krise hält sich nicht an Regeln" darstellt. Diese Aussage muss man im Kontext eines Gespräches wohl so verstehen, dass Otte sich bei seinen Antworten im Wesentlichen an die Aussagen aus seinem Buch hält, aber auch neuere Entwicklungen kommentiert.

Die erste CD enthält folgende Tracks

1. Nach dem Crash ist vor dem Crash
2. Ist der Kapitalismus aus dem Ruder gelaufen?
3. Die Zeit nach der Sozialen Marktwirtschaft
4. Über die Rettung der Banken
5. Eine vernünftige Finanzmarktarchitektur
6. Von Heuschrecken und Wolfsrudeln,

die Zweite ist gegliedert in

1, Euros nach Athen tragen - der Angriff auf unsere Währung
2. Manager und Moral
3. Die Last mit den Lobbyisten
4. Von Volkswirten und Politökonomen
5. Anlagestrategien in Zeiten der Krise.

Es fällt etwas schwer den Inhalt der einzelnen Gliederungspunkte wiederzugeben, weil oft Fragen gestellt werden, die völlig vom Thema abweichen. Beispielsweise wird im Track über den Euro, der 19 Minuten lang ist, bereits nach wenigen Sätzen das Verhältnis der USA zu China diskutiert. Deshalb möchte ich lediglich Ottes Thesen kurz erwähnen, die an den verschiedenen Stellen dieses Gesprächs immer wieder anklingen.

Otte hält die Krise, in der wir uns immer noch befinden für ein komplettes Systemversagen. Obwohl inzwischen fast 100 Jahre vergangen sind, stehen wir wieder vor denselben Problem, die es bereits vor der Krise der 1930er Jahre gab, denn wesentliche Lehren, die damals gezogen wurden und in praktische Änderungen mündeten, wurden seit dem Zerfall des Bretton-Woods-Systems zurückgenommen.

Seiner Ansicht, die Märkte hätten versagt, scheint mir allerdings zumindestens erklärungsbedürftig, zumal nicht ganz deutlich wird, was Otte mit "Märkten" eigentlich meint. Später wird er deutlich machen, dass die Regeln, nach denen die angeblichen Versagermärkte funktionieren sollten, von entsprechendén Lobbyisten geschrieben wurden und werden. Was sind denn das dann für Märkte?

Die Bankenrettung von 2008 erklärt Otte für eine notwendige Handlung um einen kontrollierbaren Kollaps zu verhindern. Doch danach hätte man sie verstaatlichen, reorganisieren, gegebenenfalls verkleinern und dann wieder privatisieren sollen. Stattdessen sind noch größere Banken entstanden, die nun zum Sterben erst recht zu groß sind.

Otte fordert ein viel höheres Eigenkapital der Banken und eine entsprechend höhere Haftung. Er favorisiert eine Finanztransaktionssteuer und eine Regulierung des Eigenhandels der Banken sowie des Derivatehandels.

Ein neues Weltwährungssystem sei zwingend erforderlich. Der Euro hingegen sei keine Überlebensfrage für Europa, wie es uns die offizielle Propaganda einreden würde. Schließlich ging es doch auch ohne Euro. In einigen Euro-Staaten, insbesondere in Griechenland, sollte diese Währung rückabgewickelt werden. Für gefährlich hält Otte ein Ausscheiden Frankreichs aus dem Euro-Verbund.

Hedgefonds seien nicht grundsätzlich böse und gefährlich. Interessanterweise argumentiert Otte hier (obwohl er zwingend recht hat) wie ein Lobbyist, denn er hat selbst einmal einen Hedgefond geleitet. Ein normaler Invetsmentfond ist sehr strengen Regeln unterworfen, die verhindern sollen, dass schlechte Fondmanager dumme Fehler machen. Eine aktive und adaptive Anlagestrategie sei so nicht möglich. Aus diesem Grunde sei es kein Wunder, dass viele Anlagestrategen in anders geregelte Hedgefonds ausweichen.

Ebenso seien Leerverkäufe nicht grundsätzlich schlecht, sondern sogar legitim. Spätestens bei den letzten beiden Themen zeigen sich die Grenzen dieses Gesprächs. Ottes Erklärungen scheinen aufgrund ihrer Kürze und Pauschalität nicht immer zwingend, obwohl sie es am Ende eigentlich sind. Manche seiner Einschätzungen erscheinen auch etwas fragwürdig. So offenbart er sich als leidenschaftlicher Anhänger von Keynes und bezeichnet den Nobelpreisträger von Hayek als Ideologen.

Interessant fand ich Ottes Aussagen zur Moraldiskussion über Manager und zur Korruptionsaffäre bei Siemens, die beide nicht zum Mainstream passen.

Am Ende des Gespräches gibt Otte dann noch einige allgemeine Anlagestrategien zum Besten. Man solle nur das machen, was man versteht, die Dinge einfach halten und nicht auf Abkassierungsmodelle der Finanzwirtschaft hereinfallen. Er selbst ist ein Value-Investor, der auch im eingeschränkten Rahmen tradet.

Fazit.
Eigentlich ein interessantes Gespräch, das leider gelegentlich etwas unstrukturiert daherkommt. Man sollte nicht viel Tiefgreifendes erwarten, dafür sind die Fragen oft zu oberflächlich und die Antworten nicht selten zu pauschal. Aber immerhin enthält dieses Gespräch zahlreiche lehrreiche Ansätze und Aussagen, die dem Mainstream widersprechen.

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