Max Phillips

 3 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Schlangenbiß Sonett, Alma M. und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Max Phillips

Tödlich blond

Tödlich blond

 (1)
Erschienen am 13.02.2009
Ich nehme jeden, der mir gefällt

Ich nehme jeden, der mir gefällt

 (1)
Erschienen am 01.01.2005
Alma M.

Alma M.

 (2)
Snakebite Sonnet

Snakebite Sonnet

 (0)
Erschienen am 01.06.1996

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Rezension zu "Alma M." von Max Phillips

Max Phillips - Alma M.
Natvor 5 Jahren

Klappentext:

Der Tod ist auch eine Enttäuschung, musste ich feststellen. Wer sich auf Wolkentore oder Feuertunnel eingestellt hat, kommt nicht auf seine Kosten. Alles, was uns erwartet, ist die große Erkenntnis. Der eigene kleine Becher wird in das große Meer des Wissens gegossen, und danach fließt du durch alle Augenblicke, die es je gab, wie Wasser eben durch Wasser fließt. Dein zweiter Mann macht sich mit dem Buttermesser an sein Ei und denkt: Hure!; der Wind lüpft die Ecke deiner Buchseite, und mit mollig kindlicher Hand streichst du sie glatt. Deine Finger glänzen von getrocknetem Birnensaft, und du tust deinen tausendundletzten Atemzug.

Nach dem Tod und ohne Reue lässt der amerikanische Autor Max Phillips eine Frau ihr Leben erzählen, die als Geliebte der Genies in die Geschichte einging und so leidenschaftlich und unangepasst war wie keine zweite: Alma Mahler.

Phillips’ Alma Mahler ist eine Muse und ein Quell der Inspiration für Männer – nicht weil sie schön, distanziert und selbstsüchtig ist oder weil sie sich ihnen versagt, sondern weil sie selbst unersättlich ist in ihrem Hunger nach Kunst und Liebe. Dieses Buch zu öffnen ist eine Einladung zur Besessenheit…

Zum Inhalt:

Max Phillips lässt Alma Mahler-Werfel ihr Leben aus der Retrospektive erzählen. Zeitlich steigt die Beschreibung beim Tod ihres Vaters, eines anerkannten, aber eher lebensuntüchtigen Hofmalers ein. Ihre Mutter heiratet schließlich den ehemaligen Assistenten ihres Vaters.
Schon früh kommt Alma mit vielen bedeutenden Künstlern in Berührung. Die Männer bewundern sie und liegen ihr zu Füssen. Doch Alma will sich zunächst nicht festlegen und beginnt fast eine Affäre mit Gustav Klimt. Sie möchte selbst komponieren und kreativ tätig sein, doch dies gibt sie schließlich auf, als sie dem Werben Gustav Mahlers nachgibt und ihn heiratet. Die Ehe ist nicht auf Dauer glücklich.

Alma gibt nicht viel auf geltende Konventionen und hat eine Affäre mit Oskar Kokoschka. Da sich dieser als sehr besitzergreifend und verschroben herausstellt, wendet sie sich mehr und mehr Walter Gropius zu, den sie schließlich heiratet. Doch Alma bleibt weiter flatterhaft und will sich nicht festlegen, was schließlich zur Scheidung von Gropius führt. Obwohl ihre neue Beziehung mit Franz Werfel einer emotionalen Achterbahnfahrt gleicht, bleiben die beiden bis zu seinem Tod ein Paar.

Die Beziehung zu ihren Kindern wird als recht distanziert beschrieben. Die eigentliche Erziehung übernimmt ein Kindermädchen. Drei ihrer Kinder sterben und natürlich betrauert sie sie. Dennoch fängt sie sich schnell wieder und geht weiter ihren Leidenschaften nach.

Aufgrund der Machtergreifung der Nazis müssen Werfel und Alma Österreich verlassen und in die USA emigrieren, wo sie in regem Austausch mit anderen deutschen Emigranten stehen. Nach Werfels Tod zieht  Alma nach New York und lebt dort bis zu ihrem eigenen Tod ein recht zurückgezogenes Leben.

Meine Meinung:

Das unkonventionelle, leidenschaftliche und auch sehr egozentrische Leben der Alma Mahler-Werfel hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Dies lag natürlich auch mit daran, dass Phillips die Ich-Perspektive gewählt hat und Alma selbst erzählen lässt. Auch die Form der Retrospektive fand ich sehr interessant. Man sieht sich mit einer Person konfrontiert, die sicher auch Ecken und Kanten hatte und oft andere Menschen verletzt hat. Dennoch muss man sie irgendwie für ihren Mut und ihre Leidenschaft bewundern.
Ein tolles und empfehlenswertes Buch!

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sumsidies avatar

Rezension zu "Ich nehme jeden, der mir gefällt" von Max Phillips

Rezension zu "Ich nehme jeden, der mir gefällt" von Max Phillips
sumsidievor 8 Jahren

Vor kurzem fiel mir in einer Ausstellung das Foto einer lebensechten Stoffpuppe, die Alma Mahler nachempfunden war ins Auge. Der Maler Oskar Kokoschka hatte sie in Auftrag gegeben und nahm sie regelmäßig mit ins Bett, so sehr war er von Alma Mahler besessen. Das weckte nun aber sehr meine Neugier auf diese außergewöhnliche Frau, hinter der einstmals die Künstler Wiens um 1900 hinterher waren.
Der Biographie von Max Philipps merkt man an, dass es kein vergeistigter Europäer, sondern ein lockerer Amerikaner geschrieben hat, dem es oftmals nicht so ganz gelingt den Genies Mahler, Gropius, Kokoschka, Werfel gerecht zu werden. Gerade weil die Wahrnehmungen der Alma Mahler weit auseinandergehen, fällt es auf wie einfältig und oberflächlich Phillips sie und ihre Beziehungen zu den oben genannten Herren beschreibt. Ich denke da hätte man noch mehr aus der historischen Figur rausholen können. Trotzdem war die Lektüre unterhaltsam und gut lesbar.

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