Max Porter

 3,9 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor von Trauer ist das Ding mit Federn, Lanny und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Max Porter

Mit Leidenschaft für das gedruckte Wort: Max Porter wurde 1981 in High Wycombe, Großbritannien, geboren. Er studierte Kunstgeschichte am Courtauld Institute of Art in London und schloss mit einem Master of Arts ab. Im Anschluss arbeitete er als unabhängiger Buchhändler. Für die Leidenschaft, die er bei seiner Arbeit zeigte, wurde er mit dem Young Bookseller of the Year Award ausgezeichnet. Seit 2012 arbeitet Porter bei Granta Books als Lektor. Sein eigener Debütroman, »Trauer ist das Ding mit Federn«, erschien 2015. Das Buch schaffte es auf Anhieb in die Longlist des Guardian First Book Award und die Shortlist des Goldsmiths Prize. 2016 gewann Porter den Dylan Thomas Prize.

Alle Bücher von Max Porter

Cover des Buches Trauer ist das Ding mit Federn (ISBN: 9783036959740)

Trauer ist das Ding mit Federn

 (17)
Erschienen am 16.04.2018
Cover des Buches Lanny (ISBN: 9783036961057)

Lanny

 (14)
Erschienen am 12.05.2020
Cover des Buches Max Porter (ISBN: 9783775750646)

Max Porter

 (0)
Erschienen am 12.07.2021
Cover des Buches Grief is the Thing with Feathers (ISBN: 9780571327232)

Grief is the Thing with Feathers

 (11)
Erschienen am 25.08.2016
Cover des Buches Lanny (ISBN: 9780571340286)

Lanny

 (1)
Erschienen am 07.03.2019

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Neue Rezensionen zu Max Porter

Cover des Buches Trauer ist das Ding mit Federn (ISBN: 9783036959740)GAIAs avatar

Rezension zu "Trauer ist das Ding mit Federn" von Max Porter

Sehr merkwürdiges Buch über Trauerbewältigung
GAIAvor 5 Monaten

Von diesem Buch hatte ich mir laut Klappentext unglaublich viel erhofft. Eine mystische, unkonventionelle Trauerbewältigung mit überlebensgroßer Krähe, die einen jungen Wittwer und dessen beide Söhne zuhause aufsucht. Sogar etwas Witz wurde versprochen.

Das Ganze ist aber leider viel zu künstlerisch angelegt. Dass der Autor damit den Dylan Thomas Prize bekommen hat, ist nachvollziehbar. Kritiker lieben sicherlich diesen Roman. Es ist aber eher eine kryptische Ansammlung von Fragmenten zum Thema Trauer. "Roman" hätte ich es nun nicht unbedingt genannt. Das Buch konnte mich weder berühren (weder durch Tragik noch durch Komik) noch hat es eine Auswirkung auf mich und mein Denken hinterlassen.

Allein die Übersetzung scheint mir hier positiv erwähnenswert. Wer es schafft solch Wortneuschöpfungen ins Deutsche zu übersetzen, gehört gelobt.

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Cover des Buches Lanny (ISBN: 9783036961057)ysmns avatar

Rezension zu "Lanny" von Max Porter

Ein einzigartiges Leseerlebnis
ysmnvor 6 Monaten

Lanny ist ein eigenartiges Kind, das seine Umgebung und vor allem die Natur anders wahrnimmt. Er verbringt seine Tage damit, Objekte in der Natur zu sammeln, mit einem im Dorf lebenden Künstler zu malen, sich Geschichten auszudenken und Lieder zu singen. Als Lanny plötzlich verschwindet, gerät das Dorf in Aufruhr und seine Eltern verzweifeln. Und es scheint, als wäre das einzige Wesen, das weiß, wo Lanny ist, gar kein Mensch...

Max Porter beschwört einen Chor aus Stimmen herauf, um seine Geschichte vom Zauber der Kindheit und von der Beziehung eines Kindes zur Natur erzählen zu können. Ich liebe es, wie Porter die Grenzen von Erzähltechniken auslotet und andere Klänge und Stimmen in die Erzählung mit einfließen lässt. Seine Sprache ist dabei poetisch und schafft eine Atmosphäre, die dicht und greifbar auf den Leser wirkt. 

Bereits Max Porters Debütroman Trauer ist das Ding mit Federn hatte mich begeistert und ich kann beide Romane sehr empfehlen!

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Cover des Buches Lanny (ISBN: 9783036957937)renees avatar

Rezension zu "Lanny" von Max Porter

Altvater Schuppenwurz agiert
reneevor 2 Jahren

Wie will man dieses Buch/dieses Konstrukt beurteilen? Ich versuche es mal. 


Als erstes muss ich die Sprache von Max Porter hervorheben. Dieses Spiel mit den Wörtern, mit den Sätzen, mit der Sprache macht einfach Spaß. Es ist sehr schön zu lesen und man kann diese Schreibe total genießen.


Als nächstes muss und will ich auf diesen unglaublichen Sog in der Sprache des Max Porter eingehen. Im ersten Teil plätschert die Geschichte so dahin, ich war thematisch etwas überrascht und wunderte mich wohin die Geschichte so steuert. Im zweiten Teil des Buches entfaltet sich ein regelrechter Orkan aus Worten und Handlung, ein heftiges Szenario wird in diesem Teil des Buches thematisiert, ich war etwas schockiert und gleichzeitig auch entrüstet, schockiert über das Grundthema und entrüstet über die Menschen in der Handlung. Wobei mir neben der Sprache auch die Gesellschaftskritik in diesem Teil sehr gefallen hat. Und im dritten Teil des Buches gewinnt schlussendlich der mystische Teil wieder an Bedeutung und eine vollkommen neue Art von Geschichte wird beschrieben. Insgesamt ist dieses Buch durch diese besondere Art der Schreibe ein Lesegenuss. 


Wenn ich auf den Aufbau des Buches zu sprechen komme, variiert er von Teil zu Teil genauso. Im ersten Teil des Buches wird in Abschnitten geschrieben, die mit den Namen der sprechenden Person überschrieben sind, ein engerer Personenkreis kommt zu Wort. Im zweiten Teil wechselt in kleinen Absätzen die beschreibende Person, wobei die Person nicht immer ersichtlich und erkennbar ist und die Menge der beschreibenden Personen extrem zunimmt, das ganze Dorf ist plötzlich dabei und auch die Polizei. Im dritten Teil wird einerseits eine mystische traumhafte Geschichte erzählt, die wieder nur einen engeren Teil des Personenkreises betrifft  und andererseits folgt ein Blick einer anderen Person des Dorfes. Insgesamt ist dieses Buch in seinem ganzen Aufbau/seiner ganzen Gestaltung ein sehr kunstvolles Buch.


Zum Inhalt des Buches, es geht um ein Kind, Lanny, ein etwas wunderliches und seltsames Kind, ein singendes und fabulierendes Kind, ein außergewöhnliches Kind, das trotzdem seine Umgebung auch verzaubert, nicht jeden, aber viele. Und es geht darum, wie dieses kleine englische Dorf und seine Einwohner und auch die Eltern mit diesem Kind umgehen. Es geht aber auch darum , wie die alteingesessenen Bewohner dieses kleinen englischen Dorfes zu Zugezogenen und Außenseitern stehen und wie menschliche Dramen in den Medien ausgeschlachtet werden können. Es ist eine Geschichte, die den Menschen und sein Tun im Blick hat und dieses Tun heftig kritisiert. Und eine Mystik ist an zentraler Stelle, eine Mystik, die wir vergessen haben. Aber muss sie deswegen nicht mehr existent sein?


Insgesamt betrachtet ist dieses Buch ein künstlerisches Buch, ein sehr interessantes Buch, aber ebenso ein Buch, welches nicht jedem gefallen wird. Mir hat es dagegen sehr gefallen!

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