Max Scharnigg

 4 Sterne bei 64 Bewertungen
Max Scharnigg

Lebenslauf von Max Scharnigg

Kolumnist, Romanautor und Selbstversorger: Der Autor und Journalist Max Scharnigg wurde 1980 in München geboren, wo er noch heute lebt. Nach dem Besuch der Journalistenschule arbeitete er als Redakteur und Kolumnist bei jetzt.de. Außerdem schrieb er für NIDO und The Weekender. Für das SZ-Magazin und weitere Magazine, darunter Musikexpress, veröffentlichte Max Scharnigg diverse Texte. Als Redakteur der Süddeutschen Zeitung am Wochenende ist er seit 2014 tätig. 2010 erschien seine erste eigenständige Publikation „Hotel Fatal. Reisen mit Risiken und Nebenwirkungen“, die humorvoll von den Widrigkeiten des Hotelaufenthalts handelt. Die Kolumnensammlung „Das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden!“ wurde ebenfalls 2010 veröffentlicht. Sein Romandebüt gab Scharnigg Anfang 2011: „Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe“ ist die Geschichte über den Rückzug aus einer Liebe im Stil eines Bergsteigerromans. „Großartig komponiert“, loben die Kritiker. Bei einer solchen schriftstellerischen Begabung ist es nicht verwunderlich, dass ihm bereits 2009 das Münchner Literaturstipendium zuerkannt wurde. 2010 war er außerdem für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. 2011 konnte sich Max Scharnigg gleich über zwei Auszeichnungen freuen: den Bayerischen Kunstförderpreis und den Mara-Cassens-Preis. Die Bücher „Feldversuch“ (2012) und die Anglerphilosophie „Die Stille vor dem Biss“ (2015) befassen sich mit Max Scharniggs Selbstversorgungsexperimenten.

Alle Bücher von Max Scharnigg

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Max ScharniggDie Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe
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Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe
Max ScharniggVorläufige Chronik des Himmels über Pildau
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Vorläufige Chronik des Himmels über Pildau
Vorläufige Chronik des Himmels über Pildau
 (19)
Erschienen am 09.02.2015
Max ScharniggFeldversuch
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Feldversuch
Feldversuch
 (7)
Erschienen am 08.03.2012
Max ScharniggDer restliche Sommer
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Der restliche Sommer
Der restliche Sommer
 (7)
Erschienen am 14.03.2018
Max ScharniggDas habe ich jetzt akustisch nicht verstanden
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Das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden
Max ScharniggDie Stille vor dem Biss
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Die Stille vor dem Biss
Die Stille vor dem Biss
 (1)
Erschienen am 11.03.2015
Max ScharniggHotel Fatal
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Hotel Fatal
Hotel Fatal
 (1)
Erschienen am 04.03.2010
Max ScharniggHERRN KNIGGE GEFÄLLT DAS!
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HERRN KNIGGE GEFÄLLT DAS!
HERRN KNIGGE GEFÄLLT DAS!
 (0)
Erschienen am 16.04.2016

Neue Rezensionen zu Max Scharnigg

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TanyBees avatar

Rezension zu "Der restliche Sommer" von Max Scharnigg

überraschendes Setting
TanyBeevor 3 Monaten

Paul ist 45 und frisch getrennt von seiner Frau, mit der lange zusammen war. Nun ist er mit seiner neuen Freundin Sara auf einer mehrmonatigen Reise und lässt sich einfach treiben. Das fällt ihm manchmal gar nicht so leicht, schreibt er doch unter dem Namen August Sternberg eine Kolumne und gilt als „Benimm-Papst“. Zu Wort kommt auch seine Ex-Frau Sonja, die als Trennungstherapeutin arbeitet. Und Tin, Saras Verehrer seit der Schulzeit. So weit hört sich die Geschichte ganz normal an. Doch in Nebensätzen erfährt der Leser, dass die Geschichte wohl in der Zukunft spielt. Terroristische Anschläge sind an der Tagesordnung, so dass über einzelne kaum noch ausführlich berichtet wird. Die Leute wohnen am liebsten in „Retrovierteln“, was auch immer das auch sein mag. Doch das alles erfährt man nur in Nebensätzen und an der portugiesischen Küste scheint das Leben noch ganz wie heute zu sein.

Mir gefällt es, wie der Autor die normale Geschichte in einem futuristischen Setting ansiedelt. Auch den Schreibstil mag ich sehr, es gibt viele Sätze, die ich ganz wunderbar finde. Nur bei der Geschichte bin ich ein wenig kritisch. Mir hat ein wenig der rote Faden gefehlt, vor allem Tin blieb ein wenig außen vor, hatte wenig mit den anderen zu tun. Dabei hätte ich besonders über ihn gerne mehr erfahren. Sonja hat mich ziemlich genervt, aber vielleicht sollte sie das auch.

Max Scharnigg hat eine sehr eigenwillige Art zu schreiben. Vor einigen Jahren habe ich sein Buch „Unvollständige Chronik des Himmels über Pildau“ gelesen und ich grübele heute noch darüber nach. Es ist ein Roman mit einer ganz „gewöhnlichen“, realistischen Handlung, aber dann lässt der Autor Elemente einfließen, die allen Naturgesetzen trotzen, ohne jedoch großes Aufheben darum zu machen.  Auch wenn es kein Lieblingsbuch war, so hat der Autor es doch geschafft, mich nachhaltig zu beeindrucken. Ich bin auf weitere Bücher von ihm sehr gespannt.

Mir fällt es schwer, "Der restliche Sommer" zu bewerten. Ich mochte viele einzelne Teile davon, aber die Geschichte insgesamt ist für mich nicht rund. Ich gebe 3,5 Sterne und runde auf.

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Magicsunsets avatar

Rezension zu "Der restliche Sommer" von Max Scharnigg

Enttäuschend, hatte auf Grund der Kritiken in den Medien wesentlich mehr erwartet
Magicsunsetvor 5 Monaten

„Der Fingerabdruck eines Paares liegt in einer Sprache, die nur ein anderer Mensch auf der Welt wirklich vollkommen richtig entschlüsseln konnte.“ (Zitat Seite 196)

Inhalt
Paul Neulich schreibt seit zwölf Jahren als August Sternberg eine konservative Ratgeber Kolumne über gutes Benehmen. Als ihm die Redaktion mitteilt, dass er nicht mehr in die zukünftige, moderne Blattlinie passt, verbringt er gerade mit der Performance Künstlerin Sara Almeida eine Auszeit in Portugal. Zwölf Jahre lang war Paul mit der Paartherapeutin Dr. Sonja Wilms verheiratet, bevor er sie verlassen hat. Sara wiederum war zuvor mit dem mit introvertierten Informatiker Tin Hasenglock zusammen, der gemeinsam mit zwei Freunden eine sehr erfolgreiche Social-Media-Community entwickelt hatte, Harpf.com. Persönliche Erlebnisse am Beginn dieses Sommers leiten Veränderungen ein …

Thema und Genre
Dieser Roman ist eine Momentaufnahme im Leben der Protagonisten, gesellschaftskritisch und mit ironischer Betrachtung der Entwicklungen im Social Media Bereich und Journalismus. Er handelt aber auch von der Frage „wer war ich früher, wer will ich heute sein“, die sich wohl jeder irgendwann im Laufe des Lebens stellt.

Charaktere
Die Protagonisten haben eines gemeinsam, sie träumen sich die eigene Situation schön, spielen ihre Rollen, reagieren, statt zu agieren. Erst als der Autor sie mehr oder weniger wichtige Situationen erleben lässt, setzen Veränderungen ein. Doch selbst manche dieser Ereignisse sind im Grunde banal, nur in ihrem persönlichen Empfinden bedeutend. Dadurch bleibt man auch als Leser ein unbeteiligter Beobachter.

Handlung und Schreibstil
Der Zeitrahmen der Handlung beschränkt sich auf die ersten Sommerwochen, alle weiteren Details aus dem Leben der jeweiligen Person erfährt der Leser, indem der Autor ihn durch die personale Erzählform an den Gedanken und Erinnerungen seiner Figuren teilhaben lässt. Die einzelnen Kapitel betreffen abwechselnd Paul, Sara, Sonja, Tin; der jeweilige Name ist die Überschrift. Ein einziges Kapitel ist aus Sicht des Nachrichtenchefs des Magazins, für das Paul schreibt, erzählt.
Die fließende, leicht zu lesende Sprache zeigt einige interessante Metapher, zum Beispiel beobachtet Paul ein Moskito in einem Spinnennetz. Interessant ist es auch, die Gedanken und Überlegungen der Protagonisten zu lesen, die oft im Gegensatz zum sichtbaren Verhalten und Handeln stehen.

Fazit
In der Realität sind die Dinge, die den vier Personen passieren, zwar wichtig, aber nicht so außergewöhnlich, wie sie es für sich selbst empfinden. Der Autor macht sich nicht die Mühe, auf die Auswirkungen der Ereignisse einzugehen, er bleibt vage, bei einem „vielleicht, vielleicht auch nicht“. Der ironisch gemeinten Gesellschaftskritik fehlen leider Humor und Ironie, dadurch versickert alles in 240 schnell zu lesenden Seiten von enttäuschender Mittelmäßigkeit.

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Patnos avatar

Rezension zu "Der restliche Sommer" von Max Scharnigg

Perspektivwechsel
Patnovor 5 Monaten

Was ist mir hier für ein ungewöhnlicher Roman vom Verlag Hoffmann & Campe in die Hände gefallen? Schon das Cover lädt zum Grübeln ein. Es ist interessant, dieses Buch zu drehen. Geht es um die Sonnen- und Schattenseiten des Lebens? Vergangenheit und Zukunft? alles im Wandel? Meine Neugier ist geweckt! Der Roman stammt aus der Feder des in München geborenen Journalisten Max Scharnigg und erzählt davon, wie Paul, Sara, Tin und Sonja den restlichen Sommer verbringen, bzw. wie sich ihr Leben ändert. Tin überlebt einen Anschlag und erwacht im Krankenhaus. Er liebt Sara seit Schulzeiten. Aber ihre beider Gefühlswelten tendieren in unterschiedliche Richtungen. Sara ist eine Lebenskünstlerin, immer auf der Suche nach dem perfekten Partner. Den hofft sie jetzt in Paul gefunden zu haben. Mit ihm zieht sie seit Monaten von einem Sonnenparadies zum nächsten. Paul ist Journalist und schreibt Kolumnen als Deutschlands Benimm-Papst Nr. 1 - August Sternberg. Aber seine Texte scheinen sich abgenutzen. Der Verlag sucht nach Alternativen. Sonja ist Paartherapeutin und wird durch ein Interview versehentlich zum Vorbild der Frauenwelt. Außerdem war sie viele Jahre mit Paul verheiratet, bevor sich die Leidenschaft heimlich davongeschlichen hat. Irgendwie hängen die Geschichten der Charaktere zusammen und trotzdem trennt sie der Autor, widmet ihnen eigne Kapitel und lässt sie unabhängig voneinander zu Wort kommen. Als Leser wartet man ungeduldig drauf, dass sich die Handlungsstränge irgendwie miteinander verbinden. Max Scharnigg hat einen eigenwilligen unverwechselbaren Schreibstil. Er zieht beinahe alle Register. Einmal schreibt er sachlich-nüchtern, ein anderes Mal ironisch-witzig, gelegentlich sogar bildhaft-stimmungsvoll. Das hat mich amüsiert, fasziniert und zum Nachdenken angeregt. Scharnigg beleuchtet Facetten des Lebens, erzählt von Liebe, Angst, Mut und Zweifel. Zwischen den Zeilen liest man das Alltägliche, dass uns alle irgendwann und irgendwo erwischt und uns fragen lässt, ob wir auf dem richtigen Weg sind, nur eine Rolle spielen, die Erwartungshaltung unserer Mitmenschen erfüllen und ob wir das Ruder noch einmal rumreißen können. Dabei fließt die eine oder andere Gesellschaftskritik mit ein. Zum Ende hin schien mir die Story an der einen oder anderen Stelle etwas langgezogen, doch Scharniggs Wortwitz und seine mitunter skurrilen Wendungen sorgten für Auflockerung. Nichts ist vorhersehbar. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten und die Botschaft des Autors verstanden. Dennoch dürfte der Roman nicht für jedermann geeignet sein. Er ist eine Herausforderung des Lesers, eigenartig und ganz sicher anders, als man erwartet.

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