Sonnen und Kometen“ ist ein Erzählband mit 10 Kurzgeschichten und kurzen Erzählungen, der auf knapp 200 Seiten von russlanddeutschen Menschen erzählt, die innerlich zerrissen sind, nicht genau wissen, wo sie hingehören, mit der deutschrussischen Geschichte hadern oder diese nur aus Erzählungen der Eltern und Großeltern kennen!
Max Schatz hat sehr unterschiedliche Texte verfasst. Wie bereits im Klappentext zu lesen, beziehen sich diese auf Gewinner und Verlierer, auf das private Leben und die Arbeitswelt. Es geht um Liebe und Hoffnung, Trauer und Zuversicht, Humor und Satire.
Lesen lassen sich die Texte ganz gut; hier und da hatte ich meine Schwierigkeiten, was aber daran lag, dass Max Schatz so prosaisch schreibt, so stark und bildhaft, dass ich oft nicht verstand, was er denn meint 😉 Aber beim zweiten Lesen habe auch ich es dann verstanden! 😊
Mehrere Stimmen erzählen ihre Geschichte, so erhält der Leser einen guten Einblick in die Gedankenwelt russischstämmiger Deutscher. Der Autor bezieht sich hier auf die Vergangenheit, aber auch die Gegenwart und Zukunft.
Auch der Titel des Buches, „Sonnen und Kometen“ passt gut zu den Geschichten bzw. den Charakteren, deren Geschichten wir hier lesen dürfen. Die einen stehen gerne im Mittelpunkt, alles dreht sich nur um sie; die „Kometen“ hingegen bewegen sich gerne am Rand, ziehen aber oft am Zentrum vorbei…
Auch wenn meine Rezension dieses Mal nicht besonders üppig ausgefallen ist 😉, habe ich das Wichtigste gesagt, alles andere müsst ihr selbst beim Lesen herausfinden 😊 Ich möchte ja auch nicht spoilern, was bei 10 Geschichten schnell passieren kann, wenn ich auf alle eingehen würde 😉
„Sonnen und Kometen“ hat mich jedenfalls recht gut unterhalten; man muss es ja auch nicht in einem Stück lesen, sondern kann es auch mal beiseitelegen und später weiterlesen. So habe ich auch nicht chronologisch gelesen, sondern so, wie mir gerade war, ob ich Lust auf eine längere Geschichte hatte oder eher auf eine kürzere 😊








