Im Rahmen eines Buchprojektes habe ich das Buch zusammen mit meiner 11-jährigen Tochter gelesen. Das Thema über Freundschaft, Inklusion, Ehrlichkeit und Vertrauen ist sehr wichtig und kommt auch gut in dem Buch rüber! Aber an sich - es ist ein schwerer Schreibstil und teilweise sind hier Ausdrücke drin verarbeitet, die meine Tochter fast schockierend fand! Ich fand es auch sehr schwierig, da es keine Kapitel in dem Sinne gibt und das Buch somit in einem weg geschrieben ist. Man muss es sehr konzentriert lesen.
Max von der Grün
Lebenslauf
Alle Bücher von Max von der Grün
Die Vorstadtkrokodile
Flächenbrand
Stellenweise Glatteis
Wie war das eigentlich?
Die Lawine
Späte Liebe
Irrlicht und Feuer
Springflut
Neue Rezensionen zu Max von der Grün
Die Geschichte ist ganz schön, aber auch kurzlebig und sehr leicht und absolut vorhersehbar. Mit knapp 150 Seiten und großer Schrift gibt es kaum Komplexität, was aber bei einem Kinderbuch wohl auch normal ist.
Ich habe das Buch aus Lehrkraftperspektive gelesen, um zu testen, ob es eventuell etwas für eine Klasse ist.
Obwohl natürlich pädagogische Themen verhandelt werden (Freundschaft, Gruppendruck, Inklusion, innerer Zwiespalt zwischen Schutz und Ehrlichkeit, Rassismus,...) und man mit einzelnen Ausschnitten sicherlich gut arbeiten kann, würde ich das Buch nicht mehr lesen.
Man merkt dem Buch sein Alter dann doch an und da würde ich eher etwas Aktuelleres wählen.
Der Umgangston ist sehr rau und oftmals auch körperlich - nicht nur zwischen den Kindern, auch Väter werden reihenweise als gewalttätig gezeichnet und sogar Feuerwehrmänner sprechen davon, Kinder für Fehlverhalten schlagen zu wollen. Aus Erwachsenenperspektive fand ich es interessant zu sehen, wie normalisiert so etwas in einem Buch aus der Zeit ist - in der Schule wäre hier meiner Meinung nach zu viel Aufarbeitung nötig.
Das Thema Rassismus und Vorurteile wird - zwar flach, aber - für Kinder angemessen behandelt. Allerdings richtet sich der Rassismus in Zeiten der Gastarbeiterwellen besonders gegen Italiener ("Spaghettifresser") - auch hier wäre zu viel Einordnung nötig, wenn ich es mit einer Klasse lesen würde.
Fazit: Ein kurzlebiges und vorhersehbares Kinderbuch, das wichtige Themen aufgreift, v.a. mit Gewalt als Produkt einer anderen Zeit aber sehr unkritisch umgeht. Ich persönlich würde es heutzutage mit Schulklassen nicht lesen und da eher zu etwas Aktuellerem greifen.
Vorstadtkrokodile bekommt von mir 3 / 5 Sterne.
Also vielleicht mag ich das Buch einfach nicht so weil ich es mal im Deutschunterricht lesen musste, aber ich fand es im Allgemeinen einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Rollenbilder von Vater und Mutter sind für 1976 bestimmt normal aber wir haben es eben nicht mehr 1976.
Ich weiß noch, dass ich das Buch eher langweilig fand, hatte zu dem Zeitpunkt allerdings auch schon Harry Potter und so gelesen. Kurt mochte ich und ich fand es cool, dass er eben nicht nur „der Junge im Rollstuhl“ war, sondern auch einen Charakter hatte, und es hat mich gefreut, dass im Buch eben auch ein Mensch mit einer Behinderung vorkommt. Die anderen Jungs fand ich bis auf Hannes blöd, Hannes war ganz okay, an Maria hat mich sehr gestört, dass sie immer nur „das Mädchen“ war.
Man hat gemerkt, dass Max von der Grün sich auch selbst viel mit dem Thema Behinderungen auseinandersetzt und Kurt fand ich auch echt gelungen, der wäre 4/5 Sternen, weil er genau wie alle eher langweilig war, aber schon mehr Tiefe und Charakter hatte.
Oh, und ich fand es sehr befriedigend, dass diese ganzen rassistischen Beschuldigungen von „den Vätern“ und Frank einfach nur falsch waren, (an dieser Stelle einen großen Mittelfinger an sie,) aber sie waren trotzdem so „normal“, das ist einfach falsch und passt gar nicht in unsere Zeit!
Also es war bestimmt mal ein total cooles Buch, aber jetzt ist es einfach nur noch veraltet.
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