Maxi Hill Die kalten Spuren im heißen Wüstensand

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Inhaltsangabe zu „Die kalten Spuren im heißen Wüstensand“ von Maxi Hill

Ein kleiner Treck hoffnungsvoller Menschen quält sich zu Fuß durch die Sahara, seit der LKW sie im Stich gelassen hat. Es ist unglaublich heiß. Der Wüstenwind ist trocken und dringt in Nase und Rachen. Für Dzemila, die ihre beiden Kinder Ashanti und Kanzi bei sich hat, reicht die Kraft nicht aus. Sie stirbt und wird in der Wüste begraben. Von jetzt an ist das Geschwisterpaar auf sich gestellt. Die sechzehnjährige Ashanti beschwört ihren kleinen Bruder Kanzi: Falls wir getrennt werden, wir treffen uns in Deutschland! Aber dann verschwindet Ashanti. Zurück bleiben nur kalte Spuren ins Nichts…
Um den achtjährigen Kanzi kümmert sich fortan Victoria, die junge Afrikanerin im Tarnanzug der Rebellen, aber ihr Ziel ist ein anderes…

Für Leser*innen, die sich berühren lassen wollen.

— MariaKornflint

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  • Die Welt durch Maxi Hills Augen sehen

    Die kalten Spuren im heißen Wüstensand

    MariaKornflint

    17. October 2017 um 18:45

    Malala Yousafzai, jüngste UN-Friedensbotschafterin sagt:„Lasst uns unsere Bücher und Stifte in die Hand nehmen. Sie sind unsere mächtigsten Waffen.“Maxi Hill könnte ein Vorbild der Kinderrechtsaktivistin sein. Wie schon in ihrer Erzählung “Afrika - Mein Schmerz um Enkembe“, stellt sich die Autorin auch in ihrem neuen Buch “Die kalten Spuren im heißen Wüstensand“ auf die Seite der Entrechteten.Gleich die ersten beiden Sätze machen klar, worum es in dieser Geschichte geht: ums nackte Überleben.„Könnte der Allmächtige von oben herabblicken, würde er ein Häufchen unglücklicher Menschen durch eine Welt stapfen sehen, die kein barmherziger Gott erschaffen haben kann. Wer hier seinen Fuß setzt, ist verloren“.Auch für uns Leser*innen ist kein Rückzug in Komfortzonen möglich; Angst, Hitze, fehlende Hygiene, Hunger und Durst sind allgegenwärtig, allein die Vorstellung daran ist Qual. Dem Drang, fernes Leiden auszublenden, stemmt sich Maxi Hill mit der unbeugsamen Geduld ihrer klaren Sprache entgegen und verhilft uns Verdrängungskünstler*innen damit zu humanistischen Weitblicken.In unserer Wohlstandswelt, die sich jetzt gerade mit Mauern, Grenzen und eindimensionalen Parolen vor dem mitverschuldeten Elend abzuschotten versucht, ist die Autorin eine unermüdliche Ruferin.Maxi Hill weiß ihre Worte als schärfste Waffe perfekt zu nutzen. Sie ist unsere LB–Friedensbotschafterin.Kommentar  Suchen Sie Votin

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  • Eine berührende Geschichte

    Die kalten Spuren im heißen Wüstensand

    lesefreude_book

    12. July 2017 um 20:58

    Hoffnungsvoll zieht eine Gruppe Menschen durch die afrikanische Wüste Richtung Meer. Das erklärt Ziel ist Europa. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nehmen die Menschen diese gefährliche Reise auf sich. Der Wüstensand dringt in Nasen und Rachen. Die trockene heiße Luft macht das Atmen schwer. Wasser gibt es nur wenig. Dzemilas Kräfte reichen nicht und sie stirbt. Sie lässt die sechzehnjährige Ashanti und deren kleinen Bruder Kanzi zurück. Von nun an sind die Kinder bei ihrer Flucht auf sich alleine gestellt. Immer wieder beschwört Ashanti ihren Bruder: Wenn wir getrennt werden, sehen wir uns in Deutschland wieder. Und plötzlich verschwindet sie. Zurück bleiben lediglich kalte Spuren im heißen Wüstensand. Maxi Hill schafft es den Leser zu erreichen. Nicht nur zu erreichen, sondern sich nachhaltig und tiefgründig immer wieder in die Gedanken zu schleichen. Das Thema ist aktueller denn je. Gerade wird wieder über die Schließung der Mittelmeerroute gesprochen. Wie auch immer so eine Schließung aussehen mag. Dabei werden die Flüchtenden oftmals von falschen Vorstellungen gelockt, um die gefährliche Flucht überhaupt auf sich zu nehmen. Vielversprechende Fotos aus dem Internet der reichen europäischen Länder, aber auch Beispiele erfolgreich Geflüchteter, erzeugen ein falsches Bild. Das man mit offenen Armen empfangen wird, ist schon lange vorbei. Ein Gefühl der Machtlosigkeit und Hilflosigkeit stellt sich beim Lesen von „Die kalten Spuren im heißen Wüstensand“ ein. Die europäische Flüchtlingspolitik steht vor unzähligen Herausforderungen. Man will den Menschen helfen. Rasch drängt sich die Frage auf wie diese Hilfe aussehen soll oder wie sie richtig ist? So ist sicherlich auch die Entwicklungshilfe vor Ort ein relevanter Faktor. Doch bringt es nichts unsere westlichen Vorstellungen eines richtigen Lebens afrikanischen Buschmenschen aufzuzwingen. Maxi Hill beleuchtet neben den Strapazen der Flucht auch die Ängste und Sorgen der Menschen in Europa genauer gesagt in Lampedusa. Jene Insel auf der, aufgrund der Nähe zu Afrika, viele Flüchtlinge landen. Lampedusa fühlt sich vom Rest Europas im Stich gelassen. Touristen bleiben aus und selbst der früher lukrative Fischfang wird zur Herausforderung. Wrack- und teilweise sogar Leichenteile verfangen sich in den Fischernetzen. Ein weiteres Mal besticht Maxi Hill mit ihrer eindringlichen, schonungslosen Erzählweise. „Die kalten Spuren im heißen Wüstensand“ liest sich wie ein spannender Krimi und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Doch handelt es sich hier nicht um eine fiktive Geschichte sondern um authentische Schicksale, die niemanden kalt lassen sollten. „Die kalten Spuren im heißen Wüstensand“ ist ein Buch, das ich jedem nur wärmsten empfehlen kann.   Maxi Hill hat mir das eBook zur Verfügung gestellt. Die Rezension wurde davon nicht beeinflusst.

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