Leben wär eine prima Alternative

von Maxie Wander 
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Leben wär eine prima Alternative
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Inhaltsangabe zu "Leben wär eine prima Alternative"

Im Sommer 1976 bestätigt sich der schlimme Verdacht: Maxie Wander leidet an Krebs und wird ein Jahr später daran sterben. Die vorliegende Sammlung von Tagebucheinträgen und Briefen ermöglicht es dem Leser, sie auf diesem Lebensabschnitt zu begleiten. Mit klarem Blick und scharfer Selbstironie schildert sie ihre Odyssee durch die Behandlungsräume verschiedener Ärzte, die Sprachlosigkeit im Angesicht der Krankheit und die Intensität, die das Leben bekommt, wenn es nicht länger selbstverständlich ist.
Maxie Wander bezaubert auch in den schwärzesten Augenblicken mit ihrer Faszination für die kleinen Dinge des Lebens, mit ihrem Lebenswillen und mit ihrer Selbsterkenntnis: Leben wär eine prima Alternative. Ein Titel, der für Leserinnen und Leser in Ost und West zur Maxime wurde und ihre Aufzeichnungen zum Kultbuch machte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518460856
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:278 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:18.05.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Wortklaubers avatar
    Wortklaubervor 10 Monaten
    Bewegend

    Im Sommer 1976 bekommt die in der DDR lebende österreichische Schriftstellerin MaxieWander die niederschmetternde Diagnose Krebs.

    Hier setzt auch der erste der drei Teile des Buches ein, vom Text auf dem Buchdeckel abgesehen, unkommentiert: mit ihrem Einzug in die Frauenklinik der Charité. Der uninformierte Leser weiß nicht viel von ihr, abgesehen von den paar genannten Eckdaten. „1933 in Wien geboren“, heißt es da, „lebte seit 1958 mit ihrem Mann, dem österreichischen Schriftsteller Fred Wander, in der DDR“.  Tagebuchaufzeichnungen, anders als Lebenserinnerungen, und Briefe sind so: lückenhaft, sprunghaft, unvollständig. Der Leser des Buches, in dem diese Tagebucheinträge und Briefe veröffentlicht sind, kennt die Frau nicht, um die es da geht, aber das ist auch nicht weiter schlimm. Eine Frau ist das, deren Leben durch eine Krankheit auf den Kopf gestellt wird. Maxie Wander beschreibt ihre Klinikaufenthalte, die Verhältnisse auf der Frauenstation, hält Eindrücke über ihre Mitpatientinnen fest, hadert mit Ärzten und dem Krankenhaussystem, dem der Kranke letztendlich ausgeliefert ist. Eine öffentliche Anklage ist das nicht, höchstens eine stille Klage.


    Der zweiteTeil greift zurück auf Jahre davor, gesunde Jahre, aber auch die nicht frei von Leid und Verlust. So schreibt Maxie Wander über den Tod ihrer Tochter, die 1968 an den Folgen eines Unfalls starb.

    Der dritte Teil setzt nach der Behandlung der primären Krebserkrankung ein. Nun weiß man mehr über sie als nur, dass sie krank ist und mit der Krankheit ringt. Der Mensch ist inzwischen klar hervorgetreten. Man meint fast, sie zu kennen.

    Es seien „keine Offenbarungen“, schreibt Fred Wander im Vorwort. Offenbarungen nicht, aber es gibt kleine funkelnde Momente, Erkenntnisse, Einsichten, ermutigende, aufrüttelnde, auch bittere. Sie schreibt von der Familie, auch über das Schreiben, das Ringen damit. Man spürt die Zerrissenheit, ihre Ängste, ihren Zorn, auch ihren Kampfgeist und ihren Mut – und zuletzt auch ihre Einsicht in die bittere Wahrheit. „Weiterleben“, schreibt sie, „so reduziert, das ist nicht einfach.“  

    Erst 44-jährig, stirbt Maxie Wander 1977 in Potsdam. Die Veröffentlichung ihres Buches „Guten Morgen, du Schöne“ (Protokolle von Frauen), hat sie nur um wenige Monate überlebt.

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