Maxim Leo Waidmannstod

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Inhaltsangabe zu „Waidmannstod“ von Maxim Leo

Mörderische Mark Brandenburg – der erste Fall für Kommissar Voss Kommissar Voss ist gerade in sein brandenburgisches Heimatdorf zurückgekehrt, als ein Toter im Wald entdeckt wird. Waidmännisch hingerichtet. Der Tote besaß Teile des Waldes, die er an eine Windkraftfirma verpachten wollte. Feinde hatte er viele, aber die Spuren sind verwirrend. Zum Glück für Kommissar Voss gibt es Maja, die polnische Pflegerin seiner Mutter, die ihn regelmäßig aus der Fassung bringt und meistens die richtigen Fragen stellt. Doch dann wird der zweite Tote entdeckt. Wieder wie ein Tier erlegt. Und das verändert alles. Hochspannend, raffiniert und überraschend: Ein Krimi, der die wilde Natur und die packende Geschichte der Mark Brandenburg ebenso in den Blick nimmt wie ihre Gegenwart.

Sehr gelungener Regionalkrimi!

— AenHen
AenHen

Ein neuer Kommissar, ein aktuelles Thema und am Ende atemlose Spannung. Darf bleiben.

— Newspaperjunkie
Newspaperjunkie

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  • Waidmannsheil, der Tod geht um …

    Waidmannstod
    Herbstrose

    Herbstrose

    21. January 2017 um 15:55

    Nach vielen Jahren in Stuttgart ist Kommissar Daniel Voss wieder zurück in seiner brandenburgischen Heimat. Es traf sich gut, dass gerade im benachbarten Bad Freienwalde die Stelle als Leiter der Kriminalpolizei frei wurde, denn seine Mutter braucht seit dem Tod seines Vaters Pflege. So zog der unverheiratete 43jährige Voss wieder in sein altes Kinderzimmer, in dem noch die Poster seiner Jugend an den Wänden hängen – vorübergehend, wie er zunächst annimmt. Dass daraus ein längerer Zustand werden sollte liegt nicht zuletzt an Maja, der hübschen polnischen Pflegerin seiner Mutter, die sich auch äußerst liebevoll um ihn kümmert. Bald mag er die abendlichen Gespräche mit ihr nicht mehr missen.Voss hat kaum Zeit sich einzuleben und seine neuen Mitarbeiter kennen zu lernen, als auch schon der erste Mordfall eintritt. Nach einer Treibjagd wird im Wald eine Leiche gefunden, waidmännisch getötet und abgelegt. Der Tote war selbst Jäger und Besitzer des Waldes, den er an eine Windkraftfirma verpachten wollte. Er hatte deshalb mehr Feinde als Freunde, denn Jäger, Umweltschützer und Windkraftgegner sind gegen das Projekt. Voss und sein Team ermitteln in alle Richtungen und haben bereits erste Verdächtige, als ein weiterer Mord nach dem gleichen Muster gemeldet wird. Nachahmer oder Serienmörder? Die Polizei arbeitet mit Hochdruck, um weitere Morde zu verhindern … Mit Daniel Voss hat der Autor Maxim Leo in seinem Debütkrimi einen Kommissar kreiert, den man trotz seiner Ecken und Kanten einfach mögen muss. Das gute Verhältnis zu seiner Mutter und dass er dafür wieder in sein Kinderzimmer zieht macht ihn sehr menschlich, unter seiner harten Schale steckt ein weicher Kern. Er liebt die Natur, den Wald und die Tiere, ist sehr schweigsam und hört lieber den Vögeln als den Menschen zu. Überhaupt ist er im Umgang mit Menschen, besonders mit Frauen, etwas unbeholfen. Besonders die Pflegerin Maja verwirrt ihn zusehends, hilft ihm aber in entscheidenden Momenten gerne auf die Sprünge. „Waidmannstod“ ist ein angenehmer Krimi mit nicht zu vielen blutigen Details. Er fängt eher beschaulich an, um dann nach und nach an Spannung zuzulegen. Man rätselt bis zum Schluss, wer wohl der Mörder sein könnte. Dazwischen erfährt man sehr viel über die Mark Brandenburg vor und nach der Wende, über den Wald und seine Bewohner, über Rituale bei der Jagd, über dort noch immer vorhandene Bunker aus dem II. Weltkrieg und über das aktuell brisante Thema Windkraftanlagen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, flüssig und klar, genau passend für diese Art Lektüre. Fazit: Ein lesenswerter Krimi der Lust auf weitere Fälle mit Kommissar Voss macht.

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  • Mord in der Mark Brandenburg

    Waidmannstod
    Newspaperjunkie

    Newspaperjunkie

    07. August 2016 um 22:36

    Dieser Regionalkrimi bringt alles mit, was ich an diesem Genre mag: einen regionalen Bezug, einen realistischen Plot, unvorhersehbare Wendungen, Spannung, Gelegenheiten den Fall selbst zu lösen und ganz wichtig: das Interesse an der Geschichte der Region und deren Entwicklung geweckt. Ein Volltreffer! Der zweite Band wandert direkt auf meine Wunschliste und die vorhandenen Exemplare suche ich nochmal nach Büchern aus oder über die Mark Brandenburg ab.

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  • Waidmannsheil, Kommissar Voss!

    Waidmannstod
    AenHen

    AenHen

    02. August 2016 um 11:55

    Kommissar Voss kehrt zurück in seine märkische Heimat, als sein Vater stirbt. Eigentlich hat er vor, zurück zu kehren nach Stuttgart, doch dann ist eine Stelle zu besetzen und eigentlich weiß er auch nicht so genau warum, aber er bewirbt sich und bekommt die Anstellung als Leiter der Mordkommission in Bad Freienwalde. Also bleibt er, erst im Hotel und dann im alten Kinderzimmer. Das ist erst alles ein wenig unpassend, aber dann gefällt es ihm doch ganz gut, denn für die auch schon nicht mehr ganz so fitte Mutter hat man Maja engagiert, die Pflegerin aus Polen, die sich zunehmend auch um den Kommissar kümmert, die richtigen Fragen stellt, und ein bißchen dafür sorgt, dass der stille Kommissar in Zukunft vermutlich ein wenig mehr Sozialkompetenz entwickeln wird. Was sich sonst entwickelt, herrje, ich bin da wie alle Frauen, ich hoffe auf verlieben im zweiten und heiraten im dritten Fall für Kommissar Voss. Soweit die Rahmenhandlung, die ich sehr gut aufgebaut und nicht unwichtig finde, ich mag im Allgemeinen viel lieber Krimis, die ihren Protagonisten auch ein Privatleben hinzuschneidern. In seinem ersten Fall hat Voss es mit mehreren Mordfällen im „Jägermilieu“ zu tun, waidmännisch inszenierte Leichen werden im Sternekorper Forst gefunden, erschossen und hingelegt, wie das Wild, das die Waidmänner ansonsten zur Strecke bringen. Schon beim ersten Opfer wird klar, der Herr war nicht der Dorfsympath, er hatte Feinde, Angriffsflächen und vermutlich auch Dreck am Stecken. Selbiges wiederholt sich auch beim nächsten Opfer, und außer dem gemeinsamen Hobby, der Jagd, scheint auch eine gemeinsame Verstrickung in dubiose Geschäfte existiert zu haben. So nimmt Voss nach und nach bei seinem Streifzug durch den märkischen Forst Ästchen für Ästchen von alten verdeckten Geschichten und wühlt Laub auf, um zu sehen, was sich darunter verbirgt.Dieses Krimidebüt von Maxim Leo hat mir sehr gut gefallen. Es ist kein Knall-Bumm-Peng-Action-Thriller, sondern eine gut erzählte, spannende Kriminalgeschichte, mit einem ruhigen Verlauf, plausiblen Figuren und einer überraschenden Auflösung. Ich mag, wie schon erwähnt, Krimis mit einer vernünftig aufgebauten Rahmenhandlung, da ich finde ein besseres Gefühle für das Wesen der handelnden Personen zu bekommen. Ich bin gespannt auf den nächsten Fall!

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  • Der Kommissar, der noch bei Mutti wohnt

    Waidmannstod
    Nuigurumi

    Nuigurumi

    15. May 2016 um 13:49

    Kommissar Daniel Voss ist der Anti-Kommissar im Vergleich zu den meisten anderen fiktiven Kommissaren: er ist kein Macho – im Gegenteil, er hatte mit 43 Jahren erst eine richtige Beziehung mit einer Frau und die hat auch nur ein paar Monate gehalten. Er redet nicht gerne, sondern denkt lieber. Und er wohnt seit Neuestem wieder in seinem alten Kinderzimmer. Eigentlich wollte er nur übergangsweise wieder bei seiner Mutter einziehen, aber im Laufe des Buches findet er doch immer wieder Gründe, nicht nach einer eigenen Wohnung zu suchen. Einer davon ist Maja, die polnische Pflegerin seiner Mutter, die im Haus wohnt. Sie nimmt großem Anteil an seiner Arbeit und er weiß nicht so genau, in welcher Beziehung sie eigentlich zueinander stehen… Seine neuen Kollegen in Brandenburg wissen auch nicht so genau, was sie von ihm halten sollen; so einen introvertierten, zurückhaltenden Chef hatten sie noch nie. In Stuttgart war Voss ein normaler Kommissar, jetzt leitet er eine Abteilung und weiß nicht, wie das geht. Er wehrt sich aber auch gegen „Seminare für Führungskräfte“, da er schlechte Erfahrungen mit Team-Building gemacht hat. Für seine neuen Kollegen ist er ein Wessi, die meisten wissen nicht einmal, dass er den Wald, in dem die Morde ihres neuesten Falles geschehen, aus seiner Kindheit wahrscheinlich besser kennt als sie selbst. Er kennt auch die meisten Verdächtigen von früher, denn da der erste Tote nach einer Jagd gefunden wird, sind zunächst einmal alle Jäger, die teilgenommen haben, verdächtig, und das sind zum größten Teil ehemalige Freunde und Schulkameraden. Er lernt aber auch eine für ihn neue Seite seiner alten Heimat kennen: Grundstücksspekulation, umstrittene Windkraftparks, subventionierte Bauprojekte, die als Bauruinen enden, und wohlhabende Großstadtbewohner, die ländliche Idylle suchen. Voss, der in Brandenburg aufgewachsen, aber zur Ausbildung nach Stuttgart gegangen und bis zum Tod seines Vaters dort geblieben ist, denkt nach seiner Rückkehr viel über Gegenwart und Vergangenheit nach und darüber, wie sich Brandenburg verändert hat, und über Ossis und Wessis, da er beide Seiten kennt. Weder mit DDR-Nostalgikern noch mit Besser-Wessis kann er viel anfangen (obwohl der das natürlich immer nur denkt und nicht sagt). Mir hat „Waidmannstod“ gut gefallen, obwohl oder weil es kein typischer Krimi ist. Der Fall ist interessant, aber nicht besonders spannend aufgebaut. Dafür ist Voss ein zu ruhiger Typ. Seine Gedanken und Überlegungen nehmen einen großen Teil des Buches ein. Bis kurz vor Ende des Buches war ich mir nicht sicher, ob ich Voss gerne persönlich kennen lernen möchte oder nicht. Er ist wirklich ein etwas schwieriger Mensch und als Leser kann man die Probleme, die sein Team mit ihm hat, gut verstehen. Am Ende fand ich ihn aber sympathisch. Er ist einer dieser Menschen, die man besser kennen muss, um sie zu verstehen und zu mögen, und nach und nach habe ich seine Denkweise verstanden und Mitleid mit ihm gehabt, wenn er als Chef mal wieder ins Fettnäpfchen getreten ist…

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  • Toller Serienauftakt

    Waidmannstod
    yari

    yari

    Kaum ist Kommissar Daniel Voss in sein Heimatdorf in Brandenburg zurückgekehrt, wird er zu seinem ersten Mordfall gerufen. Im Wald wurde ein Toter, Harro Probst, entdeckt, der waidmännisch hingerichtet wurde. Probst hat sich Feinde gemacht, indem er Teile seines Waldbesitzes an eine Windkraftfirma verpachten will. Voss geht vielen Spuren nach, von denen einige sehr verwirrend sind. Ermittlungshilfe bekommt Voss von Maja, der polnischen Pflegerin seiner Mutter. Obwohl sie ihn von Zeit zu Zeit aus der Fassung bringt, lenkt sie ihn mit ihrer Fragerei in die richtige Richtung. Außerdem ist sie ihm nicht ganz unsympathisch. Doch bald gibt es einen zweiten Toten, und es ist klar, dass ein Serienmörder zugange ist.... Waidmannstod ist der Beginn einer Krimiserie um den Kommissar Daniel Voss und ist in Brandenburg angesiedelt. Maxim Leo hat mit Waidmannstod einen schönen, wenn auch manchmal etwas melancholischen, und unspektakulären Krimi geschrieben, der gerade durch diese Aspekte, aber auch durch die sehr schönen Beschreibungen von Flora, Fauna, Land und Leuten überzeugt. Der Plot ist gut durchdacht und der Schreibstil flüssig. Die Charaktere sind tiefgründig und detailliert gezeichnet, egal ob es die zupackende Maja oder Daniel Voss, der manchmal an sich selbst zweifelt, ist. Auch die Mentalität der Brandenburger, z. B. ihre Wortkargheit, ist sehr gut beschrieben. Außerdem erfährt man auch viel über die Geschichte Brandenburgs. Ich vergebe an Waidmannstod fünf Sterne, weil mich dieser Krimi auf eine angenehm ruhige Weise trotzdem spannend und tiefgängig unterhalten hat.

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    • 4
    Arun

    Arun

    16. October 2015 um 13:30
  • Kommissar Voss zurück in der Heimat

    Waidmannstod
    Isabell47

    Isabell47

    29. August 2015 um 08:44

    Kommissar Voss ist nach einer Trennung in das Dorf seiner Kindheit in Brandenburg zurückgekehrt. Bevor er es noch schafft sich eine eigene Wohnung zu suchen - er wohnt übergangsweise in seinem alten Kinderzimmer bei seiner pflegebedürftigen Mutter - geschieht ein Mord im Wald. Für Voss und seine Kollegen stellt sich die Frage nach dem Motiv, um damit dem Täter näher zu kommen. Sie tappen zunächst im Dunkeln und nach dem zweiten Mord glauben sie einen Zusammenhang gefunden zu haben. Die Geschichte ist gut geschrieben, der Wald, die Menschen und ihre Gefühle werden gut herübergebracht. Der Kommissar selber ist teilweise zynisch, wenn er beschließt, warum er seine Mitarbeiter besser behandeln muss. Teilweise tolle Situationskomik! Das Ende ist nicht vorhersehbar bzw. die Motivation des Täters bleibt lange unklar, so dass mich dieser im Tempo gemächliche Krimi im Bann gehalten hat. Nachdem ich nun den Kommissar Voss kennengelernt habe und einiges auch über seine Kindheit erfahren habe sowie an der Gartenarbeit teilnehmen durfte, würde ich gerne noch weitere Fälle mit ihm erleben dürfen.

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  • Waidmannstod

    Waidmannstod
    Insel56

    Insel56

    31. July 2015 um 08:01

    Das Buch "Waidmannstod" erzählt von Kommissar Voss, der in seine alte Heimat nach Brandenburg zurückgekehrt ist, um näher bei seiner pflegebedürftigen Mutter zu sein. Eigentlich passieren dort Morde eher selten, doch bei seiner Ankunft wird der erste Tote ermordet im Wald aufgefunden. Als der zweite Tote - eindeutig derselbe Täter gefunden wird - sucht Voss nach Verbindungen. Er stößt auf finanzielle Machenschafften und Korruption. Währenddessen findet die Pflegerin seiner Mutter Gefallen an ihm und Voss erzählt ihr von seiner Arbeit. Der Krimi kommt gemächlich daher und dennoch ist die Geschichte faszinierend, weil Voss die Geschichten und Schicksale einiger Menschen aufdeckt und die Geschichte völlig anders endet insbesondere dem Tatmotiv als ich ahnen konnte. Voss selbst als Person ist so normal und menschlich mit Stärken und Schächen, dass er mir sehr sympathisch ist. Ein solider Krimi, der nicht reißerisch ist, sondern bei dem ich sogar lachen musste, als Voss über Teambuilding sinniert und wie er es doch verhindern möchte, dass sie gezwungen werden zusammen ein Floss zu bauen.

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  • "Waidmannstod" von Maxim Leo

    Waidmannstod
    SanniR

    SanniR

    29. July 2015 um 13:36

    „Waidmannstod“ spielt im ländlichen Brandenburg, wo Kommissar Voss gerade wieder sein Kinderzimmer in seinem Elternhaus bezogen hat. Diese Tatsache spielt für die Geschichte keine größere Rolle, wird aber immer wieder erwähnt. Nach dem Tod seines Vaters kehrt Voss in seine Heimat zurück und wird dort Leiter der Mordkommission. Sein erster Fall hat es schon gewaltig in sich. Im Wald wird ein Jäger tot aufgefunden – hingerichtet wie ein Tier. Im Laufe der Erzählung erfährt man, dass der Tote Teile des Waldes besessen hat die er verpachten wollte – an eine Windkraftfirma – und sich damit keine Freunde gemacht hat. Zu Anfang fand ich die Geschichte etwas langatmig und nicht sehr fesselnd. Der Autor beschreibt einige Dinge sehr detailliert, die für die Handlung aber nicht ausschlaggebend sind. Oft wird auch die komplizierte Beziehung von Voss und seinen Eltern erwähnt, die aber ebenfalls kaum etwas zur Handlung beiträgt.   Erst nachdem Voss von einem Unbekannten in einer Waldhütte niedergeschlagen wird, nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird spannend. Plötzlich ist da auch noch eine weitere Leiche, genauso hingerichtet wie die Erste. Dann scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen – Verfolgungsjagden und eine dritte Leiche lassen einen das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Lösung des Falls kam komplett überraschend und ganz anders als erwartet. Dieses überraschende Ende hat die fehlende Spannung vom Anfang wieder ausgeglichen. Alles in allem war „Waidmannstod“ ein solider Krimi. Ich hätte mir jedoch etwas mehr Spannung und Ermittlungsarbeit und etwas weniger Beschreibung von brandenburgischen Landschaften gewünscht.

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  • Der erste Fall

    Waidmannstod
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    >>Waidmannstod<< von Maxim Leo Daniel Voss kehrt nach vielen Jahren wieder zurück nach Sternekorp und da er nicht sofort eine Wohnung findet, zieht er erst mal wieder in sein altes Kinderzimmer. Sein Vater ist kurz zuvor gestorben und die Mutter muss auch betreut werden, darum engagiert er Maja, die als Pflegerin mit in das Haus einzieht. Nach einer Treibjagd wird ein Toter im Wald gefunden und die Leiche wurde komisch drapiert, wie wenn der Mörder ein bestimmtes Ritual ausgeführt hat. Kurz darauf wird der nächste gefunden, der genau auf diese Art drapiert ist, so das die Polizei erst mal denkt, das die beiden gemeinsam in dunkle Geschäfte verwickelt waren. Kommissar Voss ermittelt dort seinen ersten Fall und eigentlich gibt es in dieser Gegend nicht viele Morde, zumindest war das so, bevor Voss gekommen ist. Als Chef mit einen neuen Team zusammenzuarbeiten, das ihm noch sehr fremd ist, das wird für Voss anfangs gar nicht so leicht. Ich liebe diese ruhigeren Bücher, die ein bisschen Spannung vermitteln und man auch ein bisschen miträtseln kann, die nicht so übertrieben rüber kommen und natürlich das "Drumherum" genau nach meinem Geschmack ist. Das Privatleben der Protagonisten ist wirklich interessant und die einzelnen Charaktere sind glaubwürdig und lebendig. In >>Waidmannstod<< findet man auch schöne Beschreibungen von der Natur und Landschaft, von Vögeln und Wildtieren und die Geschichte der Mark Brandenburg wird auch so nebenbei ein bisschen erklärt. Kommissar Voss ist sehr zurückhaltend und handelt des öfteren sehr impulsiv und bringt sich nicht nur einmal selbst in Gefahr. So wie er ist, so hab ich ihn in mein Herz geschlossen und ich freue mich in seinen nächsten Fall noch mehr über ihn und Maja zu erfahren. Obwohl er manchmal nicht ganz so Spannend ist hat er mich als Leser gefesselt und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Ende konnte mich noch mal überraschen und ich kann ihn jeden empfehlen, der auch mal einen ruhigeren Krimi mit ausführlicher Ermittlungsarbeit zu schätzen weiß.

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    Arun

    Arun

    15. July 2015 um 00:06
  • Mord im Wald

    Waidmannstod
    cvcoconut

    cvcoconut

    Mitten im Wald wird eine Leiche gefunden, hergerichtet wie ein erlegtes Tier. Der erste Fall für Kommissar Voss, der gerade erst wieder in sein Heimatdorf zurück gekehrt ist. Seine Art und Methoden sind wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber gerade das macht ihn so sympathisch. Ich fand es auch sehr angenehm diese packende Mördersuche inmitten absoluter Dorfidylle zu lesen. Und auch was die Motive für den Mord angeht, ist nicht immer alles so wie es scheint.

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    • 2
  • Mein Lesetip

    Waidmannstod
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    20. December 2014 um 19:59

    Mein erster Blick gilt natürlich dem COVER: Blasse Farbtöne, verschiedene Grautöne, etwas verschwommen - irgendwie nichtssagend, aber doch auch interessant. Aber vielmehr spricht mich der Titel an. Aber kommen wir zunächst zur HANDLUNG: Hauptkommissar Daniel Voss stammt aus einem kleinen Dörfchen in Brandenburg. Er hat eine Anstellung beim LKA in Stuttgart. Als sein Vater stirbt, geht er wieder zurück in seine alte Heimat. Aber auch zurück in sein ehemaliges Kinderzimmer, an dem Depeche-Mode-Poster an der Wand und Modellflugzeuge von der Decke hängen. Er fühlt sich zwar nicht sonderlich wohl in seinem Kinderzimmer, hat sich aber doch schon damit abgefunden. Dank dem Tip einer ehemaligen Kollegin, erhält er die Stelle des Leiters der Mordkommission in Bad Freienwalde. Eines Tages erreicht in der Anruf seines Kollegen Neumann. Ein Toter wurde im Wald gefunden. Und das, wo doch gerade eine Jagd zu Ende gegangen war. Ob die Jäger etwas damit zu tun hatten? Schliesslich lag der Tote genau so da, wie geschossenes Wild aufgebahrt wurde. Auch mit dem Tannenzweig im Mund. Alles deutet auf die Jäger hin. Dann erfährt Voss wiederum, dass der Tote Feinde hatte. Nämlich die Windkraftgegner! Die Ermittlungen beginnen Doch mehr möchte ich nun wirklich nicht verraten. MEINE BEWERTUNG: Ein Regionaler Krimi aus der ehemaligen DDR. Diese Tatsache allein, fand ich schon sehr interessant. Aber auch die Jägergesellschaft war mir neu, deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen. Und - ich habe es nicht bereut. In keinster Weise. Dank des sehr leicht und lockeren Schreibstils habe ich mich sofort in die Geschichte einfinden können. Die Darstellung der Charakteren fand ich sehr gelungen, witzig, und auch nachvollziehbar. Auffällig fand ich die detaillierten Beschreibungen der Waldestiere sowie der Bäume. Da ich hierüber nicht so umfassende Kenntnisse habe, fand ich einige Passagen des Buches auch sehr lehrreich. Ich fühlte mich jederzeit gut unterhalten und bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

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  • Waidmannstod

    Waidmannstod
    Xanaka

    Xanaka

    17. December 2014 um 21:56

    Der erste Fall für Kommissar Voss ist ein ganz besonderer Fall. Kommissar Voss ist neuer Leiter der Mordkommission in Bad Freienwalde und hat auch schon seinen ersten Mordfall. Der erste Tote wird nach einer Jagd erschossen aufgefunden. Aber ein Unfall war das auf keinen Fall. Er wurde nach dem Mord ähnlich wie die erschossenen Tiere bei der Jagd hergerichtet. Es sieht schon alles sehr besonders aus. Interessant ist dann auch, dass gleich mehrere Bewohner der näheren Umgebung ein Motiv gehabt hätten. Es geht um Geld, es geht um den Bau von Windkraftanlagen und auch um die Existenz der Menschen, die diese Windkraftanlagen nicht wollen. Daniel Voss ist also gleich mittendrin und der Leser auch. Was die Kollegen der Mordkommission anfangs nicht wissen, ist dass ihr neuer Chef ja genau dort, wo der Mord geschehen ist, groß geworden ist und dadurch natürlich auch perfekte Ortskenntnisse hat. Das sorgt gerade am Anfang für einige Verwirrung. Aber Kommissar Voss ist eben auch ein wenig anders. Er redet nicht so gern, arbeitet eigentlich lieber allein und ist vor allem gerne im Wald und hört den Vögeln und Tieren zu. Beim Lesen macht es Freude, den Entdeckungen, die er dabei offenbart zu folgen. Insofern lernt man den Kommissar und die Kollegen eben auch so langsam, während des Lesens kennen. Er hat eine etwas unbeholfene Art mit dem Menschen umzugehen, ist dabei aber auch nicht unsympathisch. Schön, wenn dann zu lesen ist, wie sich so eine Art Beziehung zu Maja - der Pflegerin seiner Mutter - aufbaut. Denn Daniel Voss ist nach dem Tod seines Vaters und der Versetzung nach Brandenburg eben erst einmal wieder in sein Kinderzimmer gezogen. Er lässt sich eben gerne treiben - dienstlich für ihn immer von Vorteil gewesen – privat hat es mit dieser Einstellung allerdings nie so gut funktioniert. Der Krimi hat mir gut gefallen. Man hat beim Lesen mal einen Eindruck bekommen, wieviel nach der Wende in Brandenburg passiert oder eben auch nicht passiert ist. Gerade die Geschehnisse um die Windmafia lassen einen ahnen, dass einiges schon so passiert sein könnte. Auch die Beschreibungen im Wald, bis hin zu den Äußerungen, wo sich welche Tiere bei welchen Pflanzen aufhalten, finde ich schon sehr beachtlich. Ich habe doch etliche Erkenntnisse beim Lesen gewonnen und auch viel Neues erfahren. Zum Beispiel wusste ich nichts über die Rituale nach einer Jagd. Auch die Ausführungen über den Bunker in Bad Freienwalde waren sehr interessant und aufschlussreich . Noch vor einem Jahr hätte ich das selbst nicht geglaubt, dass es solche Bunker gab. Aber ich war diesen Sommer an der Ostsee und da gibt es in der Nähe von Rostock auch so einen Bunker, den ich sogar besichtigt habe. Insofern war das für mich noch viel nachvollziehbarer. Da der Untertitel des Buches lautet: "Der erste Fall für Kommissar Voss" bin ich sehr gespannt auf die weiteren Geschehnisse rund um Bad Freienwalde.

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  • Ein Krimi, nicht nur für Jäger bestens geeignet

    Waidmannstod
    haali

    haali

    30. November 2014 um 23:06

    Waidmannstod ist ein Krimi, der langsam anfängt aber dann immer spannender wird und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer der Mörder ist. Der Krimi passt sehr gut zum November. Draußen nasskalt und daheim schön kuschelig. Die Leichen werden im modrigen Herbstwald gefunden, die erste unmittelbar nach einer Treibjagd. Ein im Wald hingerichteter Toter und viele Jäger. Ich konnte beim Lesen förmlich den Wald und die Jagdhörner riechen. Der gespenstische Wald mit den gefährlichen Moorschlammlöchern liegt im tiefsten Brandenburg. Dies ist die Heimat von Kommissar Daniel Voss, ein unverheirateter Mittvierziger. Er kehrte nur zurück, weil sein Vater gestorben ist und seine Mutter auf sich allein gestellt und ein Pflegefall ist. So halten ihn nicht nur die Mordfälle auf Trab, sondern auch seine Mutter und ihre polnische Pflegerin. Denn was Frauen anbelangt, ist er ein noch wenig beschriebenes Blatt. Aber auch die schweigsamen Brandenburger sind für seine Ermittlungen nicht gerade förderlich. Wobei Voss natürlich auch nicht gerne viel redet. Da es in seinem Dorf nicht viele Alternativen gibt, angeln dort die meisten Männer oder jagen. Doch die Jäger halten alle zusammen und machen die Ermittlungen schwierig. Der Autor nimmt auch das brisante Thema der Windkraftanlagen in sein Buch auf und macht es damit hochaktuell. Das machte mir das Buch noch interessanter. Auch sehr gut gefallen hat mir die prägnante Beschreibung des Waldes und der Vögel. Der Autor scheint die Natur zu mögen. Ein sehr lesenswerter Krimi der mir gut gefallen hat.

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  • Regionalkrimi, der in der ehemaligen DDR spielt.

    Waidmannstod
    kvel

    kvel

    24. November 2014 um 23:58

    Inhalt: Daniel Voss kehrt als Kommissar in seine ehemalige Heimat zurück, in der er seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Im Wald bei einer Jagd geschieht ein Mord. Der Kommissar ermittelt. Und es geschehen noch weitere Morde. Meine Meinung: Gefallen hat mir, dass nachvollziehbar die Gefühle und die Unsicherheit des Kommissars beschreiben werden, dass er die Personen, die er heute befragen muss, von früher aus seiner Jugend noch kennt und ihnen nun als erwachsener Ermittler gegenüber treten muss. Und auch, dass man als Leser über die landschaftlichen, regionalen und geschichtlichen Gegebenheiten der Mark Brandenburg erfährt. Gut gefallen haben mir die sehr detaillierten Beschreibung: bspw. welche "Tätigkeiten" der Jäger bei einer Jagd nach dem Abschuss mit dem erlegten Tier ausführt; dass bspw. der Hals des toten Tieres aufgeschnitten wird und die Speise- und Luftröhre mit einander verknotet werden - allerdings wird leider nicht weiter erklärt, welche Hintergründe dies habe. Der Kommissar wird beschrieben als Jemand, der bspw. Vögel / Vogelstimmen mag; das macht ihn sympathisch. Der Roman erinnerte mich beim Lesen sehr stark an eine Fernsehfolge des "Tatorts"; aber einen Vorteil hat ein Buch gegenüber einer Fernsehsendung auf jeden Fall: der Autor kann Gedanken einfließen lassen; z.B. dass früher die Keksvorräte von Hr. Voss im Wald von Ameisen aufgefressen worden sind. Nicht so gut gefallen hat mir, dass der Kommissar sich teilweise selber noch als Kind fühlen würde (bspw. er wird bei manchen Nachfragen rot); das macht ihn zwar sympathisch, aber ich würde mir mal wieder einen "starken" Ermittler-Typus in der Krimi-Landschaft wünschen. Denn dem Ermittler helfen, meiner Meinung nach, zu viele Zufälle, statt dass er die Lösung selbst findet; bspw. erzählt ihm seine Mutter pikante Details über im Fall relevante Personen von früher. Das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen, weil ich mich als Leser nicht "mitgenommen" fühlte, sondern dass ich als Leser die Lösung einfach überfallartig vorgesetzt bekommen habe; ohne zu viel zu verraten: dass keiner der Ermittler an die regionalen Gegebenheiten bzw. Besonderheiten gedacht hat, finde ich nicht logisch. Auch wenn ich hier eigentlich mehr Punkte aufgezählt habe, die mir nicht so gut gefallen haben, habe ich mich entschieden dem Roman "dennoch" 4 Sterne zu geben, da sich der Krimi, meiner Meinung nach, echt angenehm und gut lesen lässt. Fazit: Sehr ruhiger, "einfach gestrickter" Krimi, im Stile eines "Tatorts".

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  • Kommissar Phlegma ermittelt

    Waidmannstod
    progue

    progue

    Daniel Voss ist Chef der Mordkommission irgendwo in der brandenburgischen Pampa, und er wohnt im Kinderzimmer seines Elternhauses. Seit vier Monaten übrigens, seit er aus Stuttgart zurück kam, weil sein Vater damals starb. Die Mutter ist pflegebedürftig, also sind sie zu dritt in den Haus: er, seine Mutter und Maja, die polnische Pflegekraft. Es passiert nicht viel, dort in der Pampa, wo noch der DDR-Mief vorherrscht (nein, sind nicht meine Worte), bis ... ja, bis doch noch mal was passiert: Bei einer Treibjagd wird einer der Jäger tot aufgefunden - ermordet, inszeniert wie erlegtes Wild. Er wird nicht der einzige Tote da in der Pampa bleiben, und Daniel Voss, der phlegmatische Polizeibeamte, muss sich rühren. Er rührt sich erst mal, indem er seinen Untergebenen zusammenfaltet; das macht er übrigens am Anfang ziemlich oft. An dem stört ihn einiges, unter anderem, dass er ihrem Oberchef, dem namenlosen Polizeidirektor, immer brühwarm erzählt, wie weit die Ermittlungen vorangeschritten sind. Spielt keine Rolle, dass er genau dasselbe tut, allerdings nicht mit einem von der Polizei, sondern mit der Pflegekraft seiner Mutter. Ja, ihr hört richtig, er gibt einfach mal so vertrauliche Untersuchungsergebnisse weiter. Aber Voss ist ja so ein guter Polizist (wird mir ständig vom Autor erzählt), der darf das. Der darf sich auch saudämlich anstellen, nicht einmal oder zweimal, nein, das darf er öfter. Weil er so ein guter Polizist ist, lässt er Verdächtige entkommen, ignoriert Eindringlinge in seinem Garten und macht sich im Alleingang auf die Suche nach einer verborgenen Hütte im Wald, wo sich ja wahrscheinlich nur ein Mörder herumtreibt. Alles kein Problem, er ist schließlich ein guter Polizist. (Erzählt mir der Autor.) All das tut er behääääääääääbig. Wie jetzt, behäbig wird gar nicht mit zehn "ä" geschrieben? Doch, ich bin sicher, das wird es. Jedenfalls, wenn es um Voss geht. Der ist Anfang bis Mitte vierzig, benimmt sich aber einerseits wie ein pubertierender Jüngling, andererseits wie ein alter Knacker, der kaum noch weiß, wie man einen Fuß vor den anderen setzt. Mal ehrlich, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie so einer Chef einer Mordkommission werden konnte. Sämtliche anderen Polizisten waren fähiger als er. Ach, ich vergaß. Weil er ein so guter Polizist ist. (Sagt der Autor.) Fazit: Zäh wie die Schuhsohle an den Stiefeln der Jäger und so spannend wie ein abtauender Kühlschrank.

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