Maximilian Buddenbohm Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 13 Rezensionen
(8)
(11)
(4)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ von Maximilian Buddenbohm

'Die Luft riecht kalt und fischig, weil der Sturm der letzten Tage Berge von zerfetztem Tang und Muscheln angespült hat, die jetzt am Ufer verrotten. Die wenigen Touristen, die im Winter hier sind, halten diesen gammeligen Geruch immer für besonders gesund. Touristen sind seltsam.' Die Liebhaber seiner Mutter, Rentner, die zu Trinkern werden, alternde Imbissbesitzer, Aussteiger, die es nur bis an die Ostsee schaffen - Maximilian Buddenbohm hat in seiner Jugend in Travemünde eine Menge skurriler, liebenswerter und merkwürdiger Menschen kennengelernt. Über diese Menschen und über die Nöte und Freuden eines Heranwachsenden schreibt er lakonisch, witzig und pointiert.

Wirklich schönes Buch! Kann ich weiter empfehlen.

— Ayanea
Ayanea

Stöbern in Liebesromane

Vorübergehend verschossen

Was für eine köstliche Liebeskomödie, die nur jedem wärmstens weiterempfehlen kann.

claudi-1963

Vorwärts küssen, rückwärts lieben

Erzähltempo eher gemächlich, aber nur gelegentlich langatmig; authentisch, dann wieder surreal; facettenreiche Figuren.

katha_dbno

Die Oleanderschwestern

Eine romantische Geschichte über eine Familie und ihr Anwesen,,,

Angie*

Wild Dream: Roman (Grand-Valley 2)

Eine weitere schöne Geschichte aus Hotchkiss :D

Chronikskind

The One

Erst dachte ich, das ist ja alles schon bekannt und so inetwa gibt es mehrere Bücher, aber dann überraschte es mich doch noch!

Stups

Shadow Love

Eine Geschichte die zeigt, dass auch die größten Schatten keine Chance gegen Licht und Liebe haben. Herzerwärmend schön!

Sandra251

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Lesekatze74

    Lesekatze74

    07. February 2013 um 12:02

    Da ich ein großer Fan von Max Buddenbohms Blog "Herzdamengeschichten" bin, habe ich mir dieses Buch gekauft, ohne zuvor genau zu wissen, worum es geht. Das Buch erzählt von seiner Kindheit und Jugend in Travemünde an der Ostsee, einem Touristen-Ort. Mir hat es Spaß gemacht, zu erfahren, wie jemand am Meer aufwächst, dass es vielleicht gar nicht so bilderbuchmäßig ist, wie man sich sowas vorstellen könnte und dass man eben doch immer das haben will, was man gerade nicht haben kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    steffchen3010

    steffchen3010

    22. March 2011 um 01:05

    ~Die Story~ Während viele Menschen von einem Urlaub am Meer träumen, sieht Maximilian Buddenbrohm den Aufenthalt am Meer in einem anderen Licht. Als sich seine Eltern scheiden lassen und für seine Mutter & ihn die Ferienwohnung in Travemünde fortan der feste Wohnsitz wird, bemerkt Maximilan das die scheinbare Idylle trügt. Was bringt es einem, an einem wunderbaren Ort zu wohnen, der vom Tourismus beherrscht wird? Im Sommer ist der Ort überschwemmt von Touristen, im Winter herrscht absolute Ruhe, ist fast schon ausgestorben. Sehr schwer erweist sich deshalb seine Jugend an der Ostsee. Maximilian Buddenbrohm erzählt uns auf liebevolle Art und Weise kleine Anekdoten aus seiner Zeit in Travemünde. Scheinbar eigenständig stehende Geschichten, die sich während des Lesens miteinander verflechten, ziehen den Leser ans Meer und weht ihnen ein kleines Ostseelüftchen ums Ohr... ~Meine Meinung~ Maximilian Buddenbrohm erzählt uns auf seine ganz eigene Weise liebevoll kleine Geschichten aus seiner Zeit in Travemünde. Oft sind es die Geschichten und Schicksale der dort lebenden Menschen und Touristen: ihre Gepflogenheiten, ihre Eigenarten; oft auch seine ganz eigenen persönlichen Geschichten: seine Pubertät, die erste Liebe, das Erwachsenwerden. Manche Geschichten zaubern uns mit ihrer amüsanten Art ein Lächeln ins Gesicht, sind frisch und wehen uns mit dem Ostseewind um die Nase, manch andere treffen uns wie ein Schlag ins Gesicht: sind es die Schicksale mancher Menschen, die uns sehr nachdenklich werden lassen. Ab und an gelingt es dem Autor sehr gut, mit den Emotionen des Lesers zu spielen und uns zu unterhalten. Jedoch verliert die Geschichte oft an Spannung und wirkt etwas öde und langweilig, dass es mir schwerfällt weiter zu lesen. Die Geschichten weisen allerdings alle einen sehr persönlichen Charakter auf. Man spürt die Verbundenheit Buddenbrohms zu ihnen, spürt, dass er sie selbst erlebt, und mit seinen eigenen Augen verfolgt hat. Buddenbrohms Schreibstil ist nüchtern und unverblühmt, sie gibt dem Leser die Möglichkeit, sich sein eigenes Bild zu machen. Er versucht zu keiner Zeit, dem Leser seine Meinung aufzudrängen, sondern gibt sich zurückhaltend und bedeckt. Eine Art, die mir sehr sympathisch ist. Das Buch eigent sich daher sehr gut als Bahn- oder Urlaubslektüre und zeigt uns eine andere Sicht auf das Meer, Buddenbrohms Sicht auf das Meer.

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    10. March 2011 um 09:31

    Maximilian Buddenbohm ist in Travemünde aufgewachsen. Dort umspülten die Wellen der Ostsee das Krisengebiet seiner Pubertät. Die Eltern wurden sehr bald geschieden, Maximilian und seine Mutter nutzten die Ferienwohnung fortan als festen Wohnsitz. Über die Erinnerungen seiner Coming of Age-Epoche in den 1980er Jahren schreibt der Autor leichthändig, witzig und liebevoll. Es ist die Zeit der gelben Telefonzellen, der D-Mark, der vierstelligen Postleitzahlen und der drei großen Fernsehsender. Somit ist diese Jugend eigentlich vielen Jugenderlebnissen in der deutschen Provinz sehr ähnlich. Wenn da das Meer nicht wäre und man dauernd mit Touristen zu tun gehabt hätte. Somit hat der Autor natürlich keinen verklärten Blick auf das Meer, sondern erzählt in kurzweiligen Episoden über die Menschen und ihren Gepflogenheiten. Das ist oft zum Brüllen komisch, manchmal aber auch nachdenklich stimmend. Der Autor, der auf der Blogseite „Herzdamengeschichten“ Einträge veröffentlicht, hat diese Aufzeichnungen bearbeitet und erweitert. "Im Buch muss man langsamer erzählen“. Maximilian Buddenbohm hat einen außerordentlichen Blick für Situationen, Stimmungen und besonderen Begebenheiten. „Es fehlt mir nicht am Meer zu sein“ ist eine witzige Ethno-Typologie der Einwohner und Touristen eines Städtchens am Meer, aber auch die Geschichte einer Familie und des Erwachsenwerdens. Erfrischend klar, einfach und direkt wird hier von der Jugend berichtet, die Lust am Erzählen ist mit jedem Satz spürbar. Pointiert und detailliert schreibt der Autor über die spießbürgerliche Enge, die Schrullen der Menschen und die Erinnerungen seiner Strandjugend. Warmherzig, lakonisch und unsentimental lesen wir von einer Welt, die es heute so nicht mehr gibt. Maximilian Buddenbohm ist ein veritabler Erzähler rund um das Thema Erwachsenwerden, Jugendsünden und Vergänglichkeit.

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Serenity482

    Serenity482

    22. February 2011 um 19:28

    Wie verbringt man seine Jugend am Meer, in einer Stadt, die von touristen übervölkert ist. im Sommer voll ist und im winter die Ödniss...
    Wie lernt man die erste Liebe kennen und wie wird man überhaupt erwachsen?
    Ein netter Roman über die kindheit und die Jugend in Travemünde.
    Schönes buch für zwischendurch aber nichts besonderes...

  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Debora

    Debora

    20. February 2011 um 14:43

    Im Buch "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" schreibt Maximilian Buddenbohm über seine Jugend. Diese hat er seit er 11 Jahre alt ist an der Ostsee verbracht, und lässt nun alle fröhlichen und traurigen Momente in diesem Roman Revue passieren. Sein Buch flutscht durch die Kehle wie ein glitschiger Fisch. Das Lesen war leicht und knusprig. Was mich besonders beeindruckt hat, war, dass Buddenbohm immer mit einem zärtlichen Humor beschreibt, aber fast nie bewertet. Doch seine eigene Interpretation ist auch gar nicht nötig, da durch seine detaillierten und (meist) witzigen Betrachtungen die richtige Meinung über die Themen wie von selbst kommt. So war auch jeder einzelne Charakter, ob Hund, Mensch oder Mädchen, immer auf seine ganz eigene Art liebenswert und herzerwärmend. Buddenbohm hat es sogar geschafft, dass ich keinen Hauch Mitleid mit der gelangweilten und alkoholkranken Rentnerin hatte; sondern nur Verständis und den verdienten Respekt. Besonders schön finde ich auch die vielen Anmerkungen über die Ostsee, die sich fast alle mit meinen Erinnerungen und Gefühlen vergleichen lassen. Auch wenn Buddenbohm das Meer in seiner Jugend oft als eine Art Gefängnis sah, waren die Erzählungen nie bedrückend, sondern, egal wie traurig das Thema war, immer auf irgendeine Art sehr unterhaltsam. Buddenbohm blickt auf seine Jugend mit einiger Selbstironie zurück, was mir sehr gefällt :) Ich habe das Buch wirklich genossen. Es hat mich zum Lachen und zum Nachdenken gebracht. Kurz gesagt ist es zum Lesen hübsche leichte Kost, sodass der Roman sicher viele Geschmäcker treffen wird :)

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Phoebe

    Phoebe

    16. February 2011 um 17:25

    Touristenorte sind schön, schon alleine deswegen, weil sie in den meisten Fällen sonst keine „Touristenorte“ wären. Wie schön (oder auch nicht) so ein Touristenort jedoch für einen Einheimischen ist, schon gar für einen heranwachsenden Jugendlichen, ist wieder ein anderes Blatt. Maximilian Buddenbohm erzählt von seinen Jahren in Travemünde, einem Ort an der Ostsee, der in der Sommersaison von Strandtouristen nur so wimmelt. Mittendrin, seit seinem elften Lebensjahr: Maximilian. Allerdings verbringt er nicht nur die Sommer in Travemünde, sondern lebt mit seiner Mutter ganzjährig in dem kleinen Touristennest, welches abseits des Strandes für einen Jugendlichen nicht allzu viel zu bieten hat, schon gar nicht in den tristeren Jahreszeiten. Jedoch liegt ein Hauptaugenmerk der 30 Kapitel auf dem interessanten Verhältnis zwischen „Einheimischen“ und „Touristen“, sowie den Eigenheiten der beiden Gruppen. Mit Witz und Charme, und auch einer Portion Melancholie, werden Charaktere geschildert die von schrullig bis liebenswert alles abdecken. Mein persönlicher Favorit hier: Hilde. Ein ältere Dame, die mit ihrem Mann neben Maximilian im Wohnhaus lebt und von einer betuchteren Rentnerin zu einer, ja, sagen wir: schillernden Persönlichkeit in Travemünde wird (und seien wir ehrlich: mit einem „kleinen“ Alkohol-Problem). Werden auch Abgründe und Tiefen im Leben einiger Personen aufgezeigt, so wird doch immer auch eine Wärme vermittelt und man bekommt nie das Gefühl, einer abwertenden Haltung. Jeder wird mit seinen Schrullen und Fehlern akzeptiert, und gehört als kleines Kunstwerk in die Gesamtkollektion, die Travemünde und die Jugend von Maximilian ausmacht. Das Thema „Liebe“ kommt natürlich im zarten Teenager-Alter auch nicht zu kurz! Aber, wird das was mit Sarah? Die hübschen Touristen-Töchter gibt es ja auch noch, und die Schulkolleginnen nicht zu vergessen. Es wäre alles leichter, wenn es nicht die pubertären Stolpersteine gäbe. Aber, das gehört ja wirklich zum Heranwachsen irgendwie dazu. Das Buch ist äußerst angenehm geschrieben, unterhaltsam zu lesen und liefert einige Tränen-Lach-Momente. Ideal für den Strand, den Zug oder gemütlich zuhause auf der Couch. Die einzelnen Kapitel sind grundsätzlich zwar zusammenhängend, aber springen in ihrer Chronologie, wodurch vor allem für mich wiederauftauchende Charaktere umso interessanter und dreidimensionaler wurden und sich sehr schön eingeprägt haben. Wer nach „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ nach Lesestoff von Maximilian Buddenbohm sucht, oder vorab bei ihm reinlesen will: http://www.herzdamengeschichten.de/

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    SarahCatherine

    SarahCatherine

    26. January 2011 um 17:15

    Buch durch, Katalog für Nordsee- oder Ostseeurlaub geholt ;-) "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" ist ein Buch voller Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend in Travemünde, die begleitet wird von illustren Nachbarn und Imbissbesitzern, langweiligen Wintertagen, immergleichen Touristen, Liebhabern der Mutter und einem guten Freund. Maximilian Buddenblohm erzählt gänzlich unverblümt und eher nüchtern von seinen Erlebnissen. Er lässt schmunzeln und an eigene Tage an der See zurückdenken. Zwischen den Seiten weht ab und zu ein leiser Windhauch, der den Duft der Küste mitbringt. Eher versteckt sind die Beschreibungen, die verdeutlichen, warum so viele Leute das Meer lieben - "die Farben der Häuserwände und Dächer leuchteten so klar, wie sie nur an einem Morgen am Meer leuchten können". Zwischendurch habe ich immer wieder über den Titel nachdenken müssen, denn durch die eher nüchterne und wenig emotionale Erzählweise kam für mich die Liebe zum Meer, die ich irgendwie erwartet hatte, nicht richtig durch - bis zum Schluss und zum Nebelhorn "man konnte auf das Einsetzen warten und bei diesem Warten in Träume fallen". Ein wunderbarer Schluss für dieses Buch. Und auch wenn ich nicht die Erste bin, die es so sagt, musste ich doch feststellen, dass es mir manchmal fehlt, nicht am Meer zu sein.

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Readandbeyourself

    Readandbeyourself

    05. January 2011 um 13:04

    Er ist 11 Jahre alt, als seine Mutter mit ihm an die Ostsee nach Travemünde zieht. Doch das dauerhafte Leben an einem Urlaubsort bringt dem Jungen nicht nur tolle Spielgefährten und viel Spaß am Strand. Im Gegenteil. Wenig Kinder wohnen in Travemünde, sein bester Freund Stefan und er sind meist nur zu zweit, hin und wieder werden sie begleitet von Sarah. Sonst wohnen überwiegend ältere Leute oder geschiedene Frauen in den Wohnungen, wie die Königin, und Hans und Hilde, oder Hugo der Imbissbetreiber. Und man kann auch nicht das ganze Jahr am Strand spielen – nach Ende der Saison wird es kalt, das Meer trist, das Wetter grau. Und im Laufe der Jahre spielen Stefan und er auch nicht mehr mit Sand, sie wollen cool herumhängende Jugendliche sein, was aber in Travemünde irgendwie nicht möglich ist – die Touristen machen auch nichts anderes, und wenn keine Touristen da sind, merkt es keiner. Und dann sind da auch noch die fehlenden Mädchen… Maximilian Buddenbohm ist seit Jahren Blogautor, und hat bisher nur hin und wieder über seine Jugend in Travemünde geschrieben. In seinem schmalen, nach Urlaubslektüre aussehenden Roman geht es um seine Jugend und seine Geschichte mit der Ostseestadt. Etwas deprimierend wirkt der Titel, denn viele Menschen schätzen ihren Sommerurlaub am Meer. Dennoch kennen genau diese Menschen sicher auch den Gedanken beim Durchstreifen der idyllischen kleinen Örtchen „Wohnen könnte ich hier nicht“. Insofern ist der Titel nach der Lektüre nur allzu verständlich. Die Kapitel von „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ sind kurz, und alle für sich kleine schöne Kurzgeschichten, die alle ein kleines Thema für sich haben. Insgesamt ist das Buch sehr schön zu lesen, es ist fast die Entwicklung des Protagonisten zu sehen, die ihn vom tristen Travemünde in die Großstadt zieht. Zu Beginn werden die Erzählungen noch mit phantasievollen Vorstellungen gewürzt, dass das Leben bestimmt wie im Film passieren kann, wenn man Glück hat und stark genug hofft! „Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein“ ist eine interessante Sichtweise für Meeresliebhaber aber auch sicher sehr humorvoll für jene, die lieber an den Atlantik fahren und kleine Nord- oder Ostseedörfchen meiden. Volle Punktzahl für eine so persönliche Geschichte über die eigene Jugend.

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    02. January 2011 um 18:23

    Der Titel des Buches hat sofort meinen Widerspruchsgeist geweckt. Wie kann es jemanden nicht fehlen, am Meer zu sein! Ich habe ständig Sehnsucht nach dem Meer. Allerdings ist es die Sehnsucht einer Binnenländerin, und beim Lesen des Buches wird deutlich, dass es wohl doch etwas ganz anderes ist, wenn man am Meer wohnt. Oder? Maximilian Buddenbohm beschreibt seine Strandjugend. Vieles davon erinnerte mich an meine eigene Kindheit und Jugend, es scheint also egal zu sein, ob man im Binnenland oder am Meer lebt, die Provinz ist immer gleich. Und überall sind Jungen nicht so weit wie gleichaltrige Mädchen… Etwas jedoch ist anders in Travemünde: Man hat dauernd mit Touristen zu tun. Mit Leuten wie mir, die den herrlichen Geruch des Meeres lieben, während die Einheimischen darin die verrottenden Muscheln erkennen. Buddenbohm erzählt in Episoden, in denen aber einige Figuren immer wieder auftauchen. Sie werden dadurch so vertraut, dass man das Gefühl hat, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Die Menschen werden mit ihren Fehlern und Macken geschildert, aber immer liebevoll. Selbst die Touristen. Das Buch liest sich gut und wirkt lange nach. Aber mir fehlt es trotzdem, das Meer!

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Ayanea

    Ayanea

    Eine Strandjugend Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein ist in meinem Augen ein etwas provokanter Buchtitel und ich konnte diesem Spruch nicht so recht Glauben schenken. Wer kennt das nicht: Die tiefe Sehnsucht wenn man am Meer steht und in die Ferne blickt? Nun nachdem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich es nachvollziehen. Denn hier beschreibt keiner einen verklärten Blick auf die Ostsee, sondern ein Einheimischer erzählt ganz ungeschminkt und mit viel Witz, wie es ist am Meer zu leben. In vielen kleinen Kapiteln erfährt man etwas über den jungen Maximilian der versucht in einem ewigen Touristenparadies erwachsen zu werden. Dabei trifft er auf viele unterschiedliche Schicksale, die mich sehr berührt haben. Es ist ein "leises" Buch was in mir noch Seiten nachklingen lässt, nachdem der letzte Satz gelesen ist. Ich frage mich nun: würde ich das Meer so vermissen wie jetzt, wenn es mein tagtäglicher Begleiter wäre? Wohl nicht.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Estel90

    Estel90

    01. January 2011 um 15:52

    "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein", ist ein Buchtitel, der mich sowohl angesprochen, als auch irgendwie abgestoßen hat. Angesprochen, weil ich, nur wenige Monate nach meinem ersten (bewusst erlebten) Urlaub am Meer nahezu jeden Tag an diese Zeit zurück denke. Abgestoßen hat mich der Titel aber irgendwie, weil er so ... falsch in meinen Ohren klang. Mir fehlt es nämlich sehrwohl am Meer zu sein, weshalb ich gespannt war, was der Autor mit diesem ungewöhnlichen Titel denn bezweckt. Das Buch ist eine Anekdotensammlung mit Geschichten, die sich so, oder so ähnlich, oder vielleicht auch gar nicht so ähnlich zugetragen haben. Es sind die Erinnerungen eines Jungen aus Travemünde, der dort aufwächst, Touristen und Einheimische beobachtet und sich so seine ganz eigenen Gedanken zu jedem einzelnen macht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen - die Geschichten sind allesamt interessant und flüssig zu lesen, mal amüsant, mal nachdenklich stimmend, aber immer irgendwie mit einer ganz eigenen Faszination. Besonders gefallen haben mir die teilweise tiefgründigen Erkenntnisse, die quasi nebenbei einfließen und mich als Leser immer wieder haben selber nachdenken lassen. Was mir nicht ganz so gefiel, ist dass - so kam es jedenfalls bei mir an - diese Faszination Meer einfach als Macke der Touristen abgetan wurde. Touristen mögen den Geruch von vergammelndem Tang, Touristen gucken sich blöde die vielleicht wirklich banale Küste an. - Ich selber lebe seit fast 16 Jahren in Dresden, und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich - den Touristen aus aller Welt nicht unähnlich - die Schönheit dieser Stadt bewundere, auch an vermeintlich banalen Ecken. Ich denke, Faszination Meer und Faszination Dresden sind sich ähnlich: Nämlich für jeden unterschiedlich. Sowohl für Einheimische als auch Besucher. Diese Differenzierung hat mir gefehlt. Ansonsten ein schönes Buch, tiefgründig, amüsant, kurz: Die richtige Lektüre für die Ferien - selbst wenn es die Weihnachtsferien sind ;-) Aber die Aussage des Titels müsste für mich dennoch eine Winzigkeit abgeändert werden: Es fehlt mir am Meer zu sein.

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    Huebner

    Huebner

    31. December 2010 um 17:12

    Der Titel verspricht eine Strandjugend und der Leser bekommt eine Anekdotensammlung, die zwar ambivalent ist, aber zu überspitzt, um wahr zu sein. Um Wahrheitsgehalt geht es Maximilian Buddenbohm aber vermutlich gar nicht, sondern um Effekte, ein bisschen Witz und um die Möglichkeit einer Jugend an der Ostsee. Der Autor entwirft einen Mikrokosmus runt um die "Strandresidenz", in der das alter ego seine Jugendjahre zubringt, dabei Figuren begegnet und Figuren aus den Augen verliert. Die Schnapsdrossel, der dünkelhafte Hausmeister, die erste große und unerreichbare Liebe, der beste Kumpel, der alternde Postboote, Imbissbudenbesitzer, Werftarbeiter und die Liebhaber der Mutter werdern kategorisch abgearbeitet, wobei der Leser auf das eigentlich Typische einer Jugend am Meer erwartungsvoll warten darf. Landschaftsbeschreibungen gelingen dem Autor sehr gut auch eine leichte Sprache, die sich aus bizarren Bildern zusammensetzt. Aber nicht nur das alter ago "ruckelt planlos und überfordert etwas herum" (S. 43), auf der Suche nach einem richtig echten Abenteuer. Und der Leser kommt spätestens in der Mitte des Büchleins zur Erkenntnis, dass die Jugendlichen an der Ostsee genauso "konspirativ irgendwo im Gebüsch herumsitzen" (S. 40), wie im Schwarzwald oder an der Spree. Was also macht die Kindheit an der Ostsee so außergwöhnlich anders als die irgendwo sonst. Darauf findet der Autor leider keine Antwort - wohl weil er keinen Vergleich hat. Eine wunderbare kleine Hezensgeschichte legitimiert die ab und an etwas langatmigen, sich wiederholenden Lästereien über touristische Verhaltensweisen. Es fehlt an Ostseeflair, welches mir nicht vermittelt werden konnte. Wirklich Küstenhaftes, abgesehen vom "Auf den Steinen Sitzen", was durch den Handlungsort und Thomas Mann irgendwie vorweggenommen wird und Seetang, konnte ich auf den 250 Seiten nicht finden, denn Schiffsfahrten zum Kaffee, Kurortbands und Ferienjobs gibt es auch im "Elbflorenz", in der Lausitzer Seenlandschaft, im Fürst-Pückler-Park und sonstwo. Vielleicht könnte dieses Buch empfindlichen Gemütern den Urlaub an der Ostsee verleiden, wenn man weiß, wie die Einheimischen denken. Abder dem Autor fehlt es weniger am Meer zu sein als dem Binnenmenschen, was er uns mittels der Beschreibung nicht enden wollender, trüber und zäher Winter an der Küste verdeutlicht. Die Umschlaggestaltung erinnert an "Arizona Dream" und Van Gogh und verspricht ein bisschen was vom Seemansgarn, das zu spinnen man in einem Küstenbuch erwarten würde. I. Hübner

    Mehr
  • Rezension zu "Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein" von Maximilian Buddenbohm

    Es fehlt mir nicht, am Meer zu sein
    LiesaB

    LiesaB

    Eine Kindheit da, wo andere Urlaub machen...am Meer, an der Ostsee. Aber wie im Leben, so ist auch das Gewohnte unspektakulär. Menschen aber, die nicht am Meer leben, empfinden die Freiheit, den Wind, das Meer, den Strand, die Sonne, ja selbst das Kreischen der Möven als etwas Besonderes. Wenn wir, die nicht ständig am Meer sind dorthin fahren, haben wir Urlaub und somit endlich einmal Zeit. Das Meer fehlt uns, weil wir mit ihm gute Gefühle verbinden. Der Autor beschreibt seine Kindheit, die ohne Meer völlig anders verlaufen wäre. Wir treffen Sarah, Steffan, Hilde, die Königs und viele andere Orginale, die sehr gut beschreiben wurden. Mt etwas schriftstellerischem Talent, kann selbst eine Hutschachtel zur Höchstform auflaufen. Er nimmt uns mit ans Meer und wir dürfen davon träumen, es riechen und die Möven pullern uns auf die Schulter beim Lesen. Dass der Schriftsteller es geschafft hat, diese Empfindungen in mir zu wecken, hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte das Gefühl beim Lesen in einem Strandkorb zu sitzen. Vielen Dank für dieses Buch.

    Mehr
    • 2