Maximilian Schönherr Die Stammheim-Bänder

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Inhaltsangabe zu „Die Stammheim-Bänder“ von Maximilian Schönherr

Erstveröffentlichung: Originalstimmen der RAF – 30 Jahre lagen sie im Staatsarchiv Ludwigsburg, jetzt gibt diese Auswahl aus 21 wieder aufgefundenen Tonbändern Einblick in den Stammheimer Gerichtsprozess gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Raspe. Sondergesetze, Misstrauensanträge der Verteidigung, Versuche der Angeklagten, ein Tribunal gegen den Vietnamkrieg und die Isolationsfolter zu schaffen – die Aufzeichnungen legen Zeugnis ab von hochaggressiven Wortwechseln und politischen Deklamationen. Ein Tondokument von politischer Wucht. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie »Beste Information«

Beeindruckender Einblick in die Vorgehensweise der Justiz

— Ratzifatz
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    Die Stammheim-Bänder
    Ratzifatz

    Ratzifatz

    14. July 2017 um 08:29

    Wenn man sich die Eckdaten des Hördokuments ansieht, erwartet man wirk5lich nicht den mitreißenden und starken Eindruck, den man beim Hören erhält. 30 Jahre lang lagen einige Tonbänder der Aufzeichnung  des Stammheim-Prozesses im Staatsarchiv. Für den Geschichtsinteressierten ist es ein Glücksfall, dass die Bänder nicht der eigentlich intendierten Löschung unterzogen wurden. Trotz der bloß bruchstückhaften Überlieferung - es ist gerade einmal ein kompletter Verhandlungstag von mehreren hundert Tagen zusammen mit ein paar kurzen Abschnitten aus anderen Tagen verfügbar - kommt beim Hören nahezu Spannung auf. Dabei werden gar nicht die großen Themen aufgemacht. Die rhetorisch begabten Anwälte beschweren sich etwa wütend über die Durchsuchung nach Waffen, der sie bei Beginn der Verhandlungstage stets unterzogen werden. Ein tätlicher Angriff auf den später wegen Befangenheit ausgetauschten Vorsitzenden ist mithörbar. Die durchaus herablassende Art einiger Personen wirft ein unvorstellbar schlechtes Licht auf die damalige Justiz, auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Angeklagten teilweise lächerliche Weltbilder vertreten. Die Angeklagten selbst kommen nur selten zu Wort, und wenn doch, dann handelt es sich meistens um Wutausbrüche oder Geschrei. Wo sich die Angeklagten in gemäßigtem Ton ausdrücken, neigen sie zu Abschweifungen und kommunistischer Diktion. Interessant ist aber auch dabei eher die Reaktion der Anwälte und Vorsitzenden. Als beeindruckter Hörer kann ich erahnen, was für ein historischer Meilenstein eine komplette Tonüberlieferung des Prozesses gewesen wäre. 

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