Maximilian Steinbeis Pascolini

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Inhaltsangabe zu „Pascolini“ von Maximilian Steinbeis

"Der Autor ist mit ganzem Herzen bei dem, was er erzählt." F.A.Z. Matthias Pascolini treibt die Ettengruber Polizei zur Verzweiflung, denn der junge Gauner ist einfach nicht zu fassen. In dem Provinznest kämpfen mit wachsender Be-geisterung Katholiken gegen Protestanten, Traditionalisten gegen Freigeister, Tennisvereinsmitglieder gegen die Herren vom Fußballklub. Je härter die Staats-gewalt zuschlägt, desto mehr wird Pascolini zum Volkshelden. Als sich dann auch noch die Politik einmischt, geraten die Ettengruber an die Grenzen eines Bürgerkrieges. Ein derbes, bitterböses Spiel um die Macht des Geschichtenerzählens, eine kluge und bissige Satire über Freiheitsmythen und Fremdenverkehr. Ein Mordsspaß, nicht nur für Bayern. Für alteingesessene Ettengruber ist Matthias Pascolini ein Held wie aus alten Zeiten. Auch wenn seine Schmugglerbande sich längst auf Drogenhandel statt Wilderei ver-legt hat, rankt sich schon bald ein Mythos à la Robin Hood um die jungen Schlitzoh-ren. Pascolini ist das recht. Denn die Touristen, die bald massenhaft im Gasthof Teu-felsschlupf einfallen, zahlen gut. Doch als sich der kleine Kommissar Eugen Kasten-bauer an seine Fersen heftet, als der evangelische Unternehmer Heinz-Hubert Scholten oberhalb Ettengrubs ein Skiparadies plant und das Mädchen Camilla Friedmann sich in einen Hamburger Waisenknaben verliebt, nimmt sein Schicksal eine böse Wendung. Am Ende nutzt dem „bayerischen Hiasl“ all sein Ruhm nichts – dafür manch anderem um so mehr ... Ein scharfzüngiges Epos aus der Provinz, ein Heimatroman à la Rosenmüller mit einer starken Prise Räuberpistole.

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  • Rezension zu "Pascolini" von Maximilian Steinbeis

    Pascolini

    dubh

    03. April 2010 um 18:59

    Als ich die Ankündigung des Aufbau Verlags zu diesem im März neu erschienenen Buch von Maximilian Steinbeis gelesen habe, dachte ich sofort, dass "Pascolini" etwas für mich sein könnte: es klang einfach gut nach skurrilem Heimatroman aus der bayerischen Provinz, nach einer ausgeklügelten Räuberpistole mit reichlich Sprachwitz. Was mir dann blühte, war das glatte Gegenteil: die Grundidee weiterhin interessant, entpuppte sich mir ein reichlich verworrenes und vor allen Dingen sprunghaftes Werk, bei dem keinerlei roter Faden erkennbar war. Anfangs schob ich das nur auf die regionalen Bezüge, darauf, dass ich mit bayerischen Namensabkürzungen wie Hiasl und Begrifflichkeiten wie Lederkotze einfach nichts anfangen konnte, aber es wurde von Seite zu Seite schwieriger. Personen wurden eingeführt, teilweise pro Seite eine, die mit dem weiteren Verlauf der Geschichte überhaupt nichts zu schaffen hatten - Personen, die allerdings wichtig waren (und blieben) wie der titelgebende Matthias Pascolini, blieben seltsam unfertig und farblos. Hinzu kam, dass mir keine vernünftige Zeitangabe über den Weg lief - so wurde aus dem Buab Hias gefühlt auf der nächsten Seite der Chef einer Schmugglerbande, ohne ein Anzeichen auf die Zeit, die beim Umblättern vergangen sein muss. Mit solchen Verwirrspielen und unwichtigen Details, bei denen man zwischenzeitlich gewillt ist, sie nach Polizeiarbeitsmethode an ein großes Board zu pinnen, kann ich nichts anfangen - es ist mir einfach zu mühsam, wenn es mir so vorkommt, als hätte ich als Leserin so viel Spielraum in der Geschichte, dass ich mir das Ganze irgendwie "erarbeiten" müsste, ja alles selbst einorden zu können. Wenn ich jetzt die Rezension der FAZ zu diesem Buch noch einmal überfliege, dann komme ich mir reichlich bescheuert vor - offensichtlich bin ich zu ungebildet für "Pascolini", einen Roman, den der Rezensent irgendwo zwischen Arnold Stadler und Thomas Mann einordet, mit nonchalantem Tonfall und kunstfertigem Stil, ohne künstlich zu sein. Sei's drum - ich bin mir inzwischen fast sicher, dass ich ein anderes Buch in Händen hatte, denn herzig-kernige Figuren konnte ich beim besten Willen keine einzige erkennen und als grotesk empfand ich allenfalls die Zeit, die ich mit diesem Buch verbracht habe.

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