Maya Angelou

 3.9 Sterne bei 38 Bewertungen

Lebenslauf von Maya Angelou

Eine der bedeutendsten Kämpferinnen für Freiheit und Gleichberechtigung: Maya Angelou wird 1928 in Missouri als Marguerite Annie Johnson geboren. Ihre Kindheit verbringt sie nach der Scheidung ihrer Eltern zum größten Teil bei ihrer Großmutter, bis auf wenige Jahre zwischendurch, in denen sie mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter lebt. Bereits als Kind muss Angelou viel durchmachen: Mit acht Jahren wird sie vom Freund ihrer Mutter vergewaltigt. Wegen der Drohung, er würde ihren Bruder ermorden, verriet sie die Identität des Täters zunächst nicht. Als er später verurteilt wurde, wurde er erschlagen aufgefunden, bevor er seine Haftstrafe antreten konnte. Mit 17 Jahren schließt Angelou die High School ab und bekommt ihren Sohn Clyde. Schon zuvor beginnt sie, in verschiedenen Berufen zu arbeiten. In der Zeit bei ihrer Großmutter bringt ihr eine befreundete Lehrerin die Literatur und insbesondere die Poesie nahe. Angelou ist begeistert von Autoren wie Shakespeare, Poe, Dickens und einigen afroamerikanischen Künstlerinnen. In den 1950er Jahren wird sie als Tänzerin und Sängerin bekannt und wählt zu dieser Zeit auch den Namen, unter dem sie heute bekannt ist. 1959 zieht sie nach New York City, wo sie der Harlem Writers Guild beitritt. Sie lernt bedeutende Autoren kennen und veröffentlicht erste Werke. Ab 1961 lebt sie einige Jahre in verschiedenen Ländern Afrikas, bevor sie 1965 in die USA zurückkehrt und Malcom X dabei hilft, die Organisation für Afrikanische Einheit aufzubauen, bevor er nur kurze Zeit später ermordet wird. Nur weniger Jahre später wird auch ihr guter Freund Martin Luther King Jr. ermordet. 1970 veröffentlicht Angelou ihre Autobiographie „I Know Why The Caged Bird Sings“, die international großen Anklang findet. In den folgenden Jahren erhält Angelou einen Lehrauftrag an verschiedenen Hochschulen, obwohl sie selbst keinen Universitätsabschluss hat. Auch redet sie bei wichtigen Veranstaltungen wie der Amtseinführung von Bill Clinton oder dem Millionen-Mann-Marsch der Vereinten Nationen 1995. Zum Tod von Nelson Mandela 2013 schreibt Angelou das Gedicht „His Day is Done“, an der Trauerfeier kann die inzwischen erkrankte Angelou nicht mehr teilnehmen. Sie stirbt im Mai 2014 in North Carolina.

Alle Bücher von Maya Angelou

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Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt

 (20)
Erschienen am 10.09.2018
I Know Why the Caged Bird Sings

I Know Why the Caged Bird Sings

 (11)
Erschienen am 21.04.2009
Mom & Me & Mom

Mom & Me & Mom

 (3)
Erschienen am 09.04.2013
Letter to My Daughter

Letter to My Daughter

 (1)
Erschienen am 27.10.2009
Phenomenal Woman

Phenomenal Woman

 (1)
Erschienen am 01.02.2000
Izak of Lapland

Izak of Lapland

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Oh Pray My Wings Are Gonna Fit Me Well

Oh Pray My Wings Are Gonna Fit Me Well

 (0)
Erschienen am 01.04.1997

Neue Rezensionen zu Maya Angelou

Neu
I

Rezension zu "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" von Maya Angelou

Enttäuschend
Isabella0212vor 13 Stunden

Ich habe mich sehr viel von dem Buch versprochen, denn die Geschichte eines schwarzen Mädchens, dass zu Zeiten der Rassentrennung in den USA aufwächst, muss doch einfach spannend sein. Doch leider wurde ich enttäuscht, denn meiner Meinung handelt es sich bei der Autorin leider nicht um eine begabte Schriftstellern – eher im Gegenteil. Dieser erste Teil der Autobiographie von Maya Angelou ist eine Ansammlung von Gedanken, Momentaufnahmen und Einschätzungen, die wild und ohne jegliche Struktur aneinandergereiht sind. Für mich gab es so leider keine Möglichkeit, mich in die Geschichte einzudenken, geschweige denn einzufühlen.

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Rezension zu "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" von Maya Angelou

Liebe Maya,
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Monat

wenn es mir schwer fällt, Worte für meine Liebe zu Worten zu finden, dann schreibe ich Briefe an jene außergewöhnlichen Menschen, denen besagte Liebe überhaupt verschuldet ist. 
Eine von ihnen bist natürlich du.
Und hier ist mein Liebesbrief an dich. 
 
Ich möchte nichts Schönreden, was bereits in seinem Kern durch und durch hässlich ist: Ich bin unglücklich. Sehr sogar. Ich kann mein Unglück auch nicht rechtfertigen, weder mit Ursachen noch mit Gründen. Was diese Angelegenheit, die bereits in ihrer Natürlichkeit banal erscheint, unverständlicher, gar sarkastischer wirken lässt. Wenn ich die Welt um mich betrachte, habe ich das Gefühl, ein Privileg an mich zu reißen, das mir nicht zusteht. Das Privileg müde sein zu dürfen; denn wenn man ein Dach über den Kopf drei warme Mahlzeiten und ein Schrank voller Kleidung hat, steht man tagein, tagaus vor dem Spiegel und fragt seine eigene Reflektion: Warum bist du eigentlich so?
Und in dieser Frage, da schwingt so viel Wut und Erbitterung mit, dass es gar keiner Antwort mehr bedarf. Denn das ist mein Armutszeugnis: Der Selbsthass. Oder auch die Unfähigkeit, Schönheit in mir - mir? ich! - zu sehen, geschweige den zu finden.

Ich sage anderen immer gern, dass ich ihr Mitleid nicht brauche. Sie fragen mich und drängen mich, versuchen mir zu helfen. Aber sie wissen nicht, wie, weil ich Selbstdestruktion wie ein Gebet verinnerlicht habe. Und wenn ein Gespräch sich wie eine Schlange um mich schlingt, dann winde ich mich heraus, so geölt bin ich im Weglaufen und Verstecken. Gleichzeitig befürchte ich, narzisstisch zu sein, denn die Sorgen der anderen habe ich nicht verdient. Vielleicht, nein ganz sicher sogar, bin ich nicht die Erste, die daran scheitert, die Grenze zwischen Selbstliebe und Selbstsucht zu erkennen und in Wirklichkeit, da weiß ich ja, ich bin weder das Eine, noch das Andere, sondern in der Schlucht dazwischen gefangen. Mir fehlt die Fähigkeit, meine Gefühle für mich zu übersetzen und deswegen, nur deswegen, lese ich und hoffe, dass irgendein Buch mir dabei  hilft, diese Sprache des Ichs zu meistern. Und Stück für Stück, da klappt es tatsächlich.
Buch für Buch, da komme ich mir näher.
Und hier kommen dann deine Worte ins Bild.

Just like moons and like suns,
With the certainty of tides,
Just like hopes springing high,
Still I’ll rise.
- Maya Angelou, Still I Rise

Dein Leben hat dir so viel Grausamkeit vorgeworfen, Maya. Bereits mit deiner Geburt beschloss es, dein Schicksal zu besiegeln: Du bist als Schwarze in einer Welt geboren, in der Schwarze nicht erwünscht waren. Und was hast du getan? Du hast dir das nicht gefallen lassen. Du hast dem Leben ins Gesicht gelacht und bist sorglos über Müllheiden getanzt, weil du niemanden das Recht gabst, ihren Hass auf dich wirken zu lassen. Vor allem dir selbst nicht, auch wenn der Versuch sooft so groß gewesen war. Ich fühle mich demütig deiner Macht gegenüber, Stärke wie ein selbstverständliches Gut zu behandeln. Dabei war es nicht immer leicht für dich, an diesem Grundsatz festzuhalten.
Wenn ich manchmal das Gefühl habe, an meiner Selbst zu ersticken, hole ich dein Buch aus meinem Regal heraus, breche es zum hundersten Mal auf und lese die ersten Worte, zwischen denen ich mich widerfinde. Und dann verliere ich mich in der Schönheit, die dein Kopf, dein Herz vor Jahren auf das Papier geschrieben haben und ich merke, wie sich meine angespannten Schultern lockern, wie meine Atmung sich reguliert und wie sich das schwarze Wirrwarr in meinem Kopf langsam löst. Die Welt und ihr Grau um mich herum verblasst und die Worte mit ihren Farben treten in den Vordergrund. Anderswo nennt man das wohl Hoffnung.

Meine Bewunderung liegt in deiner Inakzeptanz, die Dinge so hinzunehmen, wie sie dir präsentiert wurden. Wenn dir jemand sagte, dass es keine schwarzen Schaffner gibt, hast du damit geantwortet, die erste schwarze Schaffnerin San Fransiscos zu werden. Wenn du wusstest, du musst nach Hause, hast du nicht auf Rettung gewartet, sondern bist allein losmarschiert. Wenn du Angst hattest vor deiner eigenen Gewalt, hast du auf deine Instinkte vertraut und damit stets Sanftheit errungen. Man lässt sich gern einreden, weniger zu (be-)herrschen, aber letzendlich sind wir die alleinigen Machthaber über uns und unserem Glauben. Es ist nur zu leicht, ebendas zu vergessen. Aber ebenso leicht kann es auch sein, daran erinnert zu werden.

Es ist jetzt beinahe zwei Monate her, seit ich "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" gelesen habe, aber ich habe das Gefühl, seitdem jeden Tag mit deiner Geschichte begonnen zu haben. Denn sie gibt mir so viel Mut, so viel Liebe und Leidenschaft, dass ich innerlich immer einen Weg zurück zu dir finde. Liebe Maya, ich würde dir gerne Danke sagen, aber ich glaube nicht, dass das ausreicht. Ich kann dir aber ein Geheimnis verraten, nämlich, dass ich nicht aufgeben möchte. Das wollte ich nie. Aber es ist schwer, einen Halt zu finden. Doch: Stück für Stück, Buch für Buch, so klappt es schon. So komme ich mir näher.

"Schau, du musst nicht nachdenken, ob du das Richtige tust. Wenn du das Richtige willst, dann tust du es auch, ohne nachzudenken."

Liebe Grüße
M.

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R

Rezension zu "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" von Maya Angelou

Ich weiß, warum der Gefangene Vogel singt
Ramona91vor 2 Monaten

In diesem wundervollen Buch begleiten wir Maya Angelou.

Sie erzählt uns davon wie es ist, in den Dreißiger Jahren in Amerika als Afroamerikanerin aufzuwachsen.
Skurrile Situationen im Gottesdienst, Misshandlung und der tägliche Kampf Weißer gegen Schwarze.
Es ist eine unfassbar starke Frau, die in diesem Buch Ihre Geschichte erzählt.
Ein Buch das man diesen haben muss.

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Gespräche aus der Community

Neu

Eine Geschichte über den Kampf gegen unvorstellbare Widerstände

Als Bürgerrechtlerin, Aktivistin und eine der einflussreichsten Stimmen der afroamerikanischen Literatur war und ist Maya Angelou eine Inspiration: Angetrieben von einem unbändigen Wunsch nach Gerechtigkeit erzählt sie in ihrem Memoir Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt aus ihrem eigenen Leben und von ihrem Kampf als junges Mädchen gegen die Schranken des rassistischen Amerikas der 30er und 40er Jahre.
Wir verlosen 20 Exemplare ihrer mitreißenden Geschichte.

»Eine brillante Autorin, eine leidenschaftliche Freundin, eine sagenhafte Frau.« Barack Obama


Worum geht’s genau?
Zuhause im Kramerladen ihrer Großmutter wächst Maya Angelou in den 30er Jahren in einem kleinen Dorf am Rande einer Baumwollplantage in den Südstaaten auf. Wohlbehütet lässt sie sich mit ihrem Bruder Bailey von der Welt um sie herum verzaubern, bis sich die Geschwister auf den Weg zu ihrer leiblichen Mutter machen sollen, die im nördlich gelegenen St. Louis lebt. Dort erlebt Maya Schreckliches, als der Lebensgefährte ihrer Mutter sie sexuell missbraucht. Sie hört auf zu sprechen und findet erst Jahre später ihre Stimme wieder. Zwischen ihrer Liebe zur Literatur und ihrer eigenen Fantasie begreift sie die weltverändernde Kraft der Worte und der Zärtlichkeit im Angesicht des Grauens. Ihr Streben nach Gerechtigkeit im Kampf gegen die Rassendiskriminierung der Vereinigten Staaten treibt sie an, nicht aufzugeben …

Seid Ihr neugierig geworden? Dann schaut mal in unsere Leseprobe »

Wenn Ihr Lust habt, mehr über Maya Angelous Leben zu erfahren, bewerbt Euch bis zum 20. September über den »Jetzt bewerben«-Button und beantwortet uns folgende Frage:

Wann habt Ihr oder Menschen in Eurem Umfeld Ungerechtigkeit erfahren und wie habt Ihr Euch dagegen eingesetzt?


PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Suhrkamp und Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

Über die Autorin:
Maya Angelou wurde 1928 in St. Louis, Missouri, als Margerite Annie Johnson geboren. Als engste Vertraute von Martin Luther King und Malcom X war Angelou nicht nur Bürgerrechtlerin und –aktivistin, sondern auch Schauspielerin, Theater- und Filmregisseurin, Tänzerin, Calypso-Sängerin, Schriftstellerin und alleinerziehende Mutter. Ihr Memoir Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt erschien erstmals im Jahr 1969 und erlangte internationale Bekanntheit. 2014 verstarb Angelou.
Letzter Beitrag von  Ianocvor einem Monat
https://www.lovelybooks.de/autor/Maya-Angelou/Ich-wei%C3%9F-warum-der-gefangene-Vogel-singt-144620440-w/rezension/1939259162/ Besser spät als nie! Lieber Suhrkamp-Verlag. Ich möchte mich nochmals herzlichst für diesen Gewinn bedanken, denn dieses Buch wird nun wohl für immer einen ganz besonderen Platz für mich einnehmen. Ich habe einen Brief an die Autorin als Rezension geschrieben, da mir manchmal anders keine passenden Worte einfallen, um meine Dankbarkeit auszudrücken. <3 GLG
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Maya Angelou wurde am 04. April 1928 in St. Louis (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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