Mechthild Borrmann Die andere Hälfte der Hoffnung

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Inhaltsangabe zu „Die andere Hälfte der Hoffnung“ von Mechthild Borrmann

Valentina lebt in Tschernobyls Todeszone – und wartet seit Monaten auf eine Nachricht ihrer Tochter, die nach Deutschland ging. Weit entfernt wohnt der Schafzüchter Lessmann zurückgezogen auf einem Hof am Niederrhein. Bis eine junge ukrainische Zwangsprostituierte Zuflucht bei ihm sucht – und ihn zu folgenschweren Entscheidungen zwingt.

Zwangsprostitution, Menschenhandel, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit

— Durga108

Sehr bewegend, ruhig erzählt, aber dennoch erschreckend und sprachlos machend!

— kornmuhme

Ein Buch über Menschenhandel und die Nachwirkungen von Tschernobyl. Ging mit direkt unter die Haut

— Gruenente

Wieder ein hervorragender Roman, den man einfach gelesen haben muss.

— klaraelisa

Sehr gut geschriebenes und teilweise auch sehr bewegendes Buch

— JuliB

Mechthild Borrmann hat, wie immer, ein interessantes Thema in eine spannende Story verpackt.

— Die-Rezensentin

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    Die andere Hälfte der Hoffnung

    Durga108

    19. September 2017 um 13:16

    Der Roman spielt zwischen Tschernobyl und Düsseldorf, wird ganz leise aus verschiedenen Aspekten erzählt, handelt von harten Schicksalen und erst mit der Zeit erkennt der Leser die gesamte Katastrophe. Walentyna, die Mann und Sohn in Folge des Tschernobyl Unfalls verloren hat, schreibt Tagebuch und erzählt die Familiengeschichte von der Zwangsarbeit der Mutter im Dritten Reich, dem Mann, der viel zu früh verstarb, über den zweiten Mann, der zuviel trank und sie schlug. Sie schreibt dies alles für ihre Tochter Kateryna auf, die spurlos verschwunden zu sein scheint. Kateryna wurde mit ihrer Freundin Olena als Austauschstudentin nach Deutschland gelockt. Die Mädchen fielen allerdings auf Menschenhändler herein und wurden zur Prostitution gezwungen. Kateryna flüchtet, Olena bleibt, wird drogenabhängig und irgendwann von den Zuhältern grausam entsorgt. Kateryna landet nach ihrer Flucht, bei Lessmann, der seit dem Tod seiner Frau alleine auf seinem Hof lebt. Die junge Russin stellt seinen Alltagstrott auf den Kopf und ihn vor neue Aufgaben, u.a. soll er nach Katharinas Freundin suchen, die in einem Bordell in den Niederlanden anschaffen soll. Lessmann findet sie auch, informiert Katharina aber nicht darüber. Nicht nur er sucht nach den Mädchen, sondern auch Leonid, ein suspendierter Kriminalbeamter, versucht die Mädchen zu finden und geht davon aus, dass ein Mädchenhändlerring dahintersteckt, der bis in hohe Kreise Unterstützung findet. Diese Handlungsstränge (Walentyna, Kateryna und Lessmann sowie Leonid) verdichten sich zu einem Gesamtbild, das div. aktuelle Themen anspricht. Nicht nur das, Borrmann verknüpft sehr geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart. Alle Handlungen der Protagonisten kann ich nicht nachvollziehen, muss ich aber auch nicht. Die Geschicht ist komplex, nicht immer einfach, auch nicht schön, dafür aber berührend, ganz ehrlich und sie wirkt nach dem Lesen nach.

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  • Menschenhandel / Tschernobyl: aufwühlender Themenmix

    Die andere Hälfte der Hoffnung

    Gruenente

    28. February 2015 um 19:47

    Junge Frauen in der Ukraine bekommen Arbeit und Studienplätze in Deutschland angeboten. alles sieht echt aus: Schreiben der Uni, Arbeitsverträge. Was auf sie wartet ist Zwangsprostitution. Tanja gelingt kurz vor ihrem Verkauf in die Niederlande die Flucht. Sie landet bei einem älteren Schafsbauern, der sie rettet, dafür aber alles aufgibt. In einem weiteren Handlungsstrang beschreibt Walentyna ihr Leben, während sie auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deruschland hofft. Walentyna und ihr Mann haben in einem Ort gewohnt, in dem ein Atomkraftwerk stand... Dann ist da noch der Polizist Leonid, der die verschundenen Mädchen finden will. Er kommt einer Verschwörung auf die Spur, wird suspendiert und fährt auch eigene Faust nach Deutschland. Spannend, manchmal verstörend, ging mir unter die Haut. Ruhige Töne, keine Effekthascherei.

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  • Das Leben nach Tschernobyl !!

    Die andere Hälfte der Hoffnung

    Die-Rezensentin

    23. September 2014 um 09:46

    Mechthild Borrmanns neuester Roman befasst sich, wie immer, auch wieder mit einem besonderen Thema. Walentyna, die das Unglück in Tschernobyl als junge Frau hautnah miterlebt hat, ist nun nach vielen Jahren und unzähligen Schicksalsschlägen zurück in die verbotene Zone gezogen. Die Zeit verbringt sie mit dem Warten auf ihre verschollene Tochter Krystina, die sich mit ihrer Freundin nach Deutschland aufmachte, um dort zu arbeiten. Seitdem hat niemand mehr etwas von den beiden gehört. Leonid, Beamter der Miliz in Kiew, findet heraus, dass Krystina nicht das einzige verschwundene Mädchen ist, sondern dass es anscheinend einen ganzen Mädchenhändlerring gibt. Die Mädchen werden angeworben, um in Deutschland zu arbeiten und verschwinden spurlos. Weil er es Walentyna versprochen hat, macht er sich in Deutschland auf die Suche nach den Mädchen. Dabei gerät er in ein Netz aus Korruption und Profitgier, in dem man über Leichen geht und auch sein Leben ist in Gefahr. Walentyna schlägt währenddessen die Zeit tot, indem sie ihre Lebensgeschichte aufschreibt. Sie erzählt sehr eindrucksvoll, wie das Unglück passierte und wie das Leben danach für die Einwohner aussah. Der Leser erfährt Einzelheiten über die Katastrophe in Tschernobyl, die einen auch heute noch erschüttern lassen. Im Gegensatz zu den Menschen wurde das Vieh direkt weggeschafft, denn Vieh ist ja kostbar. Was damals aus reiner Geldgier alles verschwiegen und wie zuerst alles verharmlost wurde. (Was man ja auch heute von Katastrophen kennt) Sogar anschließend, nachdem schon mehrere Kilometer weit alles evakuiert worden war, traf immer noch niemand Vorsorge und es wurde weiterhin ohne Schutzkleidung gearbeitet. Bis heute wollen Männer keine `Tschernobylza` heiraten, eine Frau, die zur Zeit der Katastrophe geboren wurde, da sie evt keine, oder aber behinderte Kinder bekommen könnte. Von ihrer eigenen Gesundheit gar nicht zu reden. Ein weiterer Handlungsstrang führt uns an die Holländische Grenze, wo der alte Matthias Lessman allein auf einem einsamen Bauernhof lebt. Matthias wird zufällig Zeuge einer Verfolgungsjagd, bei der ein junges Mädchen gehetzt wird. Er rettet die Ukrainerin und nimmt sie bei sich auf. Damit nehmen die Ereignisse ihren Lauf; allerdings einen Lauf, den er so nie gewollt hat. Die verschiedenen Handlungsstränge fand ich tlw. etwas sehr verworren, vor allem brachten mich die Unmengen an russischen Namen durcheinander. Zum Schluss sah ich, dass hinten im Register die mitwirkenden Personen aufgeführt sind, das hätte ich mir allerdings am Anfang gewünscht. Die Story hat mich aber trotzdem sehr gefesselt, besonders die Tagebucheintragungen rund um Tschernobyl. Mechthild Borrmann hat ja ein besonderes Händchen, die Fäden am Ende völlig unerwartet zusammenlaufen zu lassen; oftmals mit einem total überraschenden Ergebnis....

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