Mechthild Lanfermann Wer im Trüben fischt

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Inhaltsangabe zu „Wer im Trüben fischt“ von Mechthild Lanfermann

Tote Vögel singen nicht ... Die Journalistin Emma hat nach einem Skandal ihre Heimatstadt Bremen verlassen. Gerade versucht sie Fuß bei einem Berliner Radiosender zu fassen, da wird der amerikanische Professor Tom Rosenberg ermordet. Emma berichtet als erste von dem Vorfall in der Universität. Sie findet heraus, dass der jüdische Wissenschaftler deutsche Wurzeln hatte und sich durch seine Publikationen in einigen Zirkeln nicht gerade beliebt gemacht hatte. Bei ihren Recherchen kommt Emma schließlich nicht nur dem ermittelnden Kommissar Edgar Blume in die Quere. Sie deckt eine unglaubliche Geschichte um Neid, Liebe und Verrat auf, die in die Bauhaus-Szene der Vorkriegsjahre reicht und in die selbst honorige Berliner Kreise verstrickt sind. Und merkt fast zu spät, dass der Täter es längst auf sie abgesehen hat …

Ein interessanter Krimi der mich gut unterhalten hat

— Kerstin_Lohde

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  • Ein interessanter Krimi der mich gut unterhalten hat

    Wer im Trüben fischt

    Kerstin_Lohde

    24. April 2016 um 12:46

    Das Buch hat mich schon allein vom Cover her angesprochen und als ich dann die Leseprobe dazu gelesen hatte, war mir klar das ich versuchen sollte es als Rezensionsexemplar zu erhalten. Denn dieser Krimi klang gut und auch vielversprechend. Nachdem ich Glück hatte und das Buch bei mir eingetrudelt war hab ich ein paar Tage später mit dem Lesen begonnen und wurde nicht enttäuscht denn es lies sich flüssig lesen. Nachdem ich aber am Anfang leichte Schwierigkeiten hatte wegen den kleinen Zwischensequenzen ging es aber nach und nach besser so das ich die Zusammenhänge wenigstens erahnen konnte. So das am Ende keine Fragen ungeklärt geblieben sind. Dieses Buch ist ein gut geschriebener Krimi den man als Krimi Fan wenigstens mal in die Hand genommen haben sollte und natürlich auch mal reinlesen. Denn hier muss jeder selber entscheiden ob dieses Buch etwas für ihn wäre. Aber ansonsten ist es ein gut geschiebener und unterhaltsamer Kriminalroman

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  • Ein interessanter Krimi der mich gut unterhalten hat

    Wer im Trüben fischt

    Kerstin_Lohde

    18. October 2015 um 14:38

    Das Buch hat mich schon allein vom Cover her angesprochen und als ich dann die Leseprobe dazu gelesen hatte, war mir klar das ich versuchen sollte es als Rezensionsexemplar zu erhalten. Denn dieser Krimi klang gut und auch vielversprechend. Nachdem ich Glück hatte und das Buch bei mir eingetrudelt war hab ich ein paar Tage später mit dem Lesen begonnen und wurde nicht enttäuscht denn es lies sich flüssig lesen. Nachdem ich aber am Anfang leichte Schwierigkeiten hatte wegen den kleinen Zwischensequenzen ging es aber nach und nach besser so das ich die Zusammenhänge wenigstens erahnen konnte. So das am Ende keine Fragen ungeklärt geblieben sind. Mein Fazit: Dieses Buch ist ein gut geschriebener Krimi den man als Krimi Fan wenigstens mal in die Hand genommen haben sollte und natürlich auch mal reinlesen. Denn hier muss jeder selber entscheiden ob dieses Buch etwas für ihn wäre. Ich vergebe hier 4 von erreichbaren 5 Sternen den ich hatte eben leichte Schwierigkeiten mit diesen Zwischensequenzen. Aber ansonsten ist es ein gut geschiebener und unterhaltsamer Kriminalroman

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  • Emma beißt sich durch

    Wer im Trüben fischt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    15. January 2014 um 03:08

    Nach einem Vorkommnis in Bremen hat Emma Vonderwehr versucht, in Berlin einen Neuanfang zu machen. Sie ist Rundfunkjournalistin und nur, was über den Sender geht, wird bezahlt. Demzufolge ist sie bemüht, immer an vorderster Front mitzumischen. Als Tom Rosenberg, ein amerikanischer Jude, der gerade überraschend eine Gastprofessur abgelehnt hat, ermordet wird, sieht sie ihre Chance. Sie hört sich nicht nur an, was an Stellungnahmen von der Polizei verlautet wird, sie geht weiter und recherchiert selbst. Dabei kommt sie dem ermittelnden Kommissar Edgar Blume immer öfter in die Quere. Sie erfährt, dass Tom Rosenberg deutsche Vorfahren hatte und er selbst Recherchen über seine Großeltern unternommen hatte. Ihm wurde gedroht, wovon er sich jedoch nicht abhalten ließ. Emma dringt immer tiefer in eine Vergangenheit deutscher Geschichte ein, in die Zeit des NS-Regimes und steht bald in der Schusslinie des Mörders... Emma Vonderwehr stürzt sich voller Eifer in die Aufgabe, zu recherchieren, wie Tom Rosenberg ums Leben gekommen ist. Waren seine antisemitistischen Werke, die er publiziert hatte, der Auslöser oder gar seine Recherchen über seine Großeltern, die 1934 Deutschland verlassen mussten? Durch ihre unerschütterliche Art gelingt es ihr, Informationen zu erhalten, die selbst der Polizei entgangen sind. Es entsteht eine Kooperation zwischen Emma und dem ermittelnden Beamten Edgar Blume, bei der sie sich auch näher kommen. Die Autorin Mechthild Lanfermann weiß, worüber sie schreibt. Sie selbst kommt aus dem Metier des Rundfunks und Journalismus. Authentisch zeigt sie dem Leser die Arbeit eines Reporters, die Unruhe und Betriebsamkeit in den Räumen ist förmlich zu spüren. Wer könnte das besser beschreiben, als jemand, der dort selbst gearbeitet hat? Das Buch beginnt mit einem Kapitel, das sich dem Leser erst nach und nach entschließt. Ebenso erfährt man nicht sofort, warum die Protagonistin Bremen verlassen hat, so dass man bereits zu Beginn auf Neugier gepolt wird. Interessant finde ich den Abzweig in einen dunklen Teil der deutschen Geschichte. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 begann die Ausrottung der Juden in Deutschland auf schändlichste Art und Weise. Wie übel ihnen von Staates wegen mitgespielt wurde, zeigt die Autorin sehr genau auf. Auch wenn der Antisemitismus Thema im Buch ist, ist er nicht vorherrschend. Die Autorin hat die Ereignisse in der deutschen Geschichte sehr gut recherchiert, was sich nachvollziehen lässt. Das Alltag einer Rundfunkreporterin ist genau so detailliert dargestellt wie die Örtlichkeiten in Berlin. Spannung wurde bereits mit Beginn des Buches aufgebaut und auch durchgehen gehalten. Viele mögliche Täter wurden benannt und trotzdem ist die Auflösung des Mordfalls überraschend. Spannung bis zum Ende ist garantiert. Ein Debütroman, der auf die beiden Protagonisten Emma und Edgar neugierig gemacht hat und von dem man sich gern Fortsetzungen wünscht.

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  • Leserunde zu "Wer ohne Liebe ist" von Mechthild Lanfermann

    Wer ohne Liebe ist

    BTB_Verlag

    Liebe Krimi-Freunde, wir starten, gemeinsam mit unserer Autorin Mechthild Lanfermann, eine Leserunde zu ihrem Krimi „Wer ohne Liebe ist“ zu der wir Euch herzlich einladen möchten. Es ist der zweite Fall für die Radioreporterin Emma Vonderwehr und Kommissar Edgar Blume. Ihr Krimi-Debüt „Wer im Trüben fischt“ erschien 2012 bei btb im Taschenbuch und wurde in diesem Jahr für den Glauser-Preis nominiert!  Wir verlosen 15 Exemplare des Romans und wenn ihr mit Mechthild Lanfermann über ihr Buch diskutieren möchtet, bewerbt Euch bis zum       01. Sep 2013. Schreibt uns dazu einfach, warum ihr das Buch gerne lesen würdet. Wir sind gespannt und freuen uns auf Eure Antworten! Zum Inhalt: Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten. In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist? Zur Autorin: Mechthild Lanfermann ist 1969 in Niedersachsen geboren. Sie studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und später Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Nach dem Studium arbeitete sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Radio Bremen, beim RBB und bei Deutschlandradio Kultur. Als Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover lehrt sie seit kurzem Hörfunk. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.

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  • Gute 3,5 Sterne, mit Tendenz zu 4, für einen spannenden Krimi

    Wer im Trüben fischt

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    03. May 2013 um 08:53

    Inhalt: Journalistin Emma hat es im Moment nicht leicht. Nach einmal Skandal musste sie ihre Heimatstadt Bremen verlassen und versucht nun bei einem Berliner Radiosender Fuß zu fassen. Als der amerikanische Professor Tom Rosenberg ermordet wird, verschafft sie sich Zugang zur Universität und kann somit als Erste von dem Vorfall berichten. Sie findet heraus, dass der jüdische Wissenschaftler deutsche Wurzeln hatte und sich durch seine Veröffentlichungen bei manchen Leuten nicht gerade beliebt gemacht hatte. Sie beginnt zu recherchieren und deckt dabei eine verzwickte Geschichte um Neid, Liebe und Verrat auf, die in die Bau-Szene der Vorkriegsjahre reicht und in die selbst angesehene Berliner Kreise verstrickt sind. Doch dabei merkt sie fast zu spät, dass es der Täter auch längst auf sie abgesehen hat… Meinung: "Wer im Trüben fischt" ist ein Krimi, der spannend klingt und auch größtenteils hält was der Klappentext verspricht. Dementsprechend ist Protagonistin Emma wirklich gut erarbeitet. Man lernt sie im Laufe des Romans immer besser kennen. Sie ist ziemlich mitgenommen davon, dass durch den Skandal ein Mensch ums Leben kam und auch dass ihr nun die Schuld dafür in die Schuhe geschoben werden soll. Außerdem belastet es sie, dass sie ihre Mutter und ihre behinderte Schwester zurücklassen musste, wodurch sie sich auch noch schuldig fühlt. Aber dennoch, oder gerade deswegen steckt sie sehr viel Energie in diesen aktuellen Fall und will unbedingt als Erste das Rätsel lösen, wofür sie auch Gefahren und Anfeindungen auf sich nimmt. Denn als sie ihre Hypothesen zu dem Fall vorstellt, steht keiner wirklich hinter ihr. Dennoch setzt sie sich durch und kommt dem Rätsel auf die Spur. Außerdem ist der Plot selbst gut überlegt und auch wirklich interessant. Die Autorin baut immer wieder geschickt Spannungsbögen auf und veranlasst damit zum Weiterlesen. Ebenso ist die Geschichte größtenteils in sich stimmig und man weiß bis zum Ende nicht, wer nun wirklich der Mörder ist, ein Aspekt, der in einem Krimi immer von Vorteil ist. Ich schreibe größtenteils stimmig, da ich es doch etwas seltsam finde, dass die Polizei mit ihren Ermittlungen eher am Rande arbeitet und die Hauptermittlungen von Emma erbracht werden. Aber dennoch war vor allem der Einstieg in das Buch etwas holprig, da zu Beginn einfach ziemlich viele verschiedene Sichten / Tatsachen beschrieben werden und der Leser es nicht zuordnen kann. Natürlich wird damit die Spannung erhört und im Laufe des Romans ergibt dann auch alles einen Sinn, aber zu Beginn ist es etwas verwirrend. Der Schreibstil ist in Ordnung, aber manchmal etwas sehr ausschweifend. So werden teils unnötige Details sehr ausführlich beschrieben, was man sich aber hätte sparen können und dafür noch etwas mehr auf Emmas Familie und den Skandal eingehen hätte können. Es werden zwar ausreichend Hinweise und Einblicke gegeben, so dass man sich am Ende wirklich ein stimmiges Bild davon machen kann, aber dennoch hätte ich es gern noch ein bisschen genauer erfahren. Aber das ist wirklich Geschmackssache. Zudem empfand ich die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Emma und dem Kommissar als unnötig, denn sie wirkt eher konstruiert und unglaubwürdig, so dass sie die Geschichte nicht bereichert, sondern eher belastet hat. Ich sehe zwar was die Autorin damit bezwecken wollte, aber ich denke, dafür hätte es auch bessere Lösungen gegeben. Fazit: Ein spannender und gut durchdachter Roman, der einige kleinere Schwächen aufweist, welche aber den Lesegenuss nur minimal stören. Am Ende habe ich „Wer im Trüben fischt“ wirklich gern gelesen und mich auch gut unterhalten gefühlt. Deshalb gibt es gute 3,5 Sterne, mit einer Tendenz zu 4 und eine Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Wer im Trüben fischt" von Mechthild Lanfermann

    Wer im Trüben fischt

    AennA

    05. December 2012 um 09:56

    3,5 Sterne Die Rundfunkjournalistin Emma Vonderwehr hat ihren ersten Arbeitstag bei einem Berliner Radiosender. Als der amerikanische Professor Tom Rosenberg ermordet wird, sieht Emma ihre Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Auf eigene Faust sucht sie nach dem Täter. Ihre Recherchen führen sie dabei in das nationalsozialistische Deutschland der Dreissiger Jahre, und gemeinsam mit Kriminalkommissar Edgar Blume deckt sie einen ungeheuren Skandal auf... Doch wer könnte nach so vielen Jahren ein Interesse am Ableben des Gelehrten gehabt haben? Zu spät erkennt Emma die Wahrheit und begibt sich selbst in große Gefahr! "Wer im Trüben fischt" ist das vielversprechende literarische Debüt der Journalistin Mechthild Lanfermann. Gleich zu Beginn wird der Leser mit einem äußerst spannenden Prolog geködert, den ich im Nachhinein jedoch als nicht ganz passend empfand... Lanfermanns lockerer und anschaulicher Schreibstil macht es leicht, die Lektüre fortzusetzen. Mit der Journalistin Emma und dem Kommissar Edgar Blume hat sie interessante Protagonisten geschaffen, die aber auf jeden Fall noch ausbaufähig sind und somit viel Spielraum für eine Fortsetzung bieten. Nebenbei, geschickt in ihre Geschichte eingeflochten, macht die Autorin auf private Schicksale und gesellschaftliche Missstände aufmerksam, die es leider tausendfach auch in Deutschland gibt. So steht die kleine Penelope für unzählige weitere Kinder drogenabhängiger Eltern, die den ganzen Tag auf sich allein gestellt sind und um die sich keiner kümmert... Und dies ist nur einer von vielen sozialkritischen Aspekten, die Lanfermann ihren Lesern mit viel Sensibilität nahe bringt, was ihrem Buch eine enorme Glaubwürdigkeit verleiht. "Wer im Trüben fischt" ist mal ein Krimi der anderen, ganz besonderen Art. Die Autorin hat hervorragend recherchiert und kommt vor allem ohne Blutvergießen und grausige Effekte aus. Damit hebt sie sich wohltuend von der Masse ab, so dass man ihr gerne kleine Langatmigkeiten verzeiht. Auch wenn die Hintergründe für mich teilweise verwirrend und nicht ganz einfach nachvollziehbar waren, ich die Geschichte als irgendwie nicht ganz "rund" empfand, hat mir Mechthild Lanfermanns Erstling gut gefallen. Die Idee, die dahinter steht, ist großartig, und ich glaube, dass von Frau Lanfermann noch einiges zu erwarten sein wird... So freue ich mich dann auch auf die Fortsetzung "Wer ohne Liebe ist", die im Juli 2013 erscheinen wird und bin gespannt.... Kurz und knapp: Intelligenter Krimi der besonderen Art...

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  • Rezension zu "Wer im Trüben fischt" von Mechthild Lanfermann

    Wer im Trüben fischt

    horrorbiene

    29. August 2012 um 11:57

    Ich habe schon einige Krimis mit einem Journalisten als Hauptfigur gelesen, doch haben mir die “richtigen” Krimis mit Kripo-Beamten, bisher stehts besser gefallen. Doch neue Reihen bekommen neue Chancen und so auch die Radioreporterin Emma Vonderwehr. Denn dies ist auch etwas Neues für mich: Emma arbeitet nicht bei einer Zeitung, sondern für’s Radio. Meine erste Reaktion nach dem Lesen des Buches war folgende: Ich setzte mich an den PC um auf einer eventuellen Autorenhomepage nach einer Fortsetzung zu suchen. Fündig geworden bin ich zwar nicht, dennoch würde ich unheimlich gern wissen, wei es mit Emma weitergeht. Zwar habe ich eine Weile gebraucht, bis ich mich an die späte Nennung der Namen, nachgeschobene Personenbeschreibungen und die spontanen Perspektivwechsel gewöhnt hatte, doch dann flogen die Seiten nur so dahin und ich wollte unbedingt wissen, ob es Emma gelingt, der Sache auf den Grund zu gehen und mit einer brillianten Story sich einen Platz im Team des Berliner Radiosenders zu ergattern. Die fehlenden Personenbeschreibungen fand ich besonders schade, so konnte ich mir die Figuren recht schlecht vorstellen. Ansonsten habe ich eigentlich nichts mehr zu meckern an dem Buch. Die Geschichte baut sich spannend auf, da der Leser durch einige Einschübe von anderen Personen Andeutungen bekommen hat, die Emma natürlich nicht hatte. Und auch im Finale greift Lanfermann auf kleine, aber klassische Details, zurück um Spannung zu erzeugen. Außerdem hat Emma eine Vergangenheit, die bereits im Klappentext angedeutet wird und muss nun in einer fremden Stadt von vorn beginnen. Lanfermann hat geschickt kleine Beschreibungen berliner Örtlichkeiten einfließen lassen, so dass die Sadt vor den Augen des Lesers entstanden ist ohne zu regionallastig zu sein. Der Fall, den es aufzudecken gilt, ist auch ausreichend kompliziert, so dass der Täter nicht sofort ersichtlich ist. Zudem ist das NS-Thema hier nicht vorherschend, aber plausibel umgesetzt. Dennoch kommt Lanfermann um ein Klischee nicht herum: Es gibt hier die Figur des ermittelnden Beamten Edgar Blume, der mit seiner Frau in Scheidung lebt, ein schlechtes Gewissen aufgrund der zu seltenen Besuche bei seinem Sohn hat und sich wegen einer Begegnung zu Emmas Informant bei der Polizei entwickelt. Klischeehaft deshalb weil der einsame “Er” auf eine einsame “Sie” in einer neuen Stadt trifft und … aber Klischee hin oder her: Ich mag so etwas und auch in dieser Hinsicht interessiert es mich sehr, wie es denn weitergeht! Fazit: Mir hat Lanfermanns Krimi-Debüt sehr gut gefallen, zwar ist es recht kurz, aber dennoch spannend und das Ende nicht vorhersehbar. Das Buch bereitet am Ende bereits alles vor, was eine Krimi-Serie benötigt: Eine engagierte, selbstbewusste Rundfunkjournalistin als Hauptcharaker, ein Ermittler bei der Polizei mit Potential als Partner in Berufs- und Liebesdingen als Co-Charakter und Berlin als ein Pflaster, auf dem es kriminaltechnisch bestimmt einiges zu berichten gibt!

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