Mechthild Lanfermann Wer ohne Liebe ist

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Inhaltsangabe zu „Wer ohne Liebe ist“ von Mechthild Lanfermann

Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten. In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist?

Ein sehr atmosphärischer Krimi mit einer sehr sympathischen Heldin und gesellschaftspolitischem Anspruch!Perfekt!

— Thala
Thala

Emma Vonderwehr - die vielschichtige, facettenreiche Protagonistin einer anspruchsvollen Krimireihe mit gesellschaftspolitischem Anspruch!

— TochterAlice
TochterAlice

Fazit: Brisantes Thema, welches spannend und fundiert recherchiert umgesetzt ist.

— Bellexr
Bellexr

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  • 2. Teil mit der Radiojournalistin Emma

    Wer ohne Liebe ist
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    20. January 2014 um 11:09

    Als der Lehrer Lukas Brinkmann ermordet wird, erhält Emma den Auftrag zur Berichterstattung des Falles. Schnell ist ersichtlich, dass der Lehrer im rechtsradikalen Milieu anzusetzen ist. Auch ihr Freund und Polizist Edgar Blume ist auf den Fall angesetzt und ermittelt. Ein Austausch der beiden mit hilfreichen Informationen findet nur sporadisch statt, denn Edgar Blume sieht den Fall aus einer anderen Sicht als Emma, darf ihr jedoch dazu nichts sagen. Emma findet heraus, dass der Lehrer ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Brandenburg stammt und dass es vor kurzem schon mal einen Toten aus genau dem Dorf in Berlin gab. Gibt es da einen Zusammenhang und wenn ja, welche Rolle spielen die vielen Rechtsradikalen, die das Dorf fest in ihrem Griff haben? ... Das war der zweite Teil mit der Radioreporterin Emma Vonderwehr und dem Polizisten Edgar Blume. Die Autorin Mechthild Lanfermann macht es sich mit ihren Themen nicht leicht. Hat sie sich im ersten Teil unter anderem dem Thema Juden zugewendet, so hat sie sich mit diesem Krimi ein weiteres brisantes Thema ausgesucht - die rechte Szene in Deutschland.  Der Roman beginnt mit einem Ereignis aus dem Jahre 1987 im Osten Berlins. Nach einem Konzert in der Zionskirche tauchten Skinheads auf und grölten Naziparolen. Justiz und Polizei hatten bis dato rechtsextreme Tätigkeiten in der DDR abgestritten.  Einer der Beteiligten kam wegen Denunziation unschuldig in den Knast und schwor Rache an dem, der ihn da hineingebracht hatte. Ein Dorf in Brandenburg scheint hier der Sitz von Rechtsextremisten zu sein. Es ist kurz vor der Landtagswahl und die Rechten wollen in den Landtag einziehen. Edgar Blume und sein Team wollen das verhindern, Drogen sind mit im Spiel, es fehlt noch die Verbindung, alles miteinander zu verknüpfen, um die rechte Partei verbieten zu können. Für Blume drängt die Zeit, in 14 Tagen ist die Wahl, aber sie sind ihrem Ziel noch keinen Schritt näher. Emma recherchiert auf die ihr eigene Art und Weise und kommt Edgar Blume mehr als einmal in die Quere, was ihm natürlich nicht passt. Er bittet sie, vieles von ihrem Recherchiertem noch nicht an die Öffentlichkeit zu bringen, um seine Arbeit nicht zu gefährden. Sie ist mit der Situation nicht zufrieden und sucht weiterhin nach Antworten. Mit Rocco Schmitz, einem der Rechtsextremisten, schafft sie sich einen ernst zu nehmenden Feind, der unter anderem auch gegen sie aufwiegelt. Obwohl sie Angst hat, gibt sie nicht auf. Ein ausgesprochen dicht atmosphärisch aufgeladener Krimi mit dem Thema Rechtsextremismus in Deutschland legt Mechthild Lanfermann hier vor. Es ist erschreckend, wie genau sie dieses Buch recherchiert hat, es macht Angst, weil man weiß, dass vieles die Realität in Deutschland ist. Der Aufmarsch der Nazis und wie verschreckt man das als Otto Normalverbraucher in den Medien immer wieder erleben muss.  Hier ein ganzes Dorf unter der Knute der Neonazis, die Kirche wird als Treffpunkt genutzt, um das Jungvolk an sich binden zu können. Großkotziges Getue mit dem Gefühl der Macht lässt die andersdenkenden Dorfbewohner kapitulieren.  Beim Lesen spürt man die Angst förmlich. Mit diesem Roman wird aber nicht nur nach einem Mörder gesucht, es zeigt einen Teil der deutschen Geschichte, der wieder nachweisbar gut recherchiert wurde. Neben Mord, Drogen und Nazis hat der Leser auch  Einblick in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten Emma und Edgar, die es sich beide nicht einfach machen. Die Fäden des Ereignisse hat die Autorin geschickt geflochten. Selbst als der Mörder gefasst wurde, sinkt das Spannungslevel nicht ab, denn es ist noch immer eine Rechnung offen, die gezahlt werden muss.  Dass letztendlich alles stimmig ist, lässt den Leser mit einem guten Gefühl das Buch schließen.  Auch wenn man dieses Buch für sich allein lesen kann, würde ich empfehlen, den Vorgänger zu lesen. Die Autorin bringt zwar einige Rückblicke auf den Vorband, um die Zusammenhänge verstehen zu können, aber das erklärt meiner Meinung nach nicht genug die Beziehung zwischen Emma und Edgar, die langsam zustande kam.  Teil 1 hatte mir schon gefallen, aber der hier gefiel mir besser, ich fand ihn spannender und atmosphärisch dichter und empfehle ihn sehr gern weiter.

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  • Leserunde zu "Wer ohne Liebe ist" von Mechthild Lanfermann

    Wer ohne Liebe ist
    BTB_Verlag

    BTB_Verlag

    Liebe Krimi-Freunde, wir starten, gemeinsam mit unserer Autorin Mechthild Lanfermann, eine Leserunde zu ihrem Krimi „Wer ohne Liebe ist“ zu der wir Euch herzlich einladen möchten. Es ist der zweite Fall für die Radioreporterin Emma Vonderwehr und Kommissar Edgar Blume. Ihr Krimi-Debüt „Wer im Trüben fischt“ erschien 2012 bei btb im Taschenbuch und wurde in diesem Jahr für den Glauser-Preis nominiert!  Wir verlosen 15 Exemplare des Romans und wenn ihr mit Mechthild Lanfermann über ihr Buch diskutieren möchtet, bewerbt Euch bis zum       01. Sep 2013. Schreibt uns dazu einfach, warum ihr das Buch gerne lesen würdet. Wir sind gespannt und freuen uns auf Eure Antworten! Zum Inhalt: Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten. In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist? Zur Autorin: Mechthild Lanfermann ist 1969 in Niedersachsen geboren. Sie studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und später Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Nach dem Studium arbeitete sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Radio Bremen, beim RBB und bei Deutschlandradio Kultur. Als Dozentin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover lehrt sie seit kurzem Hörfunk. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.

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    • 195
  • Blutige Geheimnisse in Brandenburg

    Wer ohne Liebe ist
    Thala

    Thala

    29. September 2013 um 22:46

    Emma Vonderwehr ist eine Berliner Radiojournalistin, welche sich auf Spurensuche in einem Mordfall begibt. Ein Grundschullehrer mit rechtem Hintergrund ist unfreiwillig gestorben-doch wer hat ihn auf dem Gewissen? Emma recherchiert in Brandenburg und gerät ins Kreuzfeuer der rechten Szene. Auch wenn ich den Erstling der Vonderwehr-Reihe noch nicht gelesen habe, hat mir dieses Buch aufgrund der sympathischen Heldin und des brisanten, aktuellen Themas sehr gut gefallen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wer denn nun der Mörder ist. Lanfermann schreibt sehr detailliert und atmosphärisch, so dass eine fast schon beklemmende Spannung entsteht. Außerdem hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt, was eigentlich fast schon wichtiger ist als die Suche nach dem Mörder. Schließlich bekommen die rechten Parteien im Osten immer mehr Zulauf. Wie kann man dies verhindern? Dies verstehe ich unter gelungener Unterhaltung mit gesellschaftskritischem Seitenblick.

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  • "Wer ohne Liebe ist"

    Wer ohne Liebe ist
    kolokele

    kolokele

    25. September 2013 um 20:06

    "Wer ohne Liebe ist" von Mechthild Lanfermann ist der zweite Band um die Radiojournalistin Emma Vonderwehr und Kommissar Edgar Blume, die auch privat ein Paar sind. Wie es dazu kam und ob die Beziehung Bestand haben wird, bleibt offen bzw. wurde vermutlich im ersten Band angesprochen, das ist das einzige, was am Anfang des Buches etwas fehlt, man weiß die Beziehung der Beiden nicht so richtig einzuordnen. Aber zum eigentlichen Inhalt: Lukas Brinkmann, ein Grundschullehrer wird ermordet aufgefunden. Durch Recherche von Emmas Kollegin, die verschiedene Kanäle im Internet beobachtet, wird schnell klar, dass er im rechten Milieu aktiv war und es steht zu fürchten, dass dies bei dem Mord eine Rolle spielte. Edgar Blume nun, ist in weiteren Ermittlungen in eben dieser Szene aktiv, die offenbar auch dem Drogenhandel zugetan scheint. Auch hier scheint ein Zusammenhang zum Mord nicht ausgeschlossen. Doch wie genau hängt alles zusammen? Es ist nicht so offensichtlich wie es scheint. Emma sucht das Heimatdorf von Lukas Brinkmann und seinen Vater, einen ehemaligen Pfarrer auf und erfährt ein wenig mehr über Brinkmann, auch über seine Aktivitäten in seiner Jugend in der DDR. Außerdem befindet sie sich auf einmal mittendrin in der rechten Szene des Dorfes, es sieht so aus, als hätten die Rechten das Dorf komplett in der Hand. Gerade diese Szenen sind sehr gut beschrieben, sie sind bedrückend, ist man sich doch bewusst, dass dies nicht nur der Fantasie der Autorin entspringt. Das Buch hat somit eine ganz besondere Atmosphäre, ist spannend und gerade zum Ende hin, als der Mord bereits aufgeklärt ist, spitzt sich die Lage erneut zu und es werden weitere Fragen und Zusammenhänge aufgedeckt. Der Krimi ist durch und durch gelungen. Mir hat er so gut gefallen, dass ich den ersten Band nun auf jeden Fall auch noch lesen werde.

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  • DDR, Neonazis und ein kleiner Junge

    Wer ohne Liebe ist
    Grandville

    Grandville

    25. September 2013 um 16:50

    Der Grundschullehrer Lukas Brinkmann wird in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Emma Vonderwehr erfährt bei ihrer Recherche Unglaubliches: Brinkmann war Mitglied der rechten Szene und konnte trotzdem an einer Grundschule unterrichten. Doch damit nicht genug: was hat die DDR-Vergangenheit des Opfers damit zu tun? Auch Privat läuft es nicht gut für Emma: Stress bei ihrem Radiosender und Edgar Blume, der ebenfalls in diesem Fall ermittelt, geht auf Abstand und nähert sich seiner Frau wieder an. Emma sitzt zwischen allen Stühlen. Bei ihren Ermittlungen lernt sie August kennen und erhält einen Einblick in die rechte Szene von Brandenburg.   Der zweite Roman um Reporterin Emma und  Kommissar Edgar Blume. Bereits erschienen: "Wer im trüben fischt", 2012.   Als jemand, der den ersten Roman um Emma und Edgar Blume nicht kennt, würde ich empfehlen "Wer im trüben fischt" zuerst zu lesen. Beim Lesen dieses Buches hatte ich das Gefühl, dass mir viele Kleingikeiten aus dem Leben der beiden fehlen, auch wenn es kurze Rückblicke in "Wer ohne Liebe ist" gibt.   Bedrückend ist die Stimmung im Buch. Das Leben auf dem Brandenburger Land im Einflussbereich der rechten Szene wurde meiner Meinung nach gut erzählt und getroffen. Diese Stellen empfand ich als besonders beklemmend und intensiv. Das Buch lässt sich insgesamt sehr flott und flüssig weglesen. Zum Ende hin entwickelt es sich sogar zum Pageturner, weil man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Leider sind mir sowohl Emma als auch Edgar Blume nicht so nahe gekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ihre privaten Verwicklungen empfand ich ein klein wenig störend, den Mordfall betreffend. Auch Emmas Arbeit als Reporterin für den Radiosender empfand ich zum Teil als ein wenig verwirrend. Zwar war es interessant soviel Hintergrundwissen zu erfahren, aber so ganz bin ich nicht durch die Verwicklungen und Beziehungen durchgestiegen und speziell ihre beste Freundin Bente hat bei mir einen nicht so guten Eindruck hinterlassen.   Ein solider Krimi in der Berliner/Brandenburger Neonazi-Szene. Mir hat es gefallen und ich kann es weiterempfehlen. Allerdings würde ich den ersten Teil zu erst lesen.

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  • Wer ohne Liebe ist

    Wer ohne Liebe ist
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. September 2013 um 08:31

    "Wer ohne Liebe ist" ist der zweite Band über die Radiomoderatorin Emma Vonderwehr, die über einen Mordfall berichtet und auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. Vielleicht ist es ratsam, den Vorgängerband "Wer im Trüben fischt" gelesen zu haben, um die Vorgesdchichte einiger Protagonisten besser zu verstehen. In diesem Fall wird ein Lehrer ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Schnell führt die Spur ins rechte Milieu und Emma gerät mehr als einmal in bedrohliche Situationen. Ihr Partner Edgar Blume ist Kommissar und ermittelt in diesem Fall. Und irgendwie scheint er darin verstrickt zu sein. Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben. Die Beschreibungen der rechten Gruppierung und deren Bedrohung und Vereinnahmung eines kleinen Dorfes sind bedrückend und eindringlich beschrieben. Hier geht es nicht nur um einen Mordfall, sondern auch um aktuelle Probleme, wie der sich ausbreitende Rechtsradikalismus in Deutschland. Ein spannender, aktueller Krimi mit Protagonisten, mit Ecken und Kanten, der auf jeden Fall lesenswert ist und den Leser am Ende nicht mehr loslässt!

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  • Rechte Szene, Drogen und eine verlorene Liebe

    Wer ohne Liebe ist
    Dreamworx

    Dreamworx

    19. September 2013 um 11:08

    Der beliebte Grundschullehrer Lukas Brinkmann wird brutal ermordet in seiner Zehlendorfer Wohnung gefunden. Während Polizist Edgar Blume die Ermittlungen in dem Mordfall aufnimmt, kümmert sich Reporterin Emma Vonderwehr für den Radiosender „Berlin Direkt“ um die Information der Bevölkerung. Einige Zeit vor dem Mord an dem Lehrer gab es schon einen Todesfall eines Teenagers. Die beiden Fälle hängen irgendwie zusammen, aber wie? Im Zuge der Nachforschungen stellt sich heraus, dass Lukas Brinkmann ein wichtiges Mitglied der Rechten Szene war, die vom Verfassungsschutz schon seit Längerem beobachtet wird, weil man stichhaltige Beweise für ein Parteiverbot sucht. Während sich Blume mit den Politikern und den verdeckten Informanten herumschlägt, bringt Emma sich immer mehr durch ihre eigenen Ermittlungen in Gefahr und steht schon bald im Visier der Rechten Szene. Bei ihren Recherchen stößt sie auf einen alten Fall aus dem Jahr 1987, der auf einmal wieder ganz aktuell wird. Mechthild Lanfermann ist mit ihrem zweiten Buch „Wer ohne Liebe ist“ um die Reporterin Emma Vonderwehr und Edgar Blume ein guter Nachfolger zu Band 1 gelungen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Spannung baut sich langsam, aber stetig, auf und findet in einem großen überraschenden Finale ihren Abschluss. Der Charakter von Emma ist eigenbröt-lerisch, einsam, stur, clever, aber auch liebenswert, manchmal anlehnungsbedürftig. Blume ist ebenfalls ein spezieller Typ, manchmal sympathisch, aber auch zerrissen durch seine Beziehung zu seiner Ex-Frau und dem gemeinsamen Sohn auf der einen Seite und seiner Liebesbeziehung zu Emma Vonderwehr auf der anderen. Beide Protagonisten sind allerdings so angelegt, dass sie schon allein durch ihre einzigartigen Charaktere unvergesslich sind. Die Geschichte besteht aus mehreren Handlungssträngen, die erst parallel laufen, am Ende aber sehr gekonnt miteinander verknüpft werden, so dass keine Fragen offen bleiben. Das Storyende birgt trotzdem ein überraschendes Finale als würdigen Schlusspunkt. Mechthild Lanfermann ist ein atmosphärischer und gesellschaftskritischer Krimi zu einem sehr schwierigen Thema gelungen. Fans von Elizabeth Herrmann werden hier voll auf ihre Kosten kommen! Besonders spannend und sehr lesenswert.

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  • Wer ohne Liebe ist

    Wer ohne Liebe ist
    bidi66

    bidi66

    15. September 2013 um 21:26

    Mechthild Lanfermann hat mit ihrem zweiten Fall um die Journalistin Emma Vonderwehr wieder einen spannenden Krimi geschrieben. Nach einem kurzen spannenden Prolog, der viele Fragen aufwirft, lässt sie es im Verlauf der Handlung manchmal etwas zu ruhig angehen um dann aber mit einem spannenden Schluß aufzuwarten. Die Autorin hat sich, wieder einem heiklen Thema gewidmet. Sehr ausführlich schildert sie, wie die rechtsradikale Szene in der dörflichen Umgebung Brandenburgs Fuß fassen will und mit welchen Methoden sie um die Jugend buhlt. Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit treiben die Jugendlichen in den Dunstkreis der Rechten Szene. Nicht nur Edgar Blume sondern auch Emma Vonderwehr vermuten dort den Grund, warum Lukas Brinkmann sterben musste. Dennder beliebte Lehrer war aktives Mitglied einer neonazistischen Partei. Obwohl er mit dieser rechtsradikalen Gesinnung unterrichten durfte, ging die Lehrerschaft Lukas so gut wie aus dem Weg. Nur Gesine Lorenz, eine Kollegin, hielt zu ihm. Denn bei ihr wird nicht nur die Zuneigung zu Lukas sondern auch zu dessen Szene vermutet. Als dann schließlich noch der Handel mit Drogen ins Gespräch kommt, erschließt sich einem schnell die Verbindung zu einem früheren Todesfall, der mehr als 6 Monate zurück liegt. Mechthild Lanfermann hat die anfänglichen Recherchen der Journalistin Emma und ihrer Kollegin Bente für meine Begriffe fast zu ausgiebig geschildert, um dabei die eigentlichen Ermittlungen der Kripo fast ein bisschen aus den Augen zu verlieren. Wer ermittelt den eigentlich: die Polizei oder die Jornalisten?  Ausgedehnte Befragungen von Lehrern, Nachbarn und Freunden lassen einem fast ermüden, doch das änderte sich spätestens im letzten Drittel des Buches. Ab diesem Zeitpunkt nimmt das Buch richtig Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Die Autorin hat ihre Geschichte auf mehreren Handlungssträngen aufgebaut, wodurch sich die Spannung auch kontinuierlich auf einem Niveau hielt. Etwas enttäuschend fand ich nur, dass der Bezug zum Prolog erst zum Ende des Buches wieder aufgenommen wird. Mechthild Lanfermann hat sich auf das Wesentliche konzentriert und die Botschaft vermittelt, dass der Umgang und die Mitgliedschaft in der rechtsradikalen Szene keine Zukunft hat. Sehr interessantes Thema und immer wieder brisant. Die Autorin springt meiner Meinung nach zu zu vielen Nebenschauplätzen und versucht dann irgend wie wieder die Kurve zu bekommen. Dabei kommen manche Hauptakteure zu kurz und andere Nebendarsteller wird zuviel Aufmerksam gezollt.

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  • Deutscher Krimi mit gesellschaftspolitischem Anspruch

    Wer ohne Liebe ist
    TochterAlice

    TochterAlice

    15. September 2013 um 13:23

    Mit "Wer ohne Liebe ist" hat die Autorin Mechthild Lanfermann den zweiten Teil ihrer Krimiserie um die Journalistin Emma Vonderwehr und den Ermittler Edgar Blume veröffentlicht. Die Serie spielt in Berlin, wohin es Emma nach einem Skandal in ihrer Heimat Bremen verschlagen hat, hat aber mit herkömmlichen Regionalkrimis nichts zu tun - weder betulicher Humor noch Lokalkolorit - sei es im positiven oder in negativen Sinn - finden hier Platz. Emma ist eine unbequeme Journalistin, die sich gern der Wahrheit stellt, bis ins Detail rechercheriert und auch schwierigen Interviews bzw. solchen mit unangenehmen Gesprächspartnern nicht aus dem Weg geht. Auch sie selbst ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, genau wie auch ihre Beziehung zu Edgar Blume - auch er ein Typ mit Ecken und Kanten. In vorliegendem Fall führt der Tod eines jungen Lehrers schnell und zunächst überraschend ins Milieu der brandenburgischen Neonazis und ist untrennbar mit der Vergangenheit - den 1980er Jahren, der Zeit vor dem Mauerfall also, verbunden. Der Leser sollte durchaus eine gewisse Nervenstärke aufweisen, denn die Anzahl an unangenehmen Figuren und unerfreulichen Begegnungen ist in diesem Roman nicht gerade gering - dafür aber realistisch und stilistisch gut dargestellt. Ein ungewöhnlicher Krimi mit Protagonisten, die man so schnell nicht vergisst: genauso sollte es aus meiner Sicht sein, wenn man eine Krimireihe aufbaut, die lange in den Regalen der Buchhandlungen zu finden sein soll. Allerdings nichts für Leser, die durchweg sympathische Protagonisten mögen, mit denen man sich in jeder Situation identifizieren kann - das ist hier mit Sicherheit nicht so. Für mich ist dieser Faktor unwesentlich, deswegen ist die Reihe aus meiner Sicht ein großer Gewinn für die deutsche Krimilandschaft - ich werde Emma Vonderwehr auf jeden Fall treu bleiben und hoffe auf viele weitere Bände mit ihr! In Qualität, Thematik und Anspruch möchte ich die Krimis von Mechthild Lanfermann auf eine Stufe mit denen von Elisabeth Herrmann, Nele Neuhaus und Jan Seghers stellen - ernsthafte Krimis also mit einem Anspruch auf Gesellschaftskritik. Auch den internationalen Vergleich bspw. mit der Norwegerin Anne Holt braucht sie nicht zu scheuen. Wer also einen richtig guten und spannenden deutschen Krimi lesen will, in dem auch gesellschaftliche Mißstände angesprochen werden, der greife zu diesem Buch.

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  • Brisantes Thema, perfekt recherchiert und umgesetzt!

    Wer ohne Liebe ist
    tweedledee

    tweedledee

    13. September 2013 um 16:15

    In Berlin-Zehlendorf wird die Leiche des Grundschullehrers Lukas Brinkmann gefunden, er wurde brutal zusammengeschlagen, ermordet. Radioreporterin Emma hat Bereitschaft für den Sender "Berlin Direkt" und fährt mit dem Ü-Wagen zum Tatort, um live zu berichten und Meinungen der Nachbarn einzuholen. Bald stellt sich heraus, dass der allseits beliebte Lehrer Verbindungen zur rechten Szene hatte, Emma wittert eine brisante Story, die sie gern exklusiv bringen möchte. Sie beginnt nachzuforschen und befindet sich schneller als gedacht im Fokus der Rechten Szene.   Bei dem Krimi "Wer ohne Liebe ist" handelt es sich um den zweiten Fall für Emma Vanderwehr. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, lässt sich dieser Teil auch gut lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, obwohl ich den ersten Band nicht kenne, ohne großes Vorgeplänkel ist man in der Handlung drin. Emmas Recherchen führen  sie in das ländliche Brandenburg in einen kleinen Ort,  zum Geburtsort des Opfers. Ihre Nachfragen werden von den Dorfbewohnern, die überwiegend der rechten Szene angehören, mit Argwohn betrachtet.  Emma macht sich mit ihrer Fragerei schnell unbeliebt und gerät selbst ins Fadenkreuz der Rechten.   Die Autorin Mechthild Lafermann  hat einen fesselnden und spannenden Krimi geschrieben, der viel Atmosphäre ausstrahlt. Man spürt die Tristesse, die beklemmende Atmosphäre im dem kleinen brandenburgischen Ort sowie die unterschwellige Bedrohung durch die Rechte Szene, die stets präsent ist. Selbst Kinder werden von ihr vereinnahmt. Emma ist als Protagonistin gut beschrieben, im Verlauf erfährt man auch genug Details zu ihre Familiensituation, so dass man sich schnell ein Bild von ihr machen kann. Sie ist zielstrebig, etwas frostig aber doch sympathisch. Ihr Freund, Kommissar Blume, bleibt dagegen blasser, schwer einzuordnen. Was vielleicht auch daran liegt, dass seine Rolle in der Geschichte lange Zeit nicht ganz klar ist. Die Handlung an sich ist stimmig, gut durchdacht und bis zur letzten Seite spannend.   Fazit: Ein dichter, atmosphärischer und gut recherchierter Krimi, der zum nachdenken anregt. Unbedingt lesen!

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  • Wer ohne Liebe ist von Mechthild Lanfermann

    Wer ohne Liebe ist
    thenight

    thenight

    12. September 2013 um 14:42

    Klappentext: Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten. In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist? Meine Meinung: Der Klappentext verrät schon genug vom Inhalt um es interessant zu machen, was er nicht vermittelt ist die Atmosphäre des Buches, die meiner Meinung nach etwas ganz besonderes ist. Das Buch lebt von vielen verschieden Menschen, deren Wichtigkeit nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist, erst zum überraschenden Ende als alle Fäden zusammenlaufen hat der Leser einen klaren Blick auf die logischen Zusammenhänge. Wichtiger als der Mord, es sei mir verziehen, fand ich , dass die Autorin es geschafft hat mich zum Nachdenken anzuregen, darüber wie aktuell das Thema Rechtsradikalismus immer noch ist und was ich tun würde, würde eine rechte Gruppierung in meiner Nachbarschaft agieren, würde ich mich hinter der Gardine verstecken oder Stopp rufen, welche Beweggründe haben die Menschen sich solchen Gruppen anzuschließen und was kann man tun um dies zu verhindern, nicht nur von Seiten der Politik sondern auch im Kleinen, auch etwas darüber zu erfahren wie Rechtsradikale arbeiten um andere in ihren Bann zu ziehen war sehr interessant. Ich vergebe gern eine absolute Leseempfehlung

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  • Wer ohne Liebe ist Roman zum Nachdenken

    Wer ohne Liebe ist
    meiki

    meiki

    12. September 2013 um 12:24

    Zuerst einmal zum Inhalt, den ich von dem Buchrücken übernehme... n Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist? Nun zu meinem Eindruck: Ich war sehr neugierig auf dieses Buch und habe mich super gefreut, als es bei mir in der Post war. Da mich der Inhalt schon sehr neugierig gemacht hat. Der Anfang ließ sich gut lesen, finde ich. Ich bin schnell in die Geschichte reingekommen, da ich den Schreibstil für gut befand. Ich finde auch das es sehr spannend geschrieben wurde und das Buch hatte mich in seinem Bann. Nur leider fand ich es dann zwischendurch etwas "schwer" was aber auch an dem "schweren" sensiblen Thema lag. Ich finde die Menschen in den Roman werden gut beschrieben . Ich finde auch das die ganze Thematik sehr gut beschrieben wird und regt zum Nachdenken an. Durch die Zwischenmenschlichen Beziehungen und die Politischen Situationen. Schlusswort Es ist ein gelungener Roman , der neugierig macht auf weitere Geschichten von einer tollen Autoren.

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  • 'Nihil fit sine causa.'

    Wer ohne Liebe ist
    sabatayn76

    sabatayn76

    10. September 2013 um 09:21

    Inhalt: In Berlin wird der Lehrer Lukas Brinkmann tot in seiner Wohnung gefunden. Emma Vonderwehr, Radioreporterin bei einem Berliner Sender, recherchiert im Fall Brinkmann und begibt sich in Brinkmanns Heimatort Hofsmünde. In dem kleinen Ort in Brandenburg, der fest in den Händen einer rechtsextremen Partei ist, leben unter anderem Brinkmanns Vater, ein Pastor, dem bald die Kirche genommen wird, sowie der tatverdächtige Rocco Schmitz. Je tiefer Emma gräbt, desto mehr Zusammenhänge zur DDR-Vergangenheit des Opfers und zu rechtsextremen Kreisen zeigen sich. Mein Eindruck: Ich kenne den ersten Band der Reihe nicht, was ein Grund dafür sein mag, dass ich mit den Protagonisten nicht warm geworden bin. Meiner Meinung nach bleiben die Figuren sehr blass und oberflächlich, was dazu geführt hat, dass mich der Kriminalroman nicht wirklich mitreißen konnte, obgleich die Geschichte inhaltlich sehr spannend und das Thema Rechtsextremismus sehr relevant ist. Insgesamt liest sich der Roman flüssig und schnell, die Einblicke in die rechtsextreme Szene wirken authentisch und sind beklemmend. Die Auflösung fand ich jedoch zu vorhersehbar, das Ende des Romans konnte mich allerdings trotzdem fesseln: hier wird es nochmal richtig spannend. Mein Resümee: Ein recht unterhaltsamer Kriminalroman mit interessantem und relevantem Inhalt, etwas farblosen Protagonisten und einer vorhersehbaren Geschichte, der mich leider nicht wirklich mitreißen konnte.

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  • Kriminalroman mit aktuellem Hintergrund

    Wer ohne Liebe ist
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. September 2013 um 12:42

    In dem zweiten Fall um die Berliner Radioreporterin Emma Vonderwehr geht es um den Mord an dem Grundschullehrer Lukas Brinkmann. Sie findet heraus, dass dieser in der rechten Szene aktiv war und beginnt im brandenburgischen Heimatort des Ermordeten zu ermitteln. Dabei gerät sie in die Kreise der rechten Liga. Sie lernt verschiedene Anhänger dieser Szene kennen, was sich als nicht ganz ungefährlich herausstellt. Zudem stößt sie auf ein weiteres Todesopfer, welches aus dem gleichen Ort wie Lukas stammte. Gibt es einen Zusammenhang zu dem Mord an Lukas Brinkmann? Auch Emmas Freund Edgar Blume ist als Komissar an dem Fall beteiligt. Sowohl Emma als auch Edgar besitzen Informationen, die der andere jeweils nicht hat... Die ersten paar Seiten empfand ich als etwas holprig. Es werden die Protagonisten vorgestellt, was mich am Anfang etwas mental gefordert hat, aber dann ging es wiederum auch ganz schnell und ich war in der Geschichte drin. Danach habe ich meinen Lesefluss jeweils nur ungern unterbrochen. Da das Cover des Buches mich in seiner Aufmachung nur mäßig angesprochen hat, habe ich keine allzu großen Erwartungen an den Roman gehabt. Um so mehr war ich dann überrascht, wie sehr mich die Geschichte dann doch gefesselt hat. Die Autorin schafft es immer wieder aufs Neue Spannung aufzubauen. Und das oft ohne viele Worte zu verwenden. Die Kapitel sind vergleichsweise kurz gehalten und manchmal wird dann ein Kapitel mit einer Länge von vielleicht zwei Seiten eingespeist auf denen eine Person beschrieben wird, von der mehr man noch nicht genau weiß welche Rolle diese später in dem Roman einnehmen wird. Der Leser fragt sich nebenbei also unterbewusst auch immer wie dieser Charakter noch platziert werden wird. Was mir auch gut gefällt ist die Dosis der Beschreibungen der zwischenmenschlichen Beziehungen. Sei es zwischen Emma und Edgar oder zwischen Emma und ihrer Freundin und Kollegin Brenta oder zwischen Emma und ihrer Familie. Diese Beschreibungen fließen immer wieder mit ein, wodurch sich quasi zwei Fronten ergeben: die Front der Guten (Emma etc.) und die Front der Bösen (Nazis etc.). Und dann finden sich mehrere Charaktere aus eben diesen kleinen Zwischenkapiteln, die man noch nicht einzuordnen weiß. Man fragt sich auf welcher Seite diese wohl stehen mögen? Interessant finde ich auch die politische Aktualität des Romans. Immer wieder wird der Mord und die rechte Liga vor dem Licht bald bevorstehender Wahlen gestellt, es wird beschrieben dass man eigentlich diese rechte Partei verbieten lassen möchte und wie die rechte Szene agiert und es schafft sich immer wieder in aller Munde zu bringen. Der Leser erfährt so ganz nebenbei auch etwas politische Bildung. [Fazit] Ein durchaus empfehlenswerter Kriminalroman einer aufstrebenden deutschen Autorin, die interessanterweise bereits selbst als Reporterin und Redakteurin gearbeitet hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir es hier vielleicht mit einer neuen, erfolgreichen Reihe zu tun haben werden. Ich werde mir jedenfalls nun noch gerne den ersten Fall von Emma Vonderwehr besorgen.

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  • Spannender Krimi mit brisantem Thema

    Wer ohne Liebe ist
    horrorbiene

    horrorbiene

    07. September 2013 um 13:33

    Der erste Band um die Radioreporterin Emma Vanderwehr hat mir sehr gut gefallen und so bin ich mit entsprechenden Erwartungen an das Buch herangegangen und ich wurde nicht enttäuscht. Vor allem hat mir das Thema des Krimis gefallen: Das Mordopfer war Mitglied in einer rechtsextremen Partei und so muss sich Emma in dieses Mileu begeben, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Und was sie dort erlebt ist erschreckend, doch das liegt vor allem an Lanfermanns Schreibstil. Ihr ist es gelungen die Brutaliät der Rechtsextremen und die Szene an sich so plastisch darzustellen, dass ich daheim auf dem Sofa regelrechte Angst verspürte, gleich eins auf die Mütze zu bekommen. Die Atmosphäre dieses Buches finde ich daher äußerst gelungen. Auch das Zusammenspiel mit Kommissar Blume, der aus bestimmten Gründen eine etwas eigene Art hat mit diesem Fall umzugehen, ist hier herrlich verzwickt. Auch die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt sich sehr interessant und hat ein Ende, bei dem ich nun unbedingt wissen möchte, was nun daraus wird. Das Buch las sich somit praktisch von selbst, dennoch finde ich hätte es an der einen oder anderen Stelle noch etwas straffer erzählt werden können. Dafür war das Finale sehr spannend und der Ausgang alles andere als vorhersehbar, was mir sehr gut gefallen hat. Ähnlich wie im ersten Band baut sich die Geschichte spannend auf, da der Leser durch einige Einschübe von anderen Personen Andeutungen bekommen hat, die Emma natürlich nicht hatte. Lanfermann hat erneut geschickt kleine Beschreibungen berliner Örtlichkeiten einfließen lassen, sodass die Sadt vor den Augen des Lesers entstanden ist ohne zu regionallastig zu sein. Ich würde raten, dieses Buch wirklich erst nach dem Serienauftakt Wer im Trüben fischt zu lesen, da die Kenntnis der Charaktere – vor allem bei den Protagonisten – vorausgesetzt wird. Fazit: Wer ohne Liebe ist ist meiner Meinung nach ein wirklich sehr gelungener spannender Krimi mit einer engagierten, selbstbewussten Rundfunkjournalistin als Hauptcharakter, die es hier mit einem äußerst brisanten Thema zu tun bekommt. Und gerade der Rechtsradikalismus gibt diesem Buch durch die Brisans und Aktualität eine besondere Würze. Lanfermann hat im Gegensatz zum Serienauftakt noch eine Schippe draufgelegt. Allerdings hätten manche Szenen noch ein wenig Straffung vertragen können. Alles in allem eine Serie, von der ich liebend gern noch viel mehr lesen möchte!

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